Selber machen

Raum kühlen: Mit diesen Tipps kühlst du deine Wohnung ohne Klimaanlage

Kennst du das? Ein herrlicher Sommertag, du kommst von der Arbeit – und in deiner Wohnung herrschen gefühlte 40 Grad. Jetzt ist Soforthilfe gefragt: Wir verraten dir, wie du Räume auch ohne Klimaanlage kühlen kannst und geben dir ein paar praktische Abkühltipps für dich selbst.

1. Raum kühlen mit Eis

Mit Eis kannst du nicht nur deine Getränke, sondern auch die Raumluft kühlen. Alles, was du dafür brauchst, ist eine Schale mit Eis oder eine gefrorene Wasserflasche und einen Zimmerventilator.

  • Stelle den Ventilator auf den Boden oder auf einen Tisch.
  • Stelle die Eiswürfel oder die Wasserflasche mit 30-50 cm Abstand so vor den Ventilator, dass die Luft genau über das Eis geblasen wird.
  • Schalte den Ventilator an: Innerhalb weniger Minuten kühlt sich die Luft im Raum deutlich ab.
Grafik mit Eisschale, Handtuch und Ventilator
Da kalte Luft nach unten sinkt, funktioniert der Kühl-Trick am besten, wenn die Ventilatoren und das Eis leicht erhöht stehen, zum Beispiel auf einem Tisch.

2. Raum kühlen mit Wasser

Wenn Wasser verdunstet, entzieht es der Luft Wärme. Dieses Phänomen kannst du nutzen, um deine Wohnung abzukühlen. Du brauchst dafür nur ein großes Laken oder ein Handtuch und etwas Leitungswasser.

  • Benetze das Laken mit Wasser – es sollte gut durchgefeuchtet sein, ohne zu tropfen.
  • Hänge das Laken vor das weit geöffnete Fenster, zum Beispiel, indem du es an der Gardinenstange befestigst.
  • Öffne die Zimmertür, damit im Raum ein Durchzug entsteht.
  • Die heiße Außenluft lässt das Wasser im Laken verdunsten – und zieht dabei die Wärme aus der Raumluft.
Grafik zeigt Verdunstungskälte mit Laken vor Fenster
Der Bettlaken-Trick funktioniert am besten, wenn die Fensteröffnung vollständig mit dem Laken bedeckt ist. So kann kaum heiße Außenluft durch das Fenster in den Raum dringen.

3. Raum kühlen mit Ventilator

Wenn das abendliche Lüften deine Wohnung nicht schnell genug abkühlt, kannst du einen Ventilator zur Hilfe nehmen. Der Trick funktioniert auch am frühen Morgen, wenn die Wohnung stickig und die Luft draußen noch frisch und kühl ist.

  • Öffne die Fenster des Raumes.
  • Stelle den Ventilator so vor das Fenster, dass er die Luft aus dem Raum ins Freie bläst.
  • Lass den Ventilator für 5-10 Minuten auf hoher Stufe laufen. Wenn nötig, wiederhole den Vorgang in weiteren Räumen.
Grafik mit Ventilator vor geöffnetem Fenster
Achte beim Fensteröffnen darauf, in welche Richtung der Luftzug geht, und platziere den Ventilator mit dem Luftzug – wenn er gegen den natürlichen Durchzug arbeiten muss, hat das kaum einen Kühl-Effekt.

Große Räume und Dachgeschosswohnungen lassen sich mit diesen Erste-Hilfe-Tipps zwar etwas herunterkühlen, aber nicht wirklich abkühlen. Wenn es doch eine Klimaanlage sein soll, bietet dir der Beitrag „Welche Klimaanlage für welche Raumgröße“ auf dem Technik-Blog Updated wertvolle Tipps.

4. 5 Tipps, wie deine Wohnung kühl bleibt

  1. Frühmorgens und spätabends lüften: Öffne alle Fenster der Wohnung vollständig für mind. 15 Minuten. Tagsüber solltest du die Fenster geschlossen halten, damit die heiße Luft draußen bleibt.
  2. Räume abdunkeln: Ziehe tagsüber die Vorhänge vor, damit das Sonnenlicht die Räume nicht zu sehr aufheizt. Ideal sind Verdunkelungsvorhänge in hellen Farben, Innenrollos oder Außenjalousien.
  3. Teppiche entfernen: Teppiche speichern Wärme – daher solltest du lose Teppiche in den heißen Sommermonaten lieber wegräumen.
  4. Elektrogeräte ausschalten: Schalte TV, PC, Beleuchtung und andere Elektrogeräte vollständig ab, wann immer du sie nicht brauchst – auch im Standby-Modus produzieren viele Geräte Wärme.
  5. Mehr Pflanzen: Pflanzen in der Wohnung verbessern das Raumklima. Vor deinen Fenstern und an der Fassade wirken Grünpflanzen isolierend und halten die Hitze ab.
Verdunkelungsgardinen und Sonnenschutz für deine Fenster:

5. Kühlende Bettwäsche für den Sommer

Ideal für den Sommer sind leichte Naturmaterialien. Wenn du kein spezielles Sommerbett hast, kannst du als Bettdecke auch eine dünne Sofadecke nehmen – oder nur unter dem Bettbezug schlafen.

Bett mit hellblauer und grauer Bettwäsche
Bettwäsche „Alvar“ von andas bei OTTO

Folgende Materialien fördern einen kühlen Schlaf im Sommer:

  • Leinen und Seide sind schön kühl auf der Haut und wirken klimaregulierend.
  • Baumwoll-Jersey ist leicht, atmungsaktiv und nimmt Feuchtigkeit gut auf.
  • Baumwoll-Satin und Perkal sind glatt und kühl und lassen die Luft gut zirkulieren.
Wunderschöne Bettwäsche für die Sommermonate:

Noch mehr Materialtipps und Ideen für leichte Sommerbettwäsche findest du in unserem Beitrag „Sommerbettwäsche für kühlen Schlaf“.

6. 4 schnelle Abkühltipps für dich selbst

Zwei Gläser mit Zitrusfrüchten und Eis
  1. Lauwarm duschen: Auf eine kalte Dusche reagiert dein Körper, indem er die Temperatur hochfährt. Besser ist lauwarmes Wasser – es kühlt länger und ohne Schock-Effekt.
  2. Eiskalte Wärmflasche: Fülle eine Wärmflasche mit eiskaltem Wasser und eventuell etwas Eis und lege sie – ohne den Stoffüberzug – vor dem Schlafen in dein Bett.
  3. Kleidung ins Eisfach: Lege deine Schlafkleidung oder deinen Kissenbezug in einer Plastiktüte ins Eisfach – so sind sie zum Schlafengehen schön kühl.
  4. Viel trinken: Kein neuer Trick, aber er funktioniert – vor allem, wenn du regelmäßig und ungesüßte Getränke wie Wasser, Tees und Saftschorlen trinkst.