Besuch in einem edlen „Arme-Leute-Haus“ in Süditalien

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Wohnzimmer von Morten Angelo

Man braucht Morten Angelo nur flüchtig anzuschauen und weiß, das ist kein Mann für einen Neubau. Der 52-jährige Partner bei der Kopenhagener Webeagentur „Brandhouse“ lässt sich knapp und griffig mit drei Adjektiven beschreiben: archaisch, praktisch, gut. Der Mann mit den Tribal-Tattoos, die sich tagsüber unter dem Designerhemd verbergen lassen, ist einer, der im Zweifelsfall erst einmal macht, ein Anpacker, ständig unter Strom. Und gerade weil sein Aktivitätslevel so hoch ist, braucht er einen Ort, um sich zielsicher wieder aufladen zu können. Diesen Ort hat er in Süditalien gefunden: ein Trullo.

Morten-Agello Trullo Trullo Pizza

Oase im Stiefelabsatz

Was das ist? Ein Rundhaus aus Kalkstein mit charakteristischem Kegeldach, das in Apulien, dem vom Tourismus noch relativ unberührten Stiefelabsatz Italiens, weitverbreitet ist. Die ersten Trulli sollen im 17. Jahrhundert als „Arme-Leute-Häuser“ entstanden sein. Wer dem Werber in seiner Ruheoase einen Besuch abstattet, trifft auf einen glücklichen Mann. „Es ist fantastisch ruhig hier“, schwärmt Morten Angelo über sein ungewöhnliches Anwesen, „du hörst nur den Wind in den Olivenbäumen rauschen, ein paar wilde Hunde bellen in der Nacht und von der Ferne klingen die Schafsglöckchen.“ Morten Angelo stieß vor einigen Jahren beim Blättern in einer Zeitschrift zufällig auf sein Traumhaus. Er nahm Kontakt zu örtlichen Immobilienmaklern auf, besichtigte 18 Häuser und entschied sich schließlich für ein fast 40.000 Quadratmeter großes Anwesen mit zwei alten unrenovierten Trulli nahe der Stadt Ceglie Messapica, ca. 25 Kilometer von der Adriaküste entfernt. Wichtig war Angelo, der alle Skizzen selbst entwarf, dass die Schlichtheit der alten Gebäude erhalten blieb.

Trullo in Süditalien

Ausbau-Plan auf der Serviette

Für den Neuanbau wählte er einen lokalen Kalkstein. Auch das Interieur im 208 Quadratmeter großen Haus harmoniert mit den unverputzten Wänden und den runden Wandlinien. Alte Kronleuchter und viele Kerzen verleihen den Räumen ein mittelalterliches Ambiente. Akzente setzte der Kopenhagener mit einigen Designklassikern, modernen Möbeln sowie Flohmarktfundstücken. „In der ersten Nacht nach dem Kauf der Trulli zeichnete ich auf einer Serviette eine Skizze des Hauses“, sagt Angelo. „Es ist wirklich lustig, aber fast genauso sieht es heute aus!“

Rough meets Klassik und Moderne – zu diesem Einrichtungs-Credo von Morten Angelo passen folgende Stücke aus dem OTTO-Sortiment:

Hol Dir den Charme ins Haus:

Hier noch weitere Einblicke in Morten Angelos Trullo in unserer Galerieansicht:

Fotocredits: Morten Angelo (mortenangelo.com)