Ein Blouson gehört in jeden Schrank

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Black Beauty! Spitzenblouson aus fairer Baumwolle

Die Atmung beschle­u­nigt sich, der Herz­schlag auch. Die Augen wer­den immer größer und plöt­zlich weiß man: Es ist Liebe! Und Liebe ist ja bekan­ntlich eines der schön­sten und größten Gefüh­le, dem man unbe­d­ingt nachgeben sollte, wenn sie einen ereilt. Zumin­d­est, wenn sie auf Gegen­seit­igkeit beruht und so wie der Blou­son mich auf der Web­seite von OTTO.de anges­trahlt hat, musste die Liebe ein­fach auf Gegen­seit­igkeit beruhen. Da war ich mir sicher.

Eigentlich wollte ich ja bei OTTO.de nach einem Kleid für die Hochzeit ein­er Fre­undin suchen…eigentlich…und dann bin ich bei diesem Schätzchen hän­genge­blieben. Wie ich nur mit einem Blou­son auf ein­er Hochzeit auf­tauchen soll ist mir noch nicht ganz klar – aber egal, dachte ich, während ich auf den „Kaufen-Button“ drück­te. Wie so oft, wenn Frauen einkaufen gehen und eigentlich eine neue Jeans auf der Einkauf­s­liste ste­ht… sie dann aber mit dieser ganz beson­ders schick­en Bluse und den süßen High­heels und dieser genialen öko­fairen Tasche nach Hause kommen.

Immer­hin braucht jede Frau einen Blou­son im Schrank, habe ich beschlossen. Das ist ein Mod­eklas­sik­er. Wirklich!

Das Mod­elexikon sagt: Blou­son, der. Der Name kommt aus dem franzö­sis­chen. Eine Jacke mit Strick­bünd­chen und blusiger Form mit schrä­gen Taschen. Ein Blou­son ist immer Taillen- bis max­i­mal Hüftlang.

Ein Blick auf die Modegeschichte des Blouson

Let­ztlich gibt es zwei The­o­rien, wo und wie der Blou­son ent­standen ist.

Es gibt Stim­men, die sagen, dass der Blou­son eine Weit­er­en­twick­lung der Flieger­jacke ist. Die Flieger­jacke wurde Anfang des 20. Jahrhun­derts für die Piloten erfun­den, denn die Flugzeuge waren damals ver­dammt unbe­heizt und damit ver­dammt kalt. Deswe­gen braucht­en die Piloten einen Käl­teschutz, der viel Bewe­gungs­frei­heit ermöglichte. So kam es zu der blusi­gen, kurzen Form. Anfangs waren die Jack­en aus Lamm­fell. Irgend­wann wurde Nylon erfun­den und wie so oft erset­zte die Kun­st­fas­er das natür­liche Mate­r­i­al. Aus der Flieger­jacke wurde dann irgend­wann der Blou­son, so die erste The­o­rie zur Modegeschichte.

Dann gibt es Stim­men, die sagen, dass der Blou­son in Großbri­tan­nien ent­standen ist. Um 1930 fer­tigte die britis­che Man­u­fak­tur Bara­cu­ta – die eigentlich das britis­che Mil­itär mit Regen­män­teln belieferte – etwas Neues an und ließ eine leichte Baum­woll­jacke nähen, die für die ver­reg­neten Gol­frun­den der bei­den Besitzer gedacht war. Damit das Wass­er nicht so schnell durchkommt, bekam die Jacke eine wellen­för­mige Naht auf dem Rück­en und Bünd­chen – für einen Regenschirm-Effekt. Anfangs war der Blou­son als prak­tis­che Regen­jacke gedacht – später wurde er zum modis­chen State­ment. Das war The­o­rie Num­mer zwei.

Wie auch immer es am Ende war, ver­dankt der Blou­son let­ztlich seinen Durch­bruch der Fil­min­dus­trie. Denn wie so oft bei Mod­eklas­sik­ern hat­te Hol­ly­wood auch bei der Erfol­gs­geschichte des Blou­son seine Fin­ger im Spiel. Das kleine Schwarze zum Beispiel ver­dankt seine Promi­nenz Audrey Hep­burn und dem Film „Früh­stück bei Tiffany“. Die Jeans wurde erst hipp nach­dem Mar­lon Bran­do in Jeans und Bik­er­jacke in „Der Wilde“ den per­fek­ten Rebellen gab und die Col­lege­jacke ver­dankt ihren Durch­bruch dem Film „Lovesto­ry“, in dem Ryan O’Neill als reich­er Col­lege­boy brillierte.

Beim Blou­son war es James Dean. Er ließ 1955 in dem Kultk­las­sik­er „Denn sie wis­sen nicht was sie tun“ die Frauen­herzen im roten Blou­son höher schla­gen. Der Film­streifen machte ihn posthum zum Helden ein­er Gen­er­a­tion und den Blou­son zum Mod­eklas­sik­er. James Dean verkör­perte in Jeans und Blou­son den per­fek­ten Aufrührer gegen die spießige Eltern­gener­a­tion. Jed­er Kerl wollte so sein wie James – jede Frau wollte einen James zu Hause haben. Am ein­fach­sten schien sich dieser Wun­sch mit einem Blou­son im Klei­der­schrank erfüllen zu lassen.

Nach und nach wan­derte der Blou­son so in die All­t­agsmode. Immer­hin war und ist der Blou­son nicht nur modisch, son­dern auch schön prak­tisch. Die Strick­bünd­chen an den Ärmeln und an der Taille liegen eng an und ver­hin­dern so, dass zu viel küh­le Luft von außen in die Jacke rein­fließen kann. So bleibt es schön warm im Blouson.

Wenn man nicht – wie ich – ein Mod­ell aus Spitze wählt. Vor Zugluft schützt mich mein Spitzen­blou­son nicht, aber er sieht so gut aus und manch­mal reicht das ja auch aus.

schwarzer Blouson mit Spitze

Der Look

Mein Blou­son ist aus Baum­woll­spitze. Damit hat er sich sofort zum neuen Liebling­steil qual­i­fiziert. Viel zu viele Spitzen­teile sind mit­tler­weile aus Kun­st­fas­er. Ich mag Kun­st­fas­er nicht beson­ders, weil meine Haare dank Kun­st­fas­er immer inner­halb kürzester Zeit so ausse­hen als ob ich in die Steck­dose gelangt hätte. Außer­dem ist Kun­st­fas­er nicht beson­ders umwelt­fre­undlich – wed­er in der Her­stel­lung, noch in der Entsorgung. Dann doch lieber Baum­wolle, wenn sie fair und umwelt­be­wusst pro­duziert wurde.

Ich habe ihn eine Num­mer klein­er als üblich gekauft – weil er eher läs­sig geschnit­ten ist und größer aus­fällt. Am lieb­sten trage ich ihn mit ein­er Jog­ger­pant, einem läs­si­gen Fair Fash­ion Shirt, rock­i­gen Arm­bän­dern vom Char­i­ty Label und veg­a­nen Slippern.

Blouson in Fair 

Aber trotz­dem habe ich nicht ein­fach so gekauft – ver­liebt hin oder her. Das Mod­e­teilchen muss ja trotz­dem nach­haltig sein. Wie immer, wenn ich bei OTTO.de shoppe, habe ich einen kurzen Blick auf die Sym­bole unter dem Pro­dukt gewor­fen. Denn Otto zeich­net alle Pro­duk­te, die nach­haltig pro­duziert wur­den aus. Genau wegen dieser Pro­duk­te surfe ich regelmäßig bei Otto.de vor­bei und suche nach neuen Dekoschätzchen oder Modelieblingen.

Cotton Made in Africa = nachhaltig

Meine neue große Liebe – a.k.a. der Blou­son – zum Beispiel hat das Label „Cot­ton Made in Africa“. Let­ztlich geht es da um die Hil­fe zur Selb­sthil­fe durch fairen Han­del. Die afrikanis­chen Klein­bauern wer­den von Großun­ternehmen wie OTTO.de unter­stützt, indem sie deren Pro­duk­te zu fairen Preisen kaufen und zu Stof­fen und dann zu Klei­dern weit­er­ver­ar­beit­en. Außer­dem gibt es Gelder für Schu­lun­gen, Weit­er­bil­dung und Sozial­pro­jek­te. Gle­ichzeit­ig wird die Baum­wolle umwelt­be­wusst ange­baut, weil den Bauern alle Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, die sie für einen umwelt­be­wussten und nach­halti­gen Anbau brauchen.

Klischee: „Nachhaltigkeit ist nur was für Ökos und Hippies“

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Häh!? Der Planet gehört doch allen – nicht nur den Ökos und Hippies. Auch Trump. Überhaupt: kurz mal Nachrichten anmachen – sind die Hippies das Problem? Nicht so. Oder andersrum: Ist das denn ein Schimpfwort? Du Öko! Du Hippie! Gut, war es früher. Die Band „Die Goldenen Zitronen“ sang sogar mal: „Soll´n doch eure Kinder Hippies werden...“ Die Lösung in dem Lied – also besser als Hippie – und so lautete auch der Song: „Für immer Punk!“ Ich tippe aber mal, dass die Menschen, die heute noch bei Nachhaltigkeit an Hippies oder Ökos oder Ökohippies denken, nicht unbedingt stattdessen Punk…

Hi, ihr Lieben! Mein Name ist Petra und ich blogge auf „Hollightly“ über Fashion, Design und grünen Lifestyle. Ich bin bekennendes Modemädchen mit Hang zu schönen Dingen und überzeugt davon,...

Zum Autor

Sandra
Samstag, 9. September 2017, 15:07 Uhr

Toller Beitrag! Key-Pices wie schwarz­er Blou­son, das kleine Schwarze oder ein paar schwarze Stilet­tos braucht jede Frau in ihrem Schrank. Liebe Grüße, Sandra