Warum mir die Fastenzeit
wichtig ist

30. März 2020 | von

Die Fas­ten­zeit vor Ostern ist für viele Men­schen beson­ders wichtig — für mich auch. Allerd­ings wed­er aus religiösen Grün­den, noch weil ich abnehmen möchte.

Viele Menschen fasten in der Zeit vor Ostern

Ab Ascher­mittwoch wird wieder gefastet. 40 Tage lang, bis Oster­son­ntag, wird verzichtet, und zwar auf vieles, was man beson­ders gerne mag. Das kann das Glas Wein zum Feier­abend sein, die Schoko­lade im Büro, Net­flix, „Tatort“ oder auch das Auto. Der Möglichkeit­en gibt es viele und jed­er Men­sch kann sich etwas Passendes her­aus­suchen. Etwas, wo der Verzicht auch schmerzt. Denn das sollte er – zumin­d­est ein biss­chen. Damit wir uns richtig ver­ste­hen: Dabei geht es nicht ums Abnehmen!

Auch ich bin dieses Jahr wieder dabei. Am Anfang sehr fro­hge­mut und ambi­tion­iert. Zum Ende hin dann eher lust­los, unwillig und mit Aus­rutsch­ern. Aber wenig­stens ein­mal im Jahr will ich meinem Willen zeigen, wer hier der Herr im Haus ist. Das ist aber nicht der einzige Grund:

Warum beteiligen sich die Leute an der Fastenzeit
In der Fastenzeit Verzicht ueben

Meine sechs guten Gründe für den Verzicht:

1. Ich will wieder wertschätzen. Seien wir doch mal ehrlich: Das Überange­bot an Waren ist für uns so selb­stver­ständlich, dass wir es gar nicht mehr wahrnehmen, geschweige denn wertschätzen. Nicht nur die Super­märk­te sind voll, unsere Speisekam­mern auch und von meinem (deinem vielle­icht auch?) Klei­der­schrank will ich gar nicht reden. Wer immer alles hat, ver­lernt unseren Wohl­stand als solchen zu erkennen.

2. Ich möchte meinem Kör­p­er etwas Gutes tun. Tagsüber im Büro die Schoko­lade zur Hand, ein Stück Kuchen zwis­chen­durch und zum Feier­abend ein Gläschen Rosé. Das ist leck­er, zweifel­los, aber gesund ist das in dieser Regelmäßigkeit nicht. Deshalb will ich darauf verzichten.

3. Ich will meine Sinne schulen. Wie schmeckt Zuck­er nach 40 Tagen Verzicht? Und: Wie süß muss meine Nahrung wirk­lich sein? Immer wieder höre ich davon, dass Men­schen nach einem Zuck­erdetox unsere indus­triell gesüßten Pro­duk­te als viel zu süß empfind­en. Ich bin gespannt!

Verzicht auf Schokolade und andere Dinge waehrend der Fastenzeit

4. Ich will meinen Schweine­hund trainieren. Der ist näm­lich ziem­lich unfit gewor­den. Ja, ich will schauen, wie beherrscht ich bin, und wie weit mich meine Selb­st­diszi­plin bringt. Ich gebe es zu: Ich bin nicht son­der­lich opti­mistisch – aber vielle­icht werde ich ja pos­i­tiv überrascht.

5. Ich will weniger zu mehr machen. Wer verzichtet, weiß das Wenige mehr zu schätzen. Davon bin ich überzeugt.

6. Ich will die Gemein­schaft erleben. In meinem Umfeld wird tat­säch­lich ziem­lich viel und ziem­lich Unter­schiedlich­es gefastet. Da macht der Verzicht dann dur­chaus auch Spaß. Also: zumin­d­est fast!

Was sind deine Gründe fürs Fas­ten oder find­est du es überflüssig?

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