Nicht weglaufen: Kerzenständer aus alten Tischbeinen

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Möbelbeine und Füße aus massivem Holz sind viel zu schade, um sie wegzuwerfen. Auch wenn das, was sie tragen, nichts mehr taugt, lassen sich aus kugeligen Kommodenfüßchen und schlanken Tischbeinen standfeste Kerzenständer machen. Wenn ihr also einen kaputten Stuhl oder Tisch seht, schaut genau hin, ob man nicht doch noch ein paar Teile dieses Stücks für ein schickes Recyclingdesign verwenden kann.

Weil unser Gästebad in schlichtem Weiß und Grau gehalten ist, bildet es die perfekte Basis für eine farbenfrohe Deko. Der Raum ist wie ein leeres Blatt Papier, welches darauf wartet, dass ich darauf herumkritzele. Und somit sollten sich zu meinen neuen Handtüchern und den hölzernen Accessoires ein paar bunte Kerzenständer gesellen. Wie gut, dass ich noch ein altes Tischbein aus meiner Fundgrube herausgekramt habe.

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Aus den alten Tischbeinen lassen sich die unterschiedlichsten Designs zaubern.

Das knapp 60 cm lange Tischbein habe ich zuerst mit Schleifpapier abgeschliffen und dann in der Mitte zersägt. An der runden Seite habe ich mit einem 22 Millimeter Forstnerbohrer ein ca. 20 Millimeter tiefes Loch gebohrt. Handelsübliche Kerzen passen so perfekt in das Loch.

Wichtig beim Bohren:

Bitte eine zweite Person, das Werkstück festzuhalten oder spanne es mit Schraubzwingen an einen Tisch. Nur so ist gerades und sicheres Bohren gewährleistet. Manche Hölzer sind sehr hart und du musst je nach Bohrmaschine ordentlich Kraft aufwenden, damit sich der Bohrer in das Holz frisst.

Anschließend habe ich die beiden Holzteile mittig mit Kreppband abgeklebt und sie bis zur Hälfte lackiert. Zum Schluss noch ein paar Filzaufkleber an die Unterseite und fertig sind die Kerzenständer.

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Noch ein paar Filzaufkleber auf die Unterseite – fertig!

Es gibt auch eine Alternative:

Wenn du ein gut erhaltenes Möbelbein erwischt hast, kannst du es natürlich auch nur abschleifen und im Holz-Look belassen. Allerdings rate ich dir, es wenigstens noch zu ölen. So kannst du eventuelle Wachsreste auch besser abkratzen und die wunderschöne Maserung kommt nach der Ölung noch besser zur Geltung.

Tipp bei kleinen Schönheitsfehlern: 

Beschädigte Möbelfüße mit Kratzern oder Löchern bessert man mit Spachtelmasse aus. Nachdem die Spachtelmasse durchgetrocknet ist, schleift man die ausgebesserten Stellen nochmal fein ab.

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Hi, ich bin Kristina von ichdesigner.com. Ich habe den schönsten Beruf der Welt und arbeite als selbstständige Architektin und Interiordesignerin. Im Studium lag mein Schwerpunkt auf dem Bauen im Bestand. Nachhaltigkeit habe ich also schon immer groß geschrieben. Ich liebe es, aus alten Dingen neue Möbel, Leuchten und Wohnaccessoires zu machen. Als ehemalige Dozentin einer Recyclingdesign-Werkstatt bin ich Profi im Experimentieren mit ungewöhnlichen und gebrauchten Materialien und (Sperr-) Müll. Auch in meinem Zuhause finden sich überall aufgearbeitete Stücke, selbst entworfene Leuchten und Möbel. Mein Kopf ist so voller Ideen, dass ich froh bin, sie bei meinen Projekten und auf meinem Blog verwirklichen zu können. Und ab jetzt kann ich sie auch noch mit euch auf re:BLOG teilen.

Letzte Kommentare (1)

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Mittwoch, 22. April 2015, 16:08 Uhr

Hey,
das ist ja eine super coole Idee! Leider habe ich gerade kein altes Tischbein zur Hand. Aber wenn mir mal eins über den Weg läuft, werde ich es festhalten!
Danke für den Tipp!