11 Tipps, wie Du Dich klimafreundlich und ökologisch ernährst

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Kli­makiller Tier­wirtschaft, Erd­beeren zu Wei­h­nacht­en, Nahrungsmit­tel aus der Fab­rik, Berge an Plas­tikver­pack­un­gen – unsere Ernährungs­ge­wohn­heit­en schaden der Umwelt mehr, als vie­len bewusst ist.

Um das Kli­ma im Gle­ichgewicht zu hal­ten, dürfte jed­er Erden­be­wohn­er pro Jahr nur 2 Ton­nen CO2-Äquivalent verur­sachen. Jed­er Bun­des­bürg­er set­zt aber 11 Ton­nen CO2-Äquivalent frei, darunter allein durch die Ernährung 1,5 Ton­nen. Die Kli­maschützer und alle mit einem gesun­den Men­schen­ver­stand sind sich einig, dass es höch­ste Eisen­bahn ist, umzu­denken.

Auch wenn der Ein­fluss der Ernährung auf das Ökosys­tem Erde vielschichtig ist und der Ver­brauch­er die genauen Auswirkun­gen nicht immer durch­schaut, kann jed­er drei- oder vier­mal am Tag aktiv Klima- und Umweltschutz betreiben. Die fol­gen­den Tipps sollen dabei helfen.

11 Tipps 

Ernähre dich so oft wie möglich rein pflanzlich

Zahlre­iche Stu­di­en bele­gen, dass die Tier­wirtschaft und damit der Kon­sum tier­lich­er Pro­duk­te in großem Maße den Kli­mawan­del verur­sachen. Bere­its 2006 besagte ein Bericht der UN-Welternährungsorganisation (FAO), dass die Tier­wirtschaft Hauptverur­sach­er der Umwelt­prob­leme ist, ein­schließlich des Kli­mawan­dels. In deutschen Mas­tan­la­gen wer­den vor allem Sojabohnen ver­füt­tert, die aus Brasilien und Argen­tinien stam­men und für deren Anbau riesige Flächen Regen­wald („die Lunge der Welt“) gerodet wer­den. Unser hoher Kon­sum an Fleisch, Milch­pro­duk­ten und Eiern begün­stigt den Welthunger. Über 40 % der Getreide- und Mais­ernte wird an die Nutztiere ver­füt­tert. Um ein Kilo­gramm Rind­fleisch zu erhal­ten, benötigt man zehn Kilo­gramm Getrei­de. Diese kön­nten direkt verzehrt wer­den, gäbe es keine Tier­mast. Bei Schweine­fleisch ist das Ver­hält­nis 1:3, bei Eiern 1:4 und bei Milch 1:5.

Verzichte möglichst oft aufs Auto

Die meis­ten Einkäufe kannst Du zu Fuß, mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmit­teln machen. Das Fit­nesspro­gramm gibt es gratis dazu.

Kaufe saisonales Obst und Gemüse von regionalen Erzeugern

Das schont die Umwelt, da die Lebens­mit­tel höch­stens kurz gekühlt wer­den und nicht mit dem Schiff oder Flugzeug aus der Ferne zu uns trans­portiert wer­den müssen. Es ver­hin­dert zudem einen über­mäßi­gen Wasserver­brauch, der anfällt, wenn Früchte in trock­eneren Gebi­eten der Erde ange­baut wer­den. Du kannst Dir einen Saisonkalen­der aus­druck­en, um stets zu wis­sen, was bei uns ger­ade ern­te­frisch ist.

Bevorzuge Bio-Lebensmittel

Zahlre­iche Öko­bi­lanzen bestäti­gen die Vorteile des Ökoland­baus und des Kaufs von Bio-Lebensmitteln in Hin­blick auf Ressourcenein­satz, Bio­di­ver­sität, Emis­sio­nen mit Kli­marel­e­vanz und Gestal­tung unser­er Kul­tur­land­schaften. Allerd­ings wird für den gle­ichen Ertrag mehr Anbau­fläche benötigt, was die Vorteile teil­weise wieder zunichte macht.

Vermeide Fabriknahrung

Fer­tig­gerichte, Zuck­er, Weißmehl­pro­duk­te, Mar­garine, raf­finiertes Öl und andere indus­trielle Nahrungsmit­tel kön­nen nicht nur Zivil­i­sa­tion­skrankheit­en aus­lösen, son­dern wer­den mit hohem Ressourcenver­brauch hergestellt.

Kaufe verpackungsarm ein

Das klappt nur, wenn Du wenige Fab­rik­nahrungsmit­tel kon­sum­ierst und Obst und Gemüse lose einkauf­st. In Deutsch­land, Öster­re­ich und der Schweiz gibt es mit­tler­weile einige Unverpackt-Läden sowie zahlre­iche Läden mit losen Waren als Zusatzange­bot. Dort kann man die Lebens­mit­tel in mit­ge­brachte Behält­nisse oder in Pfand-Behältnisse abfüllen.

Verwende energieeffiziente Küchengeräte

Beim Kauf eines Kühlschranks, eines Herds, ein­er Spül­mas­chine oder kleiner­er Küchengeräte soll­test Du auf Energieef­fizienz und Lan­glebigkeit acht­en. Noch funk­tion­ierende Gerät auszu­tauschen, macht nur bei Energiefressern Sinn, schließlich muss das Neugerät pro­duziert und das Alt­gerät entsorgt wer­den. Obwohl unter­schiedliche Fak­toren in die Gesamt­bi­lanz ein­fließen, ist meist die Spül­mas­chine für die Umwelt vorteil­hafter als das Spülen per Hand. Der Wasserkocher ist bis etwa 1,5 Liter Wass­er effizien­ter als das Erhitzen im Topf auf dem Herd.

BEKO Kühl-/Gefrierkombination RCNA365O40, 185,3 cm hoch, 59,5 cm breit
LG Kühl-/Gefrierkombination GBP20PZCFS, 201 cm hoch, 59,5 cm breit
BAUKNECHT Kühl-/Gefrierkombination KGN ECO 20 A3+ IN, 201 cm hoch, 59,5 cm breit
Smeg Kühlschrank FAB28RBE3, 153 cm hoch, 61 cm breit
GORENJE Kühl-/Gefrierkombination K 8900 SW, 200 cm hoch, 60 cm breit

Koche mit Ökostrom

Es gibt nur wenige echte Ökostro­man­bi­eter. Sie stellen den Strom auss­chließlich aus erneuer­bar­er Energie her und haben keine eigen­tum­srechtlichen Verbindun­gen zu den Atom­konz­er­nen Vat­ten­fall, E.ON, EnBW und RWE. Unab­hängig, bun­desweit am Markt und von Umwel­tor­gan­i­sa­tio­nen emp­fohlen sind die Ökostro­man­bi­eter Die Bürg­er­w­erke, EWS Schö­nau, Green­peace Ener­gy, Licht­Blick, naturstrom und Polarstern.

Keep it simple

Schnelle One-Pot-Gerichte ver­brauchen wenig Energie – sowohl auf dem Herd als auch beim Abwasch. Für Rohköstlich­es brauchst Du oft gar keinen Strom.

Werfe keine Lebensmittel weg

Nach ein­er Studie der Uni­ver­sität Stuttgart lan­det jedes achte Lebens­mit­tel, das wir kaufen, im Müll. Das Bun­desmin­is­teri­um für Ernährung und Land­wirtschaft möchte das mit der Ini­tia­tive „Zu gut für die Tonne“ ändern. Ich empfehle, wöchentlich einen Essen­s­plan aufzustellen und grund­sät­zlich mit Einkauf­s­liste einzukaufen. Auf der Online-Plattform Food­shar­ing kann man Lebens­mit­tel, die son­st wegge­wor­fen wer­den wür­den, kosten­los anbi­eten, sowie suchen und abholen.

Fällt Dir noch etwas ein, wie man kli­mafre­undlich­er und ökolo­giosch­er essen kann? Ich freue mich auf Deine Anre­gun­gen in den Kom­mentaren.

Rezept: Bandnudeln mit grünem Spargel und Petersilien-Pesto

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Pesto gibt es in unzähligen Varianten, es muss nicht immer der Klassiker mit Basilikum sein. Wir bereiten Pestos am liebsten aus Zutaten der Saison zu. Im Frühling sprießt auf unserem Balkon als erstes die Petersilie. Die Kombination mit grünem Spargel, knackigen Radieschen und frischer Zitrone ist einfach herrlich. Rezept Zubereitungszeit: 30 Minuten Für 2 Personen Zutaten für das Pesto 40 g Sonnenblumenkerne 50 g Parmesan 30 g Kapern 120 ml natives Olivenöl 1 Bund Petersilie (ca. 80g) 2 Zehen Knoblauch feines Meersalz Schwarzer Pfeffer Zutaten für die Pasta 300 g frische Bandnudeln 500 g grüner Spargel 1 Zehe Knoblauch Abrieb…

Hallo, ich heiße Christof und schreibe auf meinem Blog über Minimalismus und Nachhaltigkeit. Ohne materiellen Überfluss, negative Beziehungen und unnötige Verpflichtungen zu leben, führt zu persönlichem Glück und gesellschaftlichem Gewinn....

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Freitag, 29. Dezember 2017, 12:24 Uhr

Hal­lo Christof,
toller Artikel, der einen super Überblick über die Kleinigkeit­en gibt, die man meist ohne großen Aufwand umset­zen kann. Ger­ade Unver­packt Läden sind eine tolle Möglichkeit um gute Pro­duk­te zu bekom­men, ganz ohne dabei Müll zu pro­duzieren! Auf unserem Blog haben wir das Prinzip der Läden erk­lärt und auch was man wis­sen muss, wenn man das erste Mal einkauft: Link ver­bor­gen Schaut doch mal vor­bei. 🙂
Liebe Grüße,
Jan­i­na