Besenreiser: Wie ich damit umgehe und was dagegen hilft

13. März 2020 | von

Ich kann mich noch gut an meine ersten Besen­reis­er erin­nern: Ich war 15 und als Aus­tauschschü­lerin ger­ade in den USA, als ich eines mor­gens an mir herun­terblick­te und auf meinem Ober­schenkel ein kleines Geflecht fein­er, aber dunkel­rot­er Adern sah. Inter­net gab es damals – 1981! – natür­lich noch nicht und die Recherchemöglichkeit­en in diesem kleinen, ver­schlafe­nen Ort in den Süd­staat­en gin­gen qua­si gegen null. Aber ich kan­nte dieses unschöne, wenn auch harm­lose, Aderge­flechte bere­its von mein­er Mut­ter. Besen­reis­er! Und nun war also auch ich dran. Na super.

Besenreiser sind keine Krampfadern

Meine Erfahrung mit Besenreisern 

 Ich kehrte nach Deutsch­land zurück, wurde älter und die Besen­reis­er wur­den mehr. Und mehr. Und mehr. Andere tru­gen Shorts und Miniröcke, ich blieb bei knielang – zu unan­genehm waren mir diese erweit­erten Äderchen, die vor allem meine Ober­schenkel zierten. Und das ist let­ztlich bis heute so geblieben. Noch immer sind mir die vio­let­ten Stellen, die sich ab dem drit­ten Kind lei­der auch auf die Unter­schenkel aus­gedehnt haben, unan­genehm. Was zur Folge hat, dass ich auch im Som­mer kaum Röcke oder Klei­der trage, die nicht min­destens bis zu den Waden gehen. Dabei sind meine Besen­reis­er so auf­fäl­lig nun auch wieder nicht – aber ich mag sie nicht und füh­le mich unat­trak­tiv. Lei­der! So selb­st­be­wusst und „body­pos­i­tive“ ich bin – die Besen­reis­er kriegen mich klein.

Was habe ich nicht alles aus­pro­biert: Verö­den, Lasern und Kom­pres­sion­sstrümpfe tra­gen. Ich habe Selb­st­bräuner ver­wen­det, Son­nen­bräune zum Auf­sprühen, ja selb­st vor Bein-Make-up bin ich nicht zurück­geschreckt. Trotz­dem blieben die Besen­reis­er und sie blieben sicht­bar. Vor allen Din­gen in meinem Kopf. Auch mit 53 hadere ich immer noch mit diesen erweit­erten Gefäßen: Ja, sie stören mich. Aber ich habe gel­ernt, mit ihnen zu leben. 

Natür­lich kann man einiges gegen Besen­reis­er tun. Im Grunde ist alles gut, was gesund ist und auch gegen Kramp­fadern hil­ft. Wobei Besen­reis­er keine Kramp­fadern sind. Besen­reis­er sind – anders als Kramp­fadern – völ­lig harm­los und „nur“ ein kos­metis­ches Prob­lem. Mit dem Kör­pergewicht haben Besen­reis­er übri­gens sehr wenig zu tun. Ich kenne sehr schlanke Frauen, die Besen­reis­er haben – und dicke ohne ein einziges erweit­ertes Äderchen. 

Besenreiser lassen sich weglasern

Wie du Besenreiser vorbeugen kannst: 

  • Viel Bewe­gung: Nimm die Treppe statt dem Lift, steige eine Sta­tion früher aus der Tram­bahn, fahr lieber Fahrrad als Auto! Viel zu sitzen ist hinge­gen Gift für die Durch­blu­tung der Beine und fördert deshalb auch Besen­reis­er. 
  • Kalt duschen – zumin­d­est die Beine. Das zieht die Gefäße zusam­men. Auch Tautreten auf dem Rasen (wie ich es auf den Bildern tue) ist hil­fre­ich. Heiße Bäder hinge­gen sind Gift, weil sie die Blut­ge­fäße erweit­ern. 
  • Viel trinken: Trinken fördert die Durch­blu­tung und beugt dadurch auch Besen­reis­ern vor. 
  • Beine hochle­gen: Je mehr das Blut in die Beine sackt, desto fördern­der ist es für Besen­reis­er. Deshalb ist es gut, die Beine möglichst oft hochzule­gen und beim Fliegen, viel Ste­hen sowie bei langem Sitzen, Kom­pres­sion­sstrümpfe zu tra­gen. 

Was du tun kannst, wenn du bereits Besenreiser hast: 

  • Verö­dung: Dabei wer­den die erweit­erten Gefäße mit ein­er sehr feinen Nadel punk­tiert und danach ein Wirk­stoff injiziert, der die Besen­reis­er verödet. Anschließend wer­den sie vom Kör­p­er abge­baut und ver­schwinden. 
  • Laser: Das Laser­licht wird auf die Blut­ge­fäße gerichtet und erhitzt das Blut in den Gefäßen. Auch hier wer­den sie danach vom Kör­p­er abge­baut.  
  • IPL: Dabei wird mit pulsieren­der Licht­en­ergie gear­beit­et, allerd­ings kön­nen hier (anders als beim Laser) größere Flächen „bear­beit­et“ wer­den. Auch bei IPL wird das Blut erhitzt und die Gefäße zer­stört.  

Alle drei Behand­lun­gen wer­den beim Arzt durchge­führt. Meine Erfahrung ist: Die Besen­reis­er kom­men wieder, nur an anderen Stellen. Deshalb bin ich mit­tler­weile dazu überge­gan­gen, Besen­reis­er mit Spezial-Make-up abzudeck­en. Wichtig bei diesen Pro­duk­ten ist, dass sie sehr gut deck­en und auch gut haften.  

Anson­sten ver­suche ich, mein „Wurschtigkeits­ge­fühl“ zu aktivieren. Sollen die anderen doch denken, was sie wollen – das tun sie eh! Am Strand und beim Schwim­men funk­tion­iert das tat­säch­lich schon ganz gut. Nur bei kniekurzen Röck­en, muss ich noch üben.  

Mein Look zum Nachstylen:

Was sind deine Erfahrun­gen mit Besenreisern?

Keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben: Werde aktiv und rede mit!