Wie ich eine richtige Modebloggerin wurde

6. November 2018 | von

Mode­blog­gerin­nen haben bekan­ntlich einen Ruf zu ver­lieren. Näm­lich den, dass sie zu den Fash­ion­shows in Berlin, New York oder Paris einge­flo­gen wer­den und neben den chefig­sten aller Chefredak­teurin­nen in der ersten Rei­he sitzen (Mich hat noch nie­mand ein­ge­laden – aber vielle­icht kommt das ja noch; und ja, das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl!). Oder dass sie vor den Shows auf der Straße von allen fotografiert wer­den – „Give me your smile, hon­ey!!“ –, in ihren schrill-schrä­gen Looks auf The Sar­to­ri­al­ist lan­den, um von dort aus den Rest der Welt zu inspiri­eren (Ist mir noch nie passiert, allerd­ings war Sar­to­ri­al­ist-Mach­er Scott Schu­man ver­mut­lich auch noch nie in Kirch­dorf an der Amper; wenn du doch mal vor­bei kommst, Scott: Bitte rufe mich vorher an, damit ich auf der Straße stehe!!!).

Hut_2

Ja, so ist sie: die gemeine Mode­blog­gerin und ihr fabel­haftes Leben zwis­chen Fash­ion und Fotos. Nur ich war anders: Ich war eine Mode­blog­gerin ohne Street­style und Out­fit-Posts. Und das geht ja nun gar nicht.

Gott sei Dank kam dann Soul­ful­ly und alles wurde anders. Ich wurde stil­gerecht nach Ham­burg einge­flo­gen, gestylt und auf die Straße gestellt. Und fotografiert. Natür­lich fror ich, was das Zeug hielt und die nicht eben hohen Tem­per­a­turen her­gaben – wie es sich für ein richtiges Foto­shoot­ing gehört. Das muss so. Gänse­haut? Blaue Lip­pen? Für was gibt es Pho­to­shop! Natür­lich war es mir ein biss­chen pein­lich, wenn Pas­san­ten vor­bei kamen und sich offen­sichtlich wun­derten, warum eine End­vierzigerin in Som­merk­lam­ot­ten auf der Straße herumtänzelt. Mit Hut und Son­nen­brille – im grauen Feb­ru­ar. Ich kann es diesen Men­schen nicht ver­denken. Ich hätte mir auch einen Vogel gezeigt.

Hut_1

Drei Stun­den später gab es 600 Fotos von mir. In allen möglichen Klam­ot­ten, in den ver­schieden­sten Posen, vor den unter­schiedlich­sten Set­tings (Achtung, Mode­blog­ger-Sprech!). Darunter dieses mit schwarzem Strick­rock und weißem Over­size-Pul­li. Ich sage nur: hinein­schlüpfen, reinkuscheln, wohlfühlen. Und dabei natür­lich in die Kam­era strahlen und weit­er hin- und her­wip­pen. Defin­i­tiv mein Liebling­sout­fit – und nicht nur, weil der Pul­li lange Ärmel hatte.

Endlich war ich also angekom­men: in meinem Leben als Mode­blog­gerin. Als richtige Mode­blog­gerin. Und so wird es hier auf Soul­ful­ly für mich jet­zt auch weit­erge­hen – nicht nur, aber auch. Ich freue mich darauf!

Collage_Hut

Casu­al Pullover von sheego
Jer­sey­rock von VIOLETA
Hut von J. Jayz
Sneak­er von Next
Lip­pen­s­tift von Max Factor

Letzte Kommentare (5)

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Clia
Montag, 23. März 2015, 14:45 Uhr

Ich finde beson­ders den Hut großar­tig! Kön­nte ihn mir auch gut aus hellem Som­mer­stoff für die Ferien vorstellen.

Mittwoch, 18. März 2015, 8:29 Uhr

Wun­der­bar geschrieben, ich schmun­zel kräftigts bei der Vorstel­lung + kriege Lust Dich anzufeuern! Ich mag Deine Turn­schuhe zum Rock. ♥ 

🙂 M

Dienstag, 17. März 2015, 22:13 Uhr

Uii­ii, das hört sich ja total span­nend an. Und die Ange­bote zu den Shows wer­den nach den näch­sten Blog­posts bes­timmt eintrudeln.

Super schöne Fotos übri­gens, das Ein­gangs­fo­to mag ich beson­ders. Und der Pul­li ist der Ham­mer. Gefällt mit total gut.

Bin schon ges­pan­nt wie es weitergeht.

Andrea
Dienstag, 17. März 2015, 21:45 Uhr

grins, mein Mitleid hält sich in Gren­zen, was das Frieren ange­ht, Du Glückliche.
Ich wün­sche Dir viel Erfolg !
Liebe Grüße
Andrea

Dienstag, 17. März 2015, 21:19 Uhr

Liebe Susanne (oder darf ich weit­er Susi sagen?),

was für ein gelun­gener Ein­stieg bei Soul­ful­ly. Viel Glück, gute The­men und weit­er­hin so viel Lebens­freude wie bei deinem Shoot­ing. Gute Mis­chung, die Turn­schuhe und Hut 🙂

Es grüßt
Xenia