Rundes Gesicht schminken

festliches make up schminken

Es sind nur noch ein paar Tage bis Weihnachten und die meisten von Euch machen sich bestimmt bereits Gedanken um den eigenen Auftritt. Es leuchtet und glitzert, da ist es ganz verständlich, dass man sich dem mit einem festlichen Look anpassen möchte. Zu einem glamourösen Outfit gehört dann ganz klar auch ein glamouröses Make-up, das gerne ebenfalls leuchten und glitzern darf, und ein solches will ich heute mit euch teilen. Ein funkelndes Make-up, passend zu den kommenden festlichen Anlässen, abgestimmt auf meine runde Gesichtsform. Dabei sieht der Look wesentlich aufwändiger aus, als er ist, und ist auch leicht für Schmink-Anfänger zu meistern. Außerdem können einzelne Schritte übersprungen werden, wenn man den Look etwas vereinfachen möchte.

Make-up, das Ihr für dieses Tutorial braucht:

Schritt 1: Welche Gesichtsform habe ich?

Zum Start erst einmal die nackte Wahrheit: Mein ungeschminktes Gesicht – und gleichzeitig meine Leinwand. Wie man unschwer erkennen kann, habe ich ein rundliches Gesicht mit nur wenig ausgeprägten Wangenknochen. Dazu kommen noch ein kleines Doppelkinn, spärliche Augenbrauen und dunkle Augenringe. Früher dachte ich immer, dass diese Aspekte ein Makel seien und somit kaschiert werden müssen. Wie viele andere dachte ich, dass ich Make-up brauche, um meine Vorzüge hervorzuheben und sämtliche Fehler zu korrigieren.

Heute weiß ich aber, dass mein Gesicht keine Fehler hat.

gesichtsform grosse groessen

Es ist nun mal so wie es ist. Wenige Augenbrauenhaare und Augenringe sind in meiner Familie fest verankert und die runde Gesichtsform und das Doppelkinn habe ich aufgrund meines Gewichtes, mit dem ich mich über die letzten Jahre angefreundet habe. Alles in meinem Gesicht ist also genau so, wie es sein soll und dasselbe gilt auch für Euch. Seid Ihr euch dessen bewusst, macht Make-up umso mehr Spaß, denn der unangenehme Beigeschmack und das negative Gefühl, Make-up zu brauchen, weil man sonst nicht schön sei, geht damit verloren.

Schritt 2: Eine gute Basis schaffen

peeling gesicht

Für ein schönes Make-up braucht man immer eine gute Grundlage. Das heißt, ein gereinigtes und gepflegtes Gesicht. Wenn ich ein aufwändiges Make-up trage, wende ich vorher am liebsten ein sanftes Peeling an. Das entfernt abgestorbene Hautschüppchen, die nach dem Auftragen von Foundation und Puder sonst deutlich sichtbarer werden. Danach versorge ich meine Haut mit einer leichten, aber hydrierenden Pflege und lasse diese gut einziehen.

Schritt 3: Lidschatten auftragen

Bei einem leichten Make-up würde ich eigentlich mit Foundation und Concealer beginnen. Wenn ich aber ein aufwändiges Augen-Make-up mit Glitzer zaubern möchte, fange ich grundsätzlich immer zuerst mit dem Augen-Make-up an. Glitzer hat nämlich die unschöne Angewohnheit, beim Auftragen auf die Wangen zu fallen und sich dort abzusetzen. Das Einzige, was dann noch hilft, ist, sich wieder abzuschminken. Und das wäre eine Verschwendung.

lidschatten auftragen

Also beginne ich damit, mein Augenlid mit einem Augenprimer zu grundieren und diesen mit einem Puder, passend zu meinem Haut-Ton, zu fixieren. Das hilft auch, den darauffolgenden Lidschatten blend-barer zu machen. Bei diesem Look arbeite ich nur mit zwei Lidschattenfarben, was die Verarbeitung unheimlich einfach macht. Zudem kann man diesen Look in jeder beliebigen Farbkombination machen, weil er so simpel ist. Ich habe mich hier für warme Braun- und Goldtöne entschieden.

Zuerst nehme ich einen hellen Braunton mit goldfarbenem Schimmer und trage ihn zunächst mit einem Pinsel auf das bewegliche Lid auf. Anschließend blende ich diesen bis über die Lidfalte hinaus. Der Lidschatten sollte aber nicht bis zu den Augenbrauen gehen, das sieht immer etwas befremdlich und unnatürlich aus. Um den Farbauftrag noch deckender zu gestalten, nehme ich nochmals Lidschatten, diesmal mit dem Finger, auf und presse ihn nur auf das bewegliche Lid.

Schritt 4: Tiefe schaffen

augen lidschatten auftragen

Jetzt wollen wir noch etwas Tiefe schaffen, was den Augen einen intensiveren Ausdruck verleiht. Dazu nehme ich einen dunkleren Braunton und trage diesen mit einem kleineren, abgerundeten Pinsel genau in der Lidfalte auf und verblende ihn danach mit der bereits aufgetragenen Farbe um harte Übergange zu vermeiden. Hier rate ich zudem, unbedingt zu einer matten Farbe zu greifen. Ein glänzender Lidschatten in der Lidfalte kann schnell schmieren, weil er meist etwas cremiger ist, und im schlimmsten Fall wird der Farbauftrag dann „soßig“, sodass man die beiden Farben nicht mehr voneinander unterscheiden kann.

Schritt 5: Augen zum Funkeln bringen

Jetzt beginnt der spaßige Teil, zumindest für mich persönlich: der Glitter. Für weniger festliche Anlässe würde ich nach dem vorherigen Schritt bereits aufhören, aber heute geht es darum, die Augen so richtig zum Funken zu bringen. Ich entscheide mich meistens für losen Glitter, da dieser schöner glänzt und einen intensiveren Farbauftrag hat als gepresster Glitter. Hier macht es auch einen großen Unterschied, unter welchen Voraussetzungen man den Glitter aufträgt. Beim Auftragen mit einem trockenem Pinsel wird der Glitter zerstäubt und größere Flächen sind so schnell abgedeckt. Der Farbauftrag ist nicht deckend und der Glanz etwas subtiler. Trägt man den Glitter mit einem nassen Pinsel auf, sind Farbe und Glanz viel konzentrierter. Der Auftrag wirkt fast schon metallisch und das ist genau der Look, den ich hier erreichen möchte.

augen glitzer lidschatten

Jetzt ziehe ich noch einen Lidstrich, um das Augen-Make-up dramatischer erscheinen zu lassen. Dieser Schritt ist aber natürlich optional. Abschließend werden die oberen Wimpern getuscht und das Augen-Make-up ist zum größten Teil fertig.

Schritt 6: Verfärbungen mit einem Corrector ausgleichen

Nun ist es an der Zeit, Foundation und Concealer aufzutragen. Oder in meinem Fall: einen Corrector anstelle eines Concealers. Der Unterschied liegt darin, dass ein Concealer benutzt wird, um Unebenheiten abzudecken oder die Augenpartie etwas aufzuhellen, ein Corrector aber wird benutzt, um Verfärbungen auszugleichen. So benutzt man bei bläulichen Augenringen einen Corrector mit orangefarbenen Untertönen und bei bräunlichen Augenringen, so wie ich sie habe, einen Corrector mit pinkfarbenen Untertönen.

corrector auftragen

Corrector und Foundation tupfe ich am liebsten direkt auf das Gesicht auf und verblende dann alles mit einem Beautyblender, bzw. Make-up-Schwamm. Der ermöglicht mir einen ebenmäßigen Auftrag und das überschüssige Produkt wird in den Schwamm aufgesaugt.

Schritt 7: Gesicht mattieren

Als nächstes pudere ich mein Gesicht mit farblosem Puder ab, um die Grundierung zu fixieren. Vorher tupfe ich aber zuerst das komplette Gesicht ab, um überschüssige Öle loszuwerden. Hierzu kann man sogenanntes Blottingpapier nehmen oder aber auch ganz einfach eine einzelne Schicht von einem Toilettenpapierblatt (nicht Küchenrollenpapier, weil das meist zu hart ist) trennen und dieses als Blottingpapier verwenden. Das bewirkt, dass sich das Puder nicht unschön auf öligen Stellen im Gesicht absetzt und es macht das Make-up auch haltbarer.

Schritt 8: Augenbrauen in Form bringen

Ist die Grundfläche des Gesichtes einmal fertig, mache ich mich sofort an die Augenbrauen. Diese habe ich früher gerne dick übermalt, weil ich unbedingt volle Augenbrauen à la Brooke Shields haben wollte. Leider wurde mir erst viel zu spät klar, dass ich so viele Produkte, wie ich will, auftragen kann und doch nie die jugendlich-buschigen Augenbrauen einer Brooke Shields haben werde. Dafür habe ich dann aber zwei aufgemalte Balken im Gesicht, die nicht nur unnatürlich aussehen, sondern auch nicht zu meinem Gesicht passen.

Erst als ich mal gefragt wurde, ob meine Augenbrauen Permanent-Make-up seien, wurde mir klar, dass ich so nicht weitermachen kann!

augenbrauen ausfuellen

Heute benutze ich nur noch getöntes Augenbrauen-Gel. Das macht die Brauen-Härchen etwas dunkler und lässt das Einzelhaar etwas dicker wirken. Nur am äußeren Augenbrauenteil, wo ich wirklich nur sehr wenige Haare habe, male ich mit einem Brauen-Stift vereinzelte Härchen auf.

Um das Augen-Make-up zu komplettieren, trage ich noch etwas von dem dunkleren Braunton am unteren Lidrand entlang auf und blende diesen in den Lidstrich ein, um die Farben miteinander zu verbinden. Anschließend werden die unteren Wimpern getuscht.

Schritt 9: Contouring und Highlighting

Der letzte größere Schritt macht den meisten Unterschied aus. Den erreiche ich mit Konturieren und Highlighten. Für das Konturieren benutze ich ein Puder, das etwa 2-3 Nuancen dunkler ist, als mein Haut-Ton. Benutzt hierfür niemals Bronzer, denn dieser hat meist rötliche, warme Untertöne und Schimmer. Ein Bronzer soll der Haut einen sonnengeküssten Teint verpassen. Also muss dieser auch dort aufgetragen werden, wo die Sonne das Gesicht als erstes berührt, zum Beispiel auf die oberen Wangenknochen, auf Stirn, Nasenrücken und Kinn. Ich verzichte aber komplett auf Bronzer, weil ich einen sehr hellen Teint habe und Bronzer bei mir höchst unnatürlich aussieht. Das Konturieren hingegen soll Schatten im Gesicht erzeugen, wie die Schatten von hoch sitzenden Wangenknochen.

Man kann damit auch Stellen im Gesicht zurücktreten lassen. Schatten sind aber niemals rötlich oder schimmernd. Schatten im Gesicht haben immer die Grundfarbe der eigenen Haut, nur eben in einer dunkleren Nuance mit einem leicht gräulichen Unterton. Taupe-farbene Puder eignen sich daher am Besten.

konturieren highlighten

Um ein rundes Gesicht etwas schmaler wirken zu lassen, hilft es, sich vor dem Auftragen des Konturpuders ein auf dem Kopf stehendes Dreieck im Gesicht vorzustellen. Die Basis des Dreiecks bilden die Augenbrauen und die Schenkel treffen sich zu einer Spitze am Kinn. Der innere Bereich des Dreiecks ist auch der Bereich des Gesichtes, der aufgehellt sein sollte. Der Rest sollte dunkler sein und in den Hintergrund gestellt werden. Natürlich dient dies nur als Anhaltspunkt, um sich das Auftragen bildlich besser vorstellen zu können.

Schritt 10: Wangen hervorheben

wangen hervorheben

Das Puder wird bei mir also unterhalb der Wangenknochen (Fischmund machen, damit die Wangen hervortreten!) platziert, unterhalb des Kinns und bis zum Hals verblendet und anschließend noch von den Schläfen an entlang des kompletten Haaransatzes. Dabei unbedingt darauf achten, dass alles gut verblendet wird, sodass keine harten Übergänge entstehen.

Schritt 11: Highlights setzen

Abschließend kommt jetzt noch ein helles, schimmerndes Puder, mein Highlighter also, auf die Stellen, die ich betonen möchte. Das sind der höchste Punkt der Wangenknochen, der Nasenrücken, das Lippenherz, unterhalb der Brauen und die inneren Augenwinkel.

highlights setzen

Rouge hilft dabei den Teint frischer aussehen zu lassen. Wenn man sein rundes Gesicht nicht betonen möchte, sollte man es unterlassen, sich runde Apfelbäckchen zu malen. Viel vorteilhafter ist es, das Rouge genau zwischen Kontour und Highlighter zu setzen und in einer geraden Linie direkt entlang den Wangenknochen zu verblenden.

Schritt 12: Lippen betonen

lippen betonen

Zu guter Letzt wähle ich einen klassisch-roten Lippenstift und werfe mich in Schale.

festliches make-up

Ich wünsche Euch ein wundervolles Weihnachtsfest, besinnliche Festtage mit euren Liebsten und eine insgesamt friedvolle Zeit. Möge das Fest der Liebe Euch eben genau das bescheren.

Übrigens haben wir auch Tipps für das Weihnachts-Outfit und Stylings für Silvester für Euch!

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