10 Tipps, um tierische Inhaltsstoffe zu vermeiden

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Erst kürzlich im Supermarkt stand ich wieder vor einem Regal und wusste vor lauter verwirrender Begriffe nicht, welches Lebensmittel ganz ohne tierische Inhaltsstoffe auskommt und welches nicht. Es ist klar: Als Veganer hat man es nicht leicht in unseren Supermärkten. Ein Dschungel aus unverständlichen Inhaltsstoffen, die ein Laie wohl kaum verstehen kann.

Oftmals wird das Wort „tierisch“ einfach anders bezeichnet, damit es für den Konsumenten ansprechender klingt. Tierische Produkte werden nicht etwa verwendet, weil es besser für unsere Gesundheit ist, sondern weil sie schlicht und einfach um einiges günstiger sind als pflanzliche Produkte.

Tierische Produkte, wo sie keiner erwartet

Schlachtabfälle, die als Nebenprodukte von der Industrie gehandelt werden, landen somit in unseren Lebensmitteln, aber auch in Kosmetikprodukten und Kleidung. Nicht alle tierischen Inhaltsstoffe kommen jedoch ins Endprodukt, werden dann aber für die Herstellung verwendet. Raffinierter Zucker zum Beispiel wird in manchen Ländern mit Knochenkohle gebleicht. Daher gilt für Veganer: sich vorab über die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln informieren.

 

10 Tipps, um tierische Inhaltsstoffe zu finden und zu umgehen

E-Stoffe vermeiden

Beim Einkaufen sollte man unbedingt zu Lebensmitteln greifen, die keine E-Stoffe enthalten. Diese Farbstoffe werden oftmals aus tierischen Produkten gewonnen. So versteckt sich etwa hinter E120 ein roter Farbstoff aus Läuseblut. Um auf Nummer sicher zu gehen, bietet es sich an, alle E-Stoffe vor dem Einkauf im Internet zu recherchieren.

Inhaltsstoffe prüfen

Bei jedem Einkauf gilt: Zutatenliste der Lebensmittel überprüfen. Wie oben bereits erwähnt, versteckt sich oftmals hinter harmlosen Begriffen, ein tierischer Inhaltsstoff. Für Veganer ist es daher unumgänglich, genau zu kontrollieren, was in dem Produkt steckt. Im Zweifelsfall sollte man den Hersteller direkt kontaktieren.

Ersatz für Milch und Co.

Es ist mittlerweile nicht mehr schwer, tierischer Milch aus dem Weg zu gehen. In jedem gut sortierten Supermarkt und Café gibt es Milch-Alternativen, wie Soja-, Mandel-, Reis- oder Hafermilch. Natürlich gibt es diesen Ersatz auch für Joghurt und Butter.

Pflanzliche Lebensmittel-Alternativen

Im Bioladen und gut sortierten Supermärkten findet man etliche Alternativen zu tierischen Produkten. Zum Backen gibt es Ersatzpulver, welches tierisches Ei ersetzt. Wer darauf aber verzichten will, verwendet einfach Sojamehl, Bananen oder Datteln. Anstatt Bienenhonig zum Süßen zu verwenden, einfach zu Agaven- oder Dattelsirup greifen. Und Tofu ist ein leckerer Fleischersatz.

Kochbücher helfen zur Inspiration

Gerade wer sich langsam an ein veganes Leben gewöhnen möchte, kann zur Inspiration in Kochbüchern stöbern und vegane Rezepte sammeln. Gerade bei Veganern ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig, um ausreichend Vitamine zu bekommen.

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Gebundenes Buch »Vegan for Fit - Die Attila Hildmann...«
Gebundenes Buch »Vegane Suppen aus China«
Gebundenes Buch »julesvogel - Vegane Lieblingsrezepte für jeden...«
Gebundenes Buch »Vegane Indische Küche«

Kosmetikprodukte ohne Tierversuche verwenden

Vegan endet nicht beim Essen, sondern betrifft auch die Bereiche Kleidung und Kosmetik. Tierversuche sind in Deutschland grundsätzlich verboten. Einige Produkte werden jedoch im Ausland produziert, wo diese Vorschriften nicht immer gegeben sind. Daher sollten Veganer Kosmetikprodukte genau unter die Lupe nehmen und vorab Recherche über die Philosophie der Firma betreiben.

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Keine Schuhe oder Accessoires aus Leder tragen

Designer wie Stella McCartney machen es vor: Leder muss nicht immer tierisch sein. Es gibt viele Materialien, die der Optik von Leder sehr ähneln, aber ohne tierische Materialien daherkommen. Synthetisch hergestellter Lederersatz zum Beispiel ist dem tierischen Leder täuschend ähnlich und sogar robuster.

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Wolle, Angora und Co. vermeiden

Nicht nur Leder, sondern auch Pelz, Wolle, Angora und Seide sollte man den Tieren zuliebe nicht tragen. Tierfreundliche Materialien wie Viskose und Tencel aus Pflanzenfasern sind langlebig und biologisch abbaubar. Lyocell wird aus Zellulose gewonnen und fühlt sich auf der Haut ähnlich wie Angora an. Alternativen zur Wolle sind Vlies, Acryl, synthetisches Shearling und Baumwollflanell.

Slow-Fashion Designs

Nachhaltige Mode ist nicht langweilig. Es gibt eine Vielzahl an nachhaltigen Designern, die coole Entwürfe stilvoll und modern kreieren. Bei Slow Fashion wird besonders auf eine bewusste und umweltfreundliche Produktion geachtet. Recycelte Biostoffe, die lokal hergestellt werden, sollen Verbraucher dazu anregen, weniger, dafür aber langlebige Kleidung zu kaufen.

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Armedangels Bleistiftrock »Adara«

Auf Vintage-Mode setzen

Es muss nicht immer ein neues Kleidungsstück sein. Secondhand-Mode zu tragen, hat einen positiven Effekt auf unsere Umwelt. Materialien müssen nicht neu produziert werden, was die Verbrennung von entsorgten Kleidungsstücken minimiert. Beim Verbrennen werden giftige Dämpfe und Chemikalien freigesetzt, die unsere Umwelt extrem belasten. Außerdem ist es auch viel schöner, Kleidung zu tragen, die schon eine langjährige Geschichte erlebt haben.

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Weihnachtsstadt Göteborg – nachhaltig & stimmungsvoll

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Wenn das Jahr auf den dunkelsten Tag zusteuert und die Tage knackig kalt werden, wirft sich meine schwedische Lieblingsstadt Göteborg in ein Festgewand aus Lichtern und weihnachtlichen Düften – und folgt auch als Weihnachtsstadt dem Ziel, Schwedens nachhaltigste Stadt zu werden.

Stimmungsvoll mit grüner Seele: Die Weihnachtsstadt Göteborg erfüllt die Vorgaben des schwedischen Umweltlabels und ist umweltzertifiziert – schon seit dem Jahr 2011. So kommen etwa energiesparende Lampen für die Weihnachtsbeleuchtung und wo immer möglich umweltfreundliche Produkte zum Einsatz, Müll wird weitestgehend vermieden. Immer mehr Hotels sind öko-zertifiziert, die Innenstadt ist nahezu autofrei. Dort bewegt man sich zu Fuß, mit…

Hallo, mein Name ist Michael, ich komme aus dem wunderschönen Bayern und arbeite als freier Journalist, Blogger und DJ. Am liebsten schreibe ich über Reisen, Kultur, Lifestyle, Musik und Mode,...

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