Beleuchtung

Wohnzimmer-Beleuchtung: Tipps für gemütliches Licht im Wohnzimmer

Ein bisschen Abwechslung, bitte! Das gilt auch für die Beleuchtung im Wohnzimmer: Mit einem Mix aus verschiedenen Lichtquellen setzt du deinen Lieblingsraum in Szene. Lass dich von unseren Bildern für deine Wohnzimmerbeleuchtung inspirieren!

1. Beispiel: Optimale Wohnzimmer-Beleuchtung

Warmweißes Licht wirkt gemütlich – mit nur einer oder mehreren eher schwachen warmweißen Lampen wirkt das Wohnzimmer aber schnell schummerig. Optimale Lichtverhältnisse schaffst du, indem du mehrere Lichtquellen und unterschiedliche Lichtfarben miteinander kombinierst. Je nach Stimmung schaltest du alle oder nur zwei, drei Leuchten gleichzeitig ein. Für eine gemütliche Stimmung zum Fernsehen zum Beispiel Stehleuchte, Tischleuchte und Kerzen. Zum Lesen kommt die Leseleuchte dazu. Die Deckenleuchten dienen vor allem ganz praktischen Zwecken wie dem Staubsaugen oder wenn du auf die Schnelle einmal viel Licht brauchst.

Grafik Wohnzimmers mit Sofa, Deckenspots, Leselampe, Stehlampe warmweiß, Tischleuchte warmweiß und Kerzen auf Beistelltisch

Deckenlicht: Neutralweißes bis warmweißes Licht (2700-3500 K), ausreichend hell (ca. 100 lm/m²), möglichst abgeschirmt, möglichst nah an der Decke

Leselampe: z. B. Stehleuchte oder Wandleuchte, neutralweißes Licht, direktes Licht, Lichtquelle abgeschirmt

Stimmungslicht: z. B. eine Tischleuchte, warmweißes Licht, indirektes Licht, im Idealfall dimmbar oder mit variabler Lichtfarbe

Effektlicht/Dekolicht: LED-Unterbauleuchten oder -Möbelleuchten, Stimmungslichter, Windlichter oder Kerzen

2. Deckenbeleuchtung

Das Deckenlicht sorgt für die Grundbeleuchtung im Wohnzimmer. Es sollte hell genug sein, um als einzige Lichtquelle zu funktionieren, aber gleichzeitig den Raum nicht bis in den letzten Winkel ausleuchten – das wirkt schnell steril.

Altbau-Wohnzimmer mit grauem Ecksofa, Bildergalerie und Hängeleuchte mit 5 Glühlampen

Hängeleuchten sind wegen ihrer gemütlichen Optik auch im Wohnzimmer beliebt. Um harte Schatten zu vermeiden, sollte das Licht deiner Hängeleuchte möglichst weich sein – zum Beispiel, indem du satinierte Lampenschirme oder opake Glühbirnen verwendest. In einem großen Wohnzimmer hängst du am besten mehrere Hängelampen in Reihe oder verwendest eine mehrflammige Lampe.

Modernes Wohnzimmer mit grauem Sofa, Balkontür, Einbauregalen und Deckenspots

Einbauspots passen besonders gut in moderne Wohnzimmer. Wer die minimalistischen Deckenspots nachträglich einbauen will, muss allerdings die Wohnzimmerdecke abhängen. Eine gute Alternative ist eine schmale Leiste mit Einbauspots direkt oberhalb der Wand: So kannst du die dekorative Deckenbeleuchtung ohne große Umbauarbeiten umsetzen.

Minimalistisches Wohnzimmer mit grauem Sofa, bunten Kissen, großen Bildern und Lichtleiste

Deckenstrahler haben meist schwenkbare Lampen, sodass du das Licht an die Gegebenheiten deines Wohnzimmers anpassen kannst. Zudem benötigst du in der Regel nur einen Deckenanschluss für eine Lampe mit drei bis sechs Strahlern. Achte darauf, dass die Lampen abgeschirmt und so ausgerichtet sind, dass sie dich nicht blenden.

Deckenleuchten für dein Wohnzimmer:

3. Stehleuchten und Wandbeleuchtung

Das Deckenlicht liefert die Grundbeleuchtung, Stehlampen und Wandlampen machen das Licht im Wohnzimmer abwechslungsreich: Nutze sie, um gemütliche kleine Lichtinseln zu schaffen und einzelne Bereiche des Wohnzimmers hervorzuheben.

Ecke im Wohnzimmer mit grauem Polstersessel, Beistelltischchen und schwarzer Wandleuchte

Besonders schön ist der Effekt von Wandleuchten, wenn sich ihre Lichtfarbe vom Deckenlicht unterscheidet. Grundsätzlich sollten Wandleuchten im Wohnzimmer warmweiß sein – nur für Leselampen wählst du am besten ein Leuchtmittel mit mindestens 3300 K.

Helles Wohnzimmer mit grauem Sofa, braunen Ledersesseln, Kamin, schwarzer Wandlampe und weißer Hängelampe über Esstisch

Je höher eine Wandleuchte angebracht ist, desto größer ist ihr Lichtkegel. Wandleuchten mit einem langen Lampenarm, wie in unserem Beispiel, kannst nach Bedarf als Leselicht oder als Alternative zur Deckenlampe nutzen. Das ist praktisch, wenn zum Beispiel in deinem großen Wohnzimmer nur ein Deckenanschluss vorhanden ist.

Wohnzimmer mit hellgrauem Sofa, weißem Antik-Tisch, buntem Bild und zwei symmetrischen Stehlampen

Stehleuchten schaffen eine Lichtquelle „auf halber Höhe“, ähnlich wie Wandleuchten. Damit sind sie eine tolle Ergänzung zum Deckenlicht und geben deiner Wohnzimmerbeleuchtung Tiefe und Struktur. Zudem haben Stehlampen eine dekorative Funktion: Du kannst sie zum Beispiel nutzen, um das Sofa oder deinen Lieblingssessel optisch vom restlichen Wohnzimmer abzugrenzen.

Graues Sofa im Wohnzimmer mit Zimmerpflanze, Fellhocker und schwarzer Stehlampe

Besonders vielseitig sind Stehlampen mit Gelenkarm und schwenkbarem Lampenschirm: Nach unten gerichtet, dient sie als Leselampe oder Stimmungslicht, an die Wand oder Decke gerichtet schafft sie weiche Lichteffekte.

4. Indirektes Licht im Wohnzimmer

Indirektes Licht strahlt nicht auf direktem Weg in den Raum, sondern wird von einer Fläche reflektiert. Dadurch wirkt es besonders weich und angenehm für das Auge. Den schönsten Effekt erzielst du, wenn du indirekte und direkte Lichtquellen im Raum kombinierst.

Wohnzimmer mit Sitzbänken vor dem Fenster, darauf Kissen und Deko, mit indirekter Wandleuchte

Abgeschirmte Wandleuchten lassen die typischen weichen Lichtinseln auf der Wand entstehen. Mit einem warmweißen Leuchtmittel wirkt das besonders gemütlich. Wenn du keine Wandanschlüsse im Wohnzimmer hast, kannst du einen ähnlichen Effekt mit einer Stehlampe erzielen, die du gegen die Wand richtest.

Großes offenes Wohnzimmer mit grauem Sofa, schwarzem Couchtisch, modernen Deckenleuchten und indirekter Deckenbeleuchtung

LED-Lichtleisten, die unterhalb der Zimmerdecke verlaufen, lassen die Wände deines Wohnzimmers in einem warmen Licht erstrahlen. Die Helligkeit dieser Lichtleisten reicht meist nicht aus, um den Raum zu beleuchten – daher werden sie meist als dekorative Ergänzung zum Deckenlicht genutzt.

 

Du möchtest auch eine indirekte Deckenbeleuchtung für dein Wohnzimmer? In unserem Beitrag „Indirekte Beleuchtung: Tipps für Effektlicht in deinem Zuhause“ findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine DIY-Lichtleiste.

Moderne Wohnwand vor violetter Wand im Wohnzimmer, Holz mit weißen Fronten und LED-Einbauleuchten

Das indirekte Licht von Möbelleuchten trägt zwar nur wenig zur allgemeinen Helligkeit in deinem Wohnzimmer bei – dafür ist es ein tolles Effektlicht. Vor allem in modern eingerichteten Wohnzimmern wirken warmweiße LED-Einbauleuchten als toller Kontrast zu klaren Linien und glatten Oberflächen.

Weitere Fragen rund um das Thema Beleuchtung:

Lampen, die schönes Stimmungslicht machen:

5. Deko-Beleuchtung

Die einfachste Form der Dekobeleuchtung sind Kerzen oder Windlichter: Ihr warmes, gedämpftes Licht macht jeden Raum sofort behaglich. Aber auch mit Lampen kannst du tolle Lichteffekte erzielen, sei es an der Decke, an den Wänden oder auf deinen Möbeln.

Sideboard im Halbdunkel im Wohnzimmer, darauf Zeitschriften, Deko und LED-Stimmungslicht

Moderne LED-Stimmungslampen sind nicht nur per App dimmbar, sie können häufig auch die Lichtfarbe wechseln. So kannst du das Dekolicht je nach Situation und Tageszeit gestalten oder sogar im Voraus programmieren.

Modernes Wohnzimmer mit grauem Sofa und LED-Beleuchtung, davor grauer Teppich

LED-Unterbauleuchten dienen nicht der Beleuchtung, sondern sind rein dekorativ. Das indirekte, oft farbige Licht ist eine schöne Ergänzung für deine Wohnzimmerbeleuchtung. Wer sich kein neues Sofa mit integrierter Beleuchtung kaufen möchte, kann seine Polstermöbel auch mit LED-Streifen zum Kleben nachrüsten.

Dachschräge im Wohnzimmer mit geflochtener Hängeleuchte, im Hintergrund Esstisch

Dachschrägen sind eine besondere Herausforderung für die Beleuchtung. Eine Hängeleuchte mit einem warmweißen Leuchtmittel lässt die Schrägwand noch gemütlicher wirken. Achte darauf, dass die Hängelampe über Kopfhöhe hängt, damit sie nicht zum Hindernis wird.

6. 4 Beleuchtungstipps fürs Wohnzimmer

Wohnzimmer mit Mid-Century-Sofa, Lehnsessel, Lehnstuhl, kleinen Tischchen, großer Fensterfront, Stehleuchten und Wandleuchte
  1. Lieber eine Lampe zu viel als eine zu wenig: Mindestens drei Lichtquellen sollten es sein, damit eine gemütliche Atmosphäre entsteht.
  2. LED-Lampen wählen: LEDs sind energieeffizienter und flexibler als konventionelle Leuchtmittel – und auch viele ältere Lampen funktionieren problemlos mit LED-Leuchtmitteln.
  3. Lampen passend zu den Möbeln wählen: Eine Riesen-Hängeleuchte passt nicht zu einem kleinen Esstisch und umgekehrt – achte darauf, dass Stil und Größe von Leuchten und Möbeln zueinander passen.
  4. Leuchtmittel abschirmen: Richte deine Lampen so aus, dass dir LEDs und Glühlampen auf dem Sofa oder am Esstisch nicht direkt in die Augen scheinen.