Melanie allein in NEW YORK

14. Oktober 2016 | von

Das erste Mal in New York und dann gleich fast eine ganze Woche.

Von Son­ntag bis Sam­stag kon­nte ich, wen­ngle­ich auch mit beru­flichem Hin­ter­grund, New York erkun­den und ken­nen­ler­nen. Wir hat­ten also ein recht langes erstes Date, was bei der großen Vor­freude nötig war – auch wenn ich jet­zt gel­ernt habe, dass selb­st eine Woche noch viel zu wenig ist, um diese Stadt auch nur im Ansatz erfassen zu kön­nen. Ich war beru­flich in NYC, auf ein­er Fachmesse für Such­maschi­nen­mar­ket­ing. Es ist immer wieder wichtig, sich mit den inter­na­tionalen Trends und The­men im Online-Mar­ket­ing zu beschäfti­gen.

newyork skylinenewyork loft haus

In NYC war bis zum Zeit­punkt mein­er Ankun­ft schön­stes Som­mer­wet­ter. In der Woche meines Besuch­es sollte sich das aber ändern. Ich habe also auf den let­zten Drück­er doch noch eine Jacke und eine Strumpfhose mehr in den Kof­fer gewor­fen – die richtige Entschei­dung, denn ab Dien­stag hat­ten wir keinen Som­mer mehr. Eher Ham­burg­er Schi­etwet­ter mit fein­stem Niesel­re­gen und Wind. Aber der Nord­deutsche weiß: es gibt kein schlecht­es Wet­ter, es gibt nur schlechte Klei­dung.

newyork regen schietwetter

Aber wir ihr schon auf meinen Schnapp­schüssen seht: ich hat­te auch einen Tag richti­gen Som­mer! Und was soll ich sagen: es war ein Traum, am Hud­son Riv­er spazieren zu gehen und am Hafen ein wenig die Nase in die Sonne zu hal­ten. Es hat auch ganz leicht an die Elbe und an den Ham­burg­er Hafen erin­nert.

hudson river newyork summer

Ich habe bei weit­em nicht alles von mein­er Buck­et List geschafft, aber ich will ja auch noch mal wiederkom­men kön­nen. Immer­hin habe ich das Flat­iron Build­ing, das Empire State Build­ing, Brook­lyn mit ein­er kurzen Stip­pvis­ite, den Times Square, die 5th Avenue, Ground Zero, die Brook­lyn Bridge und noch ein paar andere Eck­en ken­nen­ler­nen kön­nen.

tasche packen new york

Und den­noch ist mein Ein­druck, dass ich so viel noch hätte machen und erleben kön­nen. Allerd­ings war ich nach der Woche auch gut geschafft: die Ein­drücke sind so über­wälti­gend, die Stadt so schnell und aufre­gend… es ist schön, aber auch schön anstren­gend.

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NYC ist unfass­bar laut, voll, schnell und schläft tat­säch­lich nie.

Da ich alleine schon drei Tage gebraucht habe, um in die Zeit­zone hineinzufind­en und in der Nacht immer wieder Zeit hat­te, um am Fen­ster meines Hotels die Straßen zu beobacht­en, kann ich sagen: es ist schein­bar immer etwas los. Mor­gens um halb 9 am Times Square strö­men die Massen einem nur so ent­ge­gen und den­noch: inmit­ten des Chaos herrscht eine Gle­ich­för­migkeit und Ruhe, in der man mitschwim­men will. Alle star­ren auf ihre Handys und nichts­destotrotz ren­nt man sich nicht über den Haufen. Die Schlange im Kaf­fee­haus ist irre lang und trotz­dem hat der Barista für jeden ein offenes Ohr und eine fre­undliche Erwiderung.

melanie newyork blauVon Frem­den auf der Straße Kom­pli­mente für die Tasche oder das Make-up zu bekom­men: in Deutsch­land fast undenkbar. In den USA dur­chaus mehrfach am Tag möglich. Und ger­ade diese Her­zlichkeit, die manch ein­er aufge­set­zt find­en mag, ist beson­ders in ein­er Stadt, die so riesen­groß ist und in der der Einzelne fast unterzuge­hen dro­ht, der Grund dafür, warum sie ein men­schlich­es Gesicht bewahrt.

Über­haupt: Höflichkeit und Ser­vice unter­schei­den sich doch sehr von Deutsch­land.

newyork sunsetGle­ich ums Eck wurde eine bekan­nte amerikanis­che Show, die Wendy Williams Show aufgeze­ich­net. Hier standen mor­gens toll ange­zo­gene, vor allem schwarze Frauen in der Schlange, um in die Show zu kom­men.

Und mannomann, waren das toll eingepackte Kurven.

Von dem Kör­per­be­wusst­sein kann sich so manche Frau eine Scheibe abschnei­den! Auch in Sachen Mode schre­it­et die Glob­al­isierung voran. In den Läden find­et sich kaum eine andere Kollek­tion als in Deutsch­land, die Trends sind die Gle­ichen, die lokalen Unter­schiede nicht sehr aus­geprägt.

sweet newyorkTat­säch­lich habe ich kaum einen großen Unter­schied zu anderen Großstädten fest­stellen kön­nen. In Lon­don habe ich immer das Gefühl, mit­ten in ein Modemagazin für Her­ren gefall­en zu sein. Anzug, Schirm, nicht immer Mel­one, aber oft Hut. Auch Paris und Madrid hat­ten ihre eige­nen Looks. Den NYC-Look habe ich aber nicht ent­deck­en kön­nen. Eher war von Allem etwas dabei, was aber auch den Touris­ten und dem wech­sel­haften Wet­ter zu ver­danken ist.

melanie newyork skylineAlles in Allem waren die Men­schen in den Bars und Restau­rants aber eher unaufgeregt gek­lei­det. Ein biss­chen Grunge, ein biss­chen Läs­sigkeit und natür­lich die Turn­schuhe zum Kostüm auf dem Weg von der Metro zum Büro. Streetwear und Grandez­za in der Super­mark­tschlange, Jeans und Anzug im Cof­feeshop.

Ein biss­chen “come as you are” – sei wirk­lich Du selb­st!

newyork streetstyle people

Ich selb­st bin bei der Auswahl mein­er Out­fits vernün­ftig geblieben und habe mich oft eher für die bequeme als für die aufre­gende Vari­ante entsch­ieden. Zumin­d­est tagsüber hat­te ich fast immer meine Turn­schuhe an, die mir gute Dien­ste geleis­tet haben.

melanie selfie newyorknewyork ampel

Abends habe ich dann die Boots mit Rock und Bluse kom­biniert. Da ich vor allem Essen und danach noch entspan­nt in ein­er Bar war, hat das auch per­fekt gepasst. In den Bars trifft man sich übri­gens schein­bar schon gle­ich nach Feier­abend – daher dominieren die Anzüge und Kostüme. Ein Car­rie Brad­shaw Out­fit war nicht dabei!

melanie newyork nightIch hat­te mir selb­st vorgenom­men, ordentlich Shop­pen zu gehen und die Läden zu durch­stöbern. Aber dann haben mich die Straßen immer weit­erge­zo­gen, das Ent­deck­en der näch­sten Ecke, des näch­sten High­lights hat die Shop­ping-Lust in den Hin­ter­grund gedrängt. Den­noch mussten, wie immer, Schuhe mit!

Zwei Paar Uggs und zwei Paar Chucks. Ich kann es einfach nicht lassen.

Dazu noch ein Paar Chucks für meinen Mann und eine Strick­jacke – damit war das Höch­st­gewicht im Kof­fer dann auch erre­icht.

chucks newyork

Ich liebe meinen neuen schwarzen Led­er­rock und meine bequeme Jean­sjog­ging­hose. Let­ztere hat­te ich auf bei­den Flü­gen an und war begeis­tert! Der Rock ist toll zu kom­binieren und das Beste: er knit­tert nicht! Das heißt, dass er auch noch nach ein­er Woche gut aussieht! Lei­der war das Wet­ter nicht so gut, dass es nur für Bluse und Rock gere­icht hätte, aber abends ein biss­chen schick­er loszuziehen, hat schon Spaß gemacht. Wir sind abends oft in ver­schiedene Burg­er Bars gegan­gen. Dazu haben wir die eine oder andere Bar aus­pro­biert. So richtig tanzen war ich aber nicht, dafür war die Kon­ferenz zu anstren­gend. Und ich bin jeden Tag min­destens drei Stun­den zu Fuß unter­wegs gewe­sen: da freut man sich abends tat­säch­lich aufs Bett!

newyork selfie outfit

Ich habe viele Frauen auf High Heels gese­hen, die ganz Car­rie-like am Straßen­rand das Taxi herangewunken haben. Genau­so aber die, die Turn­schuhe tru­gen. Wahrschein­lich mit den Pumps in der Hand­tasche. Für mich kamen hohe Schuhe, so gerne ich sie auch aus­führe, dies­mal nicht in Frage: eine neue Stadt erkun­det man eben bess­er auf flachen Schuhen.

Nicht nur Sex and the City – auch all die anderen Filme, Szenen und Songs sind im Kopf und im Ohr, wenn man sich durch die Straßen bewegt.

Im Taxi zu sitzen und an all den erhobe­nen Hän­den der­er vor­beiz­u­fahren, die dieses Taxi auch gern bekom­men hät­ten, mit dem Cof­fee-to-Go durch die Straßen zu schlen­dern oder aber sich den Hals nach anderen Pas­san­ten zu ver­drehen.. Hol­ly Golight­ly und Car­rie Brad­shaw wan­deln doch immer ein biss­chen mit, in den Straßen von New York..

Rück­blick­end hat­ten New York und ich ein wun­der­bares erstes Date.

Zuerst unendlich ver­traut und fast schon gewohnt, ohne den einen großen Knall­mo­ment, erfasste mich an Tag 4 oder 5 auf ein­mal mit voller Wucht die Erken­nt­nis: ich bin wirk­lich hier. Es ist nicht nur eine Kulisse. Ich bin mit­ten­drin und atme, schmecke, füh­le diese ein­ma­lige Atmo­sphäre, die so anders ist als alles, was ich kan­nte. Ich glaube, kaum jemand kann sich diesem Rausch entziehen.

Hier kön­nt Ihr meine New York Look-A-Likes shop­pen:
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