Haushaltsratgeber

Holzterrasse reinigen: Tipps für Terrassenreinigung und -pflege

Glücklich ist, wer eine Terrasse hat, denn in der warmen Jahreszeit wird der sonnige Gartenplatz schnell zum Freiluft-Wohnzimmer. Holzterrassen sind besonders beliebt – aber so unkompliziert Holz auch ist, das Naturmaterial benötigt regelmäßige Pflege, um Wind und Wetter standzuhalten. Hier erfährst du, wie oft du deine Holzterrasse reinigen solltest und was du tun kannst, damit die Holzdielen lange schön bleiben.

1. Wie reinigt man Terrassendielen aus Holz?

Spezielle Reinigungsmittel benötigst du für die Reinigung deiner Holzterrasse nicht: Ein Straßenbesen, ein Schrubber und etwas warmes Wasser mit einem Spritzer Seife reichen normalerweise aus, um Schmutz und Ablagerungen zu entfernen. Verglichen mit Stein oder Beton ist Holz ein relativ weiches Baumaterial. Daher solltest du deine Holzterrasse nicht mit dem Hochdruckreiniger säubern, auch wenn die Holzdielen imprägniert sind. Der harte Wasserstrahl kann die Holzoberfläche beschädigen und kleine Holzfasern abreißen. Die Terrassendielen werden rau und die Fläche anfällig für Feuchtigkeit und Grünbeläge.

2. Terrasse für die Reinigung vorbereiten

Wenn der Wetterbericht ein stabiles Hoch ankündigt, ist der ideale Zeitpunkt, um die Terrasse zu reinigen. So sind die Holzdielen schön trocken und können nach dem Ölen oder Lasieren nochmals gut durchtrocknen.

Frau fegt mit Straßenbesen Sand von der Holzterrasse
Ein Straßenbesen ist gut geeignet, um Schmutz und Ablagerungen aus den Fugen zwischen den Terrassendielen zu entfernen. Hartnäckigen Schmutz löst du am besten mit einem Schrubber oder einer Bürste.
  1. Terrasse freiräumen: Räume Gartenmöbel, Blumentöpfe und Deko komplett von der Terrasse herunter. Fest montierte Dinge wie Sonnenschirme oder Sonnensegel klappst du so weit es geht zusammen oder baust sie ab, damit sie nicht im Weg sind.
  2. Terrasse gründlich fegen: Nutze einen Straßenbesen, um die Terrasse von Staub, Schmutz, Blättern und ähnlichem zu befreien. Bei Terrassendielen mit Rillenprofil sind zwei Durchgänge mit dem Besen sinnvoll, da sich in den feinen Rillen viel Staub ansammelt.

Wenn die Terrasse jetzt wie neu aussieht, kannst du direkt mit dem Pflegeprogramm weitermachen und das Holz ölen oder lasieren. Lässt sich der Schmutz allerdings nicht vollständig mit einem Besen entfernen, eignet sich eine selbstgemachte Soda-Paste als ein bewährtes Hausmittel, um deine Holzterrasse zu reinigen.

3. Holzterrasse reinigen – Schritt für Schritt

Mische zuerst die Soda-Reinigungspaste an: Dazu rührst du 2–3 Esslöffel Speisestärke in etwa 500 ml lauwarmes Wasser ein, bis sich alle Klümpchen komplett aufgelöst haben. Anschließend gibst du die Mischung mit etwa 5 l lauwarmem Wasser in einen großen Topf, gibst 100 g Soda (Natriumcarbonat) hinzu und lässt alles unter Rühren kurz aufkochen, bis die Flüssigkeit aufquillt.

  1. Terrasse abspülen: Spüle die gefegten Holzdielen mit etwas Wasser ab. Nutze eine Bürste, um grobe Verschmutzungen zu entfernen.
  2. Reinigungspaste auftragen: Gib die Soda-Paste direkt auf die Holzdielen und verteile sie gleichmäßig mit einem Schrubber.
  3. Einwirken lassen: Lasse die Soda-Paste für einige Stunden einwirken – so lösen sich die Schmutzpartikel vom Holz.

Abbürsten und nachspülen: Bürste die Reinigungspaste mit dem Schrubber kräftig in die Holzdielen ein, um den gelösten Schmutz und Beläge zu entfernen. Anschließend spülst du die Terrasse gründlich mit klarem Wasser ab.

Helle Holzterrasse mit silber Deko-Kugeln
Wenn du deine Terrasse pflegen möchtest, wartest du am besten eine längere Trockenperiode ab. Im Idealfall können die Holzdielen nach der Reinigung und nach dem Ölen jeweils 1-2 Tage trocknen.

Soda oder Seife zur Terrassenreinigung?

Soda, auch als Natriumcarbonat bekannt, bildet in Verbindung mit Wasser und Stärke kleine Bläschen, die den festsitzenden Schmutz effektiv von der Holzoberfläche lösen. Zudem ist Soda ein umweltfreundliches Hausmittel, das deinem Rasen und den Pflanzen rund um die Terrasse nicht schadet. Wenn du keine Zeit hast, den Soda-Reiniger selbst anzurühren, kannst du auch normale Seifenlauge oder einen Spezialreiniger verwenden, um deine Holzterrasse zu reinigen. Auch wenn du umweltverträgliche Reiniger verwendest, solltest du darauf achten, dass möglichst wenig Rückstände in deinem Garten landen.

Terrassendielen und Zubehör für deine Holzterrasse:
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HOME DELUXE WPC-Fliesen , für 3 m² Fläche, teak
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GARDENA Straßenbesen »combisystem«, 45 cm Arbeitsbreite, mit 130 cm Holzstiel
Merxx Holz-Fliesen »Akazie« mit Klick-Verbindung, Fläche: 0,9 m²/Paket, braun
HOME DELUXE WPC-Fliesen , für 1 m² Fläche, anthrazit
GARDENA Schrubber »combisystem«, 30 cm Arbeitsbreite
HOME DELUXE Komplett-Set: WPC-Terrassendielen , inkl. Unterkonstruktion, 1 m², hellgrau

4. Holzterrasse pflegen mit Öl oder Lasur

Holz ist ein Naturmaterial. Daher ist es wichtig, deine Holzterrasse zu pflegen, damit sie Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen, Schmutz und UV-Strahlung besser standhalten kann.

„Weiche“ Lasuren für die Terrassendielen

Lasuren sind Schutzanstriche, die aushärten und eine dünne Schutzschicht auf der Holzoberfläche bilden. Auf einem Bodenbelag aus Holz würde die Lasur durch die ständige Beanspruchung schnell abplatzen. Daher werden herkömmliche Holzlasuren vor allem für Möbel, Zäune oder Holzdeko verwendet. Speziell für Terrassen und andere Holzböden gibt es aber „weiche“ Lasuren, die einen elastischen Schutzfilm bilden. Dieser hält Feuchtigkeit und Beläge ab und schützt das Holz vor Rissen. Holzschutzlasuren gibt es in verschiedenen Farbtönen, sodass du in die Jahre gekommenen Terrassendielen einen neuen Look geben kannst. Allerdings pflegen Lasuren das Holz nicht so intensiv wie ein Holzöl.

Holzterrasse, im Hintergrund Rasen mit Gartenliege in Türkis
Terrassendielen aus Holz werden in der Regel vom Hersteller druckimprägiert, um sie witterungsbeständiger zu machen. Dennoch solltest du deine Holzterrasse einmal im Jahr zusätzlich mit einem Öl oder einem anderen Holzschutzmittel pflegen.

Holzöl bietet Pflege und Feuchtigkeitsschutz

Anders als Lasuren, die einen Film auf der Oberfläche bilden, zieht Holzöl tief in das Holz ein. Die Holzfasern sind mit Öl gesättigt, sodass sie keine Feuchtigkeit aufnehmen können. So verzieht sich das Holz nicht und quillt nicht auf. Zusätzlich bilden Holzöle einen trittfesten Oberflächenfilm aus Naturharz, der die Holzterrasse vor mechanischer Beanspruchung schützt. Damit das Holzöl seine Schutzfunktion erfüllen kann, ist es wichtig, dass du ausreichend Öl aufträgst. Erst wenn auf den Terrassendielen kleine Pfützen mit Öl zurückbleiben, ist das Holz gesättigt.

Terrassendielen pflegen – Schritt für Schritt

Du kannst die Terrasse reinigen, ohne sie hinterher mit Holzöl zu behandeln – aber wenn du deine Holzterrasse pflegen möchtest, solltest du nach der gründlichen Reinigung ein Holzpflegeöl auftragen.

  1. Terrassenboden durchtrocknen lassen: Lasse die Terrasse nach der Reinigung am besten 2–4 Tage trocknen. Je trockener das Holz, desto besser kann es die Pflege aufnehmen.
  2. Anschleifen: Glatte Terrassendielen kannst du mit Schleifpapier kurz anschleifen, damit Öl oder Lasur besser einziehen können. Nutze dafür Schleifpapier mit einer 100er- oder 200er-Körnung. Terrassendielen mit Rillenprofil kannst du mit einer feinen Drahtbürste vorsichtig anrauen.
  3. Holzpflege auftragen: Trage die Holzpflege mit einer kurzflorigen Rolle oder einem breiten Pinsel nach Bedienungsanleitung auf. Bei einer Lasur reicht eine Schicht. Holzpflegeöl solltest du großzügig und ggf. mehrmals auftragen.
  4. Einziehen lassen: Lasse das Holzöl etwa eine Stunde einziehen. Sind nach dieser Zeit noch Ölreste auf dem Holz zu sehen, ist das Holz gesättigt. Du kannst das überschüssige Öl mit einem Tuch abtragen. Ist das Öl komplett in das Holz eingezogen, solltest du die Dielen erneut einölen.

Holz trocknen lassen: Die fertig geölten oder lasierten Holzdielen sollten mindestens 24 Stunden trocknen, bevor du Gartenmöbel, Blumentöpfe und Co. wieder darauf stellst.

Holzterrasse aus Rillen-Holzdielen mit Holztisch- und Bank auf Aluprofilen
Terrassendielen mit Rillenprofil sind rutschfester bei Nässe, allerdings ist die Terrassenpflege etwas aufwendiger: In den Rillen sammelt sich leichter Schmutz an und das Holzpflegeöl musst du mit einem Pinsel auftragen.
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Teppich »Malta«, bougari, rechteckig, Höhe 5 mm, Wendeteppich, In- und Outdoorgeeignet
Gartentisch »Baltimore«, Eukalyptusholz, klappbar, 120x70 cm, braun
Sitzsack »Big Foot«, Indoor / Outdoor geeignet
La Siesta Hängestuhl Modesta Latte Basic
STAR TRADING LED-Lichterkette, 16-flammig
MERXX Gartenstuhl »Bordeaux«, Eukalyptusholz, klappbar, verstellbar, braun
INOSIGN Pflanzkübel Lackiertes Metall (3er-Set)
TENDERFLAME Tischfeuer »Tulpe«, Edelstahl, mit Glasring
GARTENGUT Ampelschirm »Palermo«, 300x300 cm, ohne Wegeplatten

5. Tipps für eine schöne Holzterrasse

Zugegeben, die gründliche Reinigung und Pflege einer Holzterrasse nimmt ein bisschen Zeit in Anspruch – aber es lohnt sich.

  • Ein gutes Fundament: Das Fundament ist entscheidend für die Lebensdauer deiner Terrasse – so ist die Luftzirkulation unter den Terrassendielen gesichert und das Holz nimmt weniger Feuchtigkeit auf.
  • Holzschutz schon beim Terrassenbau: Am besten behandelst du das Terrassenholz schon beim Bau der Terrasse mit Pflegeöl oder Lasur. Ob vor oder nach dem Verlegen ist egal – vor dem Verlegen kannst du die Dielen allerdings beidseitig behandeln.
  • Terrasse regelmäßig fegen: So kann sich grober Schmutz gar nicht erst festsetzen.
  • Grundreinigung einmal im Jahr: Jedes Jahr im Frühling solltest du deine Holzterrasse gründlich reinigen – zum Beispiel als Bestandteil des Frühjahrsputzes.
  • Terrassenpflege einmal im Jahr: Nimm dir Zeit, deine Holzterrasse zu pflegen, bevor die Sommermonate beginnen – so schützt du das Holz auch vor der UV-Strahlung.