Terrasse

Terrassengestaltung: Tipps und Ideen für deine Traum-Terrasse

Die Terrasse wird immer mehr zum Wohnzimmer im Freien. Klar, denn hier findet im Sommer das Leben statt. Warum solltest du in die Terrassengestaltung also weniger Herzblut investieren, als in deinen Innenbereich? Schließlich gibt es unzählige tolle Möglichkeiten, wie du deine Traum-Terrasse gestalten kannst.

1. Terrassenboden neu gestalten

Der Bodenbelag ist die Basis deiner Terrasse und die soll natürlich lange halten, gut aussehen und pflegeleicht sein. Neben Fliesen, die als pflegeleichter und robuster Bodenbelag gern im Außenbereich verwendet werden, gibt es mittlerweile etliche Möglichkeiten, den Boden zu gestalten.

Steine und Beton: Pflegeleicht und langlebig

Bodenbelag aus Stein oder Beton ist druckbeständig und frostsicher. Großformatige Betonplatten ergeben eine gleichmäßige Form und passen zu modernen quadratischen oder rechteckigen Terrassen. Die kleineren Pflastersteine sind variantenreich und können je nach Form und Verlegemuster komplett anders aussehen. Damit ein dekoratives Muster entsteht, benötigst du viel Fingerspitzengefühl. Für diesen Job solltest du also einen Experten beauftragen.

Terrassenboden aus Betonfliesen mit Teppich, Kissen und Grünpflanzen, dahinter Gardine und Balkonmöbel
Ein Terrassenboden aus Betonplatten wirkt kühl und modern. Anni vom Blog „pötit“ schafft auf ihrem Balkon mit Outdoor-Textilien in Rosa und Weiß und mit Grünpflanzen eine wohnliche Atmosphäre.

Um deine Terrasse neu zu gestalten, ist ein Steinboden eher aufwendig: Der Untergrund wird in mehreren Schichten mit Schotter und Ausgleichssplitt vorbereitet und verdichtet, damit er stabil genug ist. Von dem Ergebnis wirst du allerdings lange etwas haben.

Holz und WPC-Terrassendielen in Holzoptik

Wenn es um die natürliche Ausstrahlung von Holzterrassen geht, kann kein anderer Bodenbelag mithalten. Wichtig ist, dass du witterungsbeständige Holzsorten wie Bambus oder Esche wählst, damit du dich lange an der schönen Optik sowie den pflegeleichten Eigenschaften erfreuen kannst. Dennoch ist Holz vor allem bei hoher Feuchtigkeit pflegeintensiver als Stein: Je nach Holzart solltest du eine Holzterrasse alle ein bis zwei Jahre mit einer Schutzschicht ölen.

Veranda mit Boden aus Holzdielen, Grünpflanzen und Liege mit Kissen und Fell
Wenn es um die Optik geht, ist eine Terrasse oder Veranda mit Holzboden einfach unschlagbar. Wichtig ist, dass du die Dielen einmal im Jahr gründlich reinigst und einölst. So bleiben sie resistent gegen Feuchtigkeit und Grünbelag bildet sich langsamer.

WPC ist ein witterungsbeständiges Verbundmaterial aus Holz und Kunststoff. Es ist rutschfester, weniger splitteranfällig, beständiger und günstiger als echte Holzdielen. Allerdings heizt sich eine WPC-Terrasse in der Sonne stark auf. Hier solltest du also für ausreichend Sonnenschutz sorgen. Wie bei einer Steinterrasse ist das Anlegen von Holz- oder WPC-Terrassen verhältnismäßig aufwendig – das Ergebnis dafür umso schöner.

Klickfliesen oder Kies

Holzterrassen mit rötlichen Dielen, Gartentisch und Sitzbank aus Holz
Klickfliesen aus WPC sehen fast aus wie echtes Holz, sind jedoch weniger pflegeintensiv (WPC-Fliesen von Home Deluxe bei OTTO).

Ein Terrassenboden aus Kies oder Klickfliesen ist günstig und lässt sich ohne viel Aufwand umsetzen. Damit der kleinteilige Kies nicht nach und nach absackt, kannst du als Unterkonstruktion einfach ein Gitter auslegen. Klickfliesen gibt es aus Holz, WPC oder Stein. Sie lassen sich einfach per Klicksystem verbinden und verpassen deinem Außenbereich binnen kürzester Zeit einen frischen Look – perfekt für eine Mietwohnung mit Terrasse.

2. Mit Holzmöbeln die Terrasse gestalten

Holzterrassen mit rötlichen Dielen, Gartentisch und Sitzbank aus Holz
Holzmöbel geben deiner Terrasse einen natürlichen Look. Mit vielen Topfpflanzen fühlst du dich wie in einer grünen Gartenlaube.

Holzmöbel überzeugen – genau wie Terrassendielen aus Holz – mit ihrem warmen, natürlichen Look. Neben der Art, der Maserung und der Farbe des Holzes spielt auch das Design der Möbel eine wichtige Rolle: Zum angesagten Skandi-Chic passen helle Gartentische aus Kiefernholz mit weiß oder hellgrau lackierten Tischbeinen. Für einen modernen, asiatischen Look kannst du geradlinige Möbel aus Teak oder rötlichem Holz verwenden. Da Gartenmöbel aus Holz keinen natürlichen Wetterschutz haben, spielt die Pflege des Materials eine wichtige Rolle. Schrubbe das Holz im Frühjahr mit einem Wasser-Seifen-Gemisch ab und trage ein reichhaltiges Pflegeöl auf. Im Winter lagerst du die Möbel am besten im Keller oder im Abstellraum ein.

Ausrufezeichen
Achte beim Kauf von Holzmöbeln – vor allem bei Tropenhölzern – immer auf die FSC-Zertifizierung. Diese garantiert eine nachhaltige Holzproduktion.
Schöne Terrassenmöbel aus Holz:

3. Terrasse mit Polyrattanmöbeln gestalten

Gartenlounge auf Terasse in grau
Gartenmöbel aus Polyrattan sind eine pflegeleichte Alternative zu echten Holz- oder Rattanmöbeln. Da weder Feuchtigkeit, Schnee und Sonne dem Material etwas anhaben können, kannst du hochwertige Polyrattanmöbel sogar im Winter draußen stehen lassen (Loungeset „Burano“ von Best bei OTTO).

Gartenmöbel aus Polyrattan sind optisch kaum von echten Rattanmöbeln zu unterscheiden. Und das synthetische Flechtmaterial bringt einige Vorteile mit: Polyrattan ist robust und pflegeleicht. Selbst bei Wind und Wetter bleibt es formstabil und UV-beständig. Da das Material sehr flexibel und bequem ist, bestehen vor allem ausladende Lounge-Möbel aus Polyrattan – perfekt für große Terrassen im modernen Stil. Viele Hersteller bieten auch einzelne Elemente an, die du zu einer kleinen Chill-Ecke zusammenstellen kannst – oder du wählst einen einzelnen großen Lounge-Sessel aus und setzt ihn mit vielen Kissen und Decken als Kuschelecke in Szene.

Sitzgruppe in Rattan vor Holzhaus
Es müssen nicht immer große Sitzecken sein: Die Cocktailstühle aus Polyrattan passen auch auf eine kleine Terrasse (Gartenstuhl „Arvada“ von Garden Pleasure bei OTTO).
Schöne Terrassenmöbel aus Polyrattan:

4. Terrasse gestalten mit Metallmöbeln

Sitzgruppe auf Terasse mit grüner Bepflanzung
Mit geschwungenen Metallmöbeln holst du dir mediterranes Flair auf deine Terrasse.

Gartenmöbel aus Metall sind robust und pflegeleicht. Du kannst sie das ganze Jahr über benutzen und sie verleihen deiner Terrasse sogar im Herbst einen wohnlichen Charakter. Die filigranen Metalltische und -stühle lassen sich leicht einklappen und eignen sich optimal, wenn du eine kleine Terrasse gestalten möchtest.

Holzterrasse vor dunkler Holzfassade mit bunten Klapptischen- und Stühlen
Klappstühle und -Tische aus Metall sind leicht und lassen sich schnell auf- und abbauen. Optimal, wenn du eine Gartenparty feierst und schnell noch ein paar Sitzgelegenheiten brauchst (Klapptisch „Daisy Jane“ von Butlers bei Otto).

Silberfarbene oder schwarze Metallmöbel verleihen deiner Terrasse einen modernen Stil. Du magst es lieber romantisch im Shabby-Chic? Dann passen verspielte, weiß lackierte Metallmöbel – am besten in Kombination mit üppig blühenden Rosen und gemusterten Textilien.

Terrasse mit Hängeliege aus Metall
Es muss nicht immer romantisch sein: Metallmöbel gibt es in unzähligen Designs, sodass du die positiven Eigenschaften des robusten Materials auch für deine moderne Terrasse nutzen kannst (Gartenliege „Hängeliege Dream“ von Leco bei OTTO).
Schöne Terrassenmöbel aus Metall:

5. Terrassengestaltung mit Pflanzen

Pflanzen dürfen auf keiner Terrasse fehlen. Einheimische Gewächse sind besonders robust, meist winterhart und benötigen wenig Pflege. Mediterrane Pflanzen wie Olivenbäume, Oleander und viele Kräutersorten sehen zwar toll aus, müssen den Winter über jedoch in einem frostfreien Raum, z. B. der Garage, untergebracht werden.

Pflanzen für eine moderne Terrasse

Ziergräser, Kugelahorn und immergrüne Buchsbäume kommen bei einer modernen Terrassengestaltung besonders zur Geltung. Lampenputzergras oder Chinaschilf kannst du in Beeten oder Kübeln anpflanzen. Hochstämmchen und kleine Bäume setzt du am besten direkt in das Beet neben deiner Terrasse, damit die großen Wurzelballen im Sommer genügend Wasser bekommen. Setze die grünen Akzente sparsam ein, um den modernen Look nicht zu überladen – drei bis fünf Kübel oder Töpfe reichen bei modernen, mittelgroßen Terrassen bereits aus. Sukkulenten in schlichten Betontöpfen sind eine elegante Deko auf deinem Gartentisch.

Gartenmöbel und Sonnenschirm auf sommerlich bepflanzter Terrasse vor einem roten Backsteinhaus
Kübelpflanzen kannst du flexibel auf deiner Terrasse arrangieren. Praktisch sind Kübel vor allem für Sorten, die nicht winterhart sind. Du kannst sie im Herbst reinholen.

Pflanzen für Terrassen im natürlichen Stil

In Wild- und Naturgärten dürfen alle Pflanzen und Blumen durcheinander wachsen – am besten in großen Mengen. Das gilt auch, wenn du deine Terrasse in diesem Stil gestalten möchtest. Duftrosen, sommerliche Wildblumen, Lavendel und einheimische Gräser sind eine tolle Kombi, die du in Kübeln, Hochbeeten oder kleinen Töpfen aussäen kannst. Du hast Lust auf viel Grün, aber nur wenig Platz? Dann arbeite doch in die Höhe: Setze Blumenampeln-, Leitern oder vertikale Beete ein.

Hoochbeet aus Holz auf Terrasse aus roten Pflastersteinen neben Beeten mit Kornblumen und Lupinen
Durch die besondere Schichtung von Nährstoffen und Erde gedeiht Gemüse in Hochbeeten besonders üppig, ist vor Nagern und Schnecken geschützt und kann rückenfreundlich geerntet werden (Hochbeet „Gr. XL“ von Dobar bei OTTO).

Pflanzen als Sichtschutz

Buschige und immergrüne Pflanzen sind ein natürlicher Sichtschutz für deine Terrasse. Pflanze ganzjährige Gewächse wie Buchsbäume, Pampasgras oder Rhododendren in längliche Kübel, um eine natürliche Hecke zu züchten. Alternativ kannst du auch Rankgitter nutzen und Efeu oder Geißblatt daran hochranken lassen. So schaffst du eine lauschige Atmosphäre auf der Terrasse und bist vor neugierigen Blicken der Nachbarn geschützt.

Bambusstrauch im Garten
Mit einer Wuchshöhe, die schnell bis zu 2 m erreichen kann, und den immergrünen Blättern ist der Gartenbambus der ideale natürliche Sichtschutz für deine Terrasse (Bambus „Fresh Green“ bei OTTO).

6. So wird deine Terrasse gemütlich

Damit du dich auf deiner Terrasse wohlfühlst, sollte sie gemütlich sein. Weiche Sitzkissen, schöne Textilien und eine schattige Sitzecke sind nur einige Möglichkeiten, die für den Wunsch nach einem endlosen Sommer sorgen.

Terrassenboden mit Outdoorteppich, Kissen, Magazin und Grünpflanzen
Für einen Wohnzimmer-Look auf deiner Terrasse sorgt ein Outdoor-Teppich.
Balkonbepflanzung mit Kletterhortensie und weiteren Grünpflanzen neben Outdoor-Möbeln
Greife die Farbe oder das Muster des Teppichs in anderen Textilien wie Kissen oder einer Tischdecke auf, um ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen (Teppich „Millau“ von ELLE Decor bei OTTO).
Sitzkissen in Blau und Türkis auf und neben einem weißen Stuhl
Outdoor-Textilien in sommerlichen, frischen Farben wie Blau, Türkis, Gelb, Grün oder Pink machen gute Laune. Wenn du es schlicht magst, nutze Farben aus einer Familie. Für einen tropischen Look kannst du die Farben bunt kombinieren und mit Palmen-, Flamingo- oder Ananasprints abrunden (Chillkissen „Classic Streifen Outdoor“ von H.o.c.k. bei OTTO).
Schwarz-weiß gekachelte Terrasse mit Markise, gelben Stühlen und Blumentöpfen im Regal
Auf einer sommerlichen Terrasse sollte ein guter Sonnenschutz nicht fehlen. Neben flexiblen Sonnenschirmen oder einem großen Sonnensegel kann sich, vor allem auf sehr sonnigen Terrassen, die Investition in eine Markise lohnen.
Loungemöbel und Outdoor-Textilien für die Terrasse:

7. Beleuchtungstipps für die Terrasse

Terrasse neben einem dunkelroten Haus mit schöner Beleuchtung, Kamin und tropischen Pflanzen
Je wärmer die Lichtfarbe, desto gemütlicher die Atmosphäre: Solar-Lichterketten und -Windlichter spenden stimmungsvolles Licht. Ein weiterer Vorteil: Da sie kabellos sind, brauchst du nicht einmal Steckdosen.

Um deine schöne Terrasse auch am Abend genießen zu können, brauchst du eine stimmige Außenbeleuchtung. Damit ist nicht nur das Terrassenlicht an der Hausfassade gemeint. Viele kleine Leuchten sorgen für gemütliche Stimmung:

  • Bodeneinbauleuchten und -spots – beleuchten Steinmauern, Fassaden oder Bäume
  • Wandleuchten – erzeugen warmes, indirektes Licht oder werfen einen gezielten Lichtkegel an die Wand
  • Lichtschläuche – kannst du von einem Harken an der Fassade über die Sitzecke zu einem Ast spannen
  • Große Windlichter – kannst du auf dem Boden platzieren und den Rand der Terrasse säumen
  • Kleine Windlichter oder Marmeladengläser – dekorieren den Tisch
  • Solar-Lampions oder Solar-Lichterketten – kannst du an einem Ast, einem Stab oder einer Schnur befestigen und über die Terrasse spannen