10 entspannte Tipps für das Mama-Sein

8. Mai 2018 | von

Liebe Soul­ful­ly-Leserin­nen, als unsere Gast­blog­gerin Julia von INBETWEENIE MUST HAVES Mama gewor­den ist, taucht­en unzäh­lige gut gemeinte Ratschläge zu allen Mama-Lebensla­gen auf, die sie teil­weise aber nur noch mehr verun­sicherten. Wie sie damit umge­gan­gen ist und welche Tipps, sie rück­wirk­end gerne bekom­men hätte, ver­rät sie Euch heute. Viel Spaß beim Lesen!


Wie Ihr bes­timmt mit­bekom­men habt, hat Soul­mate Tati vor Kurzem ihr Baby bekom­men. Ist das nicht großar­tig? Oh, ich freue mich mit all mein­er in knapp acht Jahren ange­häuften Mama-Liebe so richtig doll für sie und ihre Fam­i­lie. Was da für span­nende Zeit­en vor ihnen liegen! Das ist doch wie ein kleines, per­fek­tes Wun­der. Sicht­bar gewor­dene Liebe. So ein frischgeschlüpftes, duftig weich­es Kuschel­we­sen in den Armen zu hal­ten, das man den ganzen Tag lang immer wieder nur bestaunen muss …

Entspannt Mama sein

Mmh, wie Ihr seht, roman­tisiert sich die Erin­nerung an meine erste Zeit als Mama rück­wirk­end eventuell ein biss­chen. Denn wenn ich länger darüber nach­denke, tat sich bei mir damals, mit all dem Zauber über das neue Leben, das ab sofort den Lebens­mit­telpunkt ein­er jeden Mama ein­nimmt, erst mal eine Welt voller Fra­gen, Unsicher­heit­en und Zweifel auf.

Und von allen Seit­en taucht­en unzäh­lige gut gemeinte Ratschläge zu allen Mama-Lebensla­gen auf, die mich teil­weise aber nur noch mehr verun­sicherten. Ein­er­seits war ich in mein­er Unwis­senheit sehr dankbar dafür, ander­er­seits kon­nte ich über­haupt nicht einord­nen, was davon jet­zt wirk­lich richtig und wichtig ist, und so war ich ein­fach mit der Gesamt­si­t­u­a­tion Mama-Sein kom­plett über­fordert.

Wohnzimmer stilvoll eingerichtetEntspannt Mama sein

Über die Jahre ist meine anfängliche Unsicher­heit mit­tler­weile nach und nach ein­er grund­soli­den Mama-Rou­tine gewichen. Und wenn ich meinem Ich von vor acht Jahren heute per Zeit­mas­chine ein paar Tipps mit auf den Weg geben kön­nte, wüsste ich genau, was ich mir selb­st damals gesagt hätte.

Selfie von JuliaWandspruch mit toller Typo

Meine 10 Tipps für ein entspanntes Mama-Sein

Mit meinen Tipps möchte hier auf keinen Fall den Ein­druck ein­er staatlich qual­i­fizierten Erziehungsrat­ge­berin ver­mit­teln. Es ist eher eine Zusam­men­fas­sung dessen, was ich, als manch­mal dur­chaus über­forderte Mama, ein­fach gerne schon viel früher gewusst hätte.

  1. Höre auf Dein Bauchge­fühl.

Das hört sich auf den ersten Blick vielle­icht abge­droschen an, aber manch­mal ist es eben so ein­fach. Denn genau so ist es: nur Du selb­st weißt, was für Dich und Dein Kind am besten ist. Die Natur hat das schon ziem­lich gut in Dein­er frisch instal­lierten Mama-Soft­ware ein­pro­gram­miert.

  1. Schluss mit dem schlecht­en Gewis­sen!

Der Haushalt und die Wäsche tür­men sich, die Steuer­erk­lärung und der Garten müssten auch mal gemacht wer­den und dann woll­test Du ja auch noch endlich mal wieder zum Sport? Stimmt! Aber Du kannst nicht allem gle­ichzeit­ig gerecht wer­den. Und Lachen und Kuscheln kann man auch, wenn um einen herum mal das Chaos regiert.

  1. Nimm Dir Zeit für Dich selb­st.

Und damit meine ich nicht nur, zur Abwech­slung mal alleine aufs Klo zu gehen. Wobei sich das bei extrem anhänglichen Krabbelkindern auch schon wie Well­ness anfühlen kann. Nein, ich meine wirk­lich für DICH, für etwas, das Dich begeis­tert, was Dich zufrieden macht. Manch­mal reicht da auch schon ein heißer Milchkaf­fee auf dem Sofa, während die Kinder geban­nt ihre Lieblings-Sendung schauen dür­fen.

  1. Sei eine Löwen­ma­ma!

Wenn es um das Woh­lerge­hen mein­er Kinder geht, mache ich keine Kom­pro­misse. Punkt. Da kämpfe ich.  

  1. Es ist alles nur eine Phase.

Mein Mantra für kleine Gren­zen-Austester, Essens-Ver­weiger­er, Zick­en­ter­ror-Ver­anstal­ter oder Klam­ot­ten-Kri­tik­er: Durch­hal­ten, entspan­nte Hal­tung bewahren, weit­er­ma­chen. Es geht vor­bei. Irgend­wann. Was noch hil­ft? Die Stress-Sit­u­a­tion zu ver­lassen, und wenn man nur in ein anderes Zim­mer geht oder das Kind mit irgen­deinem ver­meintlich span­nen­den The­ma ablenkt. Manch­mal nützt aber eben ein­fach nur Aus­sitzen.

Bloggerin Julia zeigt ihr BildJulia mit Zeichnung beim Sonnenuntergang

     6. Ein Kind darf auch nachts mal ins Eltern­bett!

Obwohl ich abso­lut gegen Bücherver­bren­nung bin — bei Rat­ge­bern wie „Jedes Kind kann schlafen ler­nen“ würde ich eventuell eine Aus­nahme machen. Man muss sein Kind nicht stun­den­lang schreien lassen, bis es vor lauter Erschöp­fung und Verzwei­flung von selb­st ein­schläft. Das stresst Mama und Mini auf folternde Weise und ist abso­lut unnötig. Gebor­gen­heit, Kuscheln und das Gefühl „meine Mama ist für mich da“ — das alles ist lebenswichtig und für mich die Grundzu­tat für ein gesun­des Kinder-Selb­st­wert­ge­fühl.

  1. Entwed­er man lebt, oder man ist kon­se­quent.

Diesen Spruch habe ich neulich mal zufäl­lig auf ein­er Postkarte ent­deckt, die jet­zt an meinem Kühlschrank klebt. Das soll jet­zt nicht heißen, sich ständig über alle Regeln hin­weg zu set­zen. Aber man darf dur­chaus mal alle Fünfe ger­ade sein lassen.

  1. Manch­mal hil­ft nur Bestechung.

„Wenn Du Dich jet­zt ganz schnell und ohne The­ater anziehst, kriegst du nach­her in der Stadt ein Eis.“ — Eigentlich has­se ich diese erpresserischen Vere­in­barun­gen, aber manch­mal hil­ft nur das. Vor allem bei Ter­min­druck. Es ist ein­fach so. Und das Eis in der Stadt hätte es vielle­icht so oder so gegeben …

  1. Ver­gle­iche Dich nicht mit anderen Mamas.

Bes­timmt gibt es sie auch in Eurem Mama-Umfeld. Die Mamas, die gefühlt alles im Griff haben. Deren Kinder sich immer adrett gek­lei­det, wohler­zo­gen und tiefe­nentspan­nt sin­nvoll alleine im pico­bel­lo aufgeräumten Kinderz­im­mer beschäfti­gen. Die am per­fekt gedeck­ten Mit­tagstisch alles Knigge-gerecht essen. Nie einen Zwer­gen-Auf­s­tand anzetteln wür­den. Blickt man aber dann mal hin­ter die Kulis­sen, haben auch diese Prach­tex­em­plare auf Nach­frage bei der Mama ihre fünf Minuten. Sehr beruhi­gend. Außer­dem kann man mein­er Mei­n­ung nach nur mit seinem eige­nen Fam­i­lien-Erfol­gsrezept glück­lich wer­den. Und bei uns lautet aktuell das Mot­to: „Entschuldigen Sie die Unord­nung – wir wohnen hier“.

  1. Dein All­t­ag ist ihre Kind­heit.

Wenn ich an machen Tagen merke, dass ich am lieb­sten die Wände hochge­hen würde oder kurz davor bin, eine Mut­ter-Kind-Kur (am lieb­sten dann auch ehrlich gesagt ohne Kinder, bitte) zu beantra­gen, rufe ich mir diesen Satz in Erin­nerung. Und der meiste Stress, den man sich im All­t­ag macht, ist doch haus­gemacht, oder? Meine Ein­stel­lung zum Leben überträgt sich auf meine Kinder, also achte ich darauf, meinen All­t­ag so stress­frei wie möglich zu hal­ten und ihn mit vie­len kleinen span­nen­den Glücksmo­menten voll zu stopfen.

Also, Ihr lieben Mamas da draußen, lasst Euch nicht verun­sich­ern. Wenn ich Euch ein biss­chen inspiri­eren kon­nte, freue ich mich sehr. Den einen ulti­ma­tiv­en Tipp für Müt­ter gibt es aber nicht. Bleibt Euch ein­fach selb­st treu und der Rest find­et sich.

Eure Julia

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