Wandgestaltung

Leinwände aufhängen: mit Haken, Draht, ohne Bohren

Leinwandbilder haben einen großen Vorteil: Die auf Keilrahmen gespannten Leinwände sehen meist auch ohne Rahmen toll an der Wand aus. Kein Rahmen heißt aber in der Regel auch: keine Bilderhaken oder Ösen. Wie hängt man also eine Leinwand am besten auf? Wir zeigen dir, wie es funktioniert.

(Im Bild oben: Leinwandbild-Set „Natur“ von WOHNIDEE Kollektion bei OTTO.)

1. Leinwandbilder – die Basics

Leinwandbilder bestehen aus Stoff, der straff auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt ist. Durch den integrierten Rahmen sind Leinwände dicker als Drucke oder Acrylbilder: Die Rahmentiefe liegt zwischen 2 und 4 cm, sodass sich das Bild leicht von der Wand abhebt. Daher werden Leinwandbilder häufig ohne zusätzlichen Rahmen aufgehängt.

Ecke eines Keilrahmens aus Holz
Ecke einer Leinwand

Keilrahmen bestehen aus Weichholz wie Fichte oder Kiefer. Diese Holzarten sind stabil, aber weich genug, damit du Bilderhaken oder andere Bildaufhänger direkt auf dem Rahmen schrauben oder nageln kannst.

Rückseite eines Leinwand-Keilrahmens

2. Leinwand aufhängen mit Haken

Theoretisch kannst du Leinwände auch einfach direkt mit dem Keilrahmen auf einen Nagel hängen – da die Rahmenleisten mindestens 1–2 cm tief sind, funktioniert das. Damit das Bild aber sicher und vor allem gerade an der Wand hängt, solltest du lieber Bilderhaken an der Rückseite des Keilrahmens befestigen.

Klappösen zur Bilderfestigung

Klappösen gibt es in runder und eckiger Form, sie eignen sich sowohl für die Aufhängung mit Nägeln als auch für eine Drahtaufhängung.

Zackenaufhänger zur Bilderfestigung

Zackenaufhänger ermöglichen dir, die Position deines Bildes nachträglich etwas zu korrigieren. Die Aufhänger werden am oberen Rand des Rahmens angebracht. Es gibt aber auch spezielle Zackenaufhänger, die diagonal über die beiden oberen Ecken gesetzt werden, zum Beispiel für sehr große Leinwände.

Zackenhaken auf einem Keilrahmen aus Holz
Leinwandbild „Bäume“ von Home affaire bei OTTO.

Meist kommen Zackenaufhänger im Set mit kleinen Holznägeln oder -schrauben – so kannst du sie direkt am Rahmen anbringen.

Wo soll ich die Haken am Rahmen befestigen?

Skizze einer Leinwand im Hochformat, Rückseite

Hochformat-Bilder: Meist reicht ein Zackenhaken in der Mitte der oberen Rahmenleiste. Bei sehr großen Bildern solltest du zwei Haken links und rechts auf die obere Rahmenleiste setzen – mit jeweils 10–20 cm Abstand zu den Rahmenecken.

Skizze einer Leinwand im Querformat, Rückseite

Querformat-Bilder: Setze zwei Haken links und rechts auf die obere Rahmenleiste. Die Haken sollten nicht zu dicht an den Rahmenecken sitzen. Bei sehr großen Leinwänden kannst du einen dritten Haken in die Mitte der oberen Rahmenleiste setzen.

Skizze einer quadratischen Leinwand, Rückseite

Quadratische Bilder: Bei kleinen Bildern reicht ein Haken in der Mitte der oberen Rahmenleiste, bei größeren Bildern solltest du zwei Haken links und rechts anbringen. Alternativ kannst du bei quadratischen Leinwänden zwei Hakenösen an den seitlichen Rahmenleisten fixieren und den Rahmen mit einem Draht an der Wand anbringen.

3. Leinwand aufhängen mit Draht

Braunes Chesterfield-Sofa und Ölbild im Wohnzimmer
Ölbild „Fame“ von Kayoom bei OTTO.

Die Aufhängung mit Draht hat mehrere Vorteile: Zum einen benötigst du auch für größere Bilder meist nur eine Schraube in der Wand. Zum anderen kannst du die Position deiner Leinwand nachträglich korrigieren: Durch die Drahtaufhängung kannst du das Bild an der Wand jederzeit geraderücken und sogar leicht in der Höhe variieren, indem du den Draht kürzt oder verlängerst.

Rückseite eines Keilrahmens mit Drahtaufhängung

Für die Draht-Aufhängung benötigst du zwei Bilderösen und dünnen Metalldraht – oft funktioniert aber auch eine stabile Schnur wie Paketschnur.

  • Bring die Ösen auf den seitlichen Rahmenleisten an – nicht mittig, sondern eher im oberen Drittel des Rahmens.
  • Miss die richtige Position der Ösen mit einem Maßband oder Lineal aus, damit beide Ösen exakt auf der gleichen Höhe sitzen.
  • Wenn die Ösen auf dem Keilrahmen sitzen, befestigst du den Draht in den Ösen. Der Draht sollte nicht gespannt sein, sondern 2–3 cm Spiel haben.
Bilderaufhänger und Leinwände mit integrierter Aufhängung:

4. Leinwand aufhängen ohne Bohren

Wenn du dein Leinwandbild aufhängen möchtest, ohne Schrauben oder Nägel in die Wand zu setzen, sind Klebehaken eine gute Lösung. Die Haken eignen sich für alle glatten Wände und für viele Tapetenarten.

Klebehaken auf Tapete
Frau befestigt Klebehaken auf Tapete
Klebehaken „tesa Klebenagel für Tapeten und Putz“ von tesa bei OTTO.

Die Haken werden mit einem starken Klebestreifen auf der Wand fixiert und tragen ein Gewicht von bis zu 2 kg. Wenn du die Haken nicht mehr benötigst, kannst du den Klebestreifen rückstandslos von der Wand entfernen – ein großer Vorteil in Mietwohnungen oder bei empfindlichen und unstabilen Wänden.