Arbeitszimmer

7 Tipps für ein perfektes Arbeitszimmer

Ich lebe und arbeite unter einem Dach. Als selbstständige Interior Designerin und Ingenieurin ist mein Büro der Ort, an dem ich die meiste Zeit verbringe. Deswegen ist es wichtig, dass dieser Raum optimal auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Vielleicht hast auch Du ein Home-Office oder einen Bereich, in dem Du Deiner Arbeit, Deinen Hobbies und Leidenschaften nachgehen kannst. Wenn Du Dich in diesem Raum noch nicht pudelwohl fühlst, dann beherzige einfach meine sieben Tipps für das perfekte Arbeitszimmer.

Tipp Nr. 1: Analyse

Erkenne die Schwächen und Stärken der Ist-Situation. Was gefällt Dir und was stört Dich in Deinem Homeoffice? Was brauchst Du für den optimalen Workflow? Wie sind Deine Abläufe? Was brauchst Du griffbereit, worauf kannst Du verzichten? Wo ist das beste Tageslicht? Notiere alles in einer Liste und sortiere es nach Priorität und Machbarkeit.

Tipp Nr. 2: Inspiration

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Stöbere in Wohnbüchern und durchforste Wohnzeitschriften auf der Suche nach Inspiration für Dein eigenes Büro. Sammle alles in einer Mappe, hefte es an die Wand oder mach es so wie ich und erstelle eine Pinnwand für die „workspace inspiration“ auf Pinterest. So visualisierst Du Deine Wünsche und bekommst ganz schnell heraus, in welche Richtung es gehen soll. Nimm Dir dafür ruhig ein paar Tage oder Wochen Zeit. So findest Du auch heraus, ob die ein oder andere Inspiration vielleicht nur eine Laune oder ein spontaner Impuls war oder wirklich Deinen Vorstellungen entspricht.

Tipp Nr. 3: Platz

Es gibt nichts Schlimmeres, als in einem zu beengten Raum arbeiten zu müssen. Natürlich lassen das die Platzverhältnisse manchmal nicht anders zu. Aber dann muss man etwas umstellen oder ausmisten und Möbel entfernen. Obwohl ich genug Platz hatte, stieß ich vor der Umgestaltung beim Zurückrollen mit meinem Drehstuhl immer an die dahinter stehenden Regale. Das hat mich total genervt. Ich habe mich durch die scheinbare Enge tatsächlich auch in meinen kreativen Gedanken eingeengt gefühlt.

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Eine durchdachte Umgebung ist für eine effiziente Arbeit daher nicht zu unterschätzen. Zeichne Dir eine groben Grundriss des Raumes auf und schiebe Deine Möbel so lange hin und her bis es passt. Mein Schreibtisch steht mitten im Raum, ist drei Meter lang und 75 Zentimeter tief. Hinter meinem Drehstuhl habe ich nun 1,20 Meter Platz zum Zurücklehnen oder Rollen. Vor meinem Schreibtisch habe ich einen 70 Zentimeter breiten Gang, um an mein neues Sideboard zu kommen. Das reicht völlig aus, weil ich dort nur stehe und an Drucker und Schubladen gelangen muss.

Tipp Nr. 4: Nachhaltigkeit

Als der Entschluss fest stand mein Büro neu zu gestalten, war für mich klar: Alles muss raus! Ich hatte acht alte Bücherregale, einen Aktenschrank und vier Rollcontainer in meinem Büro stehen. „Das passt überhaupt nicht mehr zu meinem Einrichtungsgeschmack“, dachte ich mir. Außerdem wünschte ich mir mehr geschlossenen Stauraum, da spielten meine offenen Regale nicht mit. Nach einiger Zeit wurde mir aber klar, dass ich so gut wie keine neuen Möbel brauchte. Ich musste meine alten nur umstellen und neu kombinieren. Das Türenproblem für den gewünschten Stauraum löste ich mit einem selbstgebauten, grandios günstigen und schicken Schiebtürensystem. Es muss also nicht immer alles raus – denk einfach mal um!

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Tipp Nr. 5: Ordnung

Ein perfektes Home-Office sollte Dir simple Möglichkeiten bieten, Ordnung zu halten. Wichtiges sollte in unmittelbarer Nähe sein. Das sind bei mir Stifte, mein heiliges Filofax, Papier, Locher, Tacker, Post-its, Zollstock und Lineal. Weil ich gerne eine freie und aufgeräumte Schreibtischfläche habe, finden diese wichtigen Utensilien ihren Platz größtenteils in Schubladen. Natürlich in Greifweite meines Sitzplatzes.

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Nicht alles in meinem Büro ist so schön und ansehnlich, dass es sofort gesehen werden muss. Dafür sollte geschlossener Stauraum eingeplant werden. Ob mit Boxen, hinter Schranktüren oder in Schubladen. Optische Ruhe hilft Dir, Dich zu sammeln, gibt neuen Ideen Raum und Du lässt Dich nicht so schnell ablenken.

Tipp Nr. 6: Wohlfühlen

Bei aller Funktionalität solltest Du nicht vergessen: Dein Office sollte ein Ort sein, an dem Du Dich wohlfühlst. Ich verbringe hier den Großteil meines Tages. Es ist der Ort, an dem ich neue Konzepte erstelle, DIY-Ideen ausarbeite und sie umsetze oder hochkonzentriert an Plänen zeichnen muss. Deswegen will und muss ich mich hier wohlfühlen. Dazu gehören in meinem Fall Pflanzen, eine gemütliche Sitzecke und eine Duftkerze. Vielleicht sind es für Dich persönliche Bilder oder frische Blumen in einer hübschen Vase? Was auch immer es ist, plane einen Platz dafür ein.

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Tipp Nr. 7: Beleuchtung

Gutes Licht ist das A und O. In meinem Büro findet sich Allgemeinlicht in Form einer Deckenleuchte (wenn das Tageslicht nicht ausreicht), Arbeitsbeleuchtung mit einer Schreibtischleuchte und atmosphärisches Licht. Letzteres ist zum einen für die indirekte Beleuchtung auf meiner Regalwand und hier und da finden sich ein paar Wand- und Tischleuchten. So kann ich mir also je nach Tätigkeit und Stimmung das Licht so knipsen, wie ich es brauche.

P.S.: Hast Du auch noch ein paar offene Bücherregale und wünscht Dir mehr geschlossenen Stauraum? Für meine DIY-Schiebetüren habe ich mir einfach im Baumarkt OSB Platten zuschneiden lassen. Vier Bockrollen pro Tür (zwei oben und zwei unten) an die obere und untere Kante der Platte schrauben. Als Schiene habe ich an die Oberseite der Regale ein weißes Kunststoffprofil in U-Form geschraubt. Das U-Profil ist gerade so breit, dass die Rollen darin sauber laufen. Als Griffe habe ich Edelstahlgriffe für Küchenschränke verwendet. Bei Bedarf lassen sich die OSB-Platten auch lackieren, z. B. mit Tafel- oder Magnetfarbe. Wer es natürlicher mag, lässt das Holz so wie ich unbehandelt.