Garten

Kräuterspirale: Kräuter anpflanzen leicht gemacht!

Leckere Pasta mit Tomaten und Basilikum ist einfach himmlisch. Frische Kräuter gehören dann einfach dazu. Doch im Supermarkt sehen die Pflänzchen oft nicht mehr so ansprechend aus. Also wäre es doch eine tolle Idee, die Kräuter einfach im eigenen Garten anzupflanzen. Mit einer Kräuterspirale gelingt das spielend leicht und das Beet sieht richtig toll aus.

Wie du selbst eine Kräuterspirale bauen kannst und welche Kräuter am besten dafür geeignet sind, siehst du hier:

Du hast noch Platz im Garten? Dann nichts wie ran an die Kräuterspirale!

Auf kleinstem Raum kannst du eine große Vielfalt an verschiedenen Pflanzen anbauen, denn anders als bei einem Beet wird die Spirale in die Höhe gebaut und nimmt daher nur wenig Platz ein.

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Durch den gewundenen Aufbau entstehen unterschiedliche Feuchtzonen, mit denen du ideale Bedingungen für die Pflänzchen schaffst. Die schräge Bauweise sorgt zudem dafür, dass überschüssiges Wasser besonders gut ablaufen kann. Dadurch finden sowohl Kräuter, die eher trockene und nährstoffarme Böden bevorzugen, als auch solche, die es lieber feucht und nährstoffreich mögen, einen geeigneten Platz. An der Öffnung kannst du einen kleinen Teich anlegen, in dem sich das ablaufende Wasser ansammeln kann. Viele Kräuterspiralen kommen aber auch ohne aus, das Wasser versickert dann einfach im Boden.

Welcher Standort eignet sich für eine Kräuterspirale?

Für eine Kräuterspirale wählst du am besten einen windgeschützten und sonnigen Platz in deinem Garten, da die meisten Kräuter viel Wärme und Licht brauchen. Um schnell an deine selbstgezüchteten Kräuter zu kommen, sollte das Beet nicht allzu weit weg von deinem Haus sein – Du willst ja nicht jedes Mal beim Kochen lange Wege zurücklegen.

Platzmäßig solltest du mindestens 3 bis 7 Quadratmeter für deine Kräuterspirale einplanen, je nach Größe deines Gartens. Bei einer Höhe von 80 cm sollte die Spirale einen Mindestdurchmesser von 1,5 m haben, damit sich die Kräuter frei entfalten können. Größer geht natürlich immer.

Bauanleitung: Wie baust du eine Kräuterspirale selbst?

Du kannst natürlich auch eine fertige Kräuterspirale kaufen, aber viel mehr Spaß macht es doch, selbst tätig zu werden. Und so schwer ist das gar nicht – mit ein bisschen handwerklichem Geschick sollte es ganz schnell klappen.

Materialliste:

  • Ausreichend Steine für die Trockenmauer (Klinkersteine oder Natursteine)
  • Schotter zum Auffüllen der Fläche
  • Gartenerde, Sand, Kompost und Humus
  • Spaten
  • verschiedene Kräuter
  • Optional: Teichfolie oder Fertigteich
Einen Großteil der benötigten Materialien findest du hier:

Bauanleitung:

Schritt 1: Steck mit Pflöcken und einer gespannten Schnur den Grundriss ab und orientier dich dabei an der Form einer Spirale. Die untere Öffnung der Spirale sollte in Richtung Süden zeigen.

Schritt 2: Trag nun den Boden der abgesteckten Fläche spatentief aus, den Teichbereich (wenn du einen Teich anlegen willst) an der Öffnung etwa 40 cm tief.

Schritt 3: Als Fundament für die Steinmauer dient eine grobe Schicht Schotter, die etwa 10 cm hoch auf die abgetragene Fläche aufgefüllt wird (den Teichbereich auslassen).

Schritt 4: Leg die erste Reihe Steine in Form einer Spirale mit zwei Windungen entlang der Markierung. Benutz dafür Klinkersteine oder Naturstein, je nachdem was besser in deinen Garten passt.

Schritt 5: Füll die Fläche mit grobem Schotter aus. Im Kern sollte die Schicht etwa 50 cm dick sein und zum unteren Ende hin langsam flach auslaufen.

Schritt 6: Bau die Steinmauer anschließend nach und nach spiralförmig auf und achte darauf, dass die Kräuterspirale mit jeder weiteren Reihe in die Höhe wächst. Dazu setzt du immer einen Stein mehr auf den anderen, wenn du die Rundung aufbaust.

Schritt 7: Für die Befüllung der Spirale nutzt du am besten Gartenerde, die du für die jeweiligen Zonen mit Sand, Kompost und Humus mischst. Die Gartenerde für die oberste trockene Zone wird zur Hälfte mit Sand gemischt. Der Sandanteil wird nach unten hin weniger und es wird mehr Humus und Kompost beigemischt. Am unteren Ende (bzw. am Teichufer) besteht die Mischung letztlich nur noch aus Humus und Kompost. Hier ist der Nährstoffgehalt am höchsten.

Schritt 8: Wenn du einen Teich anlegen willst: Den Teich am Fuß der Kräuterspirale mit Teichfolie auslegen oder einen Fertigteich in das Loch setzen. Vorher solltest du jedoch eine 5 cm dicke Sandschicht als Schutz unter die Folie füllen. Das Becken kann jetzt mit Wasser befüllt werden.

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Wie bepflanzt du eine Kräuterspirale am besten?

Lass der Erde in der Kräuterspirale zunächst etwas Zeit sich zu setzen und warte auch ruhig ein paar Regenschauer ab, bevor du mit der Bepflanzung loslegst. Am besten eignet sich dafür das Frühjahr, denn viele Kräuter sind frostempfindlich und können bei zu niedrigen Temperaturen nicht wachsen und gedeihen.

Da die Kräuterspirale unterschiedliche Bodenbedingungen bietet, ist die Auswahl an geeigneten Kräutern groß. Sowohl mediterrane Kräuter als auch heimische Gartenkräuter kannst du problemlos anpflanzen.

Eine kleine Auswahl für die verschiedenen Zonen findest du hier:

Obere Zone: Trockener und nährstoffarmer Boden

  • Rosmarin
  • Lavendel
  • Thymian
  • Oregano
  • Majoran

Mittlere Zone: Mäßig trockener und nährstoffreicher Boden

  • Koriander
  • Schnittlauch
  • Kresse
  • Zitronenmelisse
  • Fenchel

Untere Zone: Feuchter und nährstoffreicher Boden

  • Petersilie
  • Basilikum
  • Minze
  • Estragon
  • Dill

Wie bleibt deine Kräuterspirale lange schön?

Damit du lange was von deinen herrlich frischen Kräutern hast, solltest du bei der Pflege einige Dinge beachten.

  • Magst du es lieber komfortabel, solltest du im Vorfeld schon darauf achten, dein Beet möglichst mit mehrjährigen Kräutern zu bepflanzen. Diese überstehen den Winter, treiben im Frühling aus und machen daher wenig Arbeit. Beispiele dafür sind Baldrian, Estragon, Fenchel, Schnittlauch oder Rosmarin.
  • Regelmäßiges Beschneiden bleibt oft nicht aus. Zu groß gewordene Kräuter sollten herausgenommen, zurückgeschnitten oder umgepflanzt werden. Dadurch wachsen die Pflanzen wieder besser und nehmen anderen Kräutern nicht den Platz weg.
  • Auf Düngen kannst du verzichten. Der Boden ist für die jeweiligen Kräuter ausreichend mit Nährstoffen versorgt und muss nur bei Gelegenheit aufgefüllt werden. Normales Leitungswasser oder Regenwasser reicht für die Bewässerung vollkommen aus.
  • Beim Gießen solltest du darauf achten, dass du die Mittagssonne vermeidest, ansonsten verdunstet das Wasser zu schnell. Besser morgens oder abends regelmäßig gießen.

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Na, bist du auf den Geschmack gekommen? Dann ran an den Spaten und im Nu kannst du deine Kräuter aus dem heimischen Garten ernten.

Lasst es dir schmecken!

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