Ich wünsche mir…

10. Januar 2018 | von

Es gibt ger­ade einen spir­ituellen Trend mit der Idee, das wir alle unsere uner­füll­ten Wün­sche “beim Uni­ver­sum bestellen” sollen, am besten gle­ich mit einem konkreten Aus­liefer­ungszeit­punkt – dass es gut sei, so ein “Wun­schdenken” zu haben. Ich kenne mich mit diesen eso­ter­ischen Din­gen nicht so gut aus. Das Einzige, was ich weiß, ist, dass ich mir am meis­ten in meinem Leben immer nur eines gewün­scht habe: Eine Schwester!

Die Geschichte dazu? Meine Mut­ter hat mich 1975 im Alter von 30 Jahren auf die Welt gebracht. Damals wurde sie noch als “alte Mut­ter” wahrgenom­men. Sie entsch­ied sich dafür, nicht noch mehr Kinder zu bekommen.
Seit­dem ich sprechen kann –  so meine Erin­nerung und auch die mein­er Fam­i­lie –  fragte, bet­telte und überre­dete ich alle Leute um mich herum, genau das zu tun, was ich wollte. Und was ich am meis­ten wollte – das war eine Schwest­er. Ich bestand darauf. Und vor allem wün­schte ich es mir ganz doll –  auch zu Weihnachten.

Eines Tages, ich war ger­ade mal fünf, verkün­de­ten meine Eltern dann die Neuigkeit: Du wirst eine Schwest­er bekom­men. Ich war so glück­lich! Ich malte Bilder von ihr, hob Dinge für sie auf und dachte die ganze Zeit an sie! Als sie dann geboren wurde, war ich  – plöt­zlich auch nei­disch. Ich war schon so nei­disch, dass meine Eltern anfin­gen, sich ein wenig Sor­gen zu machen. Aber jed­er sagte, das sei irgend­wie nor­mal. Ich war ja vorher die einzige Köni­gin im Haus, eben das ver­wöh­nte, char­mante geliebte Einzelkind. Und plöt­zlich musste ich alles teilen: Liebe, Aufmerk­samkeit, mein Zimmer.

Aber natür­lich haben sich die Wogen geglät­tet. Heute ist meine Schwest­er Tama­ra meine beste Fre­undin. Ich wüsste nicht, was ich ohne sie tun würde!  Wir haben bei­de zusam­men viel erlebt und viel durchge­s­tanden –  Lachen und Weinen, Par­tys und Stre­its, Reisen und Arbeit­en gin­gen Hand in Hand. 10 Jahre lebte sie in Paris. Und ein Jahr, nach­dem ich nach Berlin gezo­gen war, zog sie auch nach Berlin. Ja, was denkt Ihr – natür­lich habe ich sie dazu überre­det. Wir leben jet­zt im sel­ben Haus, wir teilen Fre­unde und Inter­essen… Aber – wir teilen keine Klam­ot­ten miteinan­der!  Nicht nur, weil wir nicht dieselbe Größe haben, son­dern auch, weil wir uns deswe­gen nicht stre­it­en möchten.

Hier teile ich mit Euch meine gemein­samen Erin­nerun­gen mit ihr an ver­schiede­nen Orten zu ver­schiede­nen Zeit­en. In Brasilien am Strand, in ein­er Bar in Paris, auf ein­er Brücke in Rom, am Strand auf Kre­ta – und wir bei­de zusam­men auf der Bühne. Wir per­formten eine Unter­richtsstunde über argen­tinis­che Punkmusik.

Sie ist so stark, wie ich es mir immer gewün­scht habe. Sie ist mein sehn­lich­ster Wun­sch, der wahr wurde. Ich bin glück­lich darüber, dass das “Uni­ver­sum”, meine Eltern oder ein­fach nur das Leben sie in diese Welt gebracht haben.
Was ist Euer sehn­lich­ster Wun­sch, der in Erfül­lung gegan­gen ist?

Hier seht ihr meine Schwest­er Tama­ra und mich in ein­er Bilderstrecke:

1_Brasilien_Himmel_Tati

3_Greece_Himmel_Tati

4_Paris_Himmel_Tati

5_Paris2_Himmel_Tati

6_Rom_Himmel_Tati

7_Theater_Tati_Wünsche

Tipp von der Redak­tion: Was sind Eure schön­sten Wei­h­nachts­geschicht­en? OTTO trägt die schön­sten Geschicht­en zum Wei­h­nachts­fest zusam­men. Lasst Euch inspiri­eren und teilt die Momente, in denen Eure Herzenswün­sche erfüllt wur­den in unseren Stern­stun­den.

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