Silvester: Ich mag’s gemütlich und das ist auch gut so.

16. Dezember 2019 | von

Ihr ken­nt das: Kaum ist Wei­h­nacht­en vor­bei, kaum sind alle Geschenke über­re­icht und die Wei­h­nachts­gans ver­daut … geht der näch­ste Stress los: „Na, was macht ihr an Sil­vester?“ Und wehe man hat dann nichts Tolles vorzuweisen! Mit Fre­un­den auf ein­er Hütte in den Schweiz­er Alpen feiern etwa. Oder ein Kurztrip nach Paris, um den Jahreswech­sel unterm Eif­fel­turm zu erleben. Oder wenig­stens eine Mot­to-Par­ty, zu der man extra ein aufwändi­ges Vin­tage-Kostüm besorgt hat. Und den ganzen Nach­mit­tag beim Frisör saß.

Was hat mich diese Frage über Jahre gestresst! Denn nie hat­te ich etwas Beein­druck­endes bieten – zumin­d­est nicht beein­druck­ender als Fon­due mit den Nach­barn. Gut, über viele Jahre kon­nte ich mich auf meine Kinder her­ausre­den. Ja, kleine Kinder sind die opti­male Entschuldigung, wenn man an Sil­vester nichts vorhat. Ver­ste­ht jed­er, dass man die nicht alleine lassen kann! Und so guck­te ich über Jahre „Mada­gaskar“ (alle Teile!) oder später „Har­ry Pot­ter“, zün­dete noch schnell auf der Ter­rasse eine Wun­derk­erze an, kippte den Sekt herunter und fiel mit den Kindern kurz nach Mit­ter­nacht erschöpft ins Bett.

Neujahrstress Silvesterparty

Doch die Kinder wur­den groß und größer – und feierten bald ihr eigenes Sil­vester. Auf Par­tys, ein­er Berghütte oder im Aus­land, ver­ste­ht sich. Nur ich blieb samt Mann daheim und haderte ein wenig mit meinem ereignis­losen Silvester-Schicksal.

Doch irgend­wann änderte ich meine Hal­tung. Hey, mein Jahr würde span­nend genug wer­den – da kon­nte ein biss­chen Gemütlichkeit zum Start nur die Vor­freude erhöhen. Und über­haupt: Während andere mit einem aus­gewach­se­nen Kater ins neue Jahr starteten, begrüßte ich den 1. Jan­u­ar aus­geschlafen, gut gelaunt und ohne Augen­ringe. Bingo!

Und so wurde die Sil­vestergemütlichkeit für mich Pro­gramm: keine Jahre­send­hek­tik, kein Bus­si­bus­si mit Halb- oder Wild­frem­den zum Jahreswech­sel, kein bil­liger Sekt und Kopf­schmerz am näch­sten Mor­gen! Stattdessen entspan­ntes Chillen mit Rosé-Cham­pag­n­er auf mein­er Couch!

Prost Neujahr Erfahrungen einer BloggerinProst Neujahr an Silvester

Ein biss­chen geplant will aber auch diese Gemütlichkeit sein.

Hier meine Tipps fürs ultimativ-beschauliche Silvester:

  1. Das Warten auf Mit­ter­nacht kann ganz schön lang wer­den. Sil­vester ist deshalb der per­fek­te Abend für aus­gedehntes Serien­guck­en. Ich empfehle „The Good Wife“ oder „House of Cards“ – damit ist der Abend schneller vor­bei als gedacht. Aber Achtung: Kann sein, dass du das mit­ternächtliche Anstoßen ver­gisst und mor­gens immer noch vor dem Bild­schirm sitzt – so span­nend sind die Serien!
  2. Lasche Chips und halb­trock­en­er Sekt kön­nen an Sil­vester tat­säch­lich deprim­ierend sein. Ein biss­chen leck­er darf das Jahr schließlich doch zu Ende gehen. Es muss ja kein Drei-Gänge-Menü sein (dann käme man ja auch nicht zum Serien­guck­en!), aber ein paar köstliche Kleinigkeit­en sollte man schon besorgen!
  3. Wenn dich zwis­chen­drin doch der Sil­vester-Blues erfasst: Hey, Sil­vester ist auch nur ein Tag und mor­gen ist es schon wieder vor­bei. Von daher: ein­fach entspan­nen! Eine gute Fre­undin von mir geht an Sil­vester übri­gens ein­fach um 22 Uhr ins Bett und ver­schläft den ganzen Rum­mel. Nicht die schlecht­este Idee, wie ich finde!
„Wie auch immer du Sil­vester feierst – in großer Runde oder beschaulich – ich wün­sch dir viel Spaß! Und für 2018 natür­lich nur das Beste! 🙂 Komm gut rein!” 
Letzte Kommentare (1)

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Ulrike
Sonntag, 31. Dezember 2017, 15:32 Uhr

Danke für diesen Beitrag! Ich dachte schon, ich wäre so ziem­lich die einzig­ste, der es genau­so geht. Da muss ich mal an Sil­vester und Neu­jahr nicht arbeit­en, die Kinder sind groß und ich sitze mit meinem Mann gemütlich auf der Couch und ver­misse nichts. Guten Rutsch und alles Gute für 2018!