Bloß nicht
auffallen – aus dem Alltag einer Dicken

26. Februar 2020 | von

Vor ein paar Wochen war ich mit ein paar Fre­undin­nen nach der Arbeit zum Essen verabre­det. Ich war viel zu früh dran, trödelte durch die Stadt und traf zeit­gle­ich mit ein­er (auch dick­en) Fre­undin am Tre­ff­punkt ein. Sie war total abge­het­zt und ver­schwitzt (es war heiß, wir hat­ten 30 Grad). Ich fragte, warum sie sich so beeilt hätte, wir haben doch noch jede Menge Zeit.

„Ach, weißt Du, sagte sie, wenn ich in der Stadt unter­wegs bin, dann gehe ich immer ganz ganz schnell — nicht dass die Leute denken, die Dicke kann sich nicht richtig bewe­gen mit ihrem Gewicht.” 

Mir fiel kurz die Kinnlade runter, ich kam aber nicht dazu weit­er darauf einzuge­hen, weil wir gle­ich über andere Dinge gesprochen haben. Zu Hause hat mich das dann aber doch noch beschäftigt und ich hab darüber nachgedacht ob und was ich eigentlich so alles mache – oder gemacht habe, nur um der Gesellschaft zu gefall­en und nicht die vorherrschen­den Vorurteile zu erfüllen. Und ja, tat­säch­lich, auch ich war und bin stets bemüht, den dick­en Klis­chees entgegenzuwirken:

Diese selbsterlegten Regeln bestimm(t)en meinen Alltag:

  • Diäten. Der Druck abzunehmen war früher so groß, dass ich immer wieder unge­sunde Crash-Diäten gemacht habe. Mache ich jet­zt nicht mehr. Diäten funk­tion­ieren langfristig nicht.
  • Keine unge­sun­den Lebens­mit­tel in der Öffentlichkeit essen. Was sollen die Leute von mir denken, wenn ich in der Öffentlichkeit ein Eis esse? Ist die nicht schon fett genug? Muss die jet­zt auch noch Eis essen? Kommt immer auf meine Tages­form man — meis­tens kein Prob­lem für mich, es gibt aber auch Tage, wo ich ein­fach keine Lust auf blöde Blicke habe.
  • Am besten gar nichts in der Öffentlichkeit essen. In der U‑Bahn, auf der Straße, Park­bank etc. esse ich grund­sät­zlich sehr ungern.
essen in der öffentlichkeit
  • Früher habe ich manch­mal, wenn ich ein­ge­laden war, sog­ar zu Hause schon gegessen, damit ich dort nicht vor anderen Men­schen essen muss. Ich habe höch­stens wie ein Vögelchen gepickt, nur damit es kein Gerede gibt, wieviel ich gegessen habe. Ger­ade bei z.B. Fam­i­lien­feiern wird man ja gern mal von „besorgten“ Ver­wandten ange­sprochen, ob man eigentlich weiß, wieviel Kalo­rien das Kuchen­stück enthält, das man da ger­ade auf dem Teller hat. Heute mache ich das nicht mehr. Auch dicke Men­schen müssen essen und wer meint das kom­men­tieren zu müssen, bekommt einen Spruch zurück.
  • Möglichst keine unge­sun­den Sachen im Super­markt kaufen. Ja, ich esse ab und zu auch Chips und Schoko­lade. Aber wenn ich das im Super­markt aufs Band leg­en muss, möchte ich jedes Mal im Erd­bo­den versinken. Ich habe das Gefühl, dass die Schlangeste­her hin­ter mir sich ver­schworene Blicke zuw­er­fen, sich zunick­en und gemein­sam denken: kein Wun­der, dass die so fett ist!
  • Ich fahre sehr viel mit öffentlichen Verkehrsmit­teln. Im Bus würde ich mich niemals neben eine andere Per­son set­zen, um sie nicht mit meinem Umfang zu belästi­gen. Wenn kein Dop­pel­sitzer frei ist, ste­he ich. Und wenn ich schon sitze und jemand set­zt sich neben mich, ver­suche ich mich so schmal wie möglich zu machen und sitze dann manch­mal total verkrampft da.
plus size regeln in der öffentlichkeit
  • Ich ver­suche Sit­u­a­tio­nen zu ver­mei­den, in denen es zu pein­lichen Momenten auf­grund meines Kör­pe­rum­fangs kom­men kön­nte. Ich tax­iere zum Beispiel Stüh­le vorher ganz genau, nicht dass ich da nicht gut rein oder rauskomme. Wenn Tis­che in Restau­rants eng beieinan­der ste­hen, bitte ich meine (dünne) Begleitung, durch den Spalt zwis­chen den Tis­chen zu schlüpfen und ich nehme den vorderen Platz — nicht dass ich mit meinem aus­laden­den Hin­tern noch den Nach­bar­tisch abräume. Bars und Restau­rants mit Barhock­ern oder Hochstühlen, auf die ich mit meinen kurzen dick­en Beinen nicht gut raufkomme, mei­de ich grundsätzlich.
  • Ich ver­hülle meinen Kör­p­er. Um anderen den Anblick mein­er dick­en Ober­arme zu ers­paren, trage ich nur langärm­lige Klei­dung, auch im Som­mer. Ich liebe eigentlich Klei­der und Röcke, aber meine Beine sind deformiert, sodass ich auch das nie­man­dem zumuten will und trage nur lange Hosen. Da ich wahnsin­nig gerne schwimme und somit oft in Bädern und am Strand unter­wegs bin, muss ich natür­lich meinen Kör­p­er auch im Badeanzug zeigen. Geht ja nicht anders, dazu bin ich viel zu gern am und im Wass­er unter­wegs, das lasse ich mir nicht nehmen. Hier über­wiegt meine Freude am Wass­er und der Bewe­gung, da müssen andere dann eben durch — die Blicke halte ich aus.
  • Ich klei­de mich eher unauf­fäl­lig. Ich weiß, dass einige Fash­ion-Blog­gerin­nen da eine andere Auf­fas­sung haben: ger­ade als dicke Frau sollte man immer aufge­donnert und auf­fäl­lig aus dem Haus gehen, nur so wird man als Dicke ernst genom­men. Aber das bin nicht ich. Ich bevorzuge klas­sis­che Schnitte, gedeck­te Far­ben, wenig bis gar kein Make-up. Mir per­sön­lich ist es lieber, in der Masse „unterzuge­hen“.
  • In allem, was ich tue, ver­suche ich beson­ders gut und fleißig zu sein, damit ja nicht der Ein­druck entste­ht, ich sei eine faule Dicke. Und ich habe tat­säch­lich das Gefühl, als Dicke muss ich immer ein biss­chen bess­er sein als andere, damit ich die selbe Anerken­nung erhalte.
neon schriftzug work harder

Fazit: Meine Bedürfnisse müssen für mich im Vordergrund stehen

Wenn ich mir meine (sehr per­sön­liche und ehrliche) Liste jet­zt anschaue, bin ich ganz schön erschrock­en, was da alles zusam­mengekom­men ist. Ich bin sehr selb­st­be­wusst, gelassen, mit mir im Reinen und mache das, was mir Spaß macht — aber unterm Strich ver­biege ich mich doch noch ganz schön, um der Gesellschaft zu gefall­en. Es gibt hier also noch jede Menge Arbeit für mich.

Wie sieht es bei euch aus – gibt es etwas, das ihr mit Rück­sicht auf andere anders macht, als ihr eigentlich möchtet?

Letzte Kommentare (42)

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Uttake
Montag, 17. August 2020, 6:51 Uhr

Ach, vor ein paar Jahren war ich mal shop­pen und habe so viele schöne Klei­der, die mir sehr passend waren, nicht gekauft weil ich mir das ein­fach nicht ver­traut habe. Damals war ich der Mei­n­ung dass meine Beine, Schul­tern, Hals, Brust usw. gar nicht per­fekt sind also muss ich das alles so gut wie es möglich ver­steck­en. Auch wenn ich damals bei Größe 40 war, habe ich mich sehr dick gefühlt. Und jet­zt trage ich 48/50 und mein Klei­der­schrank ist voll der Klei­dung die ich schön finde, egal wie offen sie meinen Kör­p­er zeigt. Mein Kör­p­er möchte die Sonne und die frische Luft so genau genießen wie es ein dün­ner Kör­p­er möchte, warum dann muss ich mir den Spaß weg­nehmen? Das habe ich zum Glück irgend­wann ver­standen. Schließlich ist das Leben viel zu kurz um so zu leben wie es die anderen wollen!
Zu diesem The­ma gibt es auch ein schönes Lied “Lasse reden” von Die Ärzte:)

Mina
Samstag, 2. Februar 2019, 23:13 Uhr

Liebe Con­ny, ja es gibt so Men­schen die genau das denken als dünne Men­schen. Und dann gibt’s da Men­schen wie mich… Mir ist es egal ob dick oder dünn.. ich möchte mich mit dem Gegenüber unter­hal­ten, Spaß haben, ver­ste­hen. Mir ist es egal ob der Men­sch vor mir entstellt ist oder irgendwelche markel hat, ob er dick oder dünn ist, ob schwarz,weiß oder was weiß ich. Mir ist nur wichtig ob die Per­son fre­undlich, fair und empathisch ist. Alles andere ist mir sowas von egal. Kauf ein was du willst, iss dein Eis, trage Klei­der und Röcke. Denn es ist dein Lebens­ge­fühl und nicht das der anderen. Jed­er Men­sch ist wertvoll. Und nie­mand hat das Recht zu urteilen!

Yanis
Dienstag, 22. Januar 2019, 21:58 Uhr

Ja das ist schon ‘lustig’. Ich habe den Artikel jet­zt gle­ich gele­sen (nach­dem ich entspan­nter war durch das ‘Luft­machen’) und stelle tat­säch­lich fest, dass ich mehrere The­men als Dünne auch kenne.
Ich habe tat­säch­lich immer wieder ver­sucht möglichst viel zu essen, da mich die anderen schon ganz panisch gemacht hat­ten, dass ich ver­hungern kön­nte, lol. Was natür­lich fatal ist, also zu essen wenn man satt ist, den es kommt nur das gesamte Ver­dau­ungssys­tem — und let­ztlich der ganze Organ­is­mus samt Psy­che aus dem Gleichgewicht.
Im Super­markt frage ich mich auch manch­mal, ob die anderen denken ’na ist ja klar, dass die Dürre nur Obst und Gemüse isst, kein Wun­der wenn sie nix auf den Knochen hat’ wenn ich meine Waren auf das Band lege. Oder sie sehen dass es alles sehr gesund ist und denken ‘übertreiben kann man es auch’ weil sie sich nicht vorstellen kön­nen dass jemand das leicht und gern auswählt und ihm ein­fach schmeckt.
Wenn ich essen gehe drängt man mir gerne auch mal ‘was Gescheites zu essen’ auf, aus Sorge, ich nage zuhause nur an Salat­blät­tern. Meis­tens entschei­de jedoch noch ich, was ich bestelle, aber die Kom­mentare nerven.
Im Schwimm­bad schauen auch einige, da ich auch schon Mitte Fün­fzig bin, aber ath­letisch, etwas androg­yn und rel­a­tiv durch­trainiert. Ich merke an den Blick­en wie es im Kopf arbeit­et und ver­sucht wird, mich einzuord­nen. Warum sieht die so aus? Man merkt teil­weise, ob es anerken­nende oder abw­er­tende Gedanken sind und manch­mal wirkt es tat­säch­lich so, als wäre der Gedanke ‘das ist doch keine richtige Frau, eine richtige Frau hat Run­dun­gen und Fülle’.
Natür­lich weiß ich dass es dies­bezüglich viele Vor­lieben gibt, wie auch bei anderen The­men, wie Beruf, Kar­riere ect. Die einen wollen die anpas­sungs­fähige Mut­ter und Haus­frau, die anderen die hippe Erfolgsfrau.
Ich bekomme auch immer wieder Kom­pli­mente wegen mein­er ‘tollen Fig­ur’ aber längst nicht von allen.
Im Cafe sitze ich gern mal auf dem Stuhl mit Kissen, da es wärmer ist und mir eben jeglich­es Neo­pren fehlt und beim Schwim­men muss ich irgend­wann raus und mich aufwär­men, während die mol­li­gen Omas noch eine Stunde weit­er pad­deln und dabei plaudern.
Ich habe auch oft hören dür­fen ‘jet­zt setz dich doch mal hin’, ‘wie, du gehst jet­zt noch raus?’, ‘was, du warst so spät noch schwim­men, da brauchst du dich nicht wun­dern wenn du erkäl­tet bist’ ect. ect. wenn ich etwas sportlich­er oder bewe­gungs­freudi­ger war, als die anderen.
Und da ich mich auch ungern schminke und leg­er klei­de, bin ich für viele dann eine Karot­ten fressende Öko­tus­si, die ver­mut­lich auch nix allzu gscheites arbeit­et und ein bis­serl faul ist.
Alle Vorurteile die mir bezüglich genan­nter The­men begeg­net sind, waren eigentlich falsch. Ich bin eben nicht so und ver­suche auch, mich möglichst wenig zu ver­biegen und irgend­je­mand zu beweisen, dass seine dum­men Gedanken nicht stim­men sind.
Die Men­schen gehen gehen eben immer von dem ihnen Bekan­nten aus, insofern sagen die Urteile mehr über sie, als über mich aus.
Im all­ge­meinen habe ich da einiges Selb­st­be­wusst­sein, es ödet mich eher an, wenn ich merke wie ober­fläch­lich der eine oder andere seine Kom­mu­nika­tion ange­ht und auch gar­nicht wis­sen will, wer man ist — und dass man eben vllt ein­fach ganz anders ist.
Nun­ja, so ist das unter den Men­schen und ver­mut­lich bei vie­len anderen Eige­narten auch, wie arm, reich, schwarz, weiß, alt, jung ect. Aber oft ist mir das auch alles her­zlich wurscht, denn es gibt wichtigere The­men auf dem Planeten.
Vielfalt ist eben eine Her­aus­forderung und eigentlich Bere­icherung, entsprechend sollte man sie wertschätzen und nutzen.

Yanis
Dienstag, 22. Januar 2019, 21:06 Uhr

Ich habe den Artikel noch gar­nicht gele­sen, da ich schon auf die Über­schrift, bess­er gesagt auf das The­ma aller­gisch bin, werde das aber nach­holen. Ich habe ver­mut­lich genau das selbe, nur umgekehrt. Ich höre mir schon mein Leben lang Belei­di­gun­gen und Bew­er­tun­gen an, dass ich ange­blich zu dünn sei. Das ging als Kind los, obwohl ich ganz nor­mal und gerne gegessen habe und bei ein­er schlanken Mut­ter und großem Bewe­gungs­drang eben auch schlank bin. Momen­tan 52/168, also nichts wirk­lich Ungewöhn­lich­es, ‘es schauen auch keine Knochen raus’. Ich schätze ganz ein­fach mal, mit dem Fin­ger auf Leute zeigen, ist eine der Lieblings­beschäf­ti­gun­gen der Men­schheit. Man set­zt sich dabei inner­halb Sekun­den­schnelle eine oder mehrere Ebe­nen höher und lenkt von sich sel­ber ab.
Seid froh wenn ihr mol­lig sein, schlank ist auch nicht unbe­d­ingt bess­er. Man friert mehr und Män­ner mögen auch Pfunde, habe ich knall­hart merken müssen. Sor­ry viel­mals für die Coleur meines Textes, es musste ein­fach mal raus. 🙂

Katharina
Sonntag, 30. Dezember 2018, 11:41 Uhr

Inter­es­san­ter Artikel.
Es tut mir sehr leid für die Autorin und allen anderen die sich dabei ange­sprochen fühlen, dass sie sich so unwohl in ihrer Haut fühlen und sich so ver­biegen müssen.
Ich bin sel­ber sehr dick und bin froh darüber ein aus­geprägtes selb­st­be­wusst­sein zu haben. Mir ist es so was von egal ob jemand es nicht passt wenn ich mit Badeanzug am Strand liege und mein Eis dabei Schlecke. Oder ob jemand denkt ich esse nur unge­sunde Sachen und bin nicht sportlich.
Was inter­essiert es mich was ein fremder auf der Straße über mich denkt. Der sieht mich doch eh nie wieder und hat mich inner­halb ein­er Minute vergessen.
Und wenn ich mehr esse bei Fre­un­den oder der Fam­i­lie , dann sollen die Gast­ge­ber sich doch freuen, dass es mir schmeckt und wer mich dabei tadelt ist doch kein Fre­und, da er mich nicht so akzep­tiert wie ich bin und dann brauche ich auch keinen Umgang mit ihm.
Ich bitte nun also alle die sich bei diesem Artikel ange­sprochen fühlen darüber aufzuhören anderen zu gefall­en und krampfhaft zu ver­suchen der Gesellschaft es Recht zu machen. Lebt euer Leben so wie es euch gefällt , genießt alles was euch gut tut und gebt euch nicht mit Idioten ab, die euch verurteilen. Seid glücklich!!!

Gabby
Donnerstag, 27. Dezember 2018, 23:22 Uhr

Bus­si links, Bus­si rechts.
Hier ist meine Diät-Vita in Stichpunkten:
Eltern: ungarische Flüchtlinge, die den Deutschen zeigen mussten, dass sie ihr Kind zu ernähren in der Lage waren – Pflicht­por­tio­nen über 15 Leben­s­jahre und eine Crashdiät, nach­dem ich mir erlaubt habe, dage­gen aufzubegehren und den Satz „Dann mach doch, was du willst!“ erntete.
Nach wochen­langem Genuss von auss­chließlich Wass­er und täglichen 20-km-Fußmärschen völ­liger Zusam­men­bruch des Stof­fwech­sels. Ide­al­gewicht mit Neben­wirkun­gen. Nach zwei­jähriger Ther­a­pie fünf Kilo zu viel. Nach Fotorückschau sah ich gut aus, aber ich fühlte mich FETT.
Diät. Diät. Diät. Begleit­et von lebens­ge­fährlichen Mega­heels (um die anzuziehen, brauchte ich eine Berg­steig­er­aus­rüs­tung — aber die Beine wirk­ten länger), pobe­deck­enden und kaschieren­den Hängerchen, merk­würdi­ger­weise trotz­dem Erfolg bei Män­nern habend, kon­nte ich nicht wahrhaben, dass die mich lieben kön­nten, denn ich war ja FETT. Wer weiß, was die von mir wollten.
Schließlich Ehe­mann. Der heiratete mich „trotz­dem“. OK, das kon­nte ich wenig­stens glauben. Kind bekom­men. Gewicht­szu­nahme 20 kg. Crashdiät + 450 Situps täglich. Anfangs kon­nte ich vor Muskelkater nicht aufrecht ste­hen. Danach war ich optisch einiger­maßen schlank. Aber nie schlank genug. (Wenn ich aus heutiger Sicht das dama­ligel Gewicht haben kön­nte, würde ich Deutsch­land eine Runde Frei­bier spendieren!)
Die Ehe crashte. Gewicht­szu­nahme 20 kg. Crashdiät aus orthopädis­chen Gründen.
Mein Leben crashte. Gewicht­szu­nahme 45 kg. Danach war ich Ü100 und kämpfte immer noch. Habe beschlossen, nicht mehr ele­gant oder gar sexy zu sein, son­dern ein Typ zu wer­den. Lagen­look. Kein Danc­ing, kein Aus­ge­hen, keine Unternehmungen und erst recht keine Män­ner, obwohl es da erstaunlicher­weise Inter­essen­ten gegeben hätte, die mich von der Straße weg genom­men hät­ten. Offen­bar gibt es Geschmacksverirrte.
Inzwis­chen großes STOPP. Ich esse mor­gens und mit­tags wenig, weil ich wenig Hunger habe, abends esse ich deut­lich mehr. OK, Chips und Scho­ki mochte ich noch nie, aber Wein. Trinke allabendlich ein Glas dunkel­roten, staub­trock­e­nen, während ich meinen Tag Revue passieren lasse (eine neue super Ange­wohn­heit, da fällt einem immer wieder auf, wie tapfer man sich geschla­gen hat und wieviel Schönes es gab). Bin inzwis­chen ein Typ, passe in keinen Büroall­t­ag mit all den maus­grauen Blaz­erchen. Passe aber nach zwei Jahren wieder in eine Hose, die ich vorher nicht über den Hin­tern brachte. Ich bekomme sie sog­ar zu. Gehe zu Sil­vester aus. Ohne beson­deres Out­fit. Aber wer sagt, wie groß der erste Schritt sein muss? Habe Waf­fen­still­stand mit meinem Gewicht geschlossen, will es immer noch weghaben. Aber nicht mehr um jeden Preis. Ich wiege mich nie wieder.
Was lernte ich aus all­dem? Manche mögen mich wegen mein­er Pfunde. Weit mehr mögen mich, weil ich bin, wie ich bin. Diejeni­gen, die mich nicht mögen, mocht­en mich in schlankeren Zeit­en auch nicht. Bei Dick­en ist der Weg der inneren Schön­heit nach außen nur länger, aber möglich. Das ist der einzige Sport, den Dicke wirk­lich machen soll­ten: Ihr Inneres nach außen zu kat­a­pul­tieren. Und nach der Regel von Mari­ka Rökk leben (ken­nt die heute noch jemand?): Nicht fressen son­dern essen, nicht saufen son­dern trinken, nicht schuften son­dern arbeit­en. Ich hab euch lieb, Ihr Dick­en und Dün­nen <3

Stella
Sonntag, 23. Dezember 2018, 23:30 Uhr

Liebe Con­ny, in den meis­ten Din­gen erkenne ich mich schon dur­chaus wieder, nur beim The­ma Mode nicht. Ich trage was mir gefällt, am lieb­sten Rock­a­bil­ly Klei­dung. Und das ist gut so, jede Frau sollte tra­gen was ihr gefällt.

Elli
Donnerstag, 20. Dezember 2018, 23:39 Uhr

Hal­lo,

Du hast mir aus der Seele gesprochen. Ich füh­le mich beson­ders erniedrigt wenn ich bei jeman­dem zum Essen ein­ge­laden bin und die Gast­ge­berin allen große Por­tio­nen auf­schep­pt und mir ger­ade eine Hand­voll. Nicht nur das ich dann so ein Hunger habe son­dern die Scham und Erniedri­gung die ich ver­spüre. Aber da hört es nicht auf, alle wer­den gefragt ob sie Nach­schlag möcht­en, ich selb­stver­ständlich nicht. Und das alle dann auch Dessert bekom­men und ich nicht gibt mir den Rest. Ich frage mich warum ich ein­ge­laden werde. Ich nehme seit einiger Zeit keine Ein­ladun­gen mehr an, das tue ich mir nicht mehr an. Ist das einem von Euch auch schon mal passiert und was habt ihr gemacht?

Tippse
Mittwoch, 19. Dezember 2018, 21:52 Uhr

Hal­lole

Erin­nerun­gen ohne Ende, ich habe mich so wieder erkan­nt. 40 Jahre habe ich eine Diät nach der anderen gemacht und mich genau so gefühlt, wie du es beschrieben hast. Jet­zt habe ich durch eis­erne Diszi­plin ein akzept­a­bles Gewicht und achte mehr oder weniger gut darauf es auch zu hal­ten (Wei­h­nachts­ge­bäck kann ich nicht wiederstehen).
Wenn ich jeman­den sehe, der oder die kor­pu­len­ter ist, kommt mir oft der Gedanke, nein, das will ich nicht mehr. Eben wegen dieser Verurteilung durch Blicke oder dum­men Sprüchen.
Mein Selb­st­be­wusst­sein ist nicht größer gewor­den durch mein gerin­geres Gewicht, schön­er bin ich auch nicht gewor­den — zu viel hän­gende Haut. 

Bleibt so wie ihr euch gut fühlt, lebt nicht das was andere gut find­en. Irgend­je­mand hat ohne­hin immer was zum Meck­ern und Maulen. Bleibt Euch treu. LG von der Tippse

Pamela Alt
Samstag, 15. Dezember 2018, 23:07 Uhr

Hal­lo Conny!
Ich kann dich nicht verstehen,dass du dich versteckst.Ich dachte immer für Klei­der bin ich zu fett.Aber in diesem heißen Som­mer habe ich es nicht ohne Kleid im Büro ausgehalten.Und jed­er fragte mich,warum ich nie früher welche getra­gen habe.Auch ich habe dicke Waden.Aber lange Klei­der kaschieren super.Sogar einen Rock habe ich gekauft.
Und bitte kaufe im Super­markt was du möcht­est und esse in Restau­rant s was du ger­ade magst und esse bei Ein­ladun­gen auch normal.Jeder ist berechtigt zu tun was er möchte.Auch Dicke!!!.Auch Dicke Frauen kön­nen attrak­tiv sein.Es gibt sog­ar Män­ner die nur kräftige Frauen bevorzugen.
Liebe Grüße Pamela

Hannah
Dienstag, 11. Dezember 2018, 20:02 Uhr

Hal­lo liebe Conny, 

Ich wüsste gerne, warum dieser Artikel über das „Dick-sein“ außgerech­net mit Bildern von (sehr) schlanken Mod­els (ins­beson­dere das dritte Bild) illus­tri­ert ist?
Mich würde inter­essierten, ob es einen bes­timmten Grund hat. 

Liebe Grüße,
Hannah

    Kathrin
    Mittwoch, 12. Dezember 2018, 10:53 Uhr

    Liebe Han­nah,

    das hat keinen bes­timmten Grund und war auch keine Absicht — da haben wir ein­fach nicht gut aufgepasst.
    Du hast auf jeden Fall Recht, danke für den Hin­weis! Darauf wer­den wir ab jet­zt ver­stärkt achten.

    Liebe Grüße,
    dein Soulfully-Team

Conny
Sonntag, 9. Dezember 2018, 20:17 Uhr

Hi Con­ny
Ich heisse auch so😉. Bin lei­der seit langem, nach 2 Schwanger­schaften, sehr dick. Und ich kann das nur genau­so bestäti­gen. Ich tanze sog­ar in ein­er Faschings­ge­sellschaft in der alten Gruppe, bin schon 45, show­tanz. Aber das Leben ist extrem schwierig als dicke. Lei­der nicht so ein­fach zu sagen sch.… drauf

Zauberstern
Sonntag, 9. Dezember 2018, 13:02 Uhr

Hal­loo. Die Regeln sind auch so meine Regeln wenn’s ums Essen geht. … Baden gehe ich nicht mehr weil das mit mein­er Blase kom­pliziert ist. Beim Anklei­den, naja, meis­tens langärmelig, far­big, dezent mit Überkleid. Meine Gewicht schwankt sehr wegen der Medika­mente. Aber allerd­ings gehe ich auch nur zum Einkauf raus wegen mein­er Blase. Es gibt sel­ten Toi­let­ten wenn ich sie brauche. Wenn ich andere “dicke” Men­schen sehe gucke ich oft trau­rig “hin­ter­her”. Ich esse veg­an. Ob nun der Einkauf­swa­gen der Anderen nicht dem meines eige­nen entspricht ist mir nur halb­wegs egal. … Ich weiß ja nicht des anderen Sor­gen. Vielle­icht muss der oder die auch irgendwelche Medika­mente nehmen. Es macht mich trau­rig was da oft bei Anderen drin liegt. Vielle­icht liegt es ja auch echt am weni­gen Geld warum sich andere so ernähren. Es tut mir den­noch irgend­wie leid. …

Pinats
Sonntag, 9. Dezember 2018, 1:32 Uhr

Hal­lo Conny,
keine Ahnung wie ich auf dieser Seite gelandet bin, aber egal, sehr guter laut­los unauf­fäl­liger Artikel.
Habe so 10 Min. drüber nachgedacht, erstaunlich das es Anderen nicht anders geht aber wie gut wir Alle am Spie­len sind.
Ja, die an der Kasse fall­en mir auch auf, neuerd­ings aber auch, weil es mich selb­st stört, durch meine Krankheit, die ich mir zuge­zo­gen habe durch das Frustfressen.
Nun egal, auf jeden Fall guck­en sie nicht noch ein­mal und auch keinen Anderen mehr an, nach dem ich mit denen kurz fer­tig bin. ( bin da halt nicht lautlos)
Diät kenne ich nicht, möchte ich nicht, bringt auch nix; man sehe sich nur um.
Mit dem Schwim­men kann ich seeehr gut nachvollziehen.
Ich war soooo abgen­ervt mit diesen Badeanzü­gen, weil ich mir fast eine Niere­nentzün­dung zuge­zo­gen habe. Gle­ich alles in den Müll und Biki­nis her, ja genau was soll das, ist freier und meine Haut braucht auch Sonne am Ret­tungsring😉 Ich habe auch diese Dinger nur getra­gen weil der Bauch son­st schwabbelt mich selb­st gestört hat.
Wer ist diese Gesell schaft eigentlich. Schau dich mal um. Ihretwe­gen mache ich NICHTS. Klar ist die Hal­tung etwas aggres­siv, aber was sind das bitte für Men­schen die denken über mich urteilen zu dürfen!
Dementsprechend sorge ich dafür dass Sie beim Anblick eines fet­ten Men­schens sich das mehrmals über­legen wie sie reagieren. A
Lächer­lich zum quitschen sehe ich auch diese bun­ten Damen die durch die Gegend rudern.
Ne ne ne ich muss mich wed­er kriegs­be­malen noch mir n Tur­bo an den A… binden, noch muss ich auf mein Eis und Chips verzicht­en, setz mich auch ganz gemütlich auf ne bank und ver­drück mein cur­ry mit pommes, und natür­lich set­ze ich mich im Bus hin, auf diese Gesell schaft kann ich blind verzicht­en. Arbeit­skol­le­gen: kein Prob­lem jed­er aus­nahm­s­los hat ein viel Größeres mitzuschlep­pen als ich auch wenn unsicht­bar😜 wird halt kurz heiss serviert, gut ist.
Meine Sachen sind ein­fach schlicht und bequem und ich fühl mich wohl wenn ich vorm Spiegel ste­he und mich damit bewege, fer­tig aus. So war ich mit Gr. 36 nicht anders heute mit Gr. 46 genauso.
Egal sind mir diese Dep­pen nicht, es wäre nicht ganz ehrlich so sich selb­st zu betäuben, für mich sind es niedrige Zellen gegen die ich immer vorge­he, egal aus welchem Grund. Man kann nicht aus dem Haus gehen und sich das Übel aneignen und zurecht biegen andere Men­schen schlecht zu behan­deln um sich selb­st ok zu nen­nen. (Diese Scheiss ich bin Ok. Gesellschaft) nix ist oke.
Nur!
Wenn die Gesund­heit knackst, ist es ein ganz Anderes.
Also Mädels bitte achtet aufs Gewicht.
Die Gesellschaft ist nicht da, wenn ihr krank werdet und hil­fe braucht. Nur ihr allein mit eurem Verursacher.
Liebe fette Grüße

holzwurm
Dienstag, 27. November 2018, 0:24 Uhr

Liebe Con­ny, ich war früher ein absoluter “Spaghet­ti”, bei 185 habe ich mal nur 48 kg gewogen. Heute bin ich nach mehreren Unfällen und OPs bei 117 kg, habe aber eine liebe Frau, die mich so akzep­tiert wie ich bin, solange ich gesund bleibe und mich wohlfüh­le. Zu Hause trage ich am lieb­sten bequeme Sachen, die mich nicht einen­gen, am aller­lieb­sten lange Röcke, die mein­er Mei­n­ung nach zu Unrecht nicht von Män­nern getra­gen wer­den “dür­fen”!!! Frauen tra­gen schließlich auch Hosen und Anzüge! Und die Frauen, denen ich so begeg­ne, find­en es immer ziem­lich cool. Selb­st einige Män­ner in der Nach­barschaft haben sich dran gewöh­nt. Jed­er soll so leben, wie er sich wohlfühlt. PS.: Von den Men­schen, die man liebt, kann es nie genug geben!

h.s.
Freitag, 23. November 2018, 11:17 Uhr

Auch mir ist das oben Beschriebene selb­st sehr all­ge­gen­wär­tig. Aber ich genieße mein Leben und trage was ich will, seit mir fol­gen­des klar gewor­den ist.

Das klingt jet­zt vielle­icht hart, aber: Wenn ihr dick seid, seid ihr eben dick! Das SIEHT man, und das meine ich jet­zt pos­i­tiv: Die Leute wis­sen doch sowieso, dass ihr dick seid, dann braucht ihr doch keine lan­gen Ärmel und Hosen anziehen — Eure Form sieht man doch trotz­dem… es ist ja nicht so, dass ihr eure Hose auszieht und plöt­zlich 50kg mehr wiegt … 

Darum: Scheißt doch drauf, zieht an was ihr wollt — die Tat­sachen ändern sich wed­er in der einen oder anderen Richtung 🙂

Saphira104
Freitag, 2. November 2018, 16:12 Uhr

Ich bin auch extrem wichtig doch ich ziehe im Som­mer kurze sachen an auch ein rock. Es kommt drauf an wie man durch das Leben geht. Nimmt man eine ger­ade­hal­tung ein den kopf leicht hoch und lächelt ver­wirrt man anderere leute. Die Hal­tung sagt viel aus so als Tipp

Souljam
Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19:40 Uhr

Oh ja!
Auch ich verkneife mir Eis und Torte in der Öffentlichkeit! Bedecke meine Arme selb­st bei über 39* im Schat­ten, die Klei­der und Röcke sind immer boden­lang, die Jeans weit.…. egal ob Som­mer oder Winter!

Wie sehr ich mir doch gefall­en lasse, dass andere Men­schen mich auss­chließlich über mein Äußeres beurteilen …: wie sehr es am Selb­st­wert kratzt, wenn man glaubt sich immerzu in Zel­ten ver­steck­en zu müssen.…
.…: die Blicke von Kalo­rien zäh­len­den Nor­mal­be­wichti­gen: Abw­er­tend und bemitlei­dend .… wenn’s ganz arg kommt sog­ar angeekelt.…😔😭

Neulich erzählte mir eine Kol­le­gin ( Klei­der­größe 36), dass ihr Fre­und sie mit „so ein­er wie mir“ bet­ro­gen hätte , und nun zu ihr zurück gekrochen wäre.… sie würde ihn noch lieben, könne sich aber niemals mehr von ihm anfassen lassen, der er hätte „ so eine wie mich“ in den Hän­den gehabt.…😱😱😱
Das Schlimme ist, SIE wollte mir gar nicht weh tun, son­dern sich nur über den Betrug des Fre­un­des auslassen!
IST DAS ZU GLAUBEN?!?!
Um der­art gefüh­l­los und dick­fel­lig zu sein, braucht es offen­sichtlich nicht 50 kg zu viel! DAS schafft Frau auch mit zarter Klei­der­größe 36!!!
😱😭😱

Nobody
Montag, 8. Oktober 2018, 22:23 Uhr

Seelenverwand,würde ich Deinen Text nennen.Verbiege mich ständig und merke es jet­zt erst.Immer wohlmeinende Hinweise,die mich total treffen.Dann finde ich Entschuldigun­gen ‚weil ich dick bin.Warum bloss?Es wäre schön ‚ein ehrlich­es Kom­pli­ment zu bekommen,weil ich bin wie ich bin.

Chrissi
Mittwoch, 3. Oktober 2018, 0:24 Uhr

Man kön­nte denken du schreib­st aus meinem Leben . Passt zu 100 Prozent. Doch auch Ich finde es schade das wir uns so ver­hal­ten . Wir sind auch Men­schen und müssen nie­mand etwas recht machen !Wir wollen auch Leben und Spaß haben wir jed­er andere auch . Denke wir müssen selb­st­be­wusster wer­den. Wir sind wie wir sind .

Tessa
Dienstag, 2. Oktober 2018, 23:25 Uhr

Puu­uh­hh, Tre­f­fer versenkt!
Als hättest Du die ganze Zeit meines Lebens neben mir ges­tanden und alles notiert.
Meine erste Diät habe ich mit 9 Jahren machen müssen (Schu­larzt und Kinder­arzt), aber im Laufe der Zeit immer wieder zugelegt. Mehr als 40 Jahre dauert meine Diätkar­riere, Jojo-Effekt ist mein zweit­er Vorname.
In gewiss­er Hin­sicht habe ich mich freigekämpft und trage dur­chaus gerne auf­fäl­lige Klei­dung und eine ver­rück­te Haar­farbe. Die Men­schen star­ren mich doch sowieso an, dann bekom­men sie eben einen Grund mit mein­er aus­ge­flippten Art. Der Weg dahin war schw­er und auch heute ertappe ich mich oft genug dabei, dass ich mich zu sehr den Wün­schen der anderen unterordne. Aber let­zten Endes habe ich Fre­unde gefun­den, die mich ein­fach so nehmen wie ich bin, das tut gut. Nur bei der Part­ner­suche bin ich noch sehr mis­strauisch, kann mir schlecht vorstellen, dass mich jemand so will wie ich bin. Wahrschein­lich bin ich ein­fach zu oft abgelehnt, vereimert und/ oder ver­let­zt worden.
Trotz­dem: ich gebe nicht auf! Wer uns Dicke nicht so nimmt wie wir sind, der hat uns auch nicht ver­di­ent und ver­passt eine ganze Menge Liebenswürdigkeit, Intel­li­genz, Humor und Spass…

Helene
Dienstag, 2. Oktober 2018, 21:24 Uhr

Ich habe mein Leben lang mit meinem Gewicht gekämpft. Als junge Frau kon­nte ich mein Gewicht noch rel­a­tiv gut hal­ten, allerd­ings bestanden meine „Mahlzeit­en” oft aus einem Kaf­fee und ein­er Zigarette. Zwanzig Jahre, drei Kindern und zig Diäten später habe ich es aufgegeben einem Ziel hin­ter­her zu hecheln, das ich nicht erre­ichen kann. Men­schen sind ver­schieden, so ist das neun­mal. Aus einem Haflinger wird keine Araber­stute. Zufrieden bin ich mit mein­er Fig­ur nicht wirk­lich und auch ich kenne all die Tak­tiken, die man als beleibter Men­sch anwen­det. Ich bin mir den­noch sich­er, dass ich heute ein gesün­deres Leben führe als früher. Ich esse vernün­ftig, ich bewege mich, ich lebe. Charis­ma ist nicht abhängig vom Gewicht, son­dern von ein­er pos­i­tiv­en Ausstrahlung. Das muss ich mir allerd­ings auch immer wieder selb­st vor Augen führen.

Möchtegerntraumfrau
Samstag, 29. September 2018, 10:34 Uhr

Hal­lo. Du sprichst mir aus der Seele. Alles ist genau wie du es schreib­st. Auss­er das ich auch gerne schwimme aber niemals gehe wegen der Blicke der anderen. Habe im Som­mer ein neues Kniege­lenk bekom­men und selb­st da wurde man von manchen Ärzten wie ein Men­sch 2. Klasse behan­delt. Ich verzichte seid meinem 7. Leben­s­jahr und renne meinem Traum von ein­er Selb­st­be­wussten schö­nen Frau hin­ter­her. Jet­zt mit fast 51 lasse ich so langsam die Flügel hän­gen. Man ist es leid immer auf sein äußeres reduziert zu werden.

Mera
Montag, 24. September 2018, 23:16 Uhr

Hal­lo Conny 

Ich finde es beruhi­gend und erschreck­end zugle­ich das ich mich in all diesen Punk­ten wieder finde…

Ich hab schon x Diäten ver­sucht und immer wieder kam nach der Zeit der innere Schweine­hund zurück und so bin und bleibe ich eine Pummelfee ^-^

Es ist als ob das ganze ein Codex für Dicke sei und wehe man hält sich nicht daran, dann wird man mit den bösen Blick­en daran erinnert.

Ich dachte immer ich sei Selb­st­be­wusst genug um über der Mei­n­ung ander­er zu ste­hen und doch ver­stecke ich mich, um bloß nicht neg­a­tiv aufzufallen.

Ich danke dir für deinen offe­nen Text, er zeigt mir das ich nicht allein mit solchen Denkweisen bin und macht mir Mut etwas dage­gen zu unternehmen!

Felicitas
Freitag, 31. August 2018, 23:49 Uhr

Ich bin dick, und? Ich habe nicht vor gesund zu ster­ben und mir ver­schiedene Genüsse ent­ge­hen zu lassen. Ja vielle­icht sterbe ich früher, vielle­icht. Eventuell werde ich aber auch steinalt und sitze als Oma mit Pommes und Mayo da und schau mir die dün­nen mit Ihren Salat­blät­tern an. Mir geht es gut, auch wenn ich jet­zt schon ein ges­tandenes Alter erre­icht habe. Ich bin so gelenkig das ich meinen Kindern zeigen kann wie die Hände im Ste­hen auf den Boden kom­men und sie nur blöd aus der Wäsche schauen. Andere Men­schen leben nicht mein Leben und ich muss nicht schlank sein um anderen zu gefall­en. Ich gefalle mir so wie ich bin. Dick, rund und kugelig. Diszi­plin habe ich in anderen Bere­ichen die nichts mit essen und Train­ing zu tun haben, das ist mir wichtiger.

Babayaga
Mittwoch, 29. August 2018, 10:31 Uhr

@Tom: Ratschläge sind auch Schläge, lass es sein. Von Män­nern habe ich es immer wieder gehört, dass Diszi­plin reicht. Frauen scheinen anders zu funk­tion­ieren. Meine Ärztin sagte mir mal, viele Dicke essen ganz, ganz wenig. Ich hab Phasen gehabt, wo ich aus Stress­grün­den über viele Wochen täglich kaum 500 kcal zu mir genom­men habe. Mein Gewicht hat das nicht die Bohne inter­essiert. — Danke für den schö­nen Artikel. Mit „nur“ 15 kg zuviel finde ich mich trotz­dem in einigem wieder. Es ist doch furcht­bar. In anderen Kul­turen wer­den Dicke beson­ders hoch ange­se­hen, und wir machen uns das Leben so schwer.

Mona
Sonntag, 26. August 2018, 0:25 Uhr

Jepp, stimmt alles. Inzwis­chen ste­he ich meist über einigem drüber, je nach Tages­form, aber im Prinzip kann ich da alles unterschreiben.

Und natür­lich sind in den Kom­mentaren u.a. auch Vertreter von “Dicke haben keine Diszi­plin” und “also *ich* steh drauf” und — mein Favorit — “hier sind unaufge­fordert aufge­drängte Tipps” vertreten.

Tom
Freitag, 24. August 2018, 1:46 Uhr

Ich per­sön­lich bin schlank, aber nur durch Diszi­plin. Nicht jed­er kann das, aber am Ende hat man es meis­tens (bis auf wenige Aus­nah­men, die wirk­lich krank sind) selb­st in der Hand.
Die Entschei­dung trifft jed­er selb­st, mit den Kon­se­quen­zen muss man aber dann auch leben. Bei 10 Kilo würde ich nichts sagen, bei 40 Kilo muss man dann aber schon von einem ern­sten Prob­lem reden…

Werner
Freitag, 24. August 2018, 0:59 Uhr

Hal­lo Conny,

zu mir: Ich mag Frauen, die weib­lich ausse­hen. Ich kann mit Mod­el-Typen nichts anfan­gen. Mein Leben lang habe ich das unter­drückt. Aber nun habe ich dieses Tabu ein­fach weggeworfen.
Ich brauche die schwellen­den Schenkel, Arme und Brüste. Und der Bauch ist erst recht ein hochero­tis­ches Detail. Und der Po erst.…..
Ich glaube, dass sehr viele Män­ner so drauf sind wie ich. Aber sie lassen sich von den Modedik­ta­toren unterdrücken.

Der einzige Maßstab, den fül­l­lige Frauen gel­ten lassen soll­ten, ist ihr eigenes Wohlbefind­en. Und das bemißt sich nicht daran, dass sie tat­säch­lich bei 30 Grad in der Stadt mal ins Schwitzen kom­men. Nein, ich rede von anderen Fak­ten wie Atem­not, Bluthochdruck etc. etc. Also rein medi­zinis­che Kriterien.

Schon Cae­sar sagte: “Laßt Dicke um mich sein”. Weil er sich selb­st an seinen Spruch nicht gehal­ten hat, wurde er ermordet. Dicke sind ein­fach sym­pa­thisch, weniger exaltiert.

Jutta
Donnerstag, 23. August 2018, 4:43 Uhr

Also, ich bin nicht mehr die jüng­ste und mit Klei­der­größe 42/44 rel­a­tiv nor­mal, ganz gut verteilt. Warum ich schreibe ist, ich habe immer den Ein­druck, das Ihr Dick­eren nicht auf Euer Sät­ti­gungs­ge­fühl hört oder keins habt? Ich kann nur jed­er rat­en, nicht ver­steck­en son­dern raus­ge­hen, bewe­gen. Son­st wird der Kreis­lauf von zu viel essen und zu wenig Bewe­gung immer größer. Man sollte sich aber auch Lim­its set­zen. Zum Früh­stück 1 bis 2 Brötchen oder Schnit­ten soll­ten reichen, Mit­tag am besten eine richtige Mahlzeit und wenn man Hunger hat, auch Mal was zwis­chen­durch. Man sollte sich nicht alles ver­bi­eten, das macht nur gierig. Esst das, worauf Ihr Appetit habt aber auch Gesun­des, und auf seinen Kör­p­er hören, da habt Ihr ne Menge gewonnen.

T.B.
Dienstag, 21. August 2018, 23:25 Uhr

hal­lo.
ich habe mich total wieder gefun­den, in deinen regeln. nur eine habe ich noch mehr. ich achte pein­lich genau darauf nicht nach schweiß zu riechen. um das klis­chee der stink­enden dick­en nicht zu erfllen.

Bergerin
Dienstag, 21. August 2018, 0:44 Uhr

Hal­lo,
Diese Ganzen Ver­hal­tensweisen kom­men mir total bekan­nt vor.
Früher war ich sehr sehr dick und habe mich ähn­lich verhalten.
Ich war immer sehr organ­isiert um auf gewisse Sit­u­a­tio­nen vor­bere­it­et zu sein.
Vor eini­gen Jahren hab ich dann abgenom­men und ein Schlüs­sel­er­leb­nis gehabt:
Mein Kol­lege und ich gin­gen in der Mit­tagspause eine Runde durch die Stadt. Vor einem Schnell­restau­rant saß eine recht kräftige Frau und aß. Mein Kol­lege meinte beiläu­fig “ob die aber unbe­d­ingt nen Burg­er essen sollte… ”
Daraufhin traf es mich wie ein Blitz und ich sagte “wenn sie dort sitzen und einen Salat essen würde, würdest du sagen “die soll mal nicht so tun als ob sie nur Salat isst”. Wie sie es macht, ist es falsch.”
Er war erst erstaunt und sagte dann nur “stimmt”.
Wir haben dann schnell das The­ma gewech­selt aber diese Sit­u­a­tion hat mich nie mehr losgelassen.
Heute ver­suche ich nicht mehr vorherzuse­hen wer was denkt. Denn wer etwas denken will, wird es auch tun und etwas finden.
Das klappt nicht immer aber ich bin bedeu­tend freier als früher.
Ganz werde ich diesen antrainierten Schutz wohl nie ablegen.
Denn egal was die Waage sagt; im Herzen bleib ich immer das dicke Mäd­chen von früher.

Astrid Horowski-Popp
Montag, 20. August 2018, 15:31 Uhr

Hal­lo, toll wie du mir aus der Seele schreib­st. Mir geht es genau so wie du es schreib­st. Früher, als Kind war ich ´mal dünn, habe viel und gerne Sport getrieben, unter Anderem: aktiv Hand­ball. Doch dann wurde ich krank, ständig im Kranken­haus, viele Medika­mente (darunter hochdosiert Cor­ti­son). Mit den Jahren nahm ich immer mehr zu, na ja, dann ging gar nichts mehr. Nach jed­er Diät nahm ich noch mehr zu und heute? tja, nichts passt mehr, man möchte sich am lieb­sten ein­schliessen und nir­gend wo mehr hin.

Gitta M
Montag, 20. August 2018, 11:32 Uhr

🤔…ab wann ist man/frau dick??ich war in jun­gen Jahren sportlich 1,73m/68kg ‚fand ich “nor­mal” ‚heute wiege ich bedeu­tend mehr, aber deshalb bin ich kein ander­er Men­sch. Ich arbeite als Schlosserin und ver­füge über genug Selb­st­be­wusst­sein, deshalb ist es mir auch ziem­lich egal, was andere Men­schen über mich denken. Ich klei­de mich, wo mir ger­ade der Sinn nach ste­ht. In let­zter Zeit liebe ich Latzröcke in Jeans und Cord,und wenn mir dan­nach ist auch mit Ringelpul­li oder bun­ten Far­ben. Man sollte das machen,was einem gefällt und nicht das,was anderen gefall­en könnte.

Pam
Sonntag, 12. August 2018, 15:05 Uhr

Danke für deine ehrlichen Worte.
Du sprichst mir so was von aus der Seele. Warum machen wir das? Warum ver­steck­en wir uns noch?
Auf der einen Seite macht es mich sehr betrof­fen, auf der anderen Seite sehr wütend.
Wir Dick­en, die hier und da ein Prob­lem­chen mit sich haben, wer­den immer angreif­bar bleiben. Bis zu dem Zeit­punkt wo man die Entschei­dung zu sich trifft und nicht zur Menge.
Nochmals vie­len her­zlichen Dank für deine Zeilen. Sie haben mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin.

Yvette
Freitag, 10. August 2018, 21:27 Uhr

Wun­der­bar geschrieben. Das kön­nte ich sein. Ich wusste gar nicht, dass ich mich bei so vie­len Din­gen ver­biege. Aber es tut gut, dass man nicht die einzige „Doofe“ ist 🙂

Kerstin
Freitag, 10. August 2018, 16:56 Uhr

Dazu kann ich was bericht­en! Ich bin Lehrerin und habe für Niko­laus für alle meine 60 Schüler einen kleinen Schokoniko­laus gekauft! Als die auf dem Band lagen, haben mich alle tax­iert von wegen: jet­zt frisst die das noch!
Ich meinte dann: „genau, ich gehe jet­zt heim und hau mir 60 Nikoläuse rein, das wird ein Fest!“ die Kassiererin (die schein­bar einzig schlaue) musste lachen und meinte: „die kaufen Sie doch für Schüler oder so!“ das schlimme ist eben: die Leute haben so krasse Vorstel­lun­gen davon, was dicke so machen den ganzen Tag, dass sie sich in sowas bestätigt sehen!!!

Conny
Donnerstag, 9. August 2018, 10:10 Uhr

Ihr Lieben, vie­len Dank für Eure Kommentare!

Ich habe, bevor ich hier anf­ing zu schreiben, lange über­legt, ob ich hier so viel von mir preis­geben will. Aber das viele tolle Feed­back, dass ich von Euch bekomme, bestärkt mich, die richtige Entschei­dung getrof­fen zu haben. Es hil­ft manch­mal schon, ein­fach zu wis­sen, dass man nicht die einzige ist, die dieses oder jenes Prob­lem hat. Oder dass es auch noch andere gibt, die sich genau­so bek­loppt ver­hal­ten wie ich. 😉 Es ist schön, dass wir uns gegen­seit­ig unter­stützen, Mut machen und Tipps geben kön­nen. Liebe Zaunköni­gin, das mit den Maxik­lei­dern werde ich mal über­denken. Und danke dafür, dass Du Deine Erleb­nisse mit uns teils — wir scheinen viele Gemein­samkeit­en zu haben!

Mimiwi
Mittwoch, 8. August 2018, 21:24 Uhr

Mir ging es genau so. Ich habe der­maßen gelit­ten das ich mir vor einem Jahr einen Magen­bay­pass habe machen lassen. Ich kon­nte so nicht weit­er leben. 😢

Steffi
Mittwoch, 8. August 2018, 19:55 Uhr

Liebe Con­ny. Genau­so ver­halte ich mich leider!

Zaunkoenigin
Montag, 6. August 2018, 17:29 Uhr

Hal­lo Conny,
ich mag Deine Beiträge … beson­ders, weil Du vor nichts zurück schreckst ;-). Auch wenn das kein Diskus­sions­fo­rum ist, Dein Beitrag reizt mich, so dass ich etwas länger schreiben werde. Es sind ein­fach zu viele gute Gedanken dabei.
Das was Du hier aktuell for­muliert hast, das gibt man, am wenig­sten vor sich selb­st, gerne zu. Aber ja, diese Gedanken kenne ich auch. Zumin­d­est so ähn­lich. Allerd­ings begleit­en mich diese Über­legun­gen schon viel länger als meine große Klei­der­größe. Das fing schon mit Klei­der­größe 38 an. Schlank gefühlt habe ich mich wohl nie — auch nicht, als ich es war. 

Diäten. Der Druck abzunehmen war früher so groß, dass ich immer wieder unge­sunde Crash-Diäten gemacht habe. => bei mir waren das in den 70ern, als Teenag­er, Appetitzü­gler (ja, die damals ganz üblen) und dann lange Zeit werk­tags fast nichts essen damit man am Woch­enende auch mal mit Fre­un­den essen gehen kon­nte. Bei mir hat das lange funk­tion­iert, aber dick habe ich mich trotz­dem gefühlt.

Keine unge­sun­den Lebens­mit­tel in der Öffentlichkeit essen. Was sollen die Leute von mir denken, wenn ich in der Öffentlichkeit ein Eis esse? => ja, dieser Gedanke holte mich ein als ich die Gr. 46 erre­icht hatte.

Am besten gar nichts in der Öffentlichkeit essen => Den Gedanken kenne ich zum Glück noch nicht. 

Früher habe ich manch­mal, wenn ich ein­ge­laden war, sog­ar zu Hause schon gegessen => Ein Gedanke, der sich bei mir (inzwis­chen Gr.48) erst jet­zt langsam ein­schle­icht. Ich achte darauf, dass niemals der Ein­druck entste­hen kön­nte, dass ich über die Maßen esse. 

Im Bus würde ich mich niemals neben eine andere Per­son set­zen, um sie nicht mit meinem Umfang zu belästi­gen => niemals kann ich nicht sagen — aber ich ver­mei­de es und ich erin­nere mich mit Grausen an einen Langstreck­en­flug bei dem ich zwis­chen 2 kräfti­gen Män­nern sitzen musste. Ich war stun­den­lang damit beschäftigt mich mit dem Gedanken herum zu schla­gen, dass diese Män­ner wegen mir zu wenig Platz haben kön­nten. Es war mir unan­genehm, dass wir wie die Sar­di­nen in der Büchse sassen und habe das nur auf mich zurück geführt. Aber .. Hei.. die waren auch nicht ger­ade schlank.

Ich tax­iere zum Beispiel Stüh­le vorher ganz genau, nicht dass ich da nicht gut rein oder rauskomme => jo, das fing ab Gr. 40 an. Und das nur, weil mein Po schon immer das üppig­ste Kör­perteil war. Und mich durch irgendwelche engen Rei­hen quetschen zu müssen war mir wegen sel­bigem auch schon immer peinlich. 

Ich ver­hülle meinen Kör­p­er. => ich ver­hülle meine Beine. Ich fand sie noch nie schön, weil zwar nicht unför­mig, aber stäm­mig und weil ich hell­häutig bin (ein braunes Bein wirkt gle­ich ganz anders). Ich habe auch in schlanken Jahren Weitschaft­stiefel benötigt. Die Waden *seufz*. Ich trage den­noch gerne Röcke. Es kommt halt auf die Länge an und im Win­ter auf die richtige Strumpfhose. Aber Mini würde ich mir nie und nim­mer erlauben.
Hast Du schon mal die z.Zt. aktuellen Maxik­lei­der aus­pro­biert? Da gibt es so schöne Teile und ger­ade hier wur­den erst die Tage so schöne Klei­der vorgestellt.
Im Win­ter trage ich übri­gens auch knieum­spielte Röcke. Dann eben mit blick­dicht­en dun­klen Strumpfho­sen. Ob das gut aussieht muss man pro­bieren und kommt nicht unbe­d­ingt auf die Bein­form an.

Ich bevorzuge klas­sis­che Schnitte, gedeck­te Far­ben, wenig bis gar kein Make-up. Mir per­sön­lich ist es lieber, in der Masse „unterzuge­hen => Ich bin jet­zt auch nicht unbe­d­ingt der Fan von sehr auf­fäl­liger Mode (war ich noch nie) aber das nur deshalb weil das weniger zu mir passt. Aber ein zartes Make-Up muss sein. Und das würde ich Dir auch empfehlen. Beson­ders weil Du einen so tollen Mund hast (hab’ ich hier schon mal geschrieben 🙂 ) und Dein Gesicht und Dein Lächeln ein Hin­guck­er ist. Ach so.. und noch ein Gedanke .. mit der Mode mit der Du hier vorgestellt wur­dest stichst Du auch aus der Masse her­aus. Dazu braucht es keine schrille/peppige Mode. 

In allem, was ich tue, ver­suche ich beson­ders gut und fleißig zu sein, damit ja nicht der Ein­druck entste­ht, ich sei eine faule Dicke => Liegt das nur am “Dick sein”? Ich kann das von mir auch — allerd­ings spielt bei mir noch viel mehr als das Körg­ergewicht rein. 

Viele Grüße von der
Zaunkönigin 😉