Mein Leben mit Dehnungsstreifen

3. Februar 2021 | von

Ein glat­ter Bauch, per­fek­te Haut – es gibt viele Schön­heit­side­ale, aber nur wenige Men­schen kön­nen ihnen entsprechen. Dehnungsstreifen zeigen sich oft schon in der Jugend und das nicht nur bei dick­en Frauen. Ich möchte meine Erfahrun­gen mit dir teilen.

Erfahrungen mit Dehnungsstreifen und Uebergewicht

Egal, ob am Bauch, an den Ober­schenkeln, den Armen oder am Busen – Dehnungsstreifen kön­nen ein­fach über­all auf­tauchen. Viele Frauen schä­men sich dafür und empfind­en sie als unäs­thetis­chen Makel. Wie fühlt man sich, wenn man schon als Teenag­er Schwanger­schaftsstreifen hat? Kann man etwas dage­gen tun und was machen sie mit dem Selb­st­be­wusst­sein? Hier liest du meine Geschichte.

Was sind Schwangerschaftsstreifen

Was sind Dehnungsstreifen und woher kommen sie?

Ich kenne mich bewusst eigentlich nur mit Dehnungsstreifen auf meinem Bauch aus. Ich hat­te sie schon sehr früh. Dehnungsstreifen wer­den oft auch Schwanger­schaftsstreifen genan­nt, aber man bekommt sie tat­säch­lich nicht nur auf­grund ein­er Schwanger­schaft. Sie kön­nen auch ohne auftreten. Kurz erk­lärt: Es han­delt sich um Risse im Gewebe, die durch eine starke Dehnung der Haut entste­hen. Betrof­fen sind davon eben nicht nur Schwan­gere, son­dern auch Jugendliche im Wach­s­tum, Übergewichtige Män­ner sowie Frauen. Der Grund ist eigentlich recht simpel:

Wächst man schnell oder nimmt beispiel­sweise in der Jugend oder während der Pubertät zu bzw. lei­det generell an starken Gewichtss­chwankun­gen, kön­nen Dehnungsstreifen entste­hen. Die Haut verdün­nt sich qua­si und ver­liert an Elas­tiz­ität. Eine solche Überdehnung der Haut muss, wie gesagt, nicht immer nur mit Übergewicht zu tun haben, son­dern kann auch bei schlanken Men­schen durch Wach­s­tum oder Kraft­train­ing entste­hen. Ich kenne viele schlanke Frauen, die Risse an den Ober­ar­men oder Beinen haben. Sie fühlen sich damit trotz­dem wohl. Wieso soll­ten sie es auch nicht tun?

Schwangerschaftsstreifen am Bauch bei Dicken
Umgang mit Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen in der Jugend: Meine Erfahrungen

Aufge­fall­en sind mir meine Risse am Bauch schon im Alter von ca. 9 Jahren. Ich würde mich aus heutiger Sicht defin­i­tiv nicht als übergewichtiges Kind beze­ich­nen, aber eine von der kleinen und schmächti­gen Sorte war ich auch nicht. Ein­fach nor­mal, wenn es nor­mal über­haupt gibt. In meinen Augen sind alle (Konfektions-)Größen in Ord­nung und „nor­mal“. Ich war schon immer ein großes Mäd­chen und war immer etwas höher gewach­sen als meine Mitschüler.

Meine Dehnungsstreifen habe ich nie groß the­ma­tisiert, zumin­d­est kann ich mich daran nicht mehr erin­nern. Ich habe allerd­ings noch ganz stark ein bes­timmtes Bild vor Augen und zwar von dem Tag, als mir so richtig bewusst wurde, dass mein Bauch anders aussieht als bei anderen. Ich stand vor dem Spiegel und habe mich umge­zo­gen. Dabei sind mir die dunkel­roten und teils bläulich ver­färbten Streifen auf meinem Bauch aufge­fall­en. Irgend­wann wurde ich darüber aufgek­lärt, dass dies Schwanger­schaftsstreifen seien. Das leuchtete mir natür­lich nicht ein, da ich ja nicht schwanger war. Eine Erk­lärung musste her. Der Begriff Dehnungsstreifen machte dann einiges klarer.

Im Laufe der Jahre wuchs ich natür­lich weit­er und nahm auch das ein oder andere Kilo zu. Meine Streifen wur­den schon etwas mehr. So richtig dafür geschämt habe ich mich dann tat­säch­lich das erste Mal als Teenag­er während ein­er Rück­enkur, um meine Sko­liose zu behan­deln. Hier mussten wir zur besseren Sicht auf den Rück­en bauch­frei trainieren. Dabei wurde ich von eini­gen der anderen Tee­nies auf meine Dehnungsstreifen ange­sprochen. „Was hast du da?“ oder „Was sind das für komis­che Risse auf deinem Bauch?“ waren ganz typ­is­che Fra­gen. Ich war das ewige Recht­fer­ti­gen schließlich wirk­lich leid, aber ich kon­nte ja nichts dage­gen tun.

Dehnungsstreifen was hilft

Kann man etwas gegen Dehnungsstreifen tun?

Mit den Jahren wur­den meine Streifen heller und verblassten. Heute sehe ich sie kaum noch und man muss die Haut span­nen, um sie deut­lich zu erken­nen. Während mein­er Schwanger­schaft sind es nicht mehr gewor­den, aber sie wur­den natür­lich durch den wach­senden Bauch etwas deut­lich­er. Ich habe schon viele Dinge in Sachen Pflege aus­pro­biert, um die Streifen loszuw­er­den. Die Ver­suchung durch die Ver­sprechun­gen der Kos­metikher­steller ist ja ziem­lich groß. Aber so richtig geholfen hat nichts. Ist ja eigentlich auch klar: Die Haut ist kaputt, was will man da mit Öl wieder repari­eren? Vielle­icht hil­ft Lasern, aber das würde ich nie und nim­mer tun. Meine Dehnungsstreifen gehören zu mir und sind etwas ganz Natür­lich­es. Nichts, das man loswer­den muss.

Kann man Dehnungsstreifen loswerden

Fazit: Dehnungsstreifen sind kein Grund, sich zu schämen

Heute und schon seit eini­gen Jahren spie­len die Dehnungsstreifen keine große Rolle mehr in meinem Leben. Ich schäme mich nicht dafür und füh­le mich damit fein. Sie gehören zu mir und zu mein­er Geschichte. Ich bin der Mei­n­ung, dass sich vor allem auch junge Mädels niemals dafür schä­men soll­ten. Das Blatt der Selb­stliebe und Akzep­tanz wen­det sich ger­ade auch zum Pos­i­tiv­en und das freut mich sehr. Dehnungsstreifen wer­den nicht mehr ver­steckt, son­dern in der Wer­bung, auf Insta­gram etc. gezeigt. Denn wir sind, was wir sind, ob mit oder ohne Dehnungsstreifen.

Welche Erfahrun­gen hast du mit deinen Schwanger­schaftsstreifen gemacht?

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