Absolut en vogue: Le Van Bos Hartz-IV-Möbel

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Wenn es draußen kalt und dunkel wird, fan­gen viele Men­schen an, von der gemütlichen Jahreszeit zu sprechen. Was heißt das? Das heißt für mich, dass viele das Bedürf­nis überkommt, es sich drin­nen im War­men gemütlich zu machen. Ich koche mir dann gern einen heißen Tee, kuschel mich in ein­er hüb­schen Decke aufs Sofa und warte auf Wei­h­nacht­en. Das klingt ziem­lich bequem, allerd­ings auch ganz schön ruhig, oder?

Dabei kann Gemütlichkeit auch aktiv sein bedeuten! Denn was kön­nte meine Woh­nung gemütlich­er machen als ein DIY-Möbelstück aus warmem Holz, das ger­ade durch kleine handw­erk­liche Uneben­heit­en so per­fekt ins win­ter­lich ein­ladende Wohnz­im­mer passt?

Architekt und Hartz-IV-Möbel-Erfinder Le Van Bo liefert für ein solch­es DIY-Projekt die per­fek­te Anre­gung. Sein Kreuzberg 36 Chair lässt sich für nur rund 36 Euro Mate­ri­alkosten nach­bauen (daher auch die Beze­ich­nung Hartz-IV-Möbel!). Der Stuhl bietet genü­gend Spiel­raum für eine ganz per­sön­liche Umset­zung. Schneeweiß, knall­bunt, naturbe­lassen, dunkel gebeizt – oder eine Kom­bi­na­tion aus diesen vie­len Möglichkeit­en. Auch Sitzfläche und Rück­en­lehne lassen sich in Form und Farbe indi­vidu­ell an die eigene Woh­nung anpassen. Und sollte sich die Woh­nung verän­dern, lässt sich natür­lich auch der Stuhl umlackieren.

Zugegeben: Wenn man nicht ger­ade Schrein­er oder Zim­mer­er ist, bedarf es schon ein wenig Getüf­tel, ehe man sich den per­fek­ten Plan zurecht­gelegt hat und sich vor­sichtig an die Umset­zung tastet. Auch eine kleine Grun­daus­rüs­tung an Werkzeu­gen sollte man sich beschaf­fen oder bor­gen. Aber was wäre ein echt­es Handw­erk­spro­jekt ohne Her­aus­forderung? Und was meint ihr, wie eure Fre­unde guck­en wer­den, wenn sie zum gemütlichen Raclette-Abend auf dem Homemade-Stuhl Platz nehmen?

Machen wir es uns gemein­sam gemütlich! Das muss nicht immer gle­ich mit Anschaf­fun­gen oder Investi­tio­nen zu tun haben, man kann so vieles selb­st machen und dabei außer­dem einen ganz indi­vidu­ellen Stil verwirklichen!

Den Bau­plan für den Kreuzberg 36 Chair kön­nt ihr euch übri­gens auf Le Van Bos Web­site herun­ter­laden. Hier gibt er auch Tipps, welche Werkzeuge du brauchst und erzählt, wie die Idee zum Kreuzberg 36 Chair ent­standen ist.

DIY: Regal aus Obstkisten

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Jetzt ist sie wieder da: die Zeit, in der man ungehemmt und in rauen Mengen Mandarinen nascht. Bei uns werden die süßen Vitaminspender immer gleich kistenweise angeschleppt und verputzt. Doch was macht man mit den Obstkisten, wenn alle Mandarinen aufgegessen sind? Eines ist klar: Zum Wegwerfen sind sie viel zu schade. Man kann sie zum Beispiel mit etwas Farbe versehen oder mit hübschem Papier beklebt prima als Geschenkkörbchen verwenden. Oder man bastelt sich einfach ein kleines Do-it-yourself-Regal, in dem das Geschenkpapier für die kommende Weihnachtszeit oder andere Kostbarkeiten ihren Platz finden.

Es geht ganz einfach, ihr braucht: zwei Obstkisten zwei Bretter…

Es ist viel nachhaltiger, in das zu investieren, das wir lieben, als diese Leidenschaft durch falsche Ideale und Konsum zu ersetzen. Hi, ich bin Vera und blogge seit 2012 auf...

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stadtfund
Dienstag, 22. Dezember 2015, 2:14 Uhr

Warum heißen diese Möbel eigentlich Hartz-4 Möbel. Ich musste zum Glück meinen Leben­sun­ter­halt noch nie von Hartz-4 bestre­it­en, weiß jedoch von zwei Men­schen wie schwierig das sein kann und wie oft das Geld für den Leben­sun­ter­halt zum Ende des Monats nicht mehr reicht. 24 Euro klin­gen vielle­icht für den Großteil der Karma-Konsum-Zielgruppe ziem­lich preiswert … für jeman­den der am Exis­tenzmin­i­mum lebt jedoch nicht. Für 24 Euro würde ich dann eher zum Gebraucht­waren­händler, gehen denn dort gibt es gle­ich mehrere Stüh­le für diesen Betrag. Und wenn es ein wenig krieativ sein soll, dann ran ans Redesign der Schnäp­pchen. Ich selb­st habe übri­gens 13 Stüh­le für genaus O Euro in mein­er Woh­nung ste­hen. Ein wenig abschleifen, ölen oder anstre­ichen war alles. Und wer die Augen offen hält find­et die Stüh­le die er braucht ein­fach auf dem was andere Mit­men­schen unser­er Kon­sumwelt als „Müll“ beze­ich­nen. Und nach­dem ich keine weit­eren Stüh­le benötige kommt es auch mal vor dass ich schöne Fund­stücke beim Sec­ond­hand­laden vor­beiringe , als zu ver­schenken annonciere oder ein­fach einen Zettel mit Auf­schrift „zu ver­schenken“ anbringe um andere Men­schen zu ermuti­gen sich zu bedi­enen. Übri­gens, hat schon mal jemand nach der Herkun­ft und Qual­ität der Holzw­erk­stoffe in Bil­lig­baumärk­ten nachgedacht bevor er das Hartz-4 Möbel vor­eilig als nach­haltig gepriesen hat? Der Mate­ri­aleinkauf ist ja schließlich auch Kon­sum, oder nicht?
Deswe­gen lieber, weit­er­nutzen, wieder­nutzen ,repari­eren, upcyceln … aber all das wenn möglich auch mit wiederver­wen­de­ten Materialien.
Gruß
stadt­fund / Jür­gen Breiter

Anna
Montag, 8. Dezember 2014, 18:07 Uhr

Der Stuhl ist super­schön! Sieht wie ein styl­ish­er, sta­bil­er Holzs­tuhl aus! Das zwei­far­bige Lack­ieren muss ich mir merken…!