Weihnachten

Weihnachtsbaum aufstellen: So steht dein Baum sicher und bleibt lange schön

Da steht er und strahlt: Natürlich wollen wir alle einen Weihnachtsbaum wie aus dem Bilderbuch – und wenn du es richtig angehst, ist das durchaus möglich. Hier erfährst du, wie du den richtigen Weihnachtsbaum findest und wo du ihn am besten aufstellst, damit er lange schön bleibt.

1. Die vier gängigsten Tannenbaum-Arten

In deutschen Wohnzimmern stehen zur Weihnachtszeit vor allem Fichten und Nordmanntannen. Diese zwei sind die beliebtesten Tannenbaum-Arten – mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Du hast noch mehr Auswahlmöglichkeiten für deinen Weihnachtsbaum, die ausgefalleneren Tannenbaum-Arten findest du aber meist nur in Baumschulen oder speziellen Tannenbaum-Schonungen.

Europäische Fichte

Viele Jahre lang war die heimische Fichte der beliebteste Weihnachtsbaum überhaupt – hauptsächlich aufgrund ihres häufigen Vorkommens in Deutschland. Zudem hat die Fichte den typischen kegelförmigen Wuchs, den wir an Weihnachtsbäumen so lieben. Mittlerweile hat die Nordmanntanne die Fichte als Lieblings-Weihnachtsbaum abgelöst, wobei die Fichte nach wie vor die günstigste Variante ist.

Vorteile

  • günstig, überall zu bekommen
  • schöner, gleichmäßiger Wuchs

Nachteile

  • kurze Haltbarkeit in Innenräumen
  • Zweige sind relativ dünn und piksen leicht

Gut geeignet für

  • kleines Budget
  • Last-Minute-Baumkäufer und alle, die ihren Baum nur über die Feiertage in der Wohnung haben
Christbaum Tannenbaum
Nicht mehr die Nummer eins, aber immer noch sehr beliebt als Weihnachtsbaum: die europäische Fichte. Ihre schöne sattgrüne Farbe passt wunderbar zu klassischem Weihnachtsschmuck in Rot und Gold.

Nordmanntanne

Die Nordmanntanne wächst relativ langsam, aber dafür umso dichter. Ihre weichen, dunkelgrünen Nadeln sind sehr haltbar und piksen nicht – so macht das Baumschmücken noch mehr Spaß.

Vorteile

  • Nadeln piksen nicht
  • 3–4 Wochen in beheizten Räumen haltbar
  • dichter, gleichmäßiger Wuchs mit kräftigen Zweigen

Nachteile

  • teurer als zum Beispiel Fichten

Gut geeignet für

  • alle, die ihren Baum gern sehr reich oder mit schwerem Schmuck dekorieren
  • Weihnachtsfans, die den Baum lange in der Wohnung haben
Nahaufnahme Tannenzweige Nordmanntanne
Die Nordmanntanne ist so etwas wie der Star unter den Weihnachtsbäumen: Sie nadelt kaum, pikst nicht und die kräftigen, weichen Zweige tragen auch schweren Schmuck und echte Kerzen mühelos.

Blaufichte

Die Blaufichte unterscheidet sich von der europäischen Fichte vor allem durch ihre schöne, blaugrüne Farbe und ihren intensiven Duft. Blaufichten halten sich etwa zwei Wochen in beheizten Räumen – damit sind sie ein guter Mittelweg zwischen europäischer Fichte und Nordmanntanne. Beim Schmücken solltest du allerdings vorsichtig sein: Die Nadeln der Blaufichte wachsen dicht und sind sehr piksig.

Vorteile

  • schöne blaugrüne Farbe
  • angenehmer Tannenduft
  • dichter, gleichmäßiger Wuchs mit kräftigen Zweigen

Nachteile

  • Nadeln stechen
  • teurer als die europäische Fichte

Gut geeignet für

  • alle, die ihren Baum gern sehr reich oder mit schwerem Schmuck dekorieren
  • Weihnachtsfans, für die Tannenduft unbedingt dazugehört
Christbaum Tannenbaum Weihnachtsbaum Weihnachten Tanne
Die schöne bläuliche Färbung gibt der Blaufichte ihren Namen. Der üppige Wuchs ist ähnlich wie bei der Nordmanntanne, ihre Nadeln sind aber viel piksiger. Darum wird die Blaufichte auch Stechfichte genannt.

Korea-Tanne

Die Korea-Tanne ist ein Neuling unter den Weihnachtsbäumen. Auf ihren weichen, hellgrünen Nadeln sitzen kleine Zapfen, die wie ein natürlicher Baumschmuck wirken. Das macht die asiatische Tannenbaum-Art perfekt für eine minimalistische Weihnachtsbaum-Deko. Du musst allerdings schon ein wenig suchen, um eine Korea-Tanne zu Weihnachten zu finden – die Bäume sind noch relativ selten im Handel.

Vorteile

  • besondere Optik durch hellgrünen Schimmer und kleine Tannenzapfen
  • leichter Duft
  • weiche Nadeln

Nachteile

  • kaum im normalen Baumverkauf zu finden
  • relativ teuer

Gut geeignet für

  • alle, die ihren Baum gern natürlich und minimalistisch schmücken
  • alle, die einen besonderen Weihnachtsbaum möchten

2. Wie groß soll der Weihnachtsbaum sein?

Die Größe des Weihnachtsbaums ist gleichermaßen eine Platz- und eine Geschmacksfrage. Für die einen gehört ein mannshoher, reich geschmückter Baum einfach dazu, und sei das Wohnzimmer noch so klein. Die anderen haben lieber ein kleines Bäumchen, das sich schnell schmücken lässt, oder sogar einen Tannenbaum im Topf, der nach dem Fest einfach auf den Balkon umzieht.

Weihnachtsbaum mit roten Kugeln im hell eingerichteten Wohnzimmer
Ein mittelgroßer Weihnachtsbaum reicht aus, um den ganzen Raum mit Weihnachtsstimmung zu erfüllen – und er lässt sich bequem transportieren und schmücken.

Weihnachtsbäume bis 1 m Höhe lassen sich problemlos auf einem Tisch aufstellen, zum Beispiel in der Wohnzimmerecke oder im Flur. Diese Baumgröße ist auch eine gute Lösung für Räume mit Dachschrägen – ein Ein-Meter-Baum passt unter die meisten Kniestöcke. Ein großer Vorteil von kleinen Bäumen: Sie benötigen weniger Schmuck und stehen sehr sicher.

Weihnachtsbäume mit 1,00–1,50 m Höhe sollten auf dem Boden stehen. Bäume in dieser Größe wirken schon sehr festlich, lassen sich aber immer noch ohne Leiter schmücken und durch enge Treppenhäuser transportieren. Ein einfacher Christbaumständer ist in der Regel völlig ausreichend für diese Baumgröße.

Weihnachtsbäume ab 1,50 m sind etwas für echte Weihnachts-Fans – und für alle, die ausreichend Platz in der Wohnung haben. Das Wichtigste bei großen Weihnachtsbäumen ist ein sicherer Stand: Achte am besten darauf, einen kippsicheren Tannenbaumständer zu benutzen, der für die Größe deines Baumes geeignet ist. Zudem sollte der Baum schön gleichmäßig gewachsen sein. Gerade bei großen Tannen ist das obere Drittel oft etwas kahl. Ein Tipp: Kaufe deinen Baum etwas größer als benötigt und kürze die Spitze, sodass er von oben bis unten schön dicht und gleichmäßig ist.

Weihnachtsbäume und Zubehör:

3. Wann den Baum aufstellen?

Traditionell wird der Tannenbaum erst an Heiligabend festlich geschmückt. So bleiben auch Bäume mit kurzer Haltbarkeit zumindest über die Feiertage schön. Wenn du deinen Tannenbaum fertig geschlagen kaufst, solltest du ihn ruhig schon am Abend vorher in den Tannenbaumständer stellen, damit sich die vom Transportnetz zusammengedrückten Zweige wieder entfalten können. Du kannst deinen Weihnachtsbaum etwas länger frisch halten, wenn du ihn schon 2–3 Tage vor dem Schmücken kaufst und ihn an einem kühlen, möglichst dunklen Ort im Haus lagerst. So kann die Tanne den Temperaturwechsel besser verkraften. Geeignete Orte zum „Akklimatisieren“ sind zum Beispiel das Treppenhaus, die Garage, der Keller oder ein unbeheizter Wintergarten.

4. Weihnachtsbaum aufstellen – wo und wie

Ganz klassisch steht der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer – dort, wo die Familie zum Feiern beisammen ist. Wo genau du ihn im Raum aufstellst, ist nicht nur eine optische Frage, es kann auch dazu beitragen, den Weihnachtsbaum frisch zu halten. Hier sind die wichtigsten Tipps, damit der Baum sicher steht und lange schön bleibt.

Klassisch geschmückter Weihnachtsbaum im Wohnzimmer neben brennendem Kamin
Mit einem prasselnden Kaminfeuer ist die Weihnachtsstimmung natürlich perfekt. Grundsätzlich solltest du den Raum, in dem der Weihnachtsbaum steht, aber eher kühl halten und täglich lüften, damit der Baum möglichst lange frisch bleibt.

Direktes Sonnenlicht meiden: Die Wintersonne scheint in unseren Breiten zwar nicht sehr intensiv, direkte UV-Strahlen können dem Tannenbaum trotzdem zusetzen. Auch der Baumschmuck kann im Sonnenlicht ausbleichen. Daher stellst du den Weihnachtsbaum am besten nicht direkt vor ein Fenster.

Nicht vor dem Heizkörper: Heizungswärme trocknet den Tannenbaum aus, sodass er schneller seine Nadeln verliert. Große Bäume können zudem verhindern, dass sich die Heizungswärme im Raum verteilen kann. Also besser einen Platz abseits der Heizung wählen und die Fußbodenheizung über die Feiertage herunterregeln.

Steckdose in der Nähe: Wenn du deinen Baum mit LED-Lichtern schmückst, sollte er möglichst nah an der nächsten Steckdose stehen. So verhinderst du, dass jemand über die Stromkabel stolpert und versehentlich den Baum umreißt.

Abseits von Durchgangstüren: Gerade in kleineren Räumen ist der einzige freie Platz für den Weihnachtsbaum oft neben der Tür. Am besten fixierst du die Tür über die Feiertage mit einem Türstopper, damit sie nicht versehentlich gegen den Baum schlagen kann. Wenig genutzte Türen kannst du abschließen. So reduzierst du auch Zugluft, die deinem Weihnachtsbaum ebenfalls nicht gut bekommt.

Wann sollte man den Baum in der Wohnung aufstellen?

Geschmückter Weihnachtsbaum mit Zierdecke im Wohnzimmer
In einem großen Wohnzimmer kannst du den Weihnachtsbaum frei in den Raum stellen. So wird er zum Zentrum des Geschehens – und wenn du magst, kannst du sogar nach skandinavischem Brauch am Heiligabend um den Baum tanzen.

5. Praktisch: ein Weihnachtsbaum im Topf

Selbst mit der besten Pflege ist das Leben eines Weihnachtsbaumes befristet: Spätestens im Januar wird der Baum normalerweise entsorgt. Wer sich eine nachhaltigere Lösung wünscht, kann entweder einen künstlichen Baum kaufen oder sich für einen „lebendigen“ Weihnachtsbaum entscheiden. Einen Weihnachtsbaum im Topf bekommst du mittlerweile problemlos im Gartencenter, auch einige Baumschulen bieten Weihnachtsbäume mit Wurzeln an. Am besten lässt du dem Baum ein bis zwei Tage Zeit, sich an einem kühlen Ort zu akklimatisieren, bevor du ihn ins Wohnzimmer holst. Gut geeignet sind zum Beispiel das Treppenhaus oder die Garage. Nach den Feiertagen kannst du ihn in den Garten pflanzen oder im Topf auf den Balkon oder die Terrasse stellen – dort wartet er dann auf das nächste Weihnachtsfest.

Kleiner Weihnachtsbaum im schwarzen Kunststofftopf
Weihnachtsbäume im Topf sind vergleichsweise klein und benötigen ganzjährige Pflege. Dafür wirst du mit einem nachhaltigen, lebendigen Weihnachtsbaum belohnt, der den Rest des Jahres deinen Balkon schmückt.

Ist ein Weihnachtsbaum mit Wurzeln das Richtige für dich?

Wenn du einen großen Weihnachtsbaum möchtest, ist ein Tannenbaum im Topf nicht das Richtige für dich. Der Wurzelballen und der Topf sind ziemlich schwer und unhandlich, sodass die Bäume selten größer als 1,20 m sind. Zudem muss der Baum bis zum nächsten Winter gegossen und gepflegt werden. Auch der Temperaturwechsel von draußen nach drinnen – und wieder zurück – kann dem Tannenbaum zusetzen. Wenn du mit einem kleinen Weihnachtsbaum zufrieden bist, der vielleicht nur über die Feiertage in der Wohnung stehen soll, dann ist ein Weihnachtsbaum im Topf genau das Richtige. Wer auf einen geschlagenen Baum verzichten und trotzdem möglichst wenig Arbeit mit dem Baum möchte, der wählt besser einen künstlichen Weihnachtsbaum oder einen schönen Deko-Baum.

Deko-Weihnachtsbäume aus Metall mit rot-weißen Anhängern im Wohnzimmer mit rot kariertem Sessel
Wem die Pflege eines Weihnachtsbaums im Topf zu aufwendig ist, der stellt sich vielleicht einfach einen schönen Deko-Baum in die Wohnung. Dieser puristische Baum lässt sich in den unterschiedlichsten Stilen schmücken.
Festliche Deko-Tannenbäume, die keine Pflege brauchen:

6. Tipps für die Weihnachtsbaum-Pflege

  • Den Baum schon einige Tage vor dem Aufstellen an einer kühlen Stelle im Haus lagern – so verkraftet er den Temperaturwechsel besser
  • Die Schnittstelle des Baumes vor dem Aufstellen noch einmal nachschneiden, damit er Nährstoffe aus dem Wasser besser aufnehmen kann
  • Täglich leicht mit Wasser einsprühen, damit die Nadeln länger frisch und grün bleiben
  • Etwas Zucker oder Schnittblumendünger in das Wasser im Weihnachtsbaumständer mischen – funktioniert genau wie bei Blumen in der Vase
  • Fußbodenheizung herunterdrehen – die flächige Wärme von unten setzt dem Baum zu
  • Täglich stoßlüften und regelmäßig das Wasser im Weihnachtsbaumständer nachfüllen