Kaufberatung elektrische Kaffeemühlen
Frisch gemahlen schmeckt’s am besten
Elektrische Kaffeemühlen liefern auf Knopfdruck frisch gemahlenes und aromatisches Kaffeepulver, indem sie ganze Bohnen im gewünschten Mahlgrad zerkleinern.
Inhaltsverzeichnis
> Welche Funktionen sollte eine hochwertige Kaffeemühle haben?
> Unter welchen Mahlwerktypen kann ich wählen?
> Wie wähle ich den richtigen Mahlgrad aus?
> Was für eine elektrische Kaffeemühle ist für Espresso geeignet?
> Welche 7 Faustregeln gelten für gelungenen Espresso?
> Wie pflege ich eine elektrische Kaffeemühle? 6 Tipps
Welche Funktionen sollte eine hochwertige Kaffeemühle haben?
- Eine hochwertige Kaffeemühle überzeugt zunächst durch gute Qualität der Materialien und eine clevere Bauweise – für ein zufriedenstellendes Ergebnis durch ein langlebiges Haushaltsgerät.
- Ein Tassenwahlschalter erlaubt dir die exakte Dosierung des zu produzierenden Kaffeemehls – je nachdem, wie viele Tassen Kaffee du gerade aufbrühen möchtest.
- Du solltest den Kaffeemahlgrad einstellen können, von sehr fein bis grob, damit das Pulver zur Zubereitungsweise deines Kaffees passt.
- Gute Kaffeemühlen sind benutzerfreundlich in der Bedienung. Die Reinigung des Mahlwerks ist wichtig für den Geschmack des Kaffees und sollte deshalb schnell und einfach zu bewerkstelligen sein.
Unter welchen Mahlwerktypen kann ich wählen?
Mahlwerk mit Schlagmesser
In diesen Kaffeemühlen drehen sich kleine Messer. In solchen meist preiswerten Geräten kannst du auch andere Lebensmittel wie Nüsse, Gewürze oder Getreide zerkleinern. Allerdings werfen solche schlichten Mahlwerke oft unterschiedlich große Pulverpartikel aus, und die beim Mahlvorgang entstehende Hitze kann das Kaffeearoma beeinträchtigen.
Scheibenmahlwerk
Wie der Name schon sagt, arbeitet dieses Mahlwerk mit zwei Scheiben, von denen eine sich dreht und die andere fest montiert ist. Der Mahlgrad kann über den Abstand zwischen den Scheiben verändert werden. Die Kaffeebohnen werden durch die Zentrifugalkraft von der Mitte nach außen transportiert. Solche Mahlwerke werden aus Edelstahl oder Keramik hergestellt und sind unter Hobby-Baristas sehr beliebt.
Kegelmahlwerk
Ein Kegelmahlwerk arbeitet durch seine Funktionsweise besonders aromaschonend. Die Bohnen werden zwischen einem Mahlkegel und einem Ring zerkleinert, der diesen umschließt. Der Abstand zwischen Kegel und Ring bestimmt den Mahlgrad. Die Bohnen wandern von oben nach unten und der Mahlvorgang benötigt eine geringere Drehzahl als ein Scheibenmahlwerk, wodurch auch weniger Hitze entsteht. Diese positiven Eigenschaften machen Mühlen mit Kegelmahlwerken zur ersten Wahl für Baristas mit höchsten Ansprüchen an das Kaffeearoma.
Wie wähle ich den richtigen Mahlgrad aus?
Eher grob für die French Press
In einer French Press schwebt das Kaffeepulver vergleichsweise lange mit direktem Kontakt im Wasser, ehe es auf den Boden der Kanne gedrückt wird. Grundsätzlich sollte das Kaffeepulver umso gröber sein, je länger es beim Brühvorgang mit dem Wasser in Berührung kommt. So können sich die Aromen in der gewünschten Intensität lösen. Ein Mahlgrad für eine Pulvergröße wie grober Sand ist für die French Press gut geeignet.
Mittelfein für Filterkaffee
Ein Pulver mit der Körnchengröße von feinem Sand ist am günstigsten, wenn du deinen Kaffee mit einem Filter aufbrühst. Bei einem mittelfeinen Mahlgrad nimmt das heiße Wasser im Filter in Verbindung mit dem Pulver die richtigen Geschmacksbestandteile mit in das fertige Endergebnis.
Fein für Espresso, Cappuccino oder Latte macchiato
Für Espresso wird das Wasser in Kaffeemaschinen mit hohem Druck durch das Pulver gepresst. Eine gute Mühle spielt dabei eine große Rolle beim Kaffeezubehör, denn es kommt auf einen sehr feinen Mahlgrad an. Er ist die Voraussetzung für den aromatischen Geschmack der Kaffeespezialität, die pur als Espresso oder mit geschäumter Milch als Cappuccino oder Latte macchiato genossen wird.
Was für eine elektrische Kaffeemühle ist für Espresso geeignet?
- Leistungsfähige Espressomühlen mahlen die Kaffeebohnen zu einem gleichmäßigen, sehr feinen Pulver.
- Bei manchen Geräten lässt sich der Mahlgrad stufenlos einstellen. So kannst du experimentieren, bis du die perfekte Einstellung gefunden hast.
- Empfehlenswert sind Modelle, deren Mahlwerk nur eine geringe Hitze entwickelt, sodass das Aroma der Kaffeebohnen nicht beeinträchtigt wird.
- Besonders praktisch: Manche Mühlen können das Mahlgut direkt in den Siebträger einer danebenstehenden Espressomaschine auswerfen.
Welche 7 Faustregeln gelten für gelungenen Espresso?
- Ein Espresso sollte in etwa 30 Sekunden durchgelaufen sein.
- Ist der Mahlgrad zu grob, schmeckt der Espresso säuerlich, bei einem zu feinen Mahlgrad wird er bitter.
- Die empfohlene Menge an Pulver für eine Espressotasse liegt bei rund 7 g. Zu viel Pulver führt zu einem bitteren, zu wenig Pulver zu einem wässrigen Geschmack.
- Die Temperatur des Wassers sollte etwa 94 °C betragen.
- Der Brühdruck sollte bei 6 bis 10 bar liegen. Ist er zu schwach, kann das Ergebnis sauer schmecken, ist er zu stark, lösen sich Bitterstoffe.
- Das verwendete Wasser darf nicht zu hart sein. Ein Wasserenthärter kann hier Abhilfe schaffen.
- Die Auswahl der gerösteten Kaffeebohnen ist natürlich ebenfalls ein ganz entscheidender Faktor und eine Frage des individuellen Geschmacks.
Wie pflege ich eine elektrische Kaffeemühle? 6 Tipps
- Die in Kaffeebohnen enthaltenen Fette und Öle verteilen sich beim Mahlen in der Kaffeemühle. Nur durch regelmäßige Reinigung verhinderst du, dass solche Rückstände den Geschmack beeinträchtigen.
- Bei den meisten Mühlen wird ein Pinsel als Zubehör mitgeliefert. Damit befreist du nach jedem Mahlvorgang die Öffnung des Mahlwerks vom Kaffeepulver.
- Pulverrückstände kannst du auch mit einem kleinen Handstaubsauger vom Mahlwerk entfernen.
- Spül nach jeder Benutzung den Bohnen- und den Auffangbehälter gründlich aus.
- Um die Mühle zu zerlegen und gründlich zu reinigen, halte dich genau an die Bedienungsanleitung.
- Lass die gesäuberten Teile immer vollständig trocknen, bevor du sie wieder zusammensetzt.