Zero Waste: DIY-Bienenwachstuch

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Für ein nach­haltigeres Leben ste­ht bei uns die Ver­mei­dung von Müll mit an ober­ster Stelle. Da das The­ma „Zero Waste“ ger­ade voll im Trend ist, gibt es mit­tler­weile viele wiederver­wend­bare Alter­na­tiv­en zu Weg­w­erf­pro­duk­ten in der Küche. 

„Ver­wen­dung find­en sie beim Ein­wick­eln oder Abdeck­en von Lebens­mit­teln und machen damit Alu- und Frischhal­te­folie oder But­ter­brot­pa­pi­er über­flüs­sig.”

Meis­tens sehen sie sog­ar noch hüb­sch­er aus, weil sie aus hochw­er­ti­gen Natur­ma­te­ri­alien gefer­tigt wer­den. Spültüch­er aus Leinen, Spül­bürsten mit Holz­griff und aus­tauschbarem Kopf oder Spülmit­tel in Glas statt Plas­tik, um nur einige Möglichkeit­en zu nen­nen. Wir möcht­en eine schöne und kreative Art vorstellen, den Einweg- und Plas­tik­müll in der Küche zu reduzieren: Wach­stüch­er. Sie lassen sich sehr ein­fach aus einem dün­nen Baumwoll- oder Leinen­stoff und echtem Bienenwachs her­stellen. Ein großer Vorteil dieser nach­halti­gen Alter­na­tive: das Bienenwachs hat eine natür­liche antibak­terielle Wirkung.

Das Material

Das Brauchst Du Fuer Bienenwachstuecher

Zwar gibt es hochw­er­tige Bienenwach­stüch­er zu kaufen, allerd­ings ist alleine der Duft bei der Her­stel­lung schon ein Erleb­nis. Außer­dem wählen wir Größe und Form gerne frei aus. Aber auch Farbe oder Muster der Stoffe. Per­fekt ist es natür­lich, direkt Stof­freste für die Wach­stüch­er zu upcyceln. Wichtig ist hier­bei, dass es ein unbe­han­del­ter Naturstoff ist, der ohne Waschmit­tel und Weich­spüler vorge­waschen wird. Dann kann es auch schon los­ge­hen!

Für ein Bienenwach­stuch brauchst du:

  • einen dün­nen Baumwoll- oder Leinen­stoff in etwa 35 x 45 cm
  • 30 g unbe­han­deltes Bienenwachs
  • 7 g Kokosöl
  • Reibe
  • Marme­laden­glas
  • Topf
  • Gril­lzange oder Topflap­pen
  • Back­blech
  • Zeitungspa­pi­er
  • Back­pa­pi­er
  • Borsten­pin­sel
  • Bügeleisen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Wachstücher

Schritt 1: Zuerst wird der Stoff auf die gewün­schte Größe zugeschnit­ten. Es bietet sich an, direkt mehrere Tüch­er zu wach­sen, damit sich die Proze­dur lohnt. Denn die Werkzeuge müssen hin­ter­her gere­inigt wer­den und das benötigte Back­pa­pi­er pro­duziert wiederum Müll. Beispiel­haft beschreiben wir die Her­stel­lung eines Wach­stuchs von etwa 35 x 45 Zen­time­tern. Je nach Stof­fart kann die Menge an benötigtem Wachs vari­ieren. Das Ver­hält­nis von Wachs zu Öl set­zen wir etwa mit 4:1 an.

Schritt 1

Schritt 2: Sobald die Tüch­er bere­it liegen, wird das Wachs zerklein­ert. Wir haben Wachs­blöcke von einem benach­barten Imk­er und Reste von Wachskerzen gerieben. Es gibt Bienenwachs auch als Pastillen zu kaufen, damit erübrigt sich dieser Schritt.

Schritt 2 Bienenwachstuch

Schritt 3: Das Wachs wird zusam­men mit dem Kokosöl in das Marme­laden­glas gefüllt und in einem kleinen Topf im Wasser­bad geschmolzen. Das Kokosöl ver­lei­ht dem Tuch mehr Geschmei­digkeit. Während das Wachs schmilzt, wird die Unter­lage vor­bere­it­et. Um Wachsspuren auf der Arbeits­fläche zu ver­mei­den, kann man ein Back­blech nutzen, welch­es mit etwas Zeitungspa­pi­er aus­gelegt wird.

Schritt 3 Bienenwachstuch

Schritt 4: Auf das Back­pa­pi­er wird der Stoff gelegt und mit dem geschmolzenen Wachs eingepin­selt. Da das Wachs schnell abkühlt, muss hier zügig gear­beit­et wer­den. (Alter­na­tiv zum Schmelzen im Wasser­bad, kann das geriebene Wachs auch direkt auf dem Tuch verteilt und bei 85 Grad im Back­ofen geschmolzen wer­den.)

Schritt 4 Bienenwachstuch DIY

Schritt 5: Anschließend wird der Stoff mit ein­er weit­eren Lage Back­pa­pi­er abgedeckt um das Wachs mit einem Bügeleisen (Baumwoll-Stufe) gle­ich­mäßig zu verteilen und richtig in den Stoff einzuar­beit­en. Man sollte darauf acht­en, dass möglichst kein Wachs über die Rän­der des Back­pa­piers läuft und so direkt mit dem Bügeleisen in Verbindung kommt, auch wenn sich das Wachs abwis­chen oder im erkalteten Zus­tand abkratzen lässt. Sobald das Wachs gle­ich­mäßig auf dem Stoff verteilt ist, kann dieser vom Back­pa­pi­er abge­zo­gen und getrock­net wer­den. Fer­tig ist dein DIY-Bienenwachstuch!

Klein­er Tipp: Wach­sreste auf den ver­wen­de­ten Mate­ri­alien, wie Reibe oder Pin­seln, lassen sich anschließend mit einem Föhn schmelzen und dadurch leicht abwis­chen.

Die Verwendung

Bienenwachstuch Verwendung

Das Wachs macht den Stoff form­bar und reagiert bere­its auf Hand­wärme mit elastis­ch­er Wirkung. So kön­nen die Tüch­er zum Abdeck­en von Schüs­seln ver­wen­det wer­den, als natür­liche Hülle für das Pausen­brot oder um angeschnittenes Gemüse einzuwick­eln. Große Tüch­er eige­nen sich auch wun­der­bar zum Frischhal­ten von Broten. Das Schöne an der Stof­f­vari­ante ist, dass man die Tüch­er weit­er­ver­ar­beit­en kann. Mit der Näh­mas­chine kön­nen kleine Beu­tel daraus entste­hen. Durch das Ein­nähen von einem Gum­miband, in ein rund geschnittenes Wach­stuch, ist die Abdeck­ung für Schüs­seln noch bess­er geeignet.

Die Reinigung

Das Wach­stuch­es kann ein­fach mit etwas warmem Wass­er gere­inigt wer­den. Da Wachs schmilzt, darf das Wass­er natür­lich nicht zu heiß sein. Bei größeren Ver­schmutzun­gen hil­ft etwas Spülmit­tel. Nach dem Waschen das Bienenwach­stuch ein­fach an der Luft trock­nen lassen.

Bienenwachstücher richtig pflegen

Pflege Bienenwachstuecher

Bei häu­figer Benutzung kön­nte das Wachs stel­len­weise brüchig wer­den. Ein paar Minuten im 85 Grad war­men Ofen oder ein erneutes Bügeln sollte die Bruch­stellen wieder beheben. So hat man lange etwas von seinem Wach­stuch.

Fazit Bienenwachstuch

Das Bienenwach­stuch kann viel­seit­ig in der Küche ver­wen­det wer­den und eignet sich opti­mal zum Reini­gen und somit zur Wiederver­wen­dung. Dadurch kann die Entste­hung von Müll in der Küche reduziert wer­den und gle­ichzeit­ig betätigt man sich handw­erk­lich mit unser­er DIY Anleitung für die ALter­na­tive zu Weg­w­erf­pro­duk­ten!

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