Du bist genug – Tipps für mehr Selbstakzeptanz

21. Oktober 2020 | von

Wir bei SOULFULLY sind uns einig, dass Selb­stakzep­tanz eine sehr große Rolle im Leben jedes Men­schen spielt. Erst wenn ein gesun­des Maß an Selb­stliebe beste­ht, kann man mit dem eige­nen Leben und den Men­schen um sich herum zufrieden sein. Gast­blog­gerin Bian­ca hat sich schon viel mit diesem The­ma auseinan­derge­set­zt und ver­rät euch heute 5 hil­fre­iche und per­sön­liche Tipps für mehr Selb­stliebe. Viel Spaß beim Anschauen und Umsetzen!

Selbstliebe

Als ich Marisa Peer ent­deck­te, änderte sich meine Sichtweise auf mich und auf andere von Grund auf. Die britis­che Psy­cholo­gin sieht die Wurzel aller Prob­leme darin, dass Men­schen glauben, sie seien nicht gut genug. Men­schen, die nach außen hin erfol­gre­ich sind, sind doch trotz­dem unglück­lich, weil sie den tiefen Glauben in sich tra­gen, dass sie nie genug seien. Viele eifern Zie­len nach, die nicht die ihren sind, fühlen sich nie angekom­men und schaf­fen es nicht, einen Weg zu find­en, sich gut zu fühlen.

Selbstwertgefühl muss man lernen

Ste­ht nicht hin­ter jedem psy­chis­chen Prob­lem ein Selb­st­wert-The­ma? Was sind wir uns selb­st wert, wie sehr lieben und schätzen wir uns selb­st? Wann fühlen wir uns genug? Wir ger­at­en immer wieder an das, was wir ken­nen, was sich ver­traut anfühlt – und ren­nen vor dem weg, was wir nicht ken­nen. Das Gute ist, wir kön­nen alles ler­nen. Und was wir ler­nen kön­nten, ist, uns selb­st anzunehmen und zu feiern.

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„Auch ich habe eine ganze His­to­rie an „Ich füh­le mich nicht genug“-Momenten in meinem Leben. Ich hat­te eine wirk­lich anstren­gende Beziehung, nach der ich mich ziem­lich kaputt fühlte. Es galt, die Scher­ben wieder aufzusam­meln. Heute bin ich dankbar für diese Erfahrung, denn sie hat mich näher zu mir selb­st und zu meinem Selb­st­wert­ge­fühl gebracht. ” 
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Selbstliebe und Akzeptanz

Achte auf deine Worte

Dein Gehirn glaubt, was du sagst und kann nicht unter­schei­den, ob du etwas auch mal nicht so ernst meinst. Sag dir jeden Tag mehrmals, dass du genug bist. Schreibe es dir auf den Spiegel. Kaufe dir einen tollen Rah­men und hänge dir „Ich bin genug“ an die Wand. Deine Gedanken und Worte sind es, die dir eine riesen Ladung Stress bescheren und sie sind es auch, die dich in die Lage brin­gen, dich zu entspan­nen. Ich habe die Worte „Du bist genug“ zweimal in mein­er Woh­nung hän­gen, habe sie auf meinem Sper­rbild­schirm aufs Handy gepackt und sie auf die Innen­seite mein­er Uhr gravieren lassen. Ver­suchen wir es ein­mal gemein­sam: Ich bin genug.

Mach dich auf die Reise zu dir selbst und ändere deine Einstellung

Vor Jahren habe ich ein­mal eine ganze Menge abgenom­men. Ich war für meine Ver­hält­nisse richtig schlank und doch habe ich mich nicht wertvoller gefühlt. Ich hörte auf, mich zu wiegen und achte sei­ther anders auf mich. Auch nach ein­er hefti­gen Zunahme verzieh ich mir, fing nicht an, mit mir zu schimpfen, son­dern schaute mir genau an, was dazu geführt hat­te und wie ich diese Umstände ändern kon­nte. Seine innere Ein­stel­lung zu sich selb­st und zu ver­schiede­nen Leben­s­the­men zu ändern, ist abso­lut möglich – bedarf aber natür­lich etwas Aufmerk­samkeit und Arbeit.

Einfach mal umdrehen

Ganz ehrlich, wofür fühlen wir uns immer wieder ein­mal nicht „gut genug“ – meis­tens doch für andere Men­schen … Wäre es nicht ein­mal eine Idee, sich nicht mehr selb­st zu fra­gen, ob man gut genug für andere ist, son­dern, ob die anderen gut genug für einen selb­st sind? Ein­fach mal den Spieß umdrehen! Über­lege dir ein­mal ganz genau, welche Men­schen dir das Gefühl geben, nicht gut genug zu sein – oft sind das Pro­jek­tio­nen: Die, die sich am wenig­sten selb­st lei­den kön­nen, pro­jizieren ihre Abnei­gung gegenüber sich selb­st auf dich. Jemand, der dich ständig kri­tisiert, tut das ver­mut­lich mit sich selb­st auch und ist nicht reif genug, das Innen und Außen zu unter­schei­den. Jemand, der mit sich selb­st unzufrieden ist, strahlt das aus.

Kehrwoche im eigenen Treppenhaus – den Blick auch mal bei sich lassen

Bitte lasst uns diese ewige Ver­gle­icherei abstellen, dieses ewige Rum­mäkeln an sich und an anderen. Lasst uns unsere Vielfalt feiern und unsere Egos nicht damit auf­blasen, dass wir jet­zt aber bes­timmt schönere Knöchel/Hintern/Bauchnabel/Augenbrauen usw. haben als Uschi von nebe­nan – und wie kann die nur so rum­laufen! Lasst uns doch ein­fach drauf pfeifen, was die Nach­barn sagen.

„Behan­delt euch selb­st nicht gemein und bitte die anderen auch nicht. Du bist OK und die anderen, mit all ihren Unsicher­heit­en, sind auch OK. DU BIST GENUG.

Verantwortung übernehmen

Übern­imm Ver­ant­wor­tung für deine Gedanken, set­ze dich mit ihnen auseinan­der. Sei radikal ehrlich mit dir selb­st. Erforsche deine wun­den Punk­te und woher sie kom­men und finde her­aus, wie du dir helfen kannst. Wenn es nicht geht, suche dir Hil­fe. Ich gehe regelmäßig zum Coach­ing, um mir immer wieder mal helfen zu lassen, meine Gedanken zu sortieren — kein ander­er Men­sch ist für dein Wohlbefind­en ver­ant­wortlich. Du bist die Per­son, deren Auf­gabe es ist, sich um dich zu küm­mern. Du, du, du – ganz alleine. Du bist dafür ver­ant­wortlich, dich zu trösten, deine Emo­tio­nen zuzu­lassen und dich selb­st hin und wieder ein­mal sym­bol­isch in den Arm zu nehmen. Du bist näm­lich wirk­lich toll! Beson­ders gut klappt das mit einem großen Kuschelti­er. Ich habe einen Flamin­go und einen Ele­fan­ten und … eigentlich einen ganzen Zoo.

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Der Weg, sich selb­st gut genug zu fühlen, ist eine unglaublich span­nende Reise, bei der man nur prof­i­tieren kann. Als ich anf­ing, meine Denkmuster wirk­lich kri­tisch zu hin­ter­fra­gen, viel mit anderen Frauen darüber zu sprechen, wie es ihnen mit dem Gefühl geht – eröffnete sich mir eine ganz neue Welt der Erken­nt­nis und ich nahm mein „Ich bin nicht gut genug“ zum Anlass, mich für mich ganz alleine bess­er zu machen.

„Meine Reise ist noch lange nicht zu Ende und ich freue mich auf alles, was kommt, bis ich irgend­wann von ganzem Herzen füh­le, dass ICH — ohne den leis­es­ten Zweifel – GENUG bin. ” 

Hier find­est du Bian­cas Wohlfühl-Look:

Fotos: Michaela Habinger

Letzte Kommentare (4)

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Gisela Lange
Mittwoch, 21. Oktober 2020, 14:48 Uhr

Ver­ant­wortlich und selb­st­bes­timmt leben, halt lib­er­al, ein Sozi­ologe spricht von den drei Schritten :
Gehirn-Entschei­dung-Hand­lung-dann ergibt sich kein
Prob­lem mit dem Selb­st­wert­ge­fühl. Das indi­vidu­elle Bil­dungsziel unser­er Pädagogik.

Augenschmaus Fotodesign
Dienstag, 28. April 2020, 11:50 Uhr

Da bin ich ganz bei dir, Bian­ca. Sehr gute Gedanke­nanstösse zum Nachah­men und atem­ber­aubende Fotos ein­er bild­hüb­schen Frau. Sehr gerne würde ich dich mal vor die “Linse” holen, wenn du nicht all zu weit von Mainz ent­fer­nt wohnst. Bleibt alle gesund und behütet. Viele Grüße aus dem Süd­west­en C.K.

Fichtelzwerg
Montag, 27. Mai 2019, 16:33 Uhr

Dieser Text spricht mir aus dem Herzen. Habe auch wie es im Text heißt mein Leben­s­the­ma geän­dert und seit dem habe ich auch langsam aber kon­tinuier­lich abgenom­men. Für mein Umfeld war es schw­er bzw ist es schw­er zu akzep­tieren das ich eigentlich eine Frau bin. Aber seit dem ich dies für mich sel­ber akzep­tiert habe geht es mir gesund­heitlich bess­er. Man sollte nie auf andere schauen und fra­gen was die wohl meinen wenn ich mich so oder so entschei­de. Man muss sich sel­ber wohlfühlen oder wie es im Text heißt Ich bin genug

Flotte Biene
Dienstag, 2. April 2019, 14:19 Uhr

Danke für die schöne Anleitung! 🙂
Beson­ders der Punkt “Umdrehen” ist hil­fre­ich und prak­tisch beschrieben.