Kaufberatung Probiotika
Bakterien für mehr Artenvielfalt im Darm
„Für das Leben“, das bedeutet der Begriff Probiotika. Gemeint sind damit gesundheitsfördernde Bakterien, die natürlicherweise im Verdauungstrakt vorkommen. Wenn sie in ausreichender Zahl vorhanden und stark genug sind, gewinnen sie den ständigen Kampf gegen ihre schädlichen Gegenspieler.
Inhaltsverzeichnis
> Wie kann mein Körper von Probiotika profitieren?
> Wie wähle ich das richtige probiotische Mittel aus?
> Wie integriere ich Probiotika in meine Ernährung?
> Welche Nahrungsergänzungen können das Immunsystem unterstützen?
> Was sollte ich bei der Einnahme beachten? 5 Tipps
Wie kann mein Körper von Probiotika profitieren?
Die Darmflora aufbauen
Der Darm ist ein komplexes Ökosystem, in dem Billionen von Mikroorganismen an der Verstoffwechslung der Nahrung beteiligt sind. Probiotische Nahrungsergänzungsmittel können dabei helfen, die gesunde Balance in diesem Zusammenspiel zu erhalten oder wiederherzustellen.
Tipp: Zu einer Dysbalance kann es zum Beispiel durch die Einnahme von Antibiotika kommen. Diese töten nicht nur Krankheitserreger, sondern auch nützliche Darmbakterien ab.
Die Verdauung unterstützen
Ein Anwendungsgebiet von Probiotika ist das Magen-Darm-Wohlbefinden. Gestört werden kann es durch Bauchschmerzen, Völlegefühl, Verdauungsbeschwerden oder das Reizdarmsyndrom. Manche Bakterienstämme sind anregend für die Verdauungstätigkeit und werden deshalb bei Verstopfung eingesetzt. Andere Stämme sollen die Beschwerden bei Durchfall lindern. Als wirksam für die Darmgesundheit gelten probiotische Mittel zur Verdauungsunterstützung.
Das Immunsystem stärken
Studien haben gezeigt, dass die Darmgesundheit eine wichtige Rolle für das Immunsystem des Körpers spielt. Es wird vermutet, dass eine intakte Darmflora die Abwehrkräfte des Körpers gegen krankheitsauslösende Keime stärkt und das Risiko für zum Beispiel Erkältungen, Pilz- und Harnwegsinfektionen senken kann.
Wie wähle ich das richtige probiotische Mittel aus?
Zusammensetzung und Menge
Laktobazillen und Bifidobakterien gehören zu den meistverwendeten gesundheitsfördernden Bakterienarten in probiotischer Nahrungsergänzung. In den meisten Fällen ist es günstig, eine große Vielfalt an vermehrungsfähigen Bakterienstämmen zu wählen. Für spezielle Anwendungen solltest du die Stämme gezielt und unter fachkundiger Beratung aussuchen. So können sich hilfreiche Bakterien im Darm ansiedeln und ausbreiten.
Tipp: Die Menge an probiotischen Bakterien wird in koloniebildenden Einheiten (KBE) angegeben. Halte dich bei der Dosierung an die Empfehlung des Herstellers, deiner Ärztin oder deines Arztes.
Kapseln und Pulver
Probiotika-Kapseln haben eine magensaftresistente Hülle, um ihren Inhalt unbeschadet in den Darm transportieren zu können. Es wird empfohlen, sie mit einem großen Glas Wasser einzunehmen. Bei Probiotika in Pulverform werden die Bakterien durch Gefriertrocknung haltbar gemacht und durch das Einrühren in Wasser, Saft, Brei oder Müsli wieder aktiviert. Diese Art der Einnahme eignet sich für Kinder und für Menschen, die mit dem Schlucken von Kapseln Probleme haben.
Allergikerfreundliche Alternativen
Hochwertige Probiotika sind auch für Menschen mit Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten verfügbar. Für die Wirksamkeit sind keine Zusätze wie Farbstoffe, Süßstoffe oder Aromen notwendig. Achte darauf, dass das Mittel als glutenfrei und laktosefrei gekennzeichnet ist.
Kombinierte Präparate
Manchen probiotischen Nahrungsergänzungen sind Vitamine zugesetzt, die die gewünschte Wirkung unterstützen sollen. Auch eine Kombination mit Präbiotika kann sinnvoll sein. Manche nützlichen Bakterien vertragen nämlich keinen Kontakt mit Sauerstoff und können deshalb nicht von außen zugeführt werden. Wohl aber deren Lieblingsfutter: Präbiotika sind Ballaststoffe, die zur Vermehrung gesundheitsfördernder Bakterienarten im Darm beitragen.
Wie integriere ich Probiotika in meine Ernährung?
- Viele Nahrungsmittel enthalten von Natur aus gesundheitsfördernde Darmbakterien. Allerdings in geringerer Anzahl als spezielle Gesundheitsprodukte.
- Natürliche Quellen von gesundheitsfördernden Bakterien sind fermentierte Lebensmittel. Sie enthalten Milchsäurebakterien und schmecken oft säuerlich.
- Durch Fermentation entstehen zum Beispiel Joghurt, Kefir, Buttermilch oder Käse, aber auch Apfelessig und Sauerkraut. Nimm am besten täglich etwas davon zu dir.
- Etwas exotischer sind probiotische Lebensmittel wie Miso, Kombucha, Tempeh oder Kimchi. Probier immer mal wieder etwas Neues aus.
Welche Nahrungsergänzungen können das Immunsystem unterstützen?
- Durch einseitige Ernährung mit zu wenig Ballaststoffen nimmt die Vielfalt des Darmmikrobioms ab und die Darmflora gerät aus dem Gleichgewicht.
- Unterstützt werden kann sie durch probiotische Kulturen, die nützliche Bakterienstämme wieder ansiedeln. Vor allem Bifidobakterien und Laktobazillen sind hier gut erforscht.
- Zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte werden zusätzlich oft Vitamin C und weitere Vitamine sowie Mineralstoffe eingesetzt.
Was sollte ich bei der Einnahme beachten? 5 Tipps
- Probiotika können am besten wirken, wenn du sie morgens auf nüchternen Magen eine halbe Stunde vor dem Frühstück einnimmst.
- Wenn du sie stattdessen oder zusätzlich tagsüber zu dir nimmst, dann mindestens zwei Stunden nach der letzten Mahlzeit und eine halbe Stunde vor der nächsten Mahlzeit.
- Du solltest das Mittel mit viel Flüssigkeit schlucken, möglichst mit lauwarmem Wasser. So gelangen die Bakterien schnell und unbeschadet in den Darm.
- Wenn du Probiotika während einer Antibiotika-Behandlung einsetzt, achte auf eine zeitlich versetzte Einnahme mit einem Abstand von mindestens zwei bis drei Stunden.
- Um die gewünschte Langzeitwirkung zu erzielen, solltest du das Mittel längerfristig regelmäßig anwenden. Eine kurmäßige Einnahme erfolgt über einige Wochen hinweg.