Das Hochbett: ein Schlaf- und Kuschelthron für kleine Prinzen und Prinzessinnen

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Ein Kinderzimmer ist ein kleines Königreich, das kleine Prinzen und Prinzessinnen von einem Hochbett aus wie von einem Thron regieren. Dorthin können sie sich zurückziehen, sich sicher und geborgen fühlen und sich gemeinsam mit ihren Untertanen, den heiß geliebten Kuscheltieren, von einem aufregenden Tag erholen. Unter dem Hochbett ist jede Menge Platz zum Spielen und für einen Schreibtisch – so wird das Kinderzimmer zum Raumwunder.

In diesem Artikel erfährst Du:

  • welche Sicherheitsaspekte ein Hochbett erfüllen sollte
  • welche Modelle praktisch sind und welche Varianten die Kleinen überzeugen
  • wie ein Hochbett als Raumteiler funktioniert

Sicherheit geht vor

Ein Hochbett ist gerade für kleine Kinderzimmer eine ideale Lösung, weil es mehr nutzbare Bodenfläche und einen aufregenden Schlafplatz in luftiger Höhe bietet. Diese jedoch erfordert von den Klettermaxen motorische Fähigkeiten – und das Einschätzen von Gefahren. Beides beherrschen Kinder frühestens mit sechs Jahren ausreichend, um ein Hochbett zu erklimmen und um auf dem Bett nach Herzenslust spielen zu können. Kleinkinder hingegen haben im Verhältnis zum Körper einen schweren Kopf und können schnell stürzen. Für sie ist ein Hochbett ungeeignet, ebenso wie für kleine Schlafwandler, Epileptiker und Kinder mit ADHS.

Dein Kind sollte folgende Fähigkeiten mitbringen:

  • die Stufen zum Hochbett sicheren Fußes erklimmen können
  • eine Treppe mit zwei Stufen treffgenau herunterspringen können
  • motorisch geübt sein und über ein gutes Reaktionsvermögen verfügen

Folgende Sicherheitsaspekte sollte ein Hochbett erfüllen:

  • Es muss der Sicherheitsnorm EN 747 für Etagen- und Hochbetten entsprechen (der Hinweis findet sich am Bett selbst oder in der Gebrauchsanweisung) und ein GS-Siegel für geprüfte Sicherheit tragen.
  • Es muss fest und ohne Zwischenraum an der Wand verankert sein und stabil stehen.
  • Es sollte nicht über spitze Ecken und scharfe Kanten verfü
  • Die raumzugewandte Brüstung (Sicherheitsgitter) muss hoch genug sein – empfehlenswert sind mindestens 16 Zentimeter Abstand zwischen Matratze und Oberkante der Brüstung, besser sind 30 Zentimeter.
  • Schaumstoff- oder Latexmatratzen eignen sich besser als Federkernmatratzen, deren Trampolineffekt beim Toben und Springen gefährlich werden kann.
  • Der Ausstieg sollte zwischen 30 und 40 Zentimeter groß
  • Die Leiter sollte breite Trittstufen haben, die nicht zu weit auseinanderliegen.
  • Holz und Metall sind ideale Materialien, da sie stabil sind.

Design, das die Fantasie beflügelt: Räuberhöhle, Fantasiepalast oder Piratenrutsche

Die Ausführungen von Hochbetten sind vielfältig: Es gibt sie in hoher Form mit einer Liegehöhe von ca. 135 bis 152 Zentimetern und in halbhoher Form mit ca. 56 bis 70 Zentimetern Platz vom Boden bis zur Liegefläche. Je jünger das Kind, desto niedriger sollte die Höhe der Liegefläche ausfallen. Außerdem ist ein Abstand zur Decke von 80 bis 100 Zentimetern ideal, damit Junior sich aufrecht hinsetzen kann.

Schlichte Hochbetten aus Massivholz ohne Dekoration fügen sich in Mädchen- und Jungenzimmer gleichermaßen ein, schaffen Platz im Kinderzimmer und überdauern die Grundschulzeit. Eltern freuen sich über die praktische Ausstattung: Regale, ein Schreibtisch, eine Sitzecke oder gar ein Kleiderschrank sorgen für sinnvolle Nutzung des Raumes unter dem Bett. Bei Kindern von sechs bis etwa zwölf Jahren kommen aufwendige Konstruktionen in fantasievoller Ausstattung besonders gut an. Spielbetten mit Rutsche sind Favoriten der Kleinen, aber nicht über viele Jahre hinweg einsetzbar. Sie sollten daher im Idealfall problemlos abmontierbar sein. Verspielte Dekostoffe lassen sich hingegen unkompliziert entfernen, wenn aus dem Kinderzimmer ein Jugendzimmer wird. Die Vorhänge sind entweder im Bett-Set enthalten oder separat erhältlich und laden zum Spielen ein: So macht ein Turm aus Stoff und mit Metallrahmen das Bett zur Trutzburg oder zum Rapunzelschloss, passend bedruckte Vorhänge mit Fenstern verwandeln den Raum unter dem Bett in eine Räuberhöhle, ein Spieltunnel über der Liegefläche eignet sich für gemütliche Lesestunden versteckt vor den Blicken der Eltern oder Geschwister.

Ein geteiltes Kinderzimmer: das Hochbett als Etagenbett

Wenn zwei Kinder sich einen Raum zum Spielen und Schlafen teilen, ist jeder Quadratmeter wichtig, damit sich die beiden kleinen Individuen zu Persönlichkeiten entfalten können. Ein Hochbett bietet in diesem Fall als Etagenbett-Variante den Vorteil, dass der verbleibende Teil des Zimmers zum Beispiel in zwei Spielzonen aufgeteilt werden kann. Ein Stoffvorhang, den sich jedes Kind selbst aussucht, kann als Sichtschutz dienen. Der Vorhang für die obere Liegefläche lässt sich mit einer Schiene direkt an der Decke montieren. Empfehlenswert ist es, sich für ein Etagenbett-Modell zu entscheiden, das sich in zwei Einzelbetten aufsplitten lässt. Wenn die Kinder älter werden, kann eine komplette Raumteilung mit zwei Schlafstätten und Raumteilern die nötige Privatsphäre für die Hausaufgaben oder den Besuch von Klassenkameraden schaffen.

Fazit: Ein Hochbett bietet gesunden Kindern ab sechs Jahren eine Kuschel- und Spielstätte, wenn sie motorisch reif genug sind, die Stufen zu erklimmen. Die Höhe stellt stets eine mögliche Gefahrenquelle dar, doch Du kannst das Risiko deutlich reduzieren, indem Du ein Modell mit abnehmbarer Leiter wählst und diese während des Tages entfernst, um gefährliche Klettermanöver beim Spielen zu verhindern. Außerdem sollte es eine Matratze ohne Trampolineffekt sein – dabei immer den Sicherheitsabstand zur Brüstung beachten! Als geschickter Handwerker kannst Du ein DIY-Modell übrigens auch selbst konstruieren! Wenn Sicherheit die Hauptrolle spielt, solltest Du es allerdings nicht Pi mal Daumen zusammenzimmern, sondern beispielsweise TÜV-geprüfte Bohlen für ein Hochbett bestellen und einer Anleitung folgen – damit der selbstgebaute Kinder-Thron auch wirklich allen Belastungen standhält.