Erfahrungsbericht Diäten: Wie Abnehmen unser Leben bestimmt

3. Januar 2020 | von

Das lei­di­ge The­ma Diäten … Ich habe schon viele davon durch und da bin ich sich­er nicht die einzige. Ich möchte dir in diesem Beitrag ein biss­chen davon erzählen und zeigen, wie mich der Abnehmwahn bee­in­flusst hat und das schon sehr früh. Was machen Diäten mit uns?

Der Abnehmwahn ergreift auch junge Maedchen

Jedes Jahr aufs Neue: Diäten für die Bikinifigur 

Egal ob in der Fernse­hwer­bung, Zeitschriften oder Wer­beanzeigen im Inter­net – vor allem im Früh­jahr wird die Wer­be­trom­mel für Diäten wieder kräftig gerührt. Denn wir wollen/sollen doch alle pünk­tlich zum Som­mer unsere soge­nan­nte Bikinifig­ur haben. Schlecht­es Gewis­sen, Unsicher­heit und Sorge macht sich bre­it: Bin ich denn wirk­lich gut so, wie ich bin oder sollte ich nicht doch noch das ein oder andere Pfund ver­lieren und mir einen ach so guten Diät­shake kaufen.  

Ich habe schon viele solch­er Wun­der­shakes getrunk­en und mich von Wer­beanzeigen, mah­nen­den Worten oder Blick­en bee­in­flussen lassen. Wenn ich zurück­blicke, fing das schon im frühen Jugen­dal­ter an und war lange ein großer Bestandteil meines Lebens. Klar, mein Gewicht ist ein großer Bestandteil meines Lebens, aber ich war eben nicht immer selb­st­be­wusst, son­dern früher auch sehr labil, unsich­er und ein gefun­denes Fressen für neue Abnehmtrends. Wirk­lich trau­rig, wenn ich daran zurück­denke. Und ich frage mich manch­mal: Wie wäre ich wohl, wenn ich das alles nicht gemacht hätte?  

Die erste Diät als junges Mädchen 

Schon im Kinde­salter war ich ein­fach kerniger als andere Mäd­chen. Das ver­wächst sich alles noch, sobald sie in die Pubertät kommt”, hieß es immer. Eigentlich war ich voll okay, so wie ich war, und würde mich heute niemals als dick beze­ich­nen, wenn ich mein 12-jähriges Ich auf der Straße sehen würde. Sehr früh wurde ich allerd­ings schon ermah­nt und verspot­tet, weil ich nicht so dünn war wie andere. Also fing ich damit an, mir im Drogeriemarkt gün­stige Schoko­lade­shakes zu besor­gen, mit denen man abnehmen kann. Gebracht hat es nichts, außer ein kom­plettes durcheinan­der des Blutzuck­er­spiegels etc.  

Diaetshakes fuehren oft zu krasseren Diaeten

Von Diätshakes zu Tabletten 

Weit­er ging es dann mit Tablet­ten, die wie ein Schwamm im Magen aufge­hen und den Hunger stillen soll­ten. Hat tat­säch­lich  wie erwartet – nicht funk­tion­iert. Also griff ich auf Empfehlung irgend­wann zum guten alten Grü­nen Tee und trank diesen Liter­weise, weil mir erzählt wurde, dass schon mal jemand damit über wenige Wochen hin­weg zig Kilos ver­loren hat. Dann muss das bei mir ja auch funk­tion­ieren, dachte ich … von wegen. Viel gefährlich­er und schlim­mer wurde es, als ich mir statt Grünem Tee einen speziellen chi­ne­sis­chen Tee ein­ver­leibte, der mich mit Magen­schmerzen belohnte.  

Der gefürchtete JoJo-Effekt 

Ich konnte nicht ver­ste­hen, warum aus­gerech­net bei mir solch ein Pro­dukt nie wirk­te und war manch­mal sehr verzweifelt. Auch im Alter zwis­chen 16 und 26 habe ich immer wieder ver­schiedene Prä­parate aus­pro­biert oder Ernährungs­for­men wie Kohlsup­pendiät, Salat, Low Carb, Trennkost und vieles mehr. Manch­es half kurzfristig oder kurbelte den Organ­is­mus an, aber die Freude war meist nicht von Dauer, da ich die ver­lore­nen Kilos schnell wieder drauf hatte. 

Das alles führte natür­lich zu ziem­lich viel Frust. Ich wollte Erfolg haben und Gewicht ver­lieren. dafür nahm ich dann auch andere, krassere Abnehm­meth­o­d­en in Kauf. Dabei ver­gisst man dann ganz schnell die Risiken für die eigene Gesundheit.

Spritzen gegen das Übergewicht 

Der Super­gau war neben den Tablet­ten, die in Form von Öl wieder aus­geschieden wur­den, mein Besuch bei ein­er Diät­ge­sellschaft, laut deren Pro­gramm ich nur noch Eiweiß zu mir nehmen durfte und täglich in den Bauch gespritzt wurde. Der Spaß hat auch noch einen mit­tleren 3-stel­li­gen Betrag im Monat gekostet und war ein­fach grauen­voll.  

Wer wäre ich ohne Diäten? 

Wie oben schon erwäh­nt, frage ich mich manch­mal wirk­lich, wer ich heute wäre, wenn ich das alles nicht hin­ter mir hätte. Die Zeit­en haben sich geän­dert und ich finde es großar­tig, dass die heute junge Gen­er­a­tion Men­schen wie uns Plus Size Blog­ger hat, die motivieren und zeigen, dass man auch jen­seits ein­er Größe 38 glück­lich sein darf. Ich hätte mir gewün­scht, dass es das früher schon gegeben hätte 

Diäten sind keine gute Alter­na­tive zu ein­er gesun­den Ernährungsweise. Diese hat aber nicht immer zwangsläu­fig etwas mit Abnehmen zu tun, son­dern kann ganz ein­fach nur der per­sön­liche Lifestyle sein. Und da ist auch Schoko­lade mit erlaubt – zumin­d­est bei mir. 😉

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