10 Tipps für das Mama-Sein

Bloggerin Julis über das Mama sein

Liebe Soulfully-Leserinnen, als unsere Gastbloggerin Julia von INBETWEENIE MUST HAVES Mama geworden ist, tauchten unzählige gut gemeinte Ratschläge zu allen Mama-Lebenslagen auf, die sie teilweise aber nur noch mehr verunsicherten. Wie sie damit umgegangen ist und welche Tipps, sie rückwirkend gerne bekommen hätte, verrät sie Euch heute. Viel Spaß beim Lesen!


Wie Ihr bestimmt mitbekommen habt, hat Soulmate Tati vor Kurzem ihr Baby bekommen. Ist das nicht großartig? Oh, ich freue mich mit all meiner in knapp acht Jahren angehäuften Mama-Liebe so richtig doll für sie und ihre Familie. Was da für spannende Zeiten vor ihnen liegen! Das ist doch wie ein kleines, perfektes Wunder. Sichtbar gewordene Liebe. So ein frischgeschlüpftes, duftig weiches Kuschelwesen in den Armen zu halten, das man den ganzen Tag lang immer wieder nur bestaunen muss …

Entspannt Mama sein

Mmh, wie Ihr seht, romantisiert sich die Erinnerung an meine erste Zeit als Mama rückwirkend eventuell ein bisschen. Denn wenn ich länger darüber nachdenke, tat sich bei mir damals, mit all dem Zauber über das neue Leben, das ab sofort den Lebensmittelpunkt einer jeden Mama einnimmt, erst mal eine Welt voller Fragen, Unsicherheiten und Zweifel auf.

Und von allen Seiten tauchten unzählige gut gemeinte Ratschläge zu allen Mama-Lebenslagen auf, die mich teilweise aber nur noch mehr verunsicherten. Einerseits war ich in meiner Unwissenheit sehr dankbar dafür, andererseits konnte ich überhaupt nicht einordnen, was davon jetzt wirklich richtig und wichtig ist, und so war ich einfach mit der Gesamtsituation Mama-Sein komplett überfordert.

Wohnzimmer stilvoll eingerichtetEntspannt Mama sein

Über die Jahre ist meine anfängliche Unsicherheit mittlerweile nach und nach einer grundsoliden Mama-Routine gewichen. Und wenn ich meinem Ich von vor acht Jahren heute per Zeitmaschine ein paar Tipps mit auf den Weg geben könnte, wüsste ich genau, was ich mir selbst damals gesagt hätte.

Selfie von JuliaWandspruch mit toller Typo

Meine 10 Tipps für ein entspanntes Mama-Sein

Mit meinen Tipps möchte hier auf keinen Fall den Eindruck einer staatlich qualifizierten Erziehungsratgeberin vermitteln. Es ist eher eine Zusammenfassung dessen, was ich, als manchmal durchaus überforderte Mama, einfach gerne schon viel früher gewusst hätte.

  1. Höre auf Dein Bauchgefühl.

Das hört sich auf den ersten Blick vielleicht abgedroschen an, aber manchmal ist es eben so einfach. Denn genau so ist es: nur Du selbst weißt, was für Dich und Dein Kind am besten ist. Die Natur hat das schon ziemlich gut in Deiner frisch installierten Mama-Software einprogrammiert.

  1. Schluss mit dem schlechten Gewissen!

Der Haushalt und die Wäsche türmen sich, die Steuererklärung und der Garten müssten auch mal gemacht werden und dann wolltest Du ja auch noch endlich mal wieder zum Sport? Stimmt! Aber Du kannst nicht allem gleichzeitig gerecht werden. Und Lachen und Kuscheln kann man auch, wenn um einen herum mal das Chaos regiert.

  1. Nimm Dir Zeit für Dich selbst.

Und damit meine ich nicht nur, zur Abwechslung mal alleine aufs Klo zu gehen. Wobei sich das bei extrem anhänglichen Krabbelkindern auch schon wie Wellness anfühlen kann. Nein, ich meine wirklich für DICH, für etwas, das Dich begeistert, was Dich zufrieden macht. Manchmal reicht da auch schon ein heißer Milchkaffee auf dem Sofa, während die Kinder gebannt ihre Lieblings-Sendung schauen dürfen.

  1. Sei eine Löwenmama!

Wenn es um das Wohlergehen meiner Kinder geht, mache ich keine Kompromisse. Punkt. Da kämpfe ich.  

  1. Es ist alles nur eine Phase.

Mein Mantra für kleine Grenzen-Austester, Essens-Verweigerer, Zickenterror-Veranstalter oder Klamotten-Kritiker: Durchhalten, entspannte Haltung bewahren, weitermachen. Es geht vorbei. Irgendwann. Was noch hilft? Die Stress-Situation zu verlassen, und wenn man nur in ein anderes Zimmer geht oder das Kind mit irgendeinem vermeintlich spannenden Thema ablenkt. Manchmal nützt aber eben einfach nur Aussitzen.

Bloggerin Julia zeigt ihr BildJulia mit Zeichnung beim Sonnenuntergang

     6. Ein Kind darf auch nachts mal ins Elternbett!

Obwohl ich absolut gegen Bücherverbrennung bin – bei Ratgebern wie „Jedes Kind kann schlafen lernen“ würde ich eventuell eine Ausnahme machen. Man muss sein Kind nicht stundenlang schreien lassen, bis es vor lauter Erschöpfung und Verzweiflung von selbst einschläft. Das stresst Mama und Mini auf folternde Weise und ist absolut unnötig. Geborgenheit, Kuscheln und das Gefühl „meine Mama ist für mich da“ – das alles ist lebenswichtig und für mich die Grundzutat für ein gesundes Kinder-Selbstwertgefühl.

  1. Entweder man lebt, oder man ist konsequent.

Diesen Spruch habe ich neulich mal zufällig auf einer Postkarte entdeckt, die jetzt an meinem Kühlschrank klebt. Das soll jetzt nicht heißen, sich ständig über alle Regeln hinweg zu setzen. Aber man darf durchaus mal alle Fünfe gerade sein lassen.

  1. Manchmal hilft nur Bestechung.

„Wenn Du Dich jetzt ganz schnell und ohne Theater anziehst, kriegst du nachher in der Stadt ein Eis.“ – Eigentlich hasse ich diese erpresserischen Vereinbarungen, aber manchmal hilft nur das. Vor allem bei Termindruck. Es ist einfach so. Und das Eis in der Stadt hätte es vielleicht so oder so gegeben …

  1. Vergleiche Dich nicht mit anderen Mamas.

Bestimmt gibt es sie auch in Eurem Mama-Umfeld. Die Mamas, die gefühlt alles im Griff haben. Deren Kinder sich immer adrett gekleidet, wohlerzogen und tiefenentspannt sinnvoll alleine im picobello aufgeräumten Kinderzimmer beschäftigen. Die am perfekt gedeckten Mittagstisch alles Knigge-gerecht essen. Nie einen Zwergen-Aufstand anzetteln würden. Blickt man aber dann mal hinter die Kulissen, haben auch diese Prachtexemplare auf Nachfrage bei der Mama ihre fünf Minuten. Sehr beruhigend. Außerdem kann man meiner Meinung nach nur mit seinem eigenen Familien-Erfolgsrezept glücklich werden. Und bei uns lautet aktuell das Motto: „Entschuldigen Sie die Unordnung – wir wohnen hier“.

  1. Dein Alltag ist ihre Kindheit.

Wenn ich an machen Tagen merke, dass ich am liebsten die Wände hochgehen würde oder kurz davor bin, eine Mutter-Kind-Kur (am liebsten dann auch ehrlich gesagt ohne Kinder, bitte) zu beantragen, rufe ich mir diesen Satz in Erinnerung. Und der meiste Stress, den man sich im Alltag macht, ist doch hausgemacht, oder? Meine Einstellung zum Leben überträgt sich auf meine Kinder, also achte ich darauf, meinen Alltag so stressfrei wie möglich zu halten und ihn mit vielen kleinen spannenden Glücksmomenten voll zu stopfen.

Also, Ihr lieben Mamas da draußen, lasst Euch nicht verunsichern. Wenn ich Euch ein bisschen inspirieren konnte, freue ich mich sehr. Den einen ultimativen Tipp für Mütter gibt es aber nicht. Bleibt Euch einfach selbst treu und der Rest findet sich.

Eure Julia

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