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Chro­me-Plugins: Die­se 5 Erwei­te­run­gen machen dei­nen Brow­ser effizienter

Via Chrome-Browser durch die Weiten des Internets? Mit den richtigen Erweiterungen kommst du noch schneller voran.

Eigent­lich woll­test du nur kurz auf die­ser einen Web­sei­te nach­gu­cken, wie das Gewürz aus die­sem spe­zi­el­len Rezept hieß … aber wie­so fin­dest du das Lese­zei­chen auf dei­nem Lap­top nicht mehr? Ach ja, das hat­test du ja auf dem Smart­pho­ne gesetzt. Also schnell neu goo­geln – doch ein Skript ver­hin­dert offen­bar den schnel­len Sei­ten­auf­bau. Neben­bei len­ken dich noch ein paar neue Nach­rich­ten auf Whats­App auf dei­nem Smart­pho­ne ab. Schon wird aus einem kur­zen Web-Aus­flug eine aus­ge­dehn­te Ses­si­on. Dabei lässt sich vie­les ver­ein­fa­chen. UPDATED stellt dir fünf Chro­me-Plugins vor, die die­se und ande­re Hin­der­nis­se aus dem Weg räumen.

“No-Script Suite Lite”: Der Skript-Stopper

Das Plugin “No-Script Suite Lite” ver­hin­dert lan­ge War­te­zei­ten bei Skript­feh­lern und erhöht außer­dem die Sicher­heit dei­nes Computers.

Kurz erklärt: Ein Skript ist eine Lis­te von Com­pu­ter­be­feh­len, die hin­ter­ein­an­der aus­ge­führt wer­den. Zum Bei­spiel kön­nen Log­in-Pro­zes­se auf Web­sei­ten über Skripts gesteu­ert wer­den, eine E‑Mail-Adres­sen­ab­fra­ge oder der Start von Ani­ma­tio­nen. Befin­det sich inner­halb des Skripts aller­dings ein Pro­gram­mier­feh­ler, kann es zu erheb­li­chen Ver­zö­ge­run­gen kom­men oder eine Sei­te wird gar nicht erst voll­stän­dig gela­den. Ein wei­te­res Pro­blem: Nicht ver­trau­ens­wür­di­ge Web­sei­ten kön­nen per Skript uner­wünsch­te Pro­zes­se aus­lö­sen, etwa Daten zer­stö­ren oder sen­si­ble Daten abrufen.

Die Erwei­te­rung “No-Script Suite Lite” bie­tet eine Lösung:

  • Befeh­le in Java­script, der bekann­tes­ten Skript­spra­che, wer­den nur noch aus­ge­führt, wenn sie von ver­trau­ens­wür­di­gen Web­sei­ten stammen.
  • Web­sei­ten, deren Skrip­te unge­hin­dert gela­den wer­den sol­len, kannst du in einer “White­list” hin­ter­le­gen. Dafür klickst du im Pop-up-Fens­ter, das sich beim Laden einer Web­sei­te öff­net, auf das Plus-Zei­chen neben der Sei­ten-URL oder drückst die Enter-Taste.
  • Neben Skrip­ten blo­ckiert das Plugin auf Wunsch auch das Laden von Bil­dern, Medi­en und mehr.
  • Die Erwei­te­rung kann bei Bedarf über einen ein­fa­chen On-Off-But­ton deak­ti­viert oder wie­der akti­viert werden.

“No-Script Suite Lite” ist kos­ten­los, aller­dings nur in eng­li­scher Spra­che erhältlich.

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“Whats­Green Mul­ti Mes­sen­ger”: Die Nachrichten-Zentrale

Du sitzt am Com­pu­ter, aber dau­ernd piept und rat­tert dein Smart­pho­ne, weil schon wie­der eine neue Nach­richt via Whats­App her­ein­ge­kom­men ist? Falls ein­mal Ruhe herrscht, greifst du selbst zum Gerät, um die Kom­men­ta­re zu dei­ner letz­ten Insta­gram Sto­ry zu lesen? Statt­des­sen könn­test du genau­so gut alles von dei­nem Desk­top-PC aus erle­di­gen – mit dem pas­sen­den Plugin.

Mit dem “Whats­Green Mul­ti Mes­sen­ger” ver­wal­test du alle dei­ne Social-Media-Kanä­le auf dem PC. Die Erwei­te­rung zeigt alle ein­ge­hen­den Nach­rich­ten, Postings und sons­ti­gen Neu­ig­kei­ten gesam­melt an einem Ort. Über eine simp­le Sym­bol­leis­te am lin­ken Rand springst du dann mit einem Klick von einem Por­tal zum nächsten.

Die­se und mehr Fea­tures bie­tet der “Whats­Green Mul­ti Messenger”:

  • Desk­top-Benach­rich­ti­gun­gen bei neu­en Nach­rich­ten auf Whats­App, Twit­ter und Co.
  • Vol­le Bedien­bar­keit der popu­lärs­ten Social-Media-Kanäle.
  • Für Whats­App, Face­book Mes­sen­ger, WeChat, Twit­ter, Insta­gram, Sky­pe, Gmail, Spo­ti­fy, Tele­gram und mehr.
  • Wäh­rend du auf ande­ren Sei­ten surfst, kannst du mit einem Klick auf den But­ton der “WhatsGreen”-Erweiterung ein Chat­fens­ter an Ort und Stel­le öffnen.

“Whats­Green Mul­ti Mes­sen­ger” ist kos­ten­los und in 17 Spra­chen ver­füg­bar, dar­un­ter auch Deutsch.

“Whats­Green Mul­ti Mes­sen­ger” im Chro­me Web Store hinzufügen

“Papa­ly”: Der Lesezeichen-Manager

Das Plugin “Papa­ly” wird seit län­ge­rer Zeit nicht mehr aktua­li­siert (Stand: Mai 2019). Den­noch zählt es noch zu den meist­ge­nutz­ten und best­be­wer­te­ten Lese­zei­chen-Mana­gern im Chro­me Web Store. Grund: Die vor­ein­ge­stell­te Lese­zei­chen-Ver­wal­tung im Goog­le-Brow­ser hat ihre Gren­zen. Du kannst ver­schie­de­ne Ord­ner anle­gen und die­se auch zu den Lese­zei­chen unter der Adress­leis­te hin­zu­fü­gen – mehr aber auch nicht. “Papa­ly” bie­tet mehr Mög­lich­kei­ten und syn­chro­ni­siert dei­ne Lese­zei­chen auch gleich noch über Gerä­te und Platt­for­men hinweg.

Das und mehr bie­tet “Papa­ly”:

  • Ein­fa­ches Sor­tie­ren von Lese­zei­chen nach Kate­go­rien, die du selbst anle­gen und auch farb­lich mar­kie­ren kannst.
  • Anle­gen ver­schie­de­ner Lese­zei­chen-Ver­zeich­nis­se, soge­nann­ter “Boards”.
  • Dei­ne eige­nen Lese­zei­chen-Boards kannst du ein­zeln für ande­re freigeben.
  • Umge­kehrt kannst du den Boards von ande­ren folgen.
  • Syn­chro­ni­sie­rung mit den Lese­zei­chen aus ande­ren Brow­sern oder Geräten.
  • Lese­zei­chen-Suche.

“Papa­ly” ist kos­ten­los in 51 Spra­chen ver­füg­bar, dar­un­ter auch Deutsch.

“Papa­ly” im Chro­me Web Store hinzufügen

“Ses­si­onBox”: Der Konten-Wechsler

Du hast nicht nur ein ein­zi­ges Face­book-Kon­to, son­dern viel­leicht ein pri­va­tes sowie ein geschäft­li­ches? Und das Glei­che noch­mal bei Twit­ter oder Whats­App? Oder du führst zwei ver­schie­de­ne Insta­gram-Accounts – je nach­dem, wer wie vie­le dei­ner pri­va­ten Schnapp­schüs­se sehen soll? Zwi­schen die­sen Kon­ten zu wech­seln, bedeu­tet nor­ma­ler­wei­se: aus dem einen Account abmel­den, in den ande­ren einloggen.

“Ses­si­onBox” erspart dir die­sen Umweg. Hast du das Plugin instal­liert und bist zum Bei­spiel in (d)einem Face­book-Kon­to ein­ge­loggt, kannst du die Erwei­te­rung über den But­ton neben dem Adress­feld auf­ru­fen und auf das Plus-Zei­chen kli­cken. Dar­auf­hin öff­net sich ein par­al­le­ler Tab mit dem Log­in-Fens­ter von Face­book. Hier kannst du dich in einen zwei­ten Account ein­log­gen und bei­de Ses­si­ons gleich­zei­tig abhal­ten. Das funk­tio­niert auch bei jeder ande­ren Sei­te, die einen Log­in erfordert.

Außer­dem ermög­licht dir die Erwei­te­rung (in der kos­ten­pflich­ti­gen Pre­mi­um­ver­si­on), eine ange­fan­ge­ne Ses­si­on in einem ande­ren Chro­me-Brow­ser naht­los fort­zu­füh­ren. Oder du öff­nest die­sel­be Ses­si­on par­al­lel auf zwei Gerä­ten. Das ist ide­al, wenn zum Bei­spiel Kol­le­gen an einer Ses­si­on teil­neh­men sol­len, ohne dei­ne Log­in-Daten zu kennen.

“Ses­si­onBox” ist in der Basis­ver­si­on kos­ten­los ver­füg­bar. Die Pre­mi­um­va­ri­an­te kos­tet 4 Dol­lar pro Monat (Stand: Mai 2019). Ins­ge­samt gibt es acht Sprach­ver­sio­nen, dar­un­ter eine deutsche.

“Ses­si­onBox” im Chro­me Web Store hinzufügen

Plugins instal­lie­ren – so geht’s

Ein Plugin ist in Win­des­ei­le in dei­nem Chro­me-Brow­ser instal­liert. Kli­cke ein­fach auf den jeweils ange­ge­be­nen Link, und du gelangst zu einer Detail­sei­te mit wei­te­ren Infor­ma­tio­nen. Kli­cke dort auf Hin­zu­fü­gen, schon wird das Plugin in die Brow­ser-Funk­tio­nen inte­griert. Even­tu­ell musst du zuvor ein­zel­ne Berech­ti­gun­gen frei­ge­ben. Im Anschluss kannst du das Plugin in der Regel über einen ent­spre­chen­den But­ton rechts oben neben dem Adress­feld von Goog­le Chro­me aktivieren.

Du möch­test das Plugin nicht wei­ter nut­zen? Dann kli­cke mit der rech­ten Maus­tas­te auf den Pro­gramm-But­ton neben dem Adress­feld und wäh­le Aus Chro­me entfernen…

“Per­so­nal Block­list”: Der Suchergebnisse-Räumdienst

Hin­ter der Erwei­te­rung “Per­so­nal Block­list” steckt nie­mand ande­res als der Chro­me-Ent­wick­ler Goog­le selbst. Denn nicht immer spuckt die Such­ma­schi­ne die wich­tigs­ten und inter­es­san­tes­ten Ergeb­nis­se als Ers­tes aus. Bei dei­nen Such­ergeb­nis­sen gibt es sol­che uner­wünsch­ten Tref­fer? Dann kannst du sie mit “Per­so­nal Block­list” aus der Lis­te ent­fer­nen – und zwar für immer.

Nach der Instal­la­ti­on rufst du dafür zunächst den Tref­fer auf, der dem­nächst nicht mehr unter den Goog­le-Ergeb­nis­sen auf­tau­chen soll. Anschlie­ßend klickst du auf den Plugin-But­ton rechts oben neben dem Adress­feld des Brow­sers und anschlie­ßend auf Der­zei­ti­gen Host blo­ckie­ren.

Über den Plugin-But­ton kannst du dir auch die bis­lang geblock­ten Sei­ten­na­men anse­hen und sie ggf. wie­der ein­zeln Ent­blo­cken.

“Per­so­nal Block­list” ist kos­ten­los in 21 Spra­chen ver­füg­bar, dar­un­ter Deutsch.

“Per­so­nal Block­list” im Chro­me Web Store hinzufügen.

Ein­mal ent­deckt, häu­fig genutzt

Den eige­nen Lieb­lings-Brow­ser hat man als User in der Regel schnell im Griff. Wo fin­det man die Lese­zei­chen? Wo wäh­le ich eine indi­vi­du­el­le Start­sei­te? Wie blen­de ich Sym­bol­leis­ten ein und wie­der aus? Je nach­dem, wel­che Funk­tio­nen man häu­fig benö­tigt, weiß man auch schon den rich­ti­gen Weg, um sie auf­zu­ru­fen. Ande­re Funk­tio­nen ver­misst man oft gar nicht – bis man ent­deckt, dass es sie gibt. Denn vie­le Erwei­te­run­gen kön­nen das Leben bzw. die Arbeit ganz schön ver­ein­fa­chen. So ist es auch mit den Plugins in die­sem Rat­ge­ber. Ein­fach mal aus­pro­bie­ren und so man­ches kommt einem schon bald wie selbst­ver­ständ­lich vor.

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