Bequem über den Wolken

20. November 2019 | von

Ich liebe das Reisen und erkunde unglaublich gerne neue Län­der, geheime Orte oder inter­es­sante Städte. Mit meinem Mann Ste­fan bin ich auch schon gut in der Welt herumgekom­men – zum Glück mag er das Reisen eben­so gerne. So haben wir vor drei Jahren z.B. eine Run­dreise durch die USA (Kali­fornien) gemacht, oder sind nach unser­er zweit­en Traumhochzeit nach Thai­land geflo­gen. Alles wun­der­schön, wenn da nicht das lästige Fliegen wäre. Für einen beque­men Busi­ness-Class-Flug sind wir ein­fach zu geizig und es ist auch viel zu teuer. So muss aus der Holzk­lasse dann das Beste gemacht wer­den.

Mit Übergewicht fliegen – unsere Tipps

Meine Erfahrungen mit dem Fliegen

Zugegeben, als kurvige Frau hat man es im Flieger auch nicht immer ganz so leicht. So bekomme ich schon Trä­nen in den Augen, wenn ich z.B. sehe, dass mein Sitz eine durchgängige Arm­lehne als Schale (bis runter zum Sitz aus Plas­tik) hat. Die Notaus­gangs- oder Ersatzsitze, die nachträglich in die Mas­chine einge­baut wur­den, sind oft so konzip­iert. Heißt auf gut Deutsch: Mit einem bre­it­eren Hin­tern oder etwas aus­laden­den Hüften hat man darin keinen Spaß. Das kann schnell zu einem pein­lichen Kilo-Erleb­nis wer­den! Ich hat­te mal auf einem knal­lvollen Flug nach Bangkok dieses „Vergnü­gen“ und kon­nte Gott sei Dank mit ein­er lieben (sehr zier­lichen) Dame tauschen. Falls der Gurt zu kurz sein sollte (auf manchen Flü­gen ist es tat­säch­lich so), erkundigt Euch kurz und leise bei ein­er Stew­ardess nach einen Ver­längerungs­gurt – das ist keine Schande!

Theodora in New York

Ich vor kurzem in New York, nach einem anstren­gen­den Flug.

Die Gesundheit

Throm­bose – kein­er möchte es gerne hören, und ich bin tat­säch­lich ein ange­blich vorgeschädigtes Mäd­chen. Auch wenn mir dies von anderen Ärzten wiederum nicht bestätigt wurde, habe ich seit­dem ein biss­chen Angst und bilde mir ab und zu auch eine Throm­bose ein. Ich muss aber dazu sagen, dass ich eh ein klein­er Hypochon­der bin.

Meine Tipps fürs Fliegen mit Übergewicht:

  • Auf einem Langstreck­en­flug Stützstrümpfe aus dem San­ität­shaus anziehen! Es ist viel angenehmer, damit zu fliegen und die Beine wer­den nicht so dick.
  • Eben­falls sehr wichtig ist die regelmäßige Bewe­gung. Ich ste­he ein­mal pro Stunde auf oder mache Übun­gen mit meinen Beinen (z.B. eine „8“ mit den Füßen kreisen). Glaubt mir, das wirkt Wun­der!!
  • Weit­er würde ich Euch empfehlen, immer einen Gang­platz zu buchen, so kommt Ihr leichter raus und müsst nicht immer Euren Sitz­nach­barn fra­gen.
Fliegen mit Übergewicht

Auf einem Langstreck­en­flug achte ich darauf, beson­ders viel Wass­er zu trinken, und nehme mir hier­für extra eine Trink­flasche von zu Hause mit, die mir dann immer wieder aufge­füllt wird.

Eben­falls habe ich immer mit im Handgepäck:

  • Nack­en­hörnchen
  • Hand­creme
  • Hand­desin­fek­tion
  • Lip­penpflege

Die nicht belegten Sitzreihen

Wir hat­ten tat­säch­lich schon öfters das Glück, dass wir auf Flü­gen eine Sitzrei­he für jeden von uns zur Ver­fü­gung gestellt bekom­men haben. So lässt es sich natür­lich ger­ade mit Übergewicht mega angenehm fliegen. Da macht mir sog­ar meine Flu­gangst nicht mehr viel aus! Ich mache mich hier­für schon vorher mit der nettesten Stew­ardess ver­traut und frage sie, ob sie mir ggf. einen Platz frei­hal­ten kann. Pro­biert es mal aus! Auf meinem let­zten Hin­flug nach New York hat­te ich das Glück mit der freien Sitzrei­he, da der Flieger nicht voll war. Beim Rück­flug allerd­ings war kein einziger Platz mehr frei – kann passieren… Da war ich froh um meine Gad­gets im Handgepäck!

Was sind Eure Erfahrun­gen mit dem Fliegen? Teilt sie mir gerne mit! 🙂

Letzte Kommentare (8)

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Bianka
Sonntag, 17. November 2019, 14:20 Uhr

Hal­lo. Mein Name ist Bian­ka. Mein Mann und ich fliegen am Dezem­ber nach Südafri­ka. Ich habe so Angst vor dem Flug. Ich bin auch dick und habe Angst vor dem Sitz. Ich habe Angst, mich die ganze Zeit nicht bewe­gen zu kön­nen. Wenn doch alles nur schön vor­bei wäre. LG Bian­ka 🙂

Eva
Mittwoch, 6. November 2019, 21:35 Uhr

N’ Abend zusam­men,
Tolles The­ma, komme grade zurück aus Istan­bul und hat­te auf dem Hin­flug ein Erleb­nis, das ich so nicht nochmal brauche.
In ein­er Pega­sus Mas­chine war die nor­male Toi­lette schon lange beset­zt so dass der sehr fre­undliche Stew­ard mir die Per­son­al­toi­lette anbot.
Ich sage nur es war ein Raum von ca 50 cm Bre­ite… ich war froh dass ich die Hose runter und wieder hoch bekam. Danach habe ich nichts mehr getrunk­en, um da nicht nochmal drauf zu müssen 🤭 .
Also mein Tipp. Wartet lieber und geht nicht auf die Per­son­al­toi­lette.
Schö­nen Abend noch, Gruß Eva

Stephanie
Mittwoch, 6. November 2019, 7:25 Uhr

Ich fliege nicht oft aber immer vorm Flug hab ich Panik und denke oh man hof­fentlich passt du in den Sitz… im Som­mer auf dem Rück­flug von Mal­lor­ca saßen meine beste Fre­undin und ich getren­nt, neben mir saß ein älteres Pärchen, er ganz klein und schmal und sie klein und knud­dlig. Ich hat­te den Fen­ster­platz und sie saß in der Mitte als ich zu meinem Platz kam. Sie ließen mich durch und dabei sagte sie zu ihm im gen­ervten Ton setz du dich in die Mitte. Er und ich kamen super klar miteinan­der aber in der Rei­he schräg vor uns saß sein Sohn und dieser drehte sich immer wieder um und fragte papa wir kön­nen den Platz auch noch tauschen wenn du willst… immer und immer wieder.. da kam ich mir echt so doof vor und hab mich ver­sucht kaum zu bewe­gen, dass sich nie­mand von der dick­en gestört fühlt.

Compulilli
Sonntag, 3. November 2019, 8:32 Uhr

Danke für die Tipps. Allerd­ings ver­ste­he ich das mit dem trinken nicht ganz. Ich trinke extra so gut wie nichts, weil ich absoluten Hor­ror vor den zu engen Toi­let­ten habe. In mein­er Vorstel­lung bleibe ich dort beim Ver­such die Hosen run­terzuziehen irgend­wie klem­men und benötige fremde Hil­fe. Welche Erfahrun­gen habt ihr damit?

Jana
Montag, 2. September 2019, 21:25 Uhr

Danke für die Tipps zum fliegen. Bekomme ich auch Kom­pres­sion­sstrümpfe auch für stramme Waden

Minga
Sonntag, 4. August 2019, 9:02 Uhr

Wir fliegen meist nach Aus­tralien, der Ver­wandtschaft wegen. Da dies eine lange Strecke ist, wobei mir mein Gewicht schon etwas im Weg ist, ver­suche ich schon bei der Fluglin­ie etwas aufzu­passen. Ich sehe mir die Sitz­ab­stände im Netz an. Man glaubt nicht, was da 2 oder 3cm aus­machen. Die 100 oder 200 Euro mehr gönne ich mir. Bess­er als Busi­ness zu buchen. Zu den Cremes habe ich oft so ein Spray für das Gesicht dabei, küh­les Wasser­spray im Gesicht ist super. Aber für mich das wichtig­ste ist ein wirk­lich guter Lip­penpfleges­tift, da die als erstes aus­trock­nen. Vor dem Fliegen eine Throm­bosespritze erset­zt die orthopädis­chen Strümpfe, da ich in denen die Zehen nicht gut bewe­gen kann. Ich trage flauschige Sock­en mit Stop­pern. Die Zehen lassen sich spreizen und auf und ab bewe­gen. Die ortho Strümpfe schnei­den mich unterm Knie zu doll ein, da krieg ich Blut­stau. Nicht gut. Da wir immer im Win­ter fliegen, in die Sonne trage ich niemals Jeans, son­dern eine Jog­ging­hose, ein kurzärmeliges Shirt und drüber eine Sweat­jacke, so kann ich je nach Bedarf mich an- oder ausziehen und dem Wet­ter am Ankun­ft­sort anpassen

BIBI
Sonntag, 23. Juni 2019, 20:43 Uhr

Das Prob­lem mit den Klappt isch Chen hab ich auch. Mein Trick: das Kopfkissen auf die Ober­schenkel leg­en und darauf das Tablett able­gen. Hat bei mir ganz gut funk­tion­iert.

Kim
Montag, 27. Mai 2019, 21:34 Uhr

Ach ich finde Deinen Blog klasse. Ich komme qua­si frisch aus dem Urlaub. Meine bessere Hälfte und ich waren auch ger­ade in New York. Ja und auch ich bin sehr kurvig und hat­te zu kämpfen. Wir haben am Vortag online eingecheckt und kon­nten dabei auch unsere Sitz­plätze buchen. Wir dacht­en auch vor­rangig an die Bein­frei­heit und haben dann Sitze in der Econ­o­my gebucht, die an die Bor­d­küche gren­zten, also vor uns waren keine Sitze son­dern eine Wand. Und ich musste schmun­zeln, als Du genau eben diesen Sitz beschrieben hast. Es war nicht schön, aber auszuhal­ten, man kon­nte sich nicht viel bewe­gen, aber ich kon­nte die Beine ausstreck­en. Schlim­mer für mich waren die Tis­che!!! Hor­ror, ich wäre am lieb­sten im Erd­bo­den ver­sunken. Ich habe einen großen Bauch und dieser hat es ver­hin­dert, dass ich den Tisch richtig ausklap­pen kon­nte. Es war mit so pein­lich, das Essen wurde verteilt und ich klappte den Tisch aus und die zweite Hälfte ver­schwand qua­si in meinem Bauch. Das Essen kam immer dichter und ich hat­te mir schon Alter­na­tiv­en gesucht, wie ich einiger­maßen geschickt das Essen zu mir nehmen kon­nte. Ich hat­te immer „Angst“, dass ich den Gurt nicht schließen kann. Aber das in Wirk­lichkeit ein Tisch mir das Leben schw­er macht, damit hat­te ich nicht gerech­net. Auf unserem Flug Düs­sel­dorf-Ham­burg gab es auch einen Snack. Als ich den Tisch run­terk­lap­pen wollte, lag der sog­ar nahezu auf dem Bauch auf.