Revolution des
Alterns, statt Anti-Aging!

25. April 2018 | von

Anfang Jan­u­ar bin ich 52 gewor­den. Ja. Richtig gele­sen: Zweiund­fün­fzig. Ich kann es selb­st kaum glauben. Kinder, wo ist die Zeit geblieben…Wobei: Das große Hadern ist bei mir in den let­zten Jahren weniger gewor­den. Während ich Mitte 40 noch jedes Jahr has­ste, das ich älter wurde und mich der 50 näher brachte, habe ich mich in den let­zten Jahren tat­säch­lich damit arrang­iert, dass ich die Jahre nicht aufhal­ten kann. Okay, ich will ehrlich sein: Mein Alter zu nen­nen, fällt mir immer noch ein biss­chen schw­er – wobei mich die zumeist über­rascht­en Blicke ein wenig trösten. Ander­er­seits: Jed­er wird älter, ob wir es wollen oder nicht – die bit­tere Alter­na­tive wäre ja, jung zu sterben.

„Jung bleiben ist Kopfsache.” 
Susanne über das Altern.

Warum ist Älter werden ein Problem?

Den­noch darf man sich schon die Frage stellen: Warum ist Älter wer­den in unser­er Gesellschaft über­haupt ein Prob­lem? Warum cre­men wir gegen Fal­ten an, lassen uns vielle­icht liften und treiben dreimal die Woche Sport, damit möglichst lange nichts „hängt“. Warum freuen wir uns, wenn wir für jünger gehal­ten wer­den? Warum hat „jung sein“ einen solchen Stel­len­wert in unser­er Gesellschaft – wo doch die Weisheit und die Lebenser­fahrung erst mit Älter­w­er­den kom­men? Und man in höherem Alter – das weisen Stu­di­en nach – am glück­lich­sten ist!

Das Alter feiern.

Noch span­nen­der ist die Frage: Warum spie­len wir Älteren dieses Spiel über­haupt mit? Warum ver­schwen­den wir so viel Leben­szeit darauf, unser Alter zu kaschieren – anstatt es stolz vor uns herzu­tra­gen. Warum ori­en­tieren wir uns an Zwanzigjähri­gen, warum fördern wir diese Kul­tur des Jugend­wahns auch noch? Warum sind wir nicht ein­fach, wer wir sind und zele­bri­eren unser Alter?

Tipps fuer die Hochzeitsrede

Wo bleibt die Rebellion der Älteren?

Ich will nicht behaupten, dass ich DEN Weg gefun­den habe. Auch ich ver­biege mich, freue mich über „Du siehst aber nicht wie 52 aus!“-Komplimente, benutze Anti-Aging-Cremes und ver­suche mich an einem Lebensstil, der mich so lange wie möglich jung hält. Aber doch begreife ich immer mehr: Auf die Optik kommt es nicht an. Son­dern darauf, im Herzen jung zu bleiben. Das fal­tenfreiste Gesicht und der straffste Kör­p­er bedeuten nichts, wenn man im Kopf bere­its 80 ist. Von daher ver­suche ich, zu meinem Alter zu ste­hen, aber im Kopf und im Herzen jung bleiben. Denn so kann ich auch mit 52 oder 75 noch ganz easy 25 sein – mit oder ohne Falten.

Letzte Kommentare (2)

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Montag, 7. Mai 2018, 21:31 Uhr

Danke, liebe Gabriele! :-*

Samstag, 5. Mai 2018, 10:51 Uhr

Liebe Soulfully‘s, liebe Susanne, wieder ein­mal ein wun­der­voller Beitrag und großar­tige Fotos. Als Ü60 Blog­gerin und Insta­gram­merin kann ich Dir nur beipflicht­en — wir müssen dage­gen­hal­ten. Da für mich das Älter­w­er­den komis­cher­weise nie ein Prob­lem war, ist meine Devise, ein­fach zu zeigen wie schön es ist. Und eine Frau, in den tat­säch­lich besten Jahren, unre­touch­iert und ohne Vor­be­halte zu zeigen. Ich denke wir sind auf dem besten Weg und Blogs wie Dein­er, tra­gen dazu maßge­blich bei.

Liebe Grüße
Gabriele