Im Test: Dauerhafte Haarentfernung

21. April 2017 | von

Babyliss Homelight 100 im Test: Dauerhafte Haarentfernung durch IPL

Ich habe ein großes Faible für Beau­ty-Gad­gets. Tech­nis­ch­er Schnickschnack um schön­er zu wer­den? Immer her damit! In meinem Badez­im­mer­schrank find­en sich elek­trische Reini­gungs­bürstchen, Ultra­schall­geräte für straf­fere Haut, Mas­sage- und Peel­in­groller und noch einiges mehr. Nicht, dass ich alles so regelmäßig ver­wen­den würde, wie es die Bedi­enungsan­leitun­gen vorse­hen, um den gewün­scht­en Schön­heit­sef­fekt zu erzie­len … Eher ist es der beruhi­gende Gedanke, sie zu besitzen – für den Fall der Fälle. Schön­er wer­den auf Knopf­druck quasi.

Logisch, dass ich zusagte, als das Team von Soul­ful­ly mich fragte, ob ich Lust habe, den Haar­ent­fern­er Home­light 100 von BaByliss zu testen. Der BaByliss Home­light 100 ver­spricht dauer­hafte Haar­ent­fer­nung durch Lichtim­pulse („Intense Pulse Light“ – IPL), die über die Farbpig­mente absorbiert wer­den und dann die Haar­wurzel durch Hitze zer­stören – und zwar dauer­haft. Diese Meth­ode funk­tion­iert umso bess­er, je heller die Haut und dun­kler die Haare darauf sind.

Blondes oder weißes Haar ist für dieses Ver­fahren auf­grund fehlen­der Farbpig­mente nicht geeignet, mit (zu) dun­kler Haut läuft man hinge­gen Gefahr, dass nicht die Haar‑, son­dern Haut­pig­mente zer­stört wer­den. Ich mit meinen dun­klen Haaren auf heller Haut war damit die ide­ale Kan­di­datin! Nicht, dass ich stark behaart wäre, nicht, dass mir mein sim­pler Ein­weg-Rasier­er nicht gere­icht hätte … aber das Ver­sprechen, nie wieder selb­st meine paar weni­gen Härchen auf den Beinen ent­fer­nen zu müssen, war ein­fach zu verführerisch.

Haarentfernung

Bis das Gerät kam. Und ich es angesichts der Bedi­enungsan­leitung am lieb­sten zurück­geschickt hätte. Ich fürchtete mit Blick auf die Gefahren­liste um Leib und Leben: Nicht auf dun­kler oder gebräunter Haut ver­wen­den. Nicht nach dem Son­nen­baden ver­wen­den. Nicht auf Mut­ter­malen ver­wen­den. Nicht auf Tat­toos ver­wen­den. Nicht … nicht … nicht …! Und bei jed­er Anwen­dung unbe­d­ingt die Schutzbrille auf­set­zen! Puh. Mögliche Brand­blasen schienen noch das kle­in­ste Übel. Aber zuge­sagt war zuge­sagt. Ich würde es schon über­leben. Hoffentlich.

Gut geschützt ans Werk

Eines Mon­tagvor­mit­tags pack­te ich das Gerät mit leicht mul­migem Gefühl dann doch aus, set­zte die tief­schwarze Schutzbrille auf – und traute mich. Schon am Vor­abend hat­te ich mir die Beine rasiert. Das ist wichtig, damit nicht die Haare selb­st von den Lichtim­pulsen getrof­fen wer­den, son­dern nur die Wurzeln. Ich bes­timmte – wie in der Bedi­enungsan­leitung anger­at­en – meinen Haut­typ („helle Haut“) und testete dann auf einem kleinen Hautare­al die indi­vidu­elle Verträglichkeit. Dazu stellte ich das Gerät – wie für den Test emp­fohlen – auf die niedrig­ste Stufe, drück­te seinen „Kopf“ auf die Haut und löste einen Lichtim­puls aus. Es blitzte ein biss­chen, ich ver­meinte eine leichte Wärme zu ver­spüren, aber das war es auch schon. Reak­tio­nen? Keine, auch inner­halb der näch­sten 24 Stun­den nicht. Prima.

Hilfe: Besenreiser!

Zwei Tage später ging es weit­er. Dies­mal war der ganze Unter­schenkel dran, jet­zt mit Energi­estufe 3, die für meinen Haut­typ vorge­se­hen ist. Die Anwen­dung selb­st erwies sich als denkbar ein­fach: Man drückt den Gerätekopf auf die Haut und löst den Lichtim­puls aus. Es blitzt und prick­elt ein wenig, von Schmerzen kann aber keine Rede sein. Ein wenig Sorge macht­en mir allerd­ings meine Besenreiser.

Im „Risikokat­a­log“ der Bedi­enungsan­leitung wer­den sie zwar nicht genan­nt, eigene Recherchen hat­ten aber ergeben, dass IPL-Haar­ent­fer­nung auf Kramp­fadern bzw. Besen­reis­ern nicht emp­fohlen wird. Na super. Also lasse ich diese Areale aus – und „freue“ mich auf den Fleck­en­tep­pich, den diese selek­tive Behand­lung ergeben dürfte. So viel ist klar: Den prak­tis­cheren „Gliss­modus“ für Fort­geschrit­tene, bei dem man über die Haut gleit­et und die Licht­blitze automa­tisch aus­gelöst wer­den, werde ich nicht nutzen kön­nen. (Witziger­weise wird IPL aber auch zur Besen­reis­er­ent­fer­nung einge­set­zt, es han­delt sich dabei aber wohl um andere Geräte.)

Haarentfernung

Peu à peu arbeite ich mich vor, nach 20 Minuten bin ich mit der Behand­lung fer­tig. Und bin ein wenig erstaunt, wie prob­lem­los die Haar­ent­fer­nung angesichts der mehr­seit­i­gen Risikoaufk­lärung in der Anleitung ver­laufen ist. Irgend­wie hat­te ich mir alles „drama­tis­ch­er“ vorgestellt und bin nun doch erleichtert.

Zweiwöchige Anfangsbehandlung für langfristigen Erfolg

Zwei Wochen später muss ich wieder ran, dies­mal allerd­ings ohne mul­miges Gefühl. Auf­grund der unter­schiedlichen Wach­s­tum­sphasen muss man die IPL-Haar­ent­fer­nung zumin­d­est in den ersten zwei Monat­en alle zwei Wochen wieder­holen, für ein weit­eres Viertel­jahr dann ein­mal im Monat, bis ein nach­haltiges Ergeb­nis erzielt wird, sprich: tat­säch­lich weniger Haare nachwach­sen. Danach reicht es, das Prozedere alle paar Wochen durchzuführen. Das bedeutet auch, dass man mit der IPL-Haar­ent­fer­nung im frühen Früh­jahr begin­nen muss, wenn man im Som­mer unbe­haart sein will. Übri­gens kann man den Home­light 100 von BaByliss nicht nur an den Beinen, son­dern über­all ein­set­zen, wo man keine Haare haben will – auch im Gesicht, unter den Achseln und im Intim­bere­ich (wobei ich nur an den Beinen getestet habe).

Haarentfernung

Dauer­hafte Haar­ent­fer­nung durch „Intense Pulse Light“

Mein Fazit:

  • Das Wichtig­ste: Nach zwei Monat­en habe ich auf den behan­del­ten Stellen tat­säch­lich weniger Haare.
  • Das Gerät funk­tion­iert gut und ein­fach, man braucht allerd­ings ein wenig Geduld.
  • Ide­al­er Zeit­punkt für IPL sind die son­nen­ar­men Monate, in der Haut nicht gebräunt ist.
  • Men­schen mit starkem und dun­klem Haar­wuchs wer­den sich freuen. Wer – wie ich – ohne­hin eher spär­lich behaart ist oder auf­grund von Besen­reis­ern, Kramp­fadern, Mut­ter­malen, Tat­toos etc. IPL nicht über­all nutzen darf, für den dürfte die Rasur ein­fach­er, schneller und gün­stiger sein.
  • Der sehr schmerzhaften Epi­la­tion ist IPL auf jeden Fall vorzuziehen – bei langfristig sog­ar besseren Ergeb­nis­sen, weil die Haar­wurzel zer­stört wird.
  • Für mich selb­st kommt das Gerät bei allen Vorteilen den­noch nicht in Frage. Unter der Dusche rasieren finde ich per­sön­lich ein­fach­er und unkom­pliziert­er – und angesichts mein­er Besen­reis­er auch risikoärmer.
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