Alastair Humphreys – bei ihm wird jeder Trip zum Abenteuer

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Was macht eigentlich einen „preis­gekrön­ten“ Aben­teur­er aus? Alas­tair Humphreys muss es wis­sen, schließlich wurde er 2012 von Nation­al Geo­graph­ic zum „Aben­teur­er des Jahres“ gekürt. Was er dafür alles gemacht hat?

Mit dem Fahrrad um die Welt

So einiges. Nach seinem Zoologie-Studium, da war er ger­ade 24 Jahre jung, beschloss Alas­tair, dass es an der Zeit war, ein großes Aben­teuer zu erleben. Sein Prob­lem: Wenig Geld und kaum Erfahrung im Reisen. Doch schon damals wusste er: „Get­ting going ist the hard­est part but you have to begin.“ Also stieg er vor sein­er Haustür in Eng­land auf sein Fahrrad und fuhr ein­fach los. Aus der fix­en Idee mit wenig Bud­get und einem Zelt durch die Welt zu fahren, wurde eine Reise, die vier Jahre und drei Monate andauerte, die durch die Wüste Afrikas und die Schnee­berge Sibiriens führte. Von einem Extrem zum näch­sten, ab und zu, wenn er mit dem Rad nicht weit­er kann, stieg er auf ein Boot um. Ein Flugzeug betrat Alas­tair nicht. Schließlich mussten für all die Jahre seine 7000 anges­parten Pfund aus­re­ichen. Am Ende hat­te er in dieser Zeit 60 Län­der durchreist, fünf Kon­ti­nente besucht und rund 74.000 Kilo­me­ter bestritten.

Der Abenteurer Alastair Humphreys

Immer auf dem Sprung zum nächsten Abenteuer

Alas­tair war 28 als er von sein­er Fahrrad-Weltreise zurück­kehrte – doch lange blieb er nicht zu Hause. Er rud­erte durch den Atlantik, durch­querte Indi­en zu Fuß, marschierte durch Island und Spanien, lief sechs Marathons in der Sahara.

Und er ließ die Welt an seinen Aben­teuern teil­haben, schrieb Büch­er, veröf­fentlichte 2013 seinen ersten Doku­men­tarfilm Into the Emp­ty Quar­ter.

Alastair Humphreys auf dem Boot
Foto: Dan­fung Dennis

Microadventures – der Reiz der kleinen Abenteuer

Doch Alas­tair war auch bewusst, dass nur die wenig­sten Men­schen so auf Reisen gehen kon­nten – oder woll­ten – wie er. Darum ent­warf er das Konzept der Microad­ven­tures – Aben­teuer, die nicht viel Zeit kosten und die man direkt vor der Haustür erleben kann.

Denn es braucht nicht immer die weite Ferne, das große Unbekan­nte, das Exo­tis­che. Aben­teuer kön­nen hin­ter jed­er Ecke lauern – wenn man offen genug ist, sich auch im All­t­ag darauf einzulassen.

Alas­tairs erstes Microad­ven­ture? Er ist im tief­sten englis­chen Win­ter ein­mal die M25 – eine Stad­tau­to­bahn, die Lon­don umringt und nicht ger­ade für ihre Schön­heit bekan­nt ist – abge­laufen. Und auch hier, auf diesem hässlichen und schein­bar lang­weili­gen Weg hat Alas­tair Wild­nis und Schön­heit gefunden.

Draußen schlafen

So findet ihr euer perfektes Microadventure

Und genau das emp­fiehlt der Brite allen Kurzzeit-Abenteuersuchenden: die bekan­nte Umge­bung ent­deck­en, aber aus ein­er neuen Per­spek­tive. Konkrete Ideen für Microad­ven­ture gibt er in seinem gle­ich­nami­gen Buch. Wie das ausse­hen kann?

  • Zelte in Deinem Garten
  • Schwimme in einem Fluss, See oder Meer in Dein­er Nähe
  • Schlafe unter dem Vollmond
  • Schlafe bei unter 0 Grad draußen
  • Fahr mit dem Fahrrad
  • Gehe zu Fuß
  • Tu es alleine
  • Tu es mit einem Freund
  • Begleite ein Kind zu seinem ersten Microadventure
  • Tu etwas, bei dem du eine Her­aus­forderung für dich ist
  • Über­nachte zu jed­er Jahreszeit ein­mal an dem gle­ichen Outdoor-Ort

Noch mehr Anre­gun­gen für Mico­rad­ven­tures find­et ihr hier!

Und? Wann begin­nt euer erstes Microad­ven­ture? Unser Vorschlag: heute noch!

re:MIND: Wie ich durch den Sauren Regen zur Nachhaltigkeit kam

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Als neulich die Einladung vom re:BLOG zur re:MIND-Konferenz bekam und die Frage nach dem Auslöser stellte, warum ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftige, habe ich mir eine Kanne Tee gekocht und nachgedacht. Was genau war der Auslöser bei mir? Und wann? Einige Tassen Tee später war klar, ich musste in Gedanken zeitlich ziemlich weit zurückgehen. Tatsächlich reichen viele Erinnerungen dazu bis in meine Kindheit zurück. Warum das Waldsterben mich schon als Kind beschäftigte Die habe ich im weiteren Harzvorland verbracht, in einem – möglicherweise ziemlich ungesunden, wie später bekannt wurde, Formaldehyd & Co. lassen grüßen – Fertighaus auf dem…

Ich bin Henrietta und ich bin Nachhaltigkeits-Anfängerin. Nicht, dass ich früher Müll in die Natur geschmissen hätte, stundenlang mit dem Auto um den Block gefahren wäre oder kiloweise Billigfleisch gegessen...

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