Kaufberatung Ashwagandha
Eine Wurzel aus der Apotheke der Naturmedizin
Natürliche Heilmittel zur Verbesserung des Wohlbefindens sind weltweit schon seit Jahrtausenden in Gebrauch. Der Pflanze mit dem klangvollen Namen Ashwagandha werden eine ganze Reihe positiver Wirkungen zugeschrieben.
Inhaltsverzeichnis
> Was macht Ashwagandha so besonders?
> Wie werden die Vorteile der Heilpflanze beschrieben?
> In welchen Formen kann ich Ashwagandha zu mir nehmen?
> Wie nehme ich den Pflanzenextrakt richtig ein?
Was macht Ashwagandha so besonders?
Traditionelle indische Heilpflanze
Ashwagandha ist ein krautiges Nachtschattengewächs, das in Südeuropa sowie Teilen Afrikas und Asiens wächst und vor allem in Indien bekannt und verbreitet ist. Der altindische Name bedeutet übersetzt so viel wie „Geruch des Pferdes“. Die deutsche Bezeichnung ist Schlafbeere, der lateinische botanische Name Withania somnifera, außerdem wird die Pflanze auch als Winterkirsche oder Indischer Ginseng bezeichnet.
Tipp: Als Naturheilmittel verwendet wird in erster Linie die Wurzel, viel seltener die Blätter. Die Beeren der Ashwagandha sind giftig.
Bekannt aus der ayurvedischen Medizin
Ayurveda ist eine ganzheitliche Heilkunde und Gesundheitslehre aus Indien. Sie geht davon aus, dass sich Krankheiten vermeiden lassen, wenn das Gleichgewicht der Energien erhalten werden kann. Ernährung und Pflanzenheilkunde spielen in der ayurvedischen Medizin eine wichtige Rolle. Ashwagandha gilt als sogenanntes Verjüngungsmittel und wird zur Stärkung von Physis und Psyche verabreicht, hauptsächlich bei innerer Unruhe und Schlafstörungen.
Was sind Adaptogene?
Adaptogene Kräuter und Heilpflanzen sollen regulierend wirken und den Organismus dabei unterstützen, sich an körperliche und psychische Herausforderungen und Belastungen besser anpassen, also adaptieren zu können. Neben Ashwagandha gibt es viele weitere bekannte Adaptogene: Der Ginseng-Wurzel zum Beispiel wird unter anderem eine gedächtnis- und konzentrationsfördernde Wirkung zugeschrieben, Kurkuma soll den Körper im Kampf gegen Entzündungsprozesse unterstützen, Rosenwurz wird zur Anregung und Stimmungsaufhellung eingesetzt, und Maca soll energie- und leistungssteigernd wirken.
Wie werden die Vorteile der Heilpflanze beschrieben?
Besserer Schlaf
Der Name Schlafbeere weist schon darauf hin: Laut Überlieferung soll Ashwagandha die Schlafqualität verbessern und gegen Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen helfen. Dass Schlaflosigkeit zermürbt und sich umgekehrt guter Schlaf positiv auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit am Tag auswirkt, können wohl praktisch alle Menschen aus eigener Erfahrung bestätigen.
Stressabbau und Stärkung des Immunsystems
Der Pflanzenextrakt soll Stress-Symptome verringern, indem er einer übermäßigen Ausschüttung des Stresshormons Cortisol entgegenwirkt. Ein dauerhaft zu hoher Cortisolspiegel im Körper, also chronischer Stress, wird mit vielen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit in Verbindung gebracht, darunter Bluthochdruck, Erschöpfungszustände, Schlafprobleme, Gewichtszunahme, Infektanfälligkeit, Muskel- und Gelenkprobleme sowie Angst und Depression.
Tipp: Eine bessere Stressresistenz kann auch das Immunsystem stärken. In medizinischen Studien wurde bereits untersucht, dass Ashwagandha die Aktivität der körpereigenen Abwehrzellen steigern und damit Infektionen vorbeugen kann.
Mehr Muskelkraft
Ashwagandha wird oft auch eingenommen, um die Muskelkraft zu erhöhen. Der subjektive Eindruck mancher Anwender*innen, dass die Einnahme die Stärkung der Muskelkraft und die Verringerung des Körperfettanteils unterstützen kann, wurde von einigen Studien bestätigt.
Bessere Blutwerte
Der indischen Heilpflanze wird nicht nur eine blutdrucksenkende, sondern auch eine blutzuckersenkende Wirkung nachgesagt. Bleibt der Blutzuckerwert einigermaßen ausgeglichen, können Heißhungerattacken vermieden und damit das Abnehmen erleichtert werden. Auch bei der Regulierung des Cholesterinspiegels wurde ein positiver Einfluss beobachtet.
Schmerzlinderung
Traditionell wird Ashwagandha bei entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma sowie generell bei Muskel-, Gelenk- und Rückenschmerzen angewendet.
Weitere Anwendungsbereiche
In der Volks- und Alternativmedizin ist das überlieferte Anwendungsgebiet der Pflanze ausgesprochen breitgefächert und reicht von Asthma über Haarausfall, Hämorrhoiden, Kopfschmerzen und Grippe bis zu Unfruchtbarkeit.
Als Pulver
Du kannst gemahlene Ashwagandha-Wurzel in Pulverform kaufen, das du mit einem Messlöffel dosieren und in Müsli, Joghurt, Smoothies oder Ähnliches einrühren kannst. Für die schlaffördernde Wirkung kannst du das Pulver auch abends in heißer Milch oder als Tee zubereitet trinken.
In Kapselform
Die gängigste Einnahmeform der Gesundheitsprodukte mit Ashwagandha sind Kapseln, die reines Wurzelpulver enthalten. Kapseln haben den Vorteil, dass sie geschmacksneutral sind und du damit immer die gleiche Dosierung zur Verfügung hast. Achte auf zertifizierte Bioqualität ohne Füllstoffe und einen hohen Anteil des aktiven Wirkstoffs Withanolid, der zwischen 2,5 und 8 % liegen kann.
Als Tropfen
Wie andere Pflanzenextrakte ist Ashwagandha auch im Glasfläschchen als Tinktur erhältlich, die du laut Packungsanweisung auf einen Teelöffel träufeln oder in Wasser aufgelöst einnehmen kannst.
Tipp: Manche Produkte enthalten Ashwagandha in Kombination mit anderen Adaptogenen oder mit Vitaminen, die die gewünschte Wirkung unterstützen können.
- Die Hersteller geben unterschiedliche Dosierungsempfehlungen. Die Dosierung hängt auch davon ab, welchen Beschwerden du damit entgegenwirken möchtest.
- Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt für die Anwendung gegen Stress eine Tagesdosis von 500 mg, aufgeteilt auf zwei Portionen.
- Möchtest du deine Schlafqualität verbessern, bietet es sich an, das Mittel nur am Abend einzunehmen.
- Die Wirkung kann individuell unterschiedlich sein – probiere zunächst für ein paar Tage eine eher niedrige Dosis aus und achte darauf, ob der gewünschte Effekt eintritt.
- Wichtig ist, das Nahrungsergänzungsmittel einige Wochen lang regelmäßig einzunehmen. Danach wird eine längere Pause empfohlen.
- Schwangere, stillende Mütter und Kinder sollten das Mittel aus Sicherheitsgründen nicht einnehmen.
- Wenn du wegen chronischer Gesundheitsprobleme in Behandlung bist oder dir bei der Dosierung nicht sicher bist, solltest du ärztlichen Rat einholen. Dadurch können auch etwaige Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ausgeschlossen werden.