Neues Wohnen – Tiny100: Kann man auf 6,4 qm leben?

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„Wir brauchen neue Ideen, wie man bezahlbaren Wohnraum schaffen kann.“

2 Meter bre­it und 3,20 Meter lang, 6,4 qm Grund­fläche. Diese Maße sind der Grund, wieso erneut eine große Debat­te zur aktuellen Woh­nungslage aus­gelöst wurde. Das Tiny100 ist das aktuelle Pro­jekt des Berlin­er Architek­ten Van Bo Le-Mentzel, der für die Tiny­house Uni­ver­si­ty arbeit­et und schon durch seine Hartz IV Möbel Auf­se­hen erregte. Auf 6,4 qm Grund­fläche wurde ein mobiles Eigen­heim geplant, das monatlich nur 100 Euro Miete inklu­sive aller Nebenkosten kosten soll.

Aber kann man auf 6,4 qm über­haupt leben und arbeit­en, so wie es der Entwurf ver­spricht, oder ist es eher als ein Extrem-Szenario zu sehen – als eine Art Gege­nen­twurf und Rebel­lion gegen die stetig steigen­den Mieten, die vor allem in den Bal­lungszen­tren der Bun­desre­pub­lik ein großes Prob­lem sind?

Tiny100 Tinyhouse University

Tiny100 – Zukunftsvision der Stadt

Van Bo Le-Mentzel hat es sich zu sein­er Auf­gabe gemacht, durch exper­i­mentelle Architek­tur die Gren­zen und Möglichkeit­en von extrem reduziert­er und min­i­maler Architek­tur aufzuweisen und Zukun­ftsvi­sio­nen für das Leben in der Stadt zu gener­ieren. Im Gegen­satz zur der stark reduzierten Grund­fläche von 6,4 qm weist sein Tiny House eine Deck­en­höhe von 3,60 Meter auf, die es ermöglicht, ein Obergeschoss zu inte­gri­eren und den zusät­zlich gewon­nen Raum als Arbeits- oder Schlaf­platz oder als Stau­raum zu nutzen. Noch mehr Wohnideen für Tiny Hous­es gibt es hier.

Tiny100 Tinyhouse University

Die etwas andere Wohngemeinschaft

Durch die in sich selb­st funk­tion­ieren­den und autarken Wohnein­heit­en hat jed­er die Möglichkeit, für sich allein zu leben. Doch beson­ders wichtig ist dem Architek­ten und seinem Part­ner Joachim Klöck­n­er, dem Minimalismus-Coach der Tiny­house Uni­ver­si­ty, die zen­trale Gemein­schafts­fläche, die von allen benutzt wer­den kön­nen. Hier find­et die gemein­schaftliche Inter­ak­tion statt, für die in den son­st so kleinen Mod­ulen kein Platz vorge­se­hen ist.

Van Bo Le-Mentzel’s Vision ist es, eine neuen Wohn­ty­pus für die Stadt zu entwick­eln, neuar­tige Wohnkonzepte für eine sich stark in der Entwick­lung befind­lichen Gesellschaft zu schaf­fen. Wenn ihr mehr darü­ber lesen wollt und Inter­esse daran habt, in diesem min­i­mal­is­tis­chen Woh­nungswun­der Probe zu wohnen, besucht doch die Ausstel­lung am Kreuzberg­er Carl-Herz-Ufer 9 und berichtet uns gerne, was ihr davon haltet!

Die Bedeutung von Zeit – drei Fragen für das neue Jahr

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Ich bin nicht unbedingt Fan von Vorsätzen fürs neue Jahr. Eigentlich möchte ich mich lieber auf ein neues, aufregendes Jahr freuen, ohne mir schon vorher irgendwelche Pflichten aufzulasten. Was ich allerdings sehr gerne mache, ist mir zu überlegen, was ich aus dem letzten Jahr gerne mitnehmen möchte. Die besten Momente, spannendsten Erfahrungen und Erkenntnisse, schönsten Erinnerungen, geteilte Gedanken in der gemeinsamen Zeit mit tollen Menschen – das möchte ich ungern zurücklassen, denn davon zehrt man schließlich! Gegen Ende des Jahres liest man in den sozialen Medien und in allen Zeitschriften von unserer Zeit, die so schnell dahinrast. Die Momente rinnen…

Moin, ich bin Marie. Waschechte Hamburgerin und nordisch by nature. Hier bei OTTO halte ich für re:BLOG Ausschau nach spannenden Ideen und Menschen, coolen Eco-Outfits und berichte für euch von...

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