Hausbesuch bei einer Interior-Beraterin: Das rät die Expertin

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Look Pimp Your Room Schlafzimmer Portrait

Ich finde nicht nur die Frage „Wie wohnen Wohnblogger?“ spannend, sondern mich interessiert auch, wie es bei Menschen aussieht, die andere Leute in Sachen Einrichten fachmännisch beraten. Anette Laurim von „look! pimp my room“ ist Bloggerin und Interior-Beraterin in einer Person. Umso interessanter zu sehen, wie sie wohnt und was sie rät.

Als Interior-Expertin ist die Wohnberatung Dein tägliches Handwerk. Wie schwer ist es denn, sich schön einzurichten?

Schön wohnen kann wirklich jeder und es ist sicher keine Frage des Budgets. Oft reicht es schon den Raum ein wenig um- bzw. auszuräumen und ein paar neue Farbakzente zu setzen, um ein besseres Wohngefühl zu erreichen.

Um zu beraten, bist Du ja immer wieder in den Wohnungen anderer Leute. Wie leben denn die Deutschen und was sind die größten Problemfelder beim Thema Einrichten?

Gerufen werde ich meist für das Wohnzimmer. Aber bei meinen Rundgängen fällt mir immer wieder auf, wie ungemütlich viele Schlafzimmer sind. Meist herrscht dort eine ziemlich nüchterne Atmosphäre. Neben riesigen Schränken finden sich dort häufig auch Bügelbrett, Wäscheständer und allerlei Zeug, das eher in eine Abstellkammer gehören würde. Dies liegt sicher auch daran, dass gerade Stauraum in deutschen Wohnungen grundsätzlich Mangelware ist. Aber trotzdem sollte man sich doch gerade im Schlafzimmer entspannen können und auch dort für ein Wohlfühlambiente sorgen.

Aufmacher_2Gibt es ein paar einfache Tricks, wie man das eigene Zuhause wohnlicher und persönlicher machen kann?

Beim Einrichten darf man nichts überstürzen. Wer loszieht und sich auf die Schnelle ein ganzes Wohnzimmer kauft, braucht sich nicht zu wundern, wenn er sich anschließend daheim wie im Möbelhaus fühlt. Wenn jedes Stück dagegen wohlüberlegt ausgesucht wird, entwickelt sich fast automatisch ein Gespür dafür, was nun in die Ecke neben dem Sofa passt oder nicht. Nur was wirklich gefällt, sollte zu Hause einziehen dürfen. Außerdem empfiehlt es sich, einfach seinem Bauchgefühl zu vertrauen, anstatt stur irgendwelchen Trends zu folgen. Schließlich muss man sich selbst in der Wohnung wohlfühlen.

NachttischLampe

Was uns alle natürlich brennend interessiert: Wie wohnt eine Wohnberaterin selbst? Wie würdest Du Deinen Interior-Stil beschreiben und wie oft wechselst Du das Wohnkonzept?

Es macht mir Spaß zu experimentieren. Neue Trends probiere ich natürlich auch bei uns zu Hause aus. Und damit dies ohne viel Aufwand möglich ist, sind bei mir alle größeren Möbelstücke in neutralem Weiß gehalten. Durch das Austauschen oder Umarrangieren von Accessoires, Kissen und Teppichen, lässt sich somit schnell ein neuer Look erzeugen. Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen, sondern immer nach und nach. „Fertig“ gibt es bei mir nie. Im Sommer liebe ich es fröhlich und kunterbunt. Ab dem Herbst darf es dann wieder weniger Farbe sein.

Couch_orangebunte_Sitzecke

Zum Schluß noch eine Experten-Frage: Um welche Interior-Trends kommt man momentan nicht herum?

Der Trend geht zur Gemütlichkeit. Man legt sich wieder Teppiche unters Sofa und versinkt in seinen Sofakissen. Mid-Century-Klassiker werden zu modernen Stücken kombiniert. Wichtigstes Wohnaccessoire sind aktuell Zimmerpflanzen. Lange Zeit waren sie in der perfekt gestylten Wohnung ein No-Go, heute sind sie ein Must-Have. Gefragt ist auch wieder mehr Individualität. Selbstgemachtes wird Designerstücken oft sogar vorgezogen.

Danke für das Interview!

Und hier für Euch noch ein paar weitere sprechende Eindrücke aus Annettes Räumlichkeiten zum Anklicken:

Wem ihr Stil gefällt, der wird auch bei OTTO fündig:

Wohnberatung

 

Alle Fotos: Anette Laurim/Look! Pimp Your Room http://look33-blog.blogspot.de/

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