Skifahren: Ein (Alp-)Traum in Weiß?

10. Januar 2018 | von

Ob ich nicht etwas übers Ski­fahren schreiben kön­nte, wün­schte man sich aus der Soul­ful­ly-Zen­trale in Ham­burg. Ich käme doch aus Bay­ern! Uns wäre das Ski­fahren doch ange­boren! Es gäbe für uns doch nichts schöneres als jedes Win­ter-Woch­enende auf der Skip­iste zu ver­brin­gen, durch lock­eren Tief­schnee zu wedeln und sich zwis­chen­drin mit einem zün­fti­gen Jager­tee auf der Hütt’n aufzuwärmen!

Zweifel­los: Ski­fahren ist ein toller Sport. Draußen in der unberührten Natur, umgeben von hohen Gipfeln atmet man die reine Bergluft. Über einem der strahlend­blaue Him­mel, unter einem frisch­er, weißer Schnee, der leise knirscht. Hach. Selb­stver­ständlich sieht man als „Ski­haserl“ ein­fach nur zum Anbeißen aus, hat von der Kälte max­i­mal eine char­mant gerötete Nasen­spitze und schwingt selb­st nach fünf Jager­tee noch sou­verän ins Tal. Ja, Ski­fahren ist ein Sport wie aus dem Wer­be­prospekt. Mit Frauen wie aus Fit for Fun.

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Schön wär’s – wenn’s denn so wäre.

Stattdessen … ste­ht man erst mal im Stau. Die Auto­bahn ist voll von Skiträgern und Skianzü­gen. Immer­hin lei­det man gemein­sam, winkt ins näch­ste Auto, prostet sich mit Früchte­tee zu. Irgend­wann fängt man zu schwitzen – der Over­all ist ja schließlich für bis zu 15 Grad minus aus­gelegt. Auch run­dum scheint die Stim­mung zu kip­pen: Im Auto links quen­gelt das Kind, die Mut­ter schimpft laut­stark nach hin­ten. Vorne scheint ein Fam­i­lien­stre­it ent­bran­nt. Toi­let­ten­wün­sche wer­den laut, und „Mama, wie lang dauert’s noch?!“

Bald, Kind, bald!

Und tat­säch­lich – zwei Staus­tun­den später sind wir da! Das heißt: fast. Denn erst müssen wir noch einen Park­platz find­en. Wie Hun­derte von anderen Ski­fahrern auch. Ganz hin­ten, jen­seits des Bach­es, scheint noch ein Plätzchen frei. Schneller, Papa, bevor es sich jemand ander­er schnappt …

Nach weit­eren 45 Minuten ste­hen wir auch schon am Lift. Vor uns eine Schlange aus bun­tem Poly­ester, hin­ter uns auch. Aber dort, in weit­er Ferne, da ist die Piste! Das ist doch … die Piste, oder? Ange­grautes Weiß mit dun­klen Fleck­en, soweit man es zwis­chen den vie­len bun­ten, gen Tal kullern­den Skianzü­gen beurteilen kann.

So sieht er also aus, der Traum vom Win­ter­weiß und Tief­schneewedeln … Wisst Ihr was, da bleibe ich lieber daheim und mache im Garten ein paar Trockenübungen!

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Falls es Euch in die Berge zieht, habe ich hier noch ein Win­ter­out­fit für Euch:

Skioutfit–Collage

 

 

 

 

 

 

Letzte Kommentare (1)

Kommentar schreiben: Werde aktiv und rede mit!

Dienstag, 22. Dezember 2015, 9:29 Uhr

Ich füh­le mit Dir, Susi… Ski­fahren gehörte zu meinem Leben, mit ca. 5 Jahren stand ich zum ersten Mal auf den Bret­tern, das war gar keine Frage, schließlich lebe ich in einem Skige­bi­et (der Stau fällt also aus). Nach­dem ich ca. 40 Jahre mit abnehmender Lust gefahren bin, habe ich es vor eini­gen Jahren aufgegeben. Keine eiskalten Fin­ger (trotz Sei­den­hand­schuhen in den High-Tech Ski­hand­schuhen) und halb abge­frorene Zehen in den unbe­que­men Skistiefeln mehr und Hun­derte, ach was Tausende spare ich mir für Liftkarten und Ski­aus­rüs­tung — die man­gels Schnee sowieso im Keller ste­hen würde 😉
Die Ein­heimis­chen hier sind mit­tler­weile übri­gens zum großen Teil auf Ski­touren umgestiegen, da fällt zumin­d­est das Anste­hen am Lift inmit­ten der Touris­ten aus und gesün­der ist es auch …

LG
Annette