Du bist genug – Tipps für mehr Selbstakzeptanz

2. April 2019 | von

Wir bei SOULFULLY sind uns einig, dass Selbstakzeptanz eine sehr große Rolle im Leben jedes Menschen spielt. Erst wenn ein gesundes Maß an Selbstliebe besteht, kann man mit dem eigenen Leben und den Menschen um sich herum zufrieden sein. Gastbloggerin Bianca hat sich schon viel mit diesem Thema auseinandergesetzt und verrät euch heute 5 hilfreiche und persönliche Tipps für mehr Selbstliebe. Viel Spaß beim Anschauen und Umsetzen!

Selbstliebe

Als ich Marisa Peer entdeckte, änderte sich meine Sichtweise auf mich und auf andere von Grund auf. Die britische Psychologin sieht die Wurzel aller Probleme darin, dass Menschen glauben, sie seien nicht gut genug. Menschen, die nach außen hin erfolgreich sind, sind doch trotzdem unglücklich, weil sie den tiefen Glauben in sich tragen, dass sie nie genug seien. Viele eifern Zielen nach, die nicht die ihren sind, fühlen sich nie angekommen und schaffen es nicht, einen Weg zu finden, sich gut zu fühlen.

Selbstwertgefühl muss man lernen

Steht nicht hinter jedem psychischen Problem ein Selbstwert-Thema? Was sind wir uns selbst wert, wie sehr lieben und schätzen wir uns selbst? Wann fühlen wir uns genug? Wir geraten immer wieder an das, was wir kennen, was sich vertraut anfühlt – und rennen vor dem weg, was wir nicht kennen. Das Gute ist, wir können alles lernen. Und was wir lernen könnten, ist, uns selbst anzunehmen und zu feiern.

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„Auch ich habe eine ganze Historie an „Ich fühle mich nicht genug“-Momenten in meinem Leben. Ich hatte eine wirklich anstrengende Beziehung, nach der ich mich ziemlich kaputt fühlte. Es galt, die Scherben wieder aufzusammeln. Heute bin ich dankbar für diese Erfahrung, denn sie hat mich näher zu mir selbst und zu meinem Selbstwertgefühl gebracht. ”
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Selbstliebe und Akzeptanz

Achte auf deine Worte

Dein Gehirn glaubt, was du sagst und kann nicht unterscheiden, ob du etwas auch mal nicht so ernst meinst. Sag dir jeden Tag mehrmals, dass du genug bist. Schreibe es dir auf den Spiegel. Kaufe dir einen tollen Rahmen und hänge dir „Ich bin genug“ an die Wand. Deine Gedanken und Worte sind es, die dir eine riesen Ladung Stress bescheren und sie sind es auch, die dich in die Lage bringen, dich zu entspannen. Ich habe die Worte „Du bist genug“ zweimal in meiner Wohnung hängen, habe sie auf meinem Sperrbildschirm aufs Handy gepackt und sie auf die Innenseite meiner Uhr gravieren lassen. Versuchen wir es einmal gemeinsam: Ich bin genug.

Mach dich auf die Reise zu dir selbst und ändere deine Einstellung

Vor Jahren habe ich einmal eine ganze Menge abgenommen. Ich war für meine Verhältnisse richtig schlank und doch habe ich mich nicht wertvoller gefühlt. Ich hörte auf, mich zu wiegen und achte seither anders auf mich. Auch nach einer heftigen Zunahme verzieh ich mir, fing nicht an, mit mir zu schimpfen, sondern schaute mir genau an, was dazu geführt hatte und wie ich diese Umstände ändern konnte. Seine innere Einstellung zu sich selbst und zu verschiedenen Lebensthemen zu ändern, ist absolut möglich – bedarf aber natürlich etwas Aufmerksamkeit und Arbeit.

Einfach mal umdrehen

Ganz ehrlich, wofür fühlen wir uns immer wieder einmal nicht „gut genug“ – meistens doch für andere Menschen … Wäre es nicht einmal eine Idee, sich nicht mehr selbst zu fragen, ob man gut genug für andere ist, sondern, ob die anderen gut genug für einen selbst sind? Einfach mal den Spieß umdrehen! Überlege dir einmal ganz genau, welche Menschen dir das Gefühl geben, nicht gut genug zu sein – oft sind das Projektionen: Die, die sich am wenigsten selbst leiden können, projizieren ihre Abneigung gegenüber sich selbst auf dich. Jemand, der dich ständig kritisiert, tut das vermutlich mit sich selbst auch und ist nicht reif genug, das Innen und Außen zu unterscheiden. Jemand, der mit sich selbst unzufrieden ist, strahlt das aus.

Kehrwoche im eigenen Treppenhaus – den Blick auch mal bei sich lassen

Bitte lasst uns diese ewige Vergleicherei abstellen, dieses ewige Rummäkeln an sich und an anderen. Lasst uns unsere Vielfalt feiern und unsere Egos nicht damit aufblasen, dass wir jetzt aber bestimmt schönere Knöchel/Hintern/Bauchnabel/Augenbrauen usw. haben als Uschi von nebenan – und wie kann die nur so rumlaufen! Lasst uns doch einfach drauf pfeifen, was die Nachbarn sagen.

„Behandelt euch selbst nicht gemein und bitte die anderen auch nicht. Du bist OK und die anderen, mit all ihren Unsicherheiten, sind auch OK. DU BIST GENUG.

Verantwortung übernehmen

Übernimm Verantwortung für deine Gedanken, setze dich mit ihnen auseinander. Sei radikal ehrlich mit dir selbst. Erforsche deine wunden Punkte und woher sie kommen und finde heraus, wie du dir helfen kannst. Wenn es nicht geht, suche dir Hilfe. Ich gehe regelmäßig zum Coaching, um mir immer wieder mal helfen zu lassen, meine Gedanken zu sortieren – kein anderer Mensch ist für dein Wohlbefinden verantwortlich. Du bist die Person, deren Aufgabe es ist, sich um dich zu kümmern. Du, du, du – ganz alleine. Du bist dafür verantwortlich, dich zu trösten, deine Emotionen zuzulassen und dich selbst hin und wieder einmal symbolisch in den Arm zu nehmen. Du bist nämlich wirklich toll! Besonders gut klappt das mit einem großen Kuscheltier. Ich habe einen Flamingo und einen Elefanten und … eigentlich einen ganzen Zoo.

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Der Weg, sich selbst gut genug zu fühlen, ist eine unglaublich spannende Reise, bei der man nur profitieren kann. Als ich anfing, meine Denkmuster wirklich kritisch zu hinterfragen, viel mit anderen Frauen darüber zu sprechen, wie es ihnen mit dem Gefühl geht – eröffnete sich mir eine ganz neue Welt der Erkenntnis und ich nahm mein „Ich bin nicht gut genug“ zum Anlass, mich für mich ganz alleine besser zu machen.

„Meine Reise ist noch lange nicht zu Ende und ich freue mich auf alles, was kommt, bis ich irgendwann von ganzem Herzen fühle, dass ICH - ohne den leisesten Zweifel – GENUG bin. ”

Hier findest du Biancas Wohlfühl-Look:

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Fotos: Michaela Habinger

Letzte Kommentare (2)

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Fichtelzwerg
Montag, 27. Mai 2019, 16:33 Uhr

Dieser Text spricht mir aus dem Herzen. Habe auch wie es im Text heißt mein Lebensthema geändert und seit dem habe ich auch langsam aber kontinuierlich abgenommen. Für mein Umfeld war es schwer bzw ist es schwer zu akzeptieren das ich eigentlich eine Frau bin. Aber seit dem ich dies für mich selber akzeptiert habe geht es mir gesundheitlich besser. Man sollte nie auf andere schauen und fragen was die wohl meinen wenn ich mich so oder so entscheide. Man muss sich selber wohlfühlen oder wie es im Text heißt Ich bin genug

Flotte Biene
Dienstag, 2. April 2019, 14:19 Uhr

Danke für die schöne Anleitung! 🙂
Besonders der Punkt „Umdrehen“ ist hilfreich und praktisch beschrieben.