Fairreisen: 10 Tipps zum nachhaltigen Reisen

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Die Welt ent­deck­en und trotz­dem dabei nach­haltig sein? Hier find­est du 10 Tipps, wie du mit gutem Gewis­sen fair­reisen kannst.

Reisen Und Umweltschutz

Wir kaufen bio, essen weniger Fleisch, fahren mit dem Fahrrad und beziehen Ökostrom. Doch wenn es eine Sache gibt, die selb­st den motiviertesten Umweltschützern schw­er­fällt zu ändern, dann ist es diese: das Reisen. Wer ent­deckt nicht gerne die große weite Welt, bum­melt durch unbekan­nte Städte und lässt inmit­ten von malerischen Land­schaften die Seele baumeln? Lei­der gilt Fliegen neben dem Verzehr von Fleisch und dem Ver­bren­nen von fos­siler Energie zu den größten Umwelt­sün­den über­haupt. Mit diesen 10 Tipps zum nach­halti­gen Reisen kannst du aber trotz­dem noch guten Gewis­sens fairreisen:

10 Tipps, wie du nachhaltig(er) reisen kannst:

Reiseziele in der Nähe

See In Bayern

Das Gute liegt so nah! Ob Wan­dern im Schwarzwald, Abenteuer-Urlaub in Slowe­nien oder ein Schlem­mer­woch­enende in Turin – warum weit in die Ferne schweifen, wenn man eine der vielfältig­sten Kul­turen der Welt direkt vor der Haustür hat? Europa bietet ein buntes Pot­pour­ri an Möglichkeit­en. Die ide­ale Voraus­set­zung für nach­haltiges Reisen! Voraus­ge­set­zt, es han­delt sich nicht um einen der Orte, der vom „Over­tourism” befall­en ist. Ams­ter­dam, Venedig oder Mal­lor­ca ächzen unter den Touris­ten­massen und soll­ten, wenn über­haupt, nur noch in der Neben­sai­son besucht wer­den. Wer sich nur erholen möchte, der ist noch bess­er dran: Vom Bodensee bis zu Nord- und Ost­see kannst du auch hier mit Blick auf’s küh­le Blau schön die Seele baumeln lassen. Wenn es doch mal die Fer­n­reise sein soll? Wir wäre es damit, sich etwa alle fünf Jahre darauf zu freuen anstatt jeden Win­ter nach Bali abzuhauen? So wird Reisen wieder zu etwas ganz Besonderem.

Langsam reisen statt fliegen

Der Weg Ist Das Ziel

Stich­wort „Slow Trav­el”: Wenn das Reiseziel nicht zu weit weg ist, erre­ichst du es ganz bequem mit Bus und Bahn – und reist somit ganz nach­haltig. Selb­st wenn man den Bau der Schienen mit ein­berech­net, ver­braucht das Zug­fahren über die Zeit gese­hen immer noch weniger kli­maschädlich­es CO2 als das Fliegen. Wenn es dann doch unbe­d­ingt mal das Flugzeug sein muss: Kom­pen­sieren! Auf Plat­tfor­men wie Atmos­fair unter­stützt du mit dein­er Umweltab­gabe kli­mafre­undliche Pro­jek­te. Plus­punk­te gibt es, wenn du nicht nur mit dem Zug ver­reist, son­dern auch anderen davon erzählst. Denn nur wenn immer mehr von uns auf den Zug um- und auf­steigen, wird sich etwas ändern. Wie z. B. die gesteigerte Nach­frage nach Nachtzü­gen inner­halb Europas. Dieses aufre­gende Gefühl, die Land­schaft vor dem Fen­ster vor­beiziehen zu sehen und am Mor­gen in ein­er anderen Stadt aufzuwachen, kann kein Flugzeug erset­zen. Ganz nach dem Mot­to: Der Weg ist das Ziel.

Min­i­mal­is­tisch packen

Wenig Gepaeck Urlaub

Weniger ist mehr! Das gilt auch für dein Gepäck für unter­wegs. Mit ein­er min­i­mal­is­tis­chen Pack­liste bist du bestens für alle Even­tu­al­itäten gewapp­net. Hier­bei hil­ft fol­gende Faus­tregel: Egal, wie lange du ver­reist, packe nur für eine Woche. Danach wäschst du deine Klam­ot­ten und sparst dir so unnötiges Gepäck. Dazu ein­fach Wasch­seife und eine kleine Wäscheleine mit­nehmen. Doch schon bei der Wahl des passenden Ruck­sacks kannst du umwelt­fre­undlich han­deln: Öko-Reiserucksackgibt es mit­tler­weile aus recycel­ten Materialien. 

Bio­ho­tels statt All Inclusive

Pension Nachhaltig

Du hast dir ein schönes Reiseziel her­aus­ge­sucht, bist in den Zug gestiegen – nur um am näch­sten Mor­gen Auf­back­brötchen, Räucher­lachs und Kon­fitüre vorzufind­en? Das passiert dir nicht, wenn du um All Inclusive-Hotels einen großen Bogen machst. Und stattdessen in einem net­ten, kleinen Bio­ho­tel eincheckst. Ange­bote wie Good Trav­el machen es vor: Lokale und saisonale Speisen, am lieb­sten veg­e­tarisch oder veg­an, eine gemütliche Ein­rich­tung aus Natur­ma­te­ri­alien, der Pool mit Solar-Energie beheizt. Orte zum run­dum Wohlfühlen – ganz ohne schlecht­es Gewissen.

Urlaub­sort kennenlernen

Urlaubsort Kennenlernen

Wie ist die Kul­tur vor Ort? Was sind die Gepflo­gen­heit­en? Was bericht­en aktuell die Medi­en? Wer ökol­o­gisch reisen möchte, sollte dem Reiseziel mit Respekt und Ver­ständ­nis begeg­nen – und sich bewusst sein, dass wir mit unserem Geld einen entschei­den­den Ein­fluss haben. Es also ver­ant­wortlich ein­set­zen und etwa in lokalen Läden einkaufen anstatt bei inter­na­tionalen Ket­ten. Denn auch die soziale Nach­haltigkeit spielt beim umwelt­be­wussten Reisen eine große Rolle. Gebe ich Trinkgeld und wenn ja, wie viel? Wenn ich ange­bet­telt werde, wie ver­halte ich mich? Stich­wort soziale Ver­ant­wor­tung. Oder gab es etwa in let­zter Zeit eine Umweltkatas­tro­phe? Ger­ade in südlichen Län­dern beson­ders wichtig: Kein Wass­er ver­schwen­den! Wenn du dich im Vorhinein aus­giebig mit dein­er Reise beschäftigst, wirst du schnell ein gutes Gespür dafür bekom­men, was sich gehört und was nicht.

Nation­al­park statt Zoo

Iguazu Wasserfaelle

Neben der sozialen Nach­haltigkeit gilt beim nach­halti­gen Reisen: Achte auf die Umwelt und die Tiere! Trink­flasche und Edel­stahldose eignen sich ger­ade auf Reisen wun­der­bar für ein Pick­nick – ohne Müll in der Natur zu hin­ter­lassen. Und wie wäre es mit ein­er Wan­derung durch einen Nation­al­park anstatt des Besuchs eines Zoos? Bei Aus­flü­gen mit Tieren soll­test du beson­ders wach­sam sein: Han­delt es sich um wilde Tiere in ihrer art­gerecht­en Umge­bung? Dann kann dein Besuch sog­ar unter­stützend wirken. Geht es aber um Ele­fan­ten­re­it­en oder Delfin­schwim­men, gilt: Lieber die Fin­ger davon lassen. Sobald Tiere zum Spaß von uns Men­schen einge­set­zt wer­den, ist es Tierquälerei.

Regionale Speisen statt Fast Food

Spanisches Essen

Das High­light ein­er jeden Reise: das Essen. Wer träumt nicht von Tapas in ein­er kleinen spanis­chen Bar, einem Teller Pas­ta mit­ten in Rom oder dem ofen­frischen Kaiser­schmar­rn nach einem Spazier­gang durch die öster­re­ichis­chen Berge? Essen schafft Iden­tität und lässt uns tief in die Kul­tur eines Ortes ein­tauchen. Und das erleben wir nur im kleinen, net­ten Lokal in Fam­i­lien­tra­di­tion – und nicht in einem der vie­len Fast Food-Tempel

Fahrrad statt Taxi

Fahrrad Fahren In Amsterdam

Wenn du daheim immer Fahrrad fährst, warum dann nicht auch auf der Reise? Es gibt wohl kaum eine umwelt­fre­undlichere Alter­na­tive zu Taxis und Mietau­tos. Anson­sten ist der öffentliche Nahverkehr eine gute Lösung, um viel zu ent­deck­en. Das Flanieren ist wohl immer noch die schön­ste Möglichkeit, einen Ort ken­nen­zuler­nen. Nur so stoßen wir auf den kleinen Laden mit dem schö­nen Schaufen­ster oder kön­nen die Ein­heimis­chen bei ihrem Woch­eneinkauf auf dem Markt beobacht­en – und so eine Stadt aus anderen Augen sehen. Wie die Locals.

Lokale Sou­venirs

Lokale Souvenirs

Anstatt in Souvenir-Shops mit Sprüche-Tassen find­et man ger­ade in kleinen Läden die schön­sten Dinge als Mit­bringsel für zuhause – und unter­stützt damit die lokale Wirtschaft: eine handgemachte Schale, die beson­dere Gewürzmis­chung, die Teekanne aus Keramik. Auch hier zählt wie auch son­st beim nach­halti­gen Einkaufen: Auf natür­liche Mate­ri­alien acht­en. Oder etwas zum Auf­brauchen mit­nehmen. Das Olivenöl aus Ital­ien ver­set­zt dich auch noch lange nach dein­er Reise zurück in Urlaubsstimmung.

Auf Siegel achten

Zertifizierte Hotels Und Hostels

Wann ist etwas wirk­lich nach­haltig? Das ist manch­mal schw­er­er her­auszufind­en, als man denkt. Doch im Touris­mus gibt es einzelne Ausze­ich­nun­gen, die beim nach­halti­gen Reisen weit­er­helfen: Siegel wie Green Globe oder Earth Check zeigen dir inter­na­tion­al die besten Bio-Hotels und Restau­rants, sowie umwelt­fre­undliche Aktiv­itäten und Attrak­tio­nen. Das bekan­nteste Label inner­halb Europas ist die Blaue Schwalbe. Denn nur wer (umwelt-)bewusst reist, reist auch wirk­lich nachhaltig.

Fazit

Tipps Fair Reisen

Wie du siehst: Die Welt ent­deck­en und trotz­dem nach­haltig und umwelt­be­wusst leben, muss sich nicht zwangsläu­fig auss­chließen. Wir kön­nen an ver­schiede­nen Stellschrauben drehen, damit unser ökol­o­gis­ch­er Fußab­druck so klein wie möglich bleibt. Selb­st, wenn wir mal fliegen, weil das Ziel nun­mal nicht anders zu erre­ichen ist. Wir kön­nen unseren CO2-Ausstoß dann zum Beispiel kom­pen­sieren und darauf acht­en, dass wir uns vor Ort so kli­mafre­undlich wie möglich fort­be­we­gen. Am wichtig­sten ist, dass wir uns Gedanken machen, wie wir unsere Reise so nach­haltig wie möglich gestal­ten kön­nen, damit so gut wie keine neg­a­tiv­en Fol­gen für die Men­schen und die örtliche Kul­tur entste­hen. Reisen hat also auch viel mit Acht­samkeit zu tun. Wer aufmerk­sam durchs Leben geht und Entschei­dun­gen bewusst trifft, kann ohne schlecht­es Gewis­sen in den Urlaub fahren und sich dort auch so richtig erholen.

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Hej, ich bin Jasmin, frische Hamburgerin und Foodie aus Leidenschaft. Ich liebe es neue vegane und nachhaltige Cafés und Restaurants in Hamburg zu entdecken. Für re:BLOG begebe ich mich außerdem...

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