Dehnungsstreifen & Cellulite

21. August 2018 | von

Ihr Lieben, heute geht es mal um ein The­ma, das wir alle has­sen: Dehnungsstreifen & Cel­lulite. Eine Frau zu sein, hat viele Vorteile, aber auch zwei Nachteile: Dehnungsstreifen und Orangen­haut!
 Män­ner haben so gut wie nie Cel­lulite und Streifen nur bei extremem Übergewicht. Denn bei­de Phänomene haben die gle­iche Ursache: das schwache weib­liche Bindegewebe. Das benöti­gen wir, weil sich in der Schwanger­schaft der Bauch stark aus­dehnen muss. Wäre unser Bindegewebe so fest wie das von Män­nern, wür­den wir eine Schwanger­schaft wahrschein­lich nur mit schw­er­sten Ver­let­zun­gen über­leben, wenn über­haupt. Die Natur hat es also ganz vernün­ftig ein­gerichtet. 

Dehnungsstreifen

Wis­senschaftlich betra­chtet sind Dehnungsstreifen Risse in der Unter­haut. Sie entste­hen durch starke Dehnung zum Beispiel durch eine rasche Gewicht­szu­nahme. Die eigentlich elastis­che Haut kann sich dann nicht schnell genug aus­dehnen. Die Risse entste­hen bei den meis­ten (auch gerten­schlanken) Mäd­chen allerd­ings in der Pubertät, wenn der Busen wächst und sich die Hüften run­den.
Auch Plus-Size-Mod­els haben Cel­lulite und ste­hen dazu! Sie ver­steck­en ihre „Makel“ nicht und verzicht­en bewusst auf Pho­to­shop …

Auf dem Markt wer­den Cremes und Mas­sageöle ange­boten, die ange­blich helfen sollen. Schön­heit­skliniken wer­ben mit ein­er Laser­meth­ode. Aber ganz ehrlich: Wenn das Bindegewebe geris­sen ist, ist es geris­sen. Aus die Maus! Um das zu ver­mei­den, würde nur helfen, ab dem zehn­ten Leben­s­jahr nichts mehr zu essen und Anti-Wach­s­tumshormone zu nehmen, um eine Fig­ur wie eine bul­gar­ische Kun­st­turner­in zu bekom­men, ohne Busen, ohne Hüften, ohne Po. Ist das wün­schenswert? Wohl kaum. Dann lieber mit den Streifen leben und die Haut aus­re­ichend pfle­gen.

ashley graham runway dessous

Ash­ley Gra­ham © Bri­an Ach/Getty Images

Hier sind einige Lotions, die bei Cel­lulite (eigentlich geht’s hier ja ger­ade um Dehnungsstreifen und nicht um Cel­lulite, ein­mal die Bilder check­en, gegen was diese Lotio­nen jet­zt sind) emp­fohlen wer­den – ob sie nun tat­säch­lich wirken oder nicht, muss jed­er selb­st beurteilen.
 Sie pfle­gen die Haut und eine Bürsten­mas­sage durch­blutet die Haut und gibt ihr – wie ich finde – Fes­tigkeit. Eine gepflegte Haut gibt uns ein gutes Gefühl – auch wenn wir die Haut, die wir als Teenag­er hat­ten, nie mehr zurück­bekom­men wer­den.

Inter­essiert? Hier find­et Ihr die passenden Pro­duk­te

Orangenhaut

Nun zum The­ma Orangen­haut, eine weit­ere Plage für uns Mädels: Sie entste­ht durch eine Verän­derung der Zellen im sub­ku­ta­nen Fettgewebe.  Als eine der Haup­tur­sachen dafür gilt Übergewicht. Aber auch sehr schlanke Frauen haben diese Dellen. Und das liegt wiederum am Bindegewebe: Wer im genetis­chen Jack­pot ein fes­teres Gewebe gewon­nen hat, bekommt bei Übergewicht wenig bis gar keine Cel­lulite, wer ein schwach­es Bindegewebe geerbt hat, hat auch mit ein­er Size-Zero-Fig­ur Dellen an den Ober­schenkeln. Top ‑Mod­el Ash­ley Gra­ham, Body-Aktivistin und Gal­lions­fig­ur der „body diversity“-Bewegung, zeigt mit Freuden ihre Kur­ven und ste­ht zu ihren kleinen Makeln. Ich bin überzeugt, dass ihr unglaublich­er Erfolg genau mit dieser Ehrlichkeit zu tun hat. Hier zeigt sie auf Insta­gram ein mit Pho­to­shop behan­deltes Foto und die ungeschmink­te Wahrheit.

Auch gegen Orangen­haut wer­den jede Menge Cremes ange­boten, deren Nut­zlosigkeit Stiftung War­entest regelmäßig fest­stellt. Rabi­atere Meth­o­d­en wie Unter­druck durch Saugnäpfe oder Fet­tab­saugen wirken zwar im ersten Moment, aber da die Ver­an­la­gung bleibt, kommt die Orangen­haut wieder. 90 Prozent aller Frauen bekom­men im Laufe ihres Lebens Dellen an Po und Ober­schenkeln, fast jede Frau hat Dehnungsstreifen.

Sie sind nicht gesund­heits­ge­fährdend son­dern ein rein optis­ches Prob­lem. Und das auch nur, weil uns von mor­gens bis abends sug­geriert wird, es wäre ein Prob­lem. Wir wer­den unter Druck geset­zt, weil Super­mod­els und Hol­ly­wood­stars dank Pho­to­shop makel­los erscheinen. Natür­lich wün­schen wir uns eine Pfir­sich­haut am ganzen Kör­p­er, glatt und straff wie ein Baby­popo.

Aber lasst Euch deshalb nicht ver­rückt machen und genießt Euer Leben auch mit Dellen und Streifen!

Mag­a­zine feiern die geschönte Wahrheit, warum Zeitschriften das immer noch machen, ist mir ein Rät­sel. Frauen­zeitschriften ver­lieren immer mehr Leserin­nen, weil sie nach wie vor an dem klas­sisch per­fek­ten Schön­heit­side­al fes­thal­ten … sie müssen drin­gend umdenken … aber das ist geht hier zu weit.

Schöne del­len­freie Welt – ich per­sön­lich liebe Ash­ley für jede Delle, zu der sie öffentlich ste­ht!

Auf­macher­fo­to © Bri­an Ach/Getty Images

Letzte Kommentare (1)

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Chucky
Dienstag, 12. November 2019, 19:53 Uhr

Danke 🙏