Kleider im Winter: Gebt Kälte keine Chance

Frau trägt Kleid im Winter mit Camel Coat und Stiefeln
Two for Fashion Autorin Susanna
Freitag, 14. Februar 2020, 13:42

Ich war schon immer ein Kleidermädchen. Im Kindergarten und in der Grundschule war ich bekannt dafür, ausschließlich Kleider zu tragen. Hosen mochte ich nicht und wollte auch beim Auf-die-Bäume-Klettern keine anziehen. Meine Mama war allerdings nicht immer begeistert, wenn ich meine Kleider im Winter tragen wollte. Ich stapfte dennoch mutig im Sommerkleid durch den Schnee und war dabei selten erkältet. Denn: Ich wusste schon als braves Kind, wie ich meine Kleider im Winter stylen muss, um warm genug angezogen zu sein. Meine Tipps dazu bekommt ihr jetzt.

Das muss zwiebeln: Ohne Layering geht nichts

Ganz klar, es gibt Kleider, die schon von sich aus wärmen. Strickkleider und die derzeit angesagten Pulloverkleider sind im Winter die erste Wahl. Aber auch luftige Sommerkleider könnt ihr im Winter anziehen. Die Lösung liegt im Tragen mehrerer Schichten. Damit es obenrum luftig sein darf, muss die Kleidung darunter muckelig warm sein. Schichtet, was das Zeug hält. Tragt die guten alten Unterhemden. Und zieht am besten noch einen feinen Pulli mit Turtleneck darüber.

Mit diesem zeigt ihr zugleich, dass ihr fashiontechnisch ganz weit vorne seid. Am Rollkragen kommen wir im Winter einfach nicht vorbei. Richtig fashionable wirds, wenn ihr ihn zu einem schimmernden Slip Dress kombiniert und so eure liebsten Sommerkleider wintertauglich macht. Am edelsten wirken schwarze oder weiße Rollis zu bunten Kleidern.

Kleid mit Blumenmuster zu weißem Rollkragen-Pullover

Auch bei der Wahl des richtigen Materials könnt ihr wärmende Punkte sammeln. Für die oberste Lage in Form von Strickjacken oder auch Pullovern greife ich am allerliebsten zum kuscheligen Kaschmir. Das feine Garn sieht nicht nur edel und classy aus, es hält auch anständig warm. Schließlich müssen die kleinen Kaschmirziegen, die es uns in Form ihrer Unterwolle liefern, eisige Winter in den Höhen der Mongolei und ähnlichen unwirtlichen Gebieten dieser Welt überstehen.

cardigans kombinieren: Frau im weißen Kuschel-Cardigan zu gemustertem Kleid

Bei der untersten Schicht habe ich mich von Wintersportlern inspirieren lassen. Ich trage in letzter Zeit wahnsinnig gern Shirts aus Merinowolle, einem Material, auf das immer mehr Sportler setzen. Die Leibchen sind so fein wie Baumwollshirts, aber viel wärmender bzw. wärmeausgleichender. Merinowolle wärmt uns bei Kälte und kühlt uns bei Hitze. Ist das nicht toll? Zudem wirken die Fasern antibakteriell – auf ihrer vielfach gekräuselten Struktur will einfach kein Bakterium halten. So entwickeln sich auch bei Schweißbildung keine Gerüche. Ein Wunderwerk der Natur, das ich euch im wahrsten Sinne nur wärmstens empfehlen kann.

Zeigt her eure Füße: die richtigen Schuhe

All Black everything: Ankle Boots mit Fell in Schwarz

Ich finde, wenn die Füße erst einmal kalt sind, ist der Rest auch nicht mehr zu retten. Greift daher zu richtig warmen Schuhen, die im besten Fall kuschelig gefüttert sind. Oder macht eure Stiefel mit isolierenden Einlegesohlen warm. Toll sind auch Boots mit dicker Plateausohle. Da hat Kälte von unten keine Chance. Eine wahre Rettung bei niedrigen Temperaturen können zudem die angesagten Overkneestiefel sein. Dank ihrer Länge wärmen sie uns bis über die Knie und geben unseren Looks ein stylishes Upgrade.

Kleider im Winter stylen: nie ohne diese Accessoires

Mantel kombinieren: Frau trägt baker Boy hat zu braunem Teddymantel und pinkem Schal von Laurèl und langem gemustertem Kleid

Wenn ihr eure schönsten sommerlichen Kleider im Winter tragen wollt, stylt wärmende Accessoires dazu:

  • Wärmende Mütze, Stirnband oder Hut: Die meiste Wärme geht über unseren Kopf verloren. Satte 90 % sollen es sein. Haltet eure Köpfchen daher mit einer schönen Wollmütze oder einem trendy Hut warm.
  • Handschuhe: Wenn ihr zu kalten Händen neigt, tragt Handschuhe. Fäustlinge sind übrigens am wärmsten. Ein weiterer Effekt neben Wärme ist, dass die Haut nicht so schnell trocken wird. Das spart Handcreme.
  • Schal: Der beste Schutz vor einem rauen Hals ist immer noch ein dicker Schal. Damit macht euch auch eisiger Wind nichts aus.

Women in tights: die richtigen Strumpfhosen

Wenn ihr mal in England wart, wisst ihr, dass Strumpfhosen dort auch im Winter gerne weggelassen werden. Tut das nicht! In unseren Breitengraden ist es im Winter wirklich zu kalt für nackte (Bein-)Tatsachen. Setzt lieber auf richtig warme Thermostrumpfhosen, die euch vor Wind und Wetter schützen. Auch Strumpfhosen aus Wolle oder mit Kaschmiranteil sorgen dafür, dass ihr Kleider im Winter tragen könnt.

Mögt ihr es eher elegant, setzt auf Nylon-Tights mit möglichst hoher DEN-Zahl. Zur Orientierung: 40 DEN ist semi-blickdicht. Je höher die DEN-Zahl, desto blickdichter und wärmender ist die Strumpfhose.

Bordeauxroter Rock zu rosa Sneakern und Beuteltasche

Mein Geheimtipp: Wenn ihr öfter mal ne dicke Strumpfhose zum leichten Kleidchen getragen habt, kennt ihr das Problem vielleicht. Der Stoff des Kleides schiebt sich beim Gehen peu à peu – klammheimlich – nach oben. Wie ihr das Hochlaufen stoppen könnt? Die Lösung ist ziemlich simpel. An einem Unterkleid oder -rock aus glattem Stoff kann sich auch ein Sommer- oder Strickkleid nicht hochschieben. Wenn der Saum noch dazu mit feiner Spitze versehen ist, darf er ganz im Sinne des Dessous-Layerings auch frech hervorblitzen.

Mein Winterlook mit Kleid

Kleider im Winter: Frau trägt auffällige Ohrringe mit großen Perlen zu Mantel und Kleid mit abstraktem Print

Mein Kleid mit abstraktem Leoprint ist aus leichter Viskose. Anders als ein Strickkleid also nicht wirklich für den Winter gemacht. Richtig gestylt kann ich es aber sogar beim Hamburger Schietwetter tragen. Unter dem Kleid trage ich die bereits beschriebene warme Strumpfhose und ein ebenfalls kuscheliges Unterhemd. Ohne gehe ich bei den derzeitigen Temperaturen nicht vor die Tür. Über dem Leokleid wärmt mich ein Cardigan aus Alpaka- und Schafwolle. Er ist kastenförmig und oversized geschnitten. Ein tolles Teil, das ich jeden Tag schnell überziehen kann.

Kleider im Winter: Frau trägt auffällige Ohrringe mit großen Perlen zu Mantel und Kleid mit abstraktem Print

Wenn ihr eure Kleider im Winter tragen möchtet, sind Stiefel unumgänglich. Die Wärme an Füßen und Beinen macht wirklich viel aus. Ich habe zu klassischen schwarzen Stiefeln mit Blockabsatz gegriffen. Sie sind zeitlos, hoch geschnitten und durch eine wärmende Einlegesohle auch wintertauglich. Zudem findet sich das Schwarz der Stiefel im Leomuster des Kleides wieder, und so entsteht eine tolle Verbindung.

Kleider im Winter: Frau trägt Kleid im Winter mit Camel Coat und Stiefeln

Der Camel Coat, den ich über dem Kleid anhabe, ist aus richtig guter Wolle und trotzt Wind und Regen. Er harmoniert perfekt mit den rosafarbenen Accessoires. In die kleine Handtasche von LIEBESKIND passt alles Notwendige. Der Schal hält meinen Hals schön warm. Damit ich vom eisigen Wind keine Ohrenschmerzen bekomme, habe ich ein stylishes Haarband in Flechtoptik gewählt. Daneben dürfen die Ohrringe mit extragroßen Perlen so richtig schön glänzen.

Dos

  • Stylt Kleider im Winter zu dicken Strumpfhosen aus Wolle. Das ergibt einen coolen Stilbruch.
  • Achtet darauf, Pieces aus wärmenden Materialien zu tragen.
  • Kombiniert dicke Puffer Jackets zu euren Kleidern.

Don’ts

  • Tragt keine zu luftigen Schuhe wie Ballerinas zu euren Kleidern.
  • Lasst auf keinen Fall die Strumpfhose weg.
  • Verzichtet bei Aktivitäten wie Schlittenfahren darauf, ein Kleid zu tragen.

Seid ihr nun auch mutig genug, eure Kleider im Winter zu tragen? Mit meinen Tipps dürftet ihr wirklich nicht frieren. In der Produktgalerie findet ihr mein Outfit und noch ein paar schöne Strick- sowie Pulloverkleider.

XX, Susanna

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