Wie nachhaltig sind Avocados?

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Avo­ca­dos liegen voll im Trend, denn sie sind gesund und leck­er. Aber sind sie auch nach­haltig? Wir klären über die Öko­bi­lanz und den Wasserver­brauch der Avo­ca­do auf.

Nachhaltigkeitscheck Avocado

Sie schmeckt fast jedem und ist dazu noch gesund: die Avo­ca­do. Und auch ihre deko­ra­tiv­en Qual­itäten bleiben weltweit nicht unent­deckt: Wer den Hash­tag #avo­ca­do bei Insta­gram ein­gibt, dem wer­den über 4,5 Mio. grüne Food-Impressionen angezeigt, vom Avo­ca­do Anbau bis hin zum Verzehr. Und: Sehr viele Cremes und Tin­k­turen set­zen heute auf das pfle­gende Öl der Avo­ca­do. Gle­ichzeit­ig wer­den immer häu­figer Fra­gen zum Wasserver­brauch und zur Öko­bi­lanz der Avo­ca­do laut. Daher fra­gen wir uns: Ist die Avo­ca­do über­haupt nach­haltig? Auf den ersten Blick stimmt nach­den­klich, dass das trendi­ge Super­food, das wegen seines hohen Fettge­haltes (100 Gramm haben ca. 215 Kalo­rien) auch „But­ter des Waldes“ genan­nte wird, in jedem Fall einen weit­en Weg hin­ter sich hat, wenn es auf deutschen Tis­chen lan­det. Die Öko­bi­lanz der Avo­ca­do ist deshalb eher frag­würdig.

Wie gesund ist die Avocado?

Avocado Gesundheitscheck

Die Avo­ca­do, die erst nach­dem sie vom Baum gefall­en ist, zu Ende reift, hat viele gute Inhaltsstoffe, die wesentlich zur Herzge­sund­heit beitra­gen. Außer­dem liefert die Avo­ca­do Kali­um und Vita­min E, Vita­min B2 und Vita­min B6. Rund 79 % der in der Avo­ca­do enthal­te­nen Fettsäuren sind ein- oder mehrfach ungesät­tigt. Beson­ders wirkungsvoll in Sachen Lipid­stof­fwech­sel ist die dreifach ungesät­tigte Linolensäure in der Avo­ca­do. 

Gesundheitscheck Avocado

Diese Omega-3-Fettsäure ist ein gesund­heitlich­es Mul­ti­tal­ent: Seefisch, Walnuss- und Leinöl enthal­ten eben­falls reichlich von diesem Stoff, der für die Gehirn­funk­tion und Immunab­wehr lebenswichtig ist. Linolen­säure kann zudem Entzün­dungsreak­tio­nen ein­schränken und das Zusam­men­lagern von Blut­plättchen hem­men, was wiederum die Gefahr ver­stopfter Gefäße ver­ringert. Stu­di­en zeigen, dass der Verzehr linolen­säure­haltiger Speisen das Herz­in­fark­trisiko deut­lich senkt. Das ist auch für Veg­an­er und Ver­fechter der Low-Carb-Ernährung inter­es­sant. Zum einen enthal­ten 100 Gramm Avo­ca­do lediglich 0,4 Gramm Kohlen­hy­drate. Zum anderen kön­nen sich vor allem Veg­an­er durch den Genuss leck­er­er Gua­camole-Dips mit dieser bedeut­samen Fettsäure ver­sor­gen. 

Zwis­chen­faz­it Gesundheits-Check: Die Avo­ca­do hält aus wis­senschaftlich­er Sicht, was die Lifestyle-Postillen ihr zuschreiben!

Sind Avocados nicht vegan?

Avocado Nachhaltigkeitsvergleich

Die erste Reak­tion zu dieser Frage ist natür­lich: ja! Allerd­ings sehen einige Experten für Land­wirtschaft das etwas anders. Für sie ist der Anbau der Frucht genau so prob­lema­tisch wie die Öko­bi­lanz oder der Wasserver­brauch der Avo­ca­do. Denn beim Avo­cadoan­bau kommt eine Meth­ode zum Ein­satz, die als Migra­to­ry Bee­keep­ing (Wan­der­imk­erei) beze­ich­net wird. Dabei wer­den Bienen auf einem Feld freige­lassen, damit sie auss­chwär­men und Pollen sam­meln. Sind sie zurück in ihrem Stock, wird dieser zum näch­sten Anbauge­bi­et trans­portiert, damit die Bienen dort die Pflanzen bestäuben. Tier­schützer argu­men­tieren, dass die Bienen nicht nur für die Honig­pro­duk­tion, son­dern auch durch Wan­der­imk­erei auch für den Anbau von Avo­ca­dos, Gurken, Brokkoli, Kirschen und Salat aus­genutzt wer­den. Die Fol­gen des Migra­to­ry Bee­keep­ings für die Tiere zugun­sten der Land­wirtschaft: unnatür­liche Lebens­be­din­gun­gen, genetis­che Manip­u­la­tion und stres­sige Trans­porte der Bienen. Der Unter­schied zur Honiggewin­nung ist allerd­ings, dass die Bienen nur zur Bestäubung, nicht zur eigentlichen Pro­duk­tion der Obst- und Gemüs­esorten genutzt wer­den.

Problematische Wanderimkerei

Ob die Avo­ca­do nun veg­an oder nicht ist, hängt davon ab, wie man Veg­an­is­mus definiert: Möchte man lediglich auf tierische Pro­duk­te wie Honig oder Milch verzicht­en oder schließt die veg­ane Ernährung auch den Verzicht auf Pro­duk­te ein, die durch den Ein­satz von Tieren, z. B. durch Bestäubung, ange­baut wer­den.

Zwis­chen­faz­it Veganismus-Check: Avo­ca­dos sind grund­sät­zlich veg­an. Definiert man Veg­an­is­mus allerd­ings durch den Verzicht auf Pro­duk­te, die durch den Ein­satz von Tieren ange­baut wer­den, ist die Avo­ca­do tat­säch­lich nicht veg­an.

Anbau, Ernte und Transport von Avocados 

Avocado Ernte

Zunächst ein­mal: Eigentlich ist es zu pauschal, von DER Avo­ca­do zu sprechen. Es gibt näm­lich über 400 Sorten, die größten kön­nen zweiein­halb Kilo wiegen. Soll jedoch die durch den weltweit­en Hype ange­heizte Nach­frage bedi­ent wer­den, ist Massen­pro­duk­tion gefragt. Und die neigt zur Monokul­tur. Wer in Europa ins Avocado-Fach greift, hält in der Regel nur zwei Sorten in den Hän­den: „Fuerte“ ist die weltweit und in Deutsch­land meistver­bre­it­ete Vari­ante, „Hass“ eine Sorte, die in Frankre­ich und den USA am häu­fig­sten über den Tre­sen geht. Die meis­ten „Alli­ga­tor­früchte“ – ein Beiname, der wegen der grü­nen, nop­pi­gen Schale erfun­den wurde – stam­men aus Mexiko, dem weltweit größten Anbauland. Und dort entste­hen Prob­leme durch den Masse­nan­bau und die damit ver­bun­dene ille­gale Abholzung der Wälder. Pro Jahr wer­den zwis­chen 1500 und 4000 Hek­tar Wald gerodet. Prob­leme, die die Avo­ca­do nicht nach­haltig, son­dern beden­klich machen.

Avocado Einkaufen Markt

Umweltschützer und Wis­senschaftler vor Ort war­nen zudem vor den Fol­gen der inten­siv­en Land­wirtschaft für die Men­schen. Ins­beson­dere die Ver­schmutzung des Trinkwassers durch den Ein­satz von Pes­tiziden wird als große Gefahr ange­se­hen. Über­haupt ist der Anbau von Avo­ca­dos mit einem enor­men Wasserver­brauch von ca. 1000 Litern pro Kilo Avo­ca­do ver­bun­den. Auch das ist nicht vorteil­haft in Län­dern, in denen die Wasserver­sorgung grund­sät­zlich ein Prob­lem ist. Wer Bio-Standards im Anbau gewährleis­tet haben will, darf keine Avo­ca­dos aus Chile, Mexiko und anderen tro­pis­chen Län­dern kaufen. Denn diese Stan­dards wer­den hier nicht kon­trol­liert. Die Alter­na­tive sind Avo­ca­dos aus Südspanien oder Israel, die das EU-Biosiegel tra­gen. Selb­st wer frisch vom Markt kauft, sollte bei der Avo­ca­do auf das EU-Biosiegel acht­en, wenn ihm nach­haltige, fair erzeugte Lebens­mit­tel wichtig sind. Last but not least schla­gen die weit­en Trans­portwege in der Öko­bi­lanz der Avo­ca­do neg­a­tiv zu Buche.

Zwis­chen­faz­it Produktions-Check: Das Gros der Avo­ca­dos wird nicht nach­haltig und wassers­parend ange­baut, die Trans­portwege sind in der Regel zu weit, um ökol­o­gisch verträglich zu sein. Wasserver­brauch und Öko­bi­lanz der Avo­ca­do sprechen gegen das Super­food.

Ökobilanz und Wasserverbrauch der Avocado im Vergleich 

Avocado Wasserverbrauch

Auch wenn der Wasserver­brauch der Avo­ca­do sowie die gesamte Öko­bi­lanz prob­lema­tisch sind, kann man nicht pauschal sagen, dass wir keine Avo­ca­dos mehr kaufen dür­fen. Denn der Ver­gle­ich mit anderen Lebens­mit­teln macht deut­lich, dass diese noch viel beden­klich­er sind. Wie schnei­det die Öko­bi­lanz der Avo­ca­do im Ver­gle­ich zu Fleisch ab? Und wie der Avocado-Wasserverbrauch im Ver­gle­ich zu dem von Fleisch? Wir haben die Zahlen für dich im Überblick:

Öko­bi­lanz Avo­ca­do im Ver­gle­ich

Lebens­mit­tel (100g)CO2-Emission in kg
Avo­ca­do0,05
Ei0,20
But­ter0,92
Fleisch0,81
Äpfel0,03
Vol­lko­rn­brot0,06
Wal­nüsse0,10
Milch­pro­duk­te wie Joghurt und Käse0,12-0,85
Kartof­feln0,01

Wasserver­brauch Avo­ca­do und Fleisch etc. im Ver­gle­ich  

Lebens­mit­tel (1 kg)Wasserver­brauch in Litern
Avo­ca­do1000
Rind­fleisch5500
Schweine­fleisch6000
Geflügel4325
Ei3300
Äpfel700
Kartof­feln150
Milch­pro­duk­te wie Joghurt und Käse5000

Zwis­chen­faz­it Vergleichs-Check: Wer Fleisch, Ei und But­ter gegen Avo­ca­do tauscht, schnei­det in sein­er Öko­bi­lanz deut­lich bess­er ab. Das gilt auch für den Ver­gle­ich des Wasserver­brauch­es von Fleisch, Avo­ca­do, Ei und Milch­pro­duk­ten.

Regionale Alternativen zur Avocado

Avocado An Einem Baum

Der nus­sige Geschmack in Verbindung mit der cremig-öligen Kon­sis­tenz ist sehr charak­ter­is­tisch für die Avo­ca­do und kaum adäquat zu erset­zen. Wer auf nach­haltig erzeugte Lebens­mit­tel set­zt, kann also nur zu Frücht­en aus Spanien oder Israel greifen. Dass diese Regio­nen Avo­ca­dos nach­haltig pro­duzieren, stimmt durch den hohen Wasserver­brauch zwar nicht ganz, aber die Bedin­gun­gen sind im Ver­gle­ich zu Mexiko etc. deut­lich bess­er. Der eigene Avocado-Anbau fällt lei­der flach: Es macht zwar Spaß, aus dem Kern ein­er frischen, reifen Frucht im Topf einen kleinen Avocado-Baum wach­sen zu lassen. Früchte wird er aber nicht tra­gen, da Avo­ca­dos nicht selb­st­be­fruch­t­end sind. Hinzu kommt, dass es selb­st in tro­pis­chen Gefilden etwa zehn Jahre dauert, bis ein Avo­cadobaum Früchte trägt.

Avocado Alternativen

Zugegeben: Es find­et sich keine regionale Alter­na­tive zur Avo­ca­do, wenn es um die einzi­gar­tige Kon­sis­tenz und ihre Viel­seit­igkeit für süße oder deftige Speisen geht. Wem es aber haupt­säch­lich auf die gesun­den Inhaltsstoffe ankommt und wer vom krassen Wasserver­brauch und der neg­a­tiv­en Öko­bi­lanz der Avo­ca­do abgeschreckt ist, der kann seinen Kon­sum ruhig run­ter­schrauben. Fol­gende regionale Alter­na­tiv­en haben eben­falls gesunde Inhaltsstoffe und sind unter­schätzte Super­foods:

Rote Bete Als Avocado Alternative
  • Rote Bete: In dieser unschein­baren Rübe sind jede Menge Vita­min B, Eisen und Fol­säure enthal­ten. Alles Stoffe, die zur Herzge­sund­heit und Blut­bil­dung beitra­gen und sich pos­i­tiv auf Bluthochdruck und den Blutzuck­er auswirken. Zudem steckt in Rot­er Bete viel Vita­min A sowie C, Mag­ne­sium, Jod, Kalz­i­um und Kali­um. Wichtige Min­er­al­stoffe, die unserem Kör­p­er und Immun­sys­tem Pow­er geben. Gekocht bekommt sie eine weiche Kon­sis­tenz wie die Avo­ca­do, es fehlt nur die Cremigkeit.
  • Wal­nüsse: Sie kom­men an den Fet­tan­teil der Avo­ca­do zwar nicht ganz ran, liegen mit über 40 % aber schon sehr gut im Ren­nen. Auch sie haben viele gesunde Fette aus Omega-3-Fettsäuren, wie beispiel­sweise Linolen­säure. Echt­es Brain­food, welch­es der Avo­ca­do dur­chaus Konkur­renz machen kann und als gesun­der Snack über­all mit hinkommt.
  • Esskas­tanien: Beson­ders im Herb­st und Win­ter ein echter Lecker­bis­sen und eine regionale Alter­na­tive zu Avo­ca­dos. Sie enthal­ten hochw­er­tiges Eiweiß und wichtige Min­er­al­stoffe sowie Spurenele­mente, ohne die unser Kör­p­er nicht funk­tion­iert. Dazu gehören: Kali­um, Kalz­i­um, Eisen und Mag­ne­sium. Auch Vit­a­mine find­en sich in den Esskas­tanien: E, C, Provi­t­a­min A und alle B-Vitamine.
  • Leinöl und Rap­söl: Bei­de Öle kön­nen aus heimis­chem Anbau gewon­nen wer­den und gel­ten als sehr gute Omega-3-Fettsäuren-Lieferanten. Lein­samen haben zudem einen hohen Bal­last­stof­fge­halt.

Zwis­chen­faz­it Alternativen-Check: Avo­ca­dos lassen sich viel­seit­iger ein­set­zen und sind durch ihre cremige Kon­sis­tenz einzi­gar­tig. Regionale Pro­duk­te kön­nen aber bei den Inhaltsstof­fen mithal­ten und sind nach­haltiger als die Avo­ca­do.

Avocado-Rezepte und Reife-Tipps

Rezept Avocado

Avo­ca­dos kauft man am besten fest und unreif, um sie zu Hause reifen zu lassen. Tipp: Die Avo­ca­do gemein­sam mit einem Apfel in Zeitungspa­pi­er wick­eln. Warum ein Apfel? Dieser ver­strömt ein Gas, das den Reife­prozess beschle­u­nigt. Das Paket anschließend bei Zim­mertem­per­atur zwei bis fünf Tage lagern.

Reisegrad Avocado

Bevor du eine Avo­ca­do anschnei­dest, soll­test du dir sich­er sein, dass sie reif ist. Denn sobald die Frucht aufgeschnit­ten ist, reift sie nicht mehr nach. Um den Reife­grad zu testen, nimmt man die Avo­ca­do in die Hand. Wenn sie auf leicht­en Druck nachgibt, kann sie verzehrt wer­den. Die Farbe der Schale ist übri­gens nicht unbe­d­ingt ein Hin­weis auf die Reife der Frucht. Eine Avo­ca­do der Sorte „Hass“ bekommt mit zunehmender Reife eine schwarze Schale, „Fuerte“-Früchte bleiben grün. Schwarze Stellen sind ein Zeichen dafür, dass die Avo­ca­do über­reif ist.

Avocado Sorten

Die Avo­ca­do war schon auf allen Kon­ti­nen­ten beliebt, bevor die Welt das Wort „Super­food“ kan­nte. In Tai­wan und auf den Philip­pinen wird ein flüs­siges Dessert aus ein­er püri­erten Mix­tur aus Avo­ca­dos, Milch und Zuck­er zubere­it­et und zum Nachtisch getrunk­en. In Frankre­ich toppt eine Avocado-Haube ein Erd­nuss­bri­oche. Die Südamerikan­er schätzen Eis aus Avo­ca­dos, in Japan wird die Frucht in Sushi gerollt. In Indone­sien ist Alpokat beliebt, ein Shake aus Avo­ca­dos, braunem Rohzuck­er, Kakao und gecrushtem Eis. Oder wie wäre ein Avocado-Salat mit Süßkartof­feln oder ein Mango-Avocado-Salat mit Tofu? Weit­ere tolle Avocado-Rezepte find­est du bei unseren Kol­le­gen von Two4Fashion. Wer also eine hof­fentlich mit Bio-Siegel bestück­te Avo­ca­do erste­ht, kann sich in aller Welt für die Zubere­itung inspiri­eren lassen.

Fazit

Fazit Nachhaltigkeitscheck Avocado

Es ist schwierig, die Frage, ob Avo­ca­dos nach­haltig sind oder nicht, mit einem klaren Ja oder Nein zu beant­worten. Natür­lich ist der Wasserver­brauch der Avo­ca­do mit 1000 Litern für 1 Kilo extrem. Ver­gle­icht man ihn aber mit dem Wasserver­brauch in der Fleis­ch­pro­duk­tion, sind 5500 Liter für Schweine­fleisch noch extremer. Auch Milch­pro­dukte wie Joghurt und Käse übertr­e­f­fen den Wasserver­brauch der Avo­ca­do mit 5000 Litern. Die lan­gen Trans­portwege, der Ein­satz von Pes­tiziden und die jährliche Wal­dro­dung für neue Anbauge­bi­ete schla­gen bei der Öko­bi­lanz der Avo­ca­do noch mal zu Buche. Die CO2-Emissionen sind im Ver­gle­ich zu Eiern, Fleisch und But­ter aber wesentlich geringer. Bess­er ist es also, den Avocado-Konsum zu ver­ringern und beim Kauf darauf zu acht­en, dass die Früchte aus Spanien oder Israel kom­men und mit einem EU-Biosiegel verse­hen sind. Möcht­est du dich durch Avo­ca­dos gesund ernähren, kannst du stattdessen auch auf heimis­che Pro­duk­te wie Rote Bete, Wal­nüsse oder Rap­söl zurück­greifen. 

Kurz erklärt: Saisonkalender

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Moin, ich bin Jana und ich möchte nicht in einer Welt leben, in der es bald mehr Plastik im Ozean gibt als Fische. Genau diese schreckliche Prognose hat mich dazu...

Zum Autor

mungo
Freitag, 29. September 2017, 17:30 Uhr

Was für eine haarsträubende Falschaus­sage:
„Wer Bio-Standards im Anbau gewährleis­tet haben will, darf keine Avo­ca­dos aus Chile, Mexiko und anderen tro­pis­chen Län­dern kaufen. Denn diese Stan­dards wer­den hier nicht kon­trol­liert.“

Ausser­dem:
Die Frage, ob Avo­ca­do aus den Wüstenge­bi­eten Europas oder aus den sub­tro­pis­chen Ursprungs­ge­bi­eten nach­haltiger ist kaum all­ge­mein zu beant­worten auss­er man ver­gle­icht einzelne Betriebe.