Besenreiser: Wie ich damit umgehe und was dagegen hilft

12. Juli 2019 | von

Ich kann mich noch gut an meine ersten Besenreiser erinnern: Ich war 15 und als Austauschschülerin gerade in den USA, als ich eines morgens an mir herunterblickte und auf meinem Oberschenkel ein kleines Geflecht feiner, aber dunkelroter Adern sah. Internet gab es damals – 1981! – natürlich noch nicht und die Recherchemöglichkeiten in diesem kleinen, verschlafenen Ort in den Südstaaten gingen quasi gegen null. Aber ich kannte dieses unschöne, wenn auch harmlose, Adergeflechte bereits von meiner Mutter. Besenreiser! Und nun war also auch ich dran. Na super.

Besenreiser sind keine Krampfadern

Meine Erfahrung mit Besenreisern 

 Ich kehrte nach Deutschland zurück, wurde älter und die Besenreiser wurden mehr. Und mehr. Und mehr. Andere trugen Shorts und Miniröcke, ich blieb bei knielang – zu unangenehm waren mir diese erweiterten Äderchen, die vor allem meine Oberschenkel zierten. Und das ist letztlich bis heute so geblieben. Noch immer sind mir die violetten Stellen, die sich ab dem dritten Kind leider auch auf die Unterschenkel ausgedehnt haben, unangenehm. Was zur Folge hat, dass ich auch im Sommer kaum Röcke oder Kleider trage, die nicht mindestens bis zu den Waden gehen. Dabei sind meine Besenreiser so auffällig nun auch wieder nicht – aber ich mag sie nicht und fühle mich unattraktiv. Leider! So selbstbewusst und „bodypositive“ ich bin – die Besenreiser kriegen mich klein.

Was habe ich nicht alles ausprobiert: Veröden, Lasern und Kompressionsstrümpfe tragen. Ich habe Selbstbräuner verwendet, Sonnenbräune zum Aufsprühen, ja selbst vor Bein-Make-up bin ich nicht zurückgeschreckt. Trotzdem blieben die Besenreiser und sie blieben sichtbar. Vor allen Dingen in meinem Kopf. Auch mit 53 hadere ich immer noch mit diesen erweiterten Gefäßen: Ja, sie stören mich. Aber ich habe gelernt, mit ihnen zu leben. 

Natürlich kann man einiges gegen Besenreiser tun. Im Grunde ist alles gut, was gesund ist und auch gegen Krampfadern hilft. Wobei Besenreiser keine Krampfadern sind. Besenreiser sind – anders als Krampfadern – völlig harmlos und „nur“ ein kosmetisches Problem. Mit dem Körpergewicht haben Besenreiser übrigens sehr wenig zu tun. Ich kenne sehr schlanke Frauen, die Besenreiser haben – und dicke ohne ein einziges erweitertes Äderchen. 

Besenreiser lassen sich weglasern

Wie du Besenreiser vorbeugen kannst: 

  • Viel Bewegung: Nimm die Treppe statt dem Lift, steige eine Station früher aus der Trambahn, fahr lieber Fahrrad als Auto! Viel zu sitzen ist hingegen Gift für die Durchblutung der Beine und fördert deshalb auch Besenreiser. 
  • Kalt duschen – zumindest die Beine. Das zieht die Gefäße zusammen. Auch Tautreten auf dem Rasen (wie ich es auf den Bildern tue) ist hilfreich. Heiße Bäder hingegen sind Gift, weil sie die Blutgefäße erweitern. 
  • Viel trinken: Trinken fördert die Durchblutung und beugt dadurch auch Besenreisern vor. 
  • Beine hochlegen: Je mehr das Blut in die Beine sackt, desto fördernder ist es für Besenreiser. Deshalb ist es gut, die Beine möglichst oft hochzulegen und beim Fliegen, viel Stehen sowie bei langem Sitzen, Kompressionsstrümpfe zu tragen. 

Was du tun kannst, wenn du bereits Besenreiser hast: 

  • Verödung: Dabei werden die erweiterten Gefäße mit einer sehr feinen Nadel punktiert und danach ein Wirkstoff injiziert, der die Besenreiser verödet. Anschließend werden sie vom Körper abgebaut und verschwinden. 
  • Laser: Das Laserlicht wird auf die Blutgefäße gerichtet und erhitzt das Blut in den Gefäßen. Auch hier werden sie danach vom Körper abgebaut.  
  • IPL: Dabei wird mit pulsierender Lichtenergie gearbeitet, allerdings können hier (anders als beim Laser) größere Flächen „bearbeitet“ werden. Auch bei IPL wird das Blut erhitzt und die Gefäße zerstört.  

Alle drei Behandlungen werden beim Arzt durchgeführt. Meine Erfahrung ist: Die Besenreiser kommen wieder, nur an anderen Stellen. Deshalb bin ich mittlerweile dazu übergegangen, Besenreiser mit Spezial-Make-up abzudecken. Wichtig bei diesen Produkten ist, dass sie sehr gut decken und auch gut haften.  

Ansonsten versuche ich, mein „Wurschtigkeitsgefühl“ zu aktivieren. Sollen die anderen doch denken, was sie wollen – das tun sie eh! Am Strand und beim Schwimmen funktioniert das tatsächlich schon ganz gut. Nur bei kniekurzen Röcken, muss ich noch üben.  

Mein Look zum Nachstylen:

Susanne_Besenreiser_Look
Sheego Longshirt mit Streifen
Susanne_Besenreiser_Look
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Sheego Stretch-Jeans mit Kotrast-Steppung

Was sind deine Erfahrungen mit Besenreisern?

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