Als größter deutscher Onlineshop übernehmen wir Verantwortung, wenn es darum geht, Verpackungsmüll zu reduzieren. Unser Ziel ist es, Verpackung im E-Commerce neu zu denken. Doch Innovation ist ein anhaltender Prozess. Dort, wo wir um konventionelle Materialien (noch) nicht herumkommen, entscheiden wir uns für Optionen, die diesem Anspruch möglichst nahe kommen, wie Polybags oder Versandkartons aus mindestens 80% recycelten Materialien.
„Um Verpackungen ökologisch sinnvoll zu gestalten, gibt es nicht DIE eine Lösung, die für alle gilt. Es ist wichtig, sich jedes Material spezifisch anzuschauen und die beste Alternative zu identifizieren. Wir setzen auf innovative Materialien und Kooperationen mit anderen Unternehmen. Denn nur zusammen bekommen wir einen ganzheitlichen Wandel hin."
Karla J. - Senior Sustainability Manager Packaging
Vermehrt setzen wir jedoch auf Innovation: Versandtüten aus WILDPLASTIC, zertifiziert biologisch abbaubare Materialien oder Versandkartons mit mindestens 10% Paludi-Biomasse – zusammen mit unseren Partnern haben wir bereits zahlreiche vielversprechende Projekte auf den Weg gebracht:
Paludi-Biomasse: Dieses Material wird u.a. aus Nasswiesengräsern hergestellt, die in wiedervernässten Mooren ohne Torfverlust gewonnen werden. Durch das Wiedervernässen werden Moore geschützt – diese binden CO2 und sind ein wichtiger Lebensraum für verschiedene Tiere. Um mittelfristig zum Erhalt der Moore beizutragen und gleichzeitig ein
traceless®: Die Firma traceless materials bietet eine zertifiziert biologisch abbaubare Alternative zu Plastik: Aktuell arbeiten wir gemeinsam daran,
Bei aller Innovation kommen auch wir noch nicht vollständig um konventionelle Verpackungen herum: Aus Hygienegründen sowie zum Schutz des Artikels wird ein T-Shirt, das beim Verkäufer OTTO bestellt wurde, nicht nur in der Versandverpackung, sondern zusätzlich in einem dünnen Kunststoffbeutel geliefert. Dieser ist auch für die Erkennung der Ware entlang unserer Lieferkette wichtig. Aber: ihr Recycling ist durch enthaltene Tinten und Klebstoffe schwierig.
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, das Recycling dieser Tüten zu fördern. In einer unabhängigen Studie, durchgeführt von Systain im Auftrag von OTTO, haben wir herausgefunden, dass recyceltes Plastik derzeit weniger energieintensiv hergestellt werden kann, als Alternativen aus Papier. So sind zum Beispiel die Treibhausgas- und Schadstoffemissionen sowie der Wasserverbrauch deutlich geringer als bei der Produktion von Papiertüten. Sie können enger gestapelt werden als zum Beispiel Kartons und sorgen so für mehr Auslastung im Transporter, was zusätzlich CO2 einspart. Zusammen mit dem Start-up „Cadel Deinking“ entwickeln wir deshalb eine Alternative, um die sogenannten Polybeutel recyclingfähig zu machen. Erste Tests liefen gut. 2,6 Mio. recycelte Polybeutel wurden bereits in unseren Versandprozess eingebunden.
Artikel, die sich aufgrund von Größe oder Gewicht nicht für Versandtüten eignen, versenden wir im Karton aus mindestens 80% recycelten zertifzierten Fasern. Unsere Studie hat ergeben, dass Versandverpackungen aus Recyclingpapier weniger energieintensiv produziert werden und eine stabilere Alternative zu Primärfasern sind.