Neujahrsvorsatz: Love yourself!

neujahrsvorsatz grosse groessen

Wir haben uns feierlich vom vergangenen Jahr verabschiedet und begrüßen nun ein neues, in der Hoffnung, es möge besser, glücklicher, erfolgreicher werden. Dazu gehören für Viele gute, alte Bräuche wie zum Beispiel das Bleigießen, das laute Abzählen des Countdowns zum neuen Jahr, Feuerwerk und Ausrufe wie „Prosit Neujahr“. Einen Usus, den einige von uns zusätzlich so kurz vor dem Jahreswechsel pflegen, ist das Festlegen von guten Vorsätzen für das neue Jahr. So ein Jahreswechsel steht häufig für einen Neuanfang. Ein guter Vorwand also, um sich selbst zu reflektieren und begangene Fehler durch neu gesetzte Ziele wieder auszumerzen oder zu verbessern.

neujahr 2017

Schließlich leben wir mittlerweile in einer Zeit, in der eines zählt: Zu funktionieren und sich dabei bitte möglichst unauffällig in ein großes Ganzes, nämlich unserer Gesellschaft, zu integrieren. Die Erwartungen steigen mit jedem Jahr exponentiell mit unseren Wünschen schneller, besser, schöner, produktiver zu werden.

So komme ich nicht umhin, mich zu fragen, wie gut sind sie eigentlich unsere guten Vorsätze?

Für mich haben gute Vorsätze immer einen bitteren Beigeschmack. So ist natürlich absolut nichts dabei, sich selbst motivieren und anspornen zu wollen. Es ist auch nichts falsch daran, sich selbst Ziele zu setzen. Es geht mir eher darum, welche Ziele wir uns setzen und wie wir diese formulieren. In den meisten Vorsätzen steckt nämlich oft ziemlich viel Negativität. Sie suggerieren uns, dass wir nicht gut genug seien, dass wir fehlerhaft sind und uns deshalb verbessern müssen. Der für mich schlimmste Vorsatz ist demnach, und das kommt sicherlich nicht überraschend, im neuen Jahr unbedingt abnehmen zu müssen. Ein Vorsatz, der, wie ich leider häufig beobachte, in der Mehrheit von Frauen gemacht wird. Das sollte uns doch zu denken geben!

wellensittich bloggerin

Tpyisch: der Wunsch abzunehmen

Nun bin ich eine Frau, die sich mit ihrem Dicksein abgefunden und Frieden geschlossen hat. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht auch Tage erlebe, an denen ich mir wünsche, das eine oder andere Pfund loswerden zu können, aber im Großen und Ganzen bin ich doch sehr zufrieden mit mir und meinem Erscheinungsbild. Das war nicht immer so und so verstehe ich auch, dass es viele Frauen gibt, die leider noch nicht das Selbstbewusstsein besitzen, sich selbst so zu mögen wie sie sind. Ich finde, es ist auch nicht Schlimmes an dem Wunsch, abnehmen zu wollen, wenn es das ist, was man wirklich für sich tun möchte. Mir geht es auch hier wieder um die Negativität, die in dem Wunsch meist fest verankert ist. Vor kurzem erst habe ich eine Freundin dabei beobachtet, wie sie etwas angewidert in den Spiegel schaute, sich in den wirklich nur sehr leicht abzeichnenden Bauch zwickte und zu sich sagte: „Nächstes Jahr kommst Du weg“.

Wir sind doch tagtäglich enormem Druck ausgesetzt, müssen wir uns dann auch noch selbst kasteien? Müssen wir uns unbedingt selbst kleinmachen und uns kaum erreichbare Ziele setzen? Wie oft konnten wir bereits unserem eigenen Druck nicht standhalten und sind an unseren falschen Vorstellungen zerbrochen, nur um am Ende des Jahres wieder hasserfüllt in den Spiegel zu blicken und uns erneut denselben Druck für das neue Jahr wieder aufzuerlegen? Der Teufelskreis, in den man dadurch gerät, ist endlos und dazu noch ungesund. Es ist Gift für das Gemüt, für die Psyche, die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein. Deswegen wird es nun Zeit diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

1. Vorsatz: der Umgang mit Dir selbst

herz lippenstift bloggerin

Was wir dafür tun können? Das Wichtigste ist wohl, einfach liebevoller zu sich selbst zu sein und sich selbst mit liebevolleren Augen zu sehen. Negativität bringt niemanden weiter. Dazu ist es ganz wichtig, sich keine Ziele zu stecken, die man eh nie erreichen wird. Kleine Schritte sind das A und O. Das gilt auch, wenn man sich wünscht, in Zukunft einen schlankeren Weg zu gehen. Wie wäre es mit Vorsätzen wie: „Nächstes Jahr will ich etwas gesünder leben“ oder „Nächstes Jahr mache ich mehr Sport oder melde mich in einem Fitnessstudio an“? Kommt man damit erstmal in die Gänge, ergibt sich alles andere von selbst und die Gefahr auf dem Weg zum eigentlichen Ziel, nämlich schlanker zu werden, zu scheitern, ist deutlich geringer. Zudem hinterlässt solch ein Vorsatz das Gefühl, etwas Gutes für sich selbst zu machen, anstatt zu vermitteln, nicht gut und schön genug zu sein.

nachdenkliche frau bloggerin

Nun will ich aber auch nicht sagen, dass alle Vorsätze gleich schlecht sind und habe mir Gedanken gemacht, welche Vorsätze ich euch mit auf den Weg geben möchte, so als Anregung. Wie wäre es mit:

  • Glücklicher sein: Glück ist immer subjektiv und somit bedeutet es für jeden was anderes. Aber wie wäre es, im neuen Jahr mehr davon zu tun, was uns tatsächlich glücklich macht? Zeit mit denjenigen zu verbringen, die uns glücklich machen?
  • Netter zu sich selbst zu sein: Ich finde, wir sind oft zu streng zu uns selbst. Wir haben falsche Erwartungen an uns selbst und verlieren uns selbst dabei aus den Augen. Seid nicht so kritisch und umgebt Euch mit Positivität! Bald schon werdet Ihr Euch mit ganz anderen Augen sehen und strahlt diese Positivität dann auch aus.
  • Zeit für sich selbst nehmen: Es ist schön, für Andere da zu sein und sich aufopfernd um seine Mitmenschen zu kümmern. Wir vergessen dabei nur häufig, uns auch um uns selbst zu kümmern. Im neuen Jahr sollten wir uns bewusst Zeit einräumen, um nur etwas für uns zu machen. Das macht langfristig gesehen auch glücklicher.
  • Sich jeden Tag ein Kompliment machen: Jetzt mal ehrlich, wie oft schaut Ihr in den Spiegel und kritisiert Euch dabei? Das hinterlässt ein negatives Gefühl und rüttelt am Selbstbild. Da wäre es doch eine wundervolle Challenge, jeden Tag ein Mal in den Spiegel zu schauen, zum Beispiel bei dem letzten prüfenden Blick, bevor man aus dem Haus geht, und sich selbst etwas Nettes zu sagen.
  • Herausfinden was wirklich zählt: Öfter mal auf das eigene Herz hören, gehört zum Beispiel dazu. Was ist wirklich wichtig für mich und auf was kann ich verzichten? Gerade zu solch aufregenden Zeiten, in denen wir gerade leben, ist es wichtig, sich klar zu machen, was das Leben wirklich lebenswert macht und sich in Zukunft mehr damit zu befassen. Für mich sind das zum Beispiel mein Partner, meine Vögel und meine Freunde.
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