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„Die Höhle der Löwen“: Mit „Paudar“ den Bratmittel-Markt erobern
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„Die Höhle der Löwen“: Mit „Paudar“ den Bratmittel-Markt erobern

Pflanzliches Speisefett in Pulverform? Hört sich komisch an, hat aber gerade bei „Die Höhle der Löwen“ einen Deal mit Ralf Dümmel klargemacht. Ab sofort gibt es das Produkt auf otto.de

Autorin Linda Gondorf Lesedauer: 5 Minuten
Johannes Schmidt und Deniz Schöne, zwei junge Unternehmensgründer aus Düsseldorf, wollen den Food-Markt revolutionieren: mit Bratpulver statt Öl. Im Interview sprechen sie über die Vorteile des Pulvers, ihre Erfahrungen bei der Show „Die Höhle der Löwen“ und ihr Gründer*innen-Gen

Hallo Johannes, hallo Deniz, die erste Frage ist äußerst wichtig: Was ist euer Lieblingsgericht?

JOHANNES: Das ist einfach: Da ich aus Franken komme, ist es Fränkischer Sauerbraten mit Klößen.

DENIZ: Und ich mag sehr gerne Spaghetti aglio e olio.

Für beide Gerichte könnte man euer Bratpulver verwenden, oder?

DENIZ: Um den Sauberbraten kräftig anzubraten, ist Paudar genau das Richtige. Für die Spaghetti muss es dann aber doch ein Olivenöl sein.

Kocht ihr denn beide?

DENIZ: Wir sind schon Hobbyköche. Ich koche sehr gerne mit wenigen aber hochwertigen Zutaten. Wenn ich Zeit habe, dann versuche ich mich oft an neuen Gerichten. Im Moment probiere ich viele asiatische Gerichte aus.

Was habt ihr beide studiert und woher kennt ihr euch?

DENIZ: Wir sind beide Wirtschaftsingenieure. Ich habe in Aachen die Fachrichtung Maschinenbau eingeschlagen und Johannes hat in Karlsruhe Strategie und Finance gemacht.

JOHANNES: Wir sind dann beide Ende 2015 nach Düsseldorf gezogen und haben uns dort bei einer Sportveranstaltung kennengelernt. Unser erstes Gespräch fand an einer Bushaltestelle statt. Wir haben uns dann öfter abends auf ein Bier oder beim Sport getroffen, weil wir beide neu in der Stadt waren. Irgendwie kamen immer wieder Gespräche darüber auf, etwas Eigenes zu gründen. Anscheinend haben wir beide dieses Gründer*innen-Gen. Beim Bierchen haben wir dann die ersten Ideen entwickelt.

Ihr seid viel unterwegs, du Johannes kommst gerade aus Mumbai. Wie sieht zurzeit eure Arbeitswelt aus?

JOHANNES: Deniz und ich haben beide Vollzeitjobs und haben im Nebenerwerb unser Startup Paudar gegründet. Das bedeutet, dass unsere Tage ganz schön ausgefüllt sind. In meiner aktuellen Tätigkeit habe ich sehr viel mit Unternehmen zu tun und suche nun auch Startups im Bereich Technologie. Es macht einfach Spaß in dieser Branche unterwegs und gleichzeitig selbst Teil davon zu sein.

An der Bushaltestelle kennenlernen, aus komplett anderen Städten kommen und dann ein Startup gründen. Das ist schon eine interessante Geschichte. Wie kam es dann zu der Idee eures Bratpulvers?

DENIZ: Wir haben ganz zu Beginn einen Bio-Tee über Plattformen verkauft. Aber wir wollten eine eigene Produktidee kreieren. Daher haben wir in unseren Küchen viel rumgeforscht und ausprobiert. Bei einer Idee benötigten wir Fett in Pulverform als Zutat. Dann haben wir recherchiert, ob es so etwas gibt und fanden zum Beispiel Butterpulver und andere Fette in Pulverform. Wir haben dann Muster bestellt, experimentiert und uns gefragt: Was passiert, wenn wir das pulverförmige Fett in die Pfanne tun? Das funktionierte erstaunlich gut, es spritzt kaum, man braucht wenig und alles wird schön knusprig. Schon damals zeigte sich, dass es Potenzial hat. In 1 ½ Jahren Entwicklungsarbeit haben wir dann mit einem großen Industriepartner das Produkt entwickelt.

Wie kamt ihr auf den Namen?

JOHANNES: „Paudar“ steht in der Sprache Hindi für Pulver. Wir haben den Namen gewählt, weil in unserem Puder das Salfett vorhanden ist, welches aus Indien kommt.

Paudar besitzt auch einen Anteil an Palmöl. Palmöl wird in den Medien immer wieder kritisiert. Was sagt ihr dazu?

JOHANNES: Es ist wahrscheinlich ungewöhnlich, dass man als Food-Start-up Palmöl verwendet. Da läuten bei vielen direkt die Alarmglocken, bei uns auch. Wir haben uns schon zu Anfang viel eingelesen, sind auf das RSPO-Siegel gekommen und haben uns damit auseinandergesetzt. Der WWF ist zum Beispiel Gründungsinitiator*in dieses Siegels. Für unser Produkt wird nur RSPO-zertifiziertes, nachhaltiges Palmöl verwendet, denn wir wollten das beste Produkt für die Kund*innen schaffen und gleichzeitig auch selbst dahinterstehen. Von der weltweiten Palmölproduktion sind nur 19 Prozent zertifiziert und genau das nehmen wir für unser Produkt.

DENIZ: Die Ölpalme ist so beliebt, weil sie mit Abstand die ertragreichste Ölpflanze der Welt ist. Mal ein fiktives Beispiel: Wenn wir die Palmfelder durch heimische Rapsfelder ersetzen würden, bräuchte man viermal so viel Anbaufläche. Wir haben uns für die allerhöchste Qualität entschieden, natürlich müssen wir es den Kund*innen erklären, aber wir stehen vollkommen dahinter und es ist ein echtes nachhaltiges Produkt.

Was sind also nun die Besonderheiten an Paudar?

DENIZ: Kein Spritzen, höhere Hitzebeständigkeit und es ist nur ein Zehntel der Menge zum Braten nötig. Wir haben es geschmacksneutral entwickelt, damit das Fleisch zum Beispiel den natürlichen Eigengeschmack behält.

Kann man alles damit anbraten? Auch Pfannkuchen?

DENIZ: Ja, man kann damit auch Pfannkuchen machen. Grundsätzlich lässt sich fast alles damit braten. Wovon wir abraten, ist frittieren. Wenn ein Schnitzel ausgebacken wird, ist Paudar nicht dafür gemacht. Fett sparen und etwas in Fett ausbacken, trifft sich nicht so ganz.

Bei der Höhle der Löwen ging es heiß her. Wie lief die Zusammenarbeit, nachdem ihr euch für Ralf Dümmel entschieden hattet?

JOHANNES: Hochprofessionell. "Die Höhle der Löwen" ist eine einmalige Chance. Wir haben schon zuvor viele gute Kund*innenfeedbacks bekommen und uns dann einfach beworben. Wir sind beide große Fans dieser Show und hatten einfach nur Spaß daran teilzunehmen. Es ging danach direkt an die Arbeit mit Ralf Dümmel und seinem Team.

DENIZ: Die Erfahrung mit Ralf Dümmel und seinem Team war super. Da merkt man, dass sie auch schon ein paar Deals in der Show gemacht haben. Die sind alle Profis und haben uns weitergebracht, auch in Designfragen haben wir noch einmal nachgeschärft. Wir waren zwei, dreimal in der Woche im engen Austausch und es war eine tolle Erfahrung und die richtige Entscheidung.

Ab sofort könnt ihr Paudar auf otto.de bestellen.

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