Garten

Holz-Gartenmöbel reinigen und pflegen

Klar, deine Holz-Gartenmöbel sind für die Nutzung im Freien gemacht und brauchen eigentlich kaum Pflege. Trotzdem spricht einiges dafür, hin und wieder Putzlappen und Holzöl hervorzuholen: Zum einen kannst du mit etwas Pflege die Lebensdauer deiner Holzmöbel deutlich verlängern – und zum anderen sehen gepflegte Gartenmöbel einfach schöner aus. Wir zeigen dir, wie du Gartenmöbel aus Holz richtig reinigst.

1. Lackiertes Holz reinigen

Lack versiegelt die Holzoberfläche und verhindert, dass Wasser in das Holz eindringt. Gartenmöbel mit einer intakten Lackschicht kannst du daher einfach mit etwas Seifenwasser reinigen. Sei trotz allem sparsam mit dem Wasser, damit sich auf dem Lack keine Flecken bilden.

Das benötigst du:

  • Handfeger oder weiche Bürste
  • Eimer
  • Warmes Wasser
  • Spülmittel
  • Schwamm oder Fensterleder
  • Baumwolltuch
Alte Holzbürste und Putzeimer auf Holz-Gartentisch

So geht’s:

  1. Fege zuerst mit dem Handfeger grobe Verschmutzungen, Spinnenweben und Staub von deinen Gartenmöbeln.
  2. Fülle den Eimer mit ca. 5 l warmem Wasser und gib einen Spritzer Spülmittel (ca. 1 TL) hinzu.
  3. Befeuchte den Schwamm mit dem Seifenwasser – er sollte nicht zu nass sein. Reibe die Gartenmöbel gründlich mit dem Schwamm ab, sodass sich Schmutz und Verfärbungen lösen.
  4. Trockne die gereinigten Gartenmöbel mit einem Baumwolltuch ab. So verhinderst du Wasserflecken und Risse im Lack. Trockne auch Scharniere und Schrauben sorgfältig und öle sie gegebenenfalls.
Ausrufezeichen
Reinige lackierte Gartenmöbel lieber nicht mit Mikrofasertüchern – das Holz kann dadurch seinen Glanz verlieren. Besser sind weiche Schwämme oder Fensterleder.

2. Teakholzmöbel reinigen

Große Terrasse mit zwei Gartenstühlen aus Holz

Nicht ohne Grund ist Teakholz so beliebt, wenn es um Möbel für Garten und Terrasse geht: Das Tropenholz ist extrem hart, pflegeleicht und auch ohne Lackierung sehr witterungsbeständig. Zudem bekommt es mit den Jahren eine individuelle Patina. Allerdings wird Teakholz auch heute noch illegal abgeholzt – daher solltest du immer auf das FSC-Siegel achten, wenn du Gartenmöbel aus Teakholz neu kaufst.

Teak-Gartenmöbel aus nachhaltiger Forstwirtschaft:

Viele Gartenmöbel aus Teakholz sind komplett naturbelassen und weder geölt noch lasiert – daher solltest du sie nur vorsichtig und mit sanften Mitteln reinigen. Staub und Spinnweben kannst du mit einem Handfeger oder einer weichen Bürste abfegen, Flecken und Verfärbungen wirst du mit einem Schwamm und warmem Seifenwasser los.

Wenn die Holzoberfläche beschädigt oder stark verfärbt ist, bleibt dir als letzter Ausweg oft nur, deine Teakholzmöbel abzuschleifen. Das kannst du mit Schleifpapier selber machen, es ist allerdings relativ aufwendig. Anschließend solltest du ein spezielles Teakholzöl auftragen, um die frisch abgeschliffene Oberfläche zu schützen.

3. Verfärbungen und Grauschleier entfernen

Insbesondere Gartenmöbel aus unbehandeltem Holz verfärben sich mit der Zeit. Typisch sind feine Grünbeläge oder ein Grauschleier auf dem Holz.

Grünbelag von Holzmöbeln entfernen

Natron oder Soda ist ein vielseitiges Hausmittel, mit dem du auch die unschönen, grünen Beläge auf deinen Holzmöbeln beseitigen kannst. Nur Teakholz solltest du lieber nicht mit Soda reinigen – das Tropenholz reagiert empfindlich darauf.

Das benötigst du:

  • Großen Kochtopf
  • Putzeimer
  • Lappen oder weiche Bürste
  • 5 l warmes Wasser
  • 4 EL Stärke
  • 100 g Natron/Soda

So geht’s:

  1. Gib 5 l warmes Wasser in einen großen Kochtopf und rühre die Stärke ein, bis sie sich aufgelöst hat.
  2. Gib anschließend das Natron dazu und koche die Mischung auf, bis eine dicke Paste entsteht. Lass die Natronpaste etwas abkühlen.
  3. Gib die noch warme Paste mit einem Lappen oder einer weichen Bürste auf die Gartenmöbel. Lass sie für mehrere Stunden einwirken.
  4. Spüle die Natronpaste mit reichlich kaltem Wasser vom Holz ab und trockne mit einem Handtuch nach.
Praktische Helfer für die Reinigung deiner Holz-Gartenmöbel:

Grauschleier von Holzmöbeln entfernen

Eine gewisse Patina steht den meisten Holz-Gartenmöbeln sehr gut. Wenn die Holzoberfläche aber stumpf und grau geworden ist, wird es Zeit, deine Gartenmöbel ein bisschen aufzufrischen. Einen leichten Grauschleier wirst du oft schon mit Seifenlauge los, bei stärkeren Verfärbungen hilft ein Holz-Entgrauer aus dem Bau- oder Gartenmarkt.

Etwas aufwendiger, aber umso effektiver ist das Abschleifen. Dazu schleifst du deine Holzmöbel mit 180er-Schleifpapier dünn ab, bis der Grauschleier verschwunden ist und die Oberflächen wie neu strahlen. Da die frisch geschliffenen Oberflächen sehr empfindlich sind, solltest du deine Gartenmöbel anschließend mit Holzöl oder Holzlasur behandeln.

4. Holz-Gartenmöbel pflegen

Mit regelmäßiger Pflege kannst du der Vergrauung deiner Gartenmöbel vorbeugen. Gleichzeitig ist das Holz auf diese Weise besser gegen Feuchtigkeit und Grünbeläge geschützt.

Wie häufig pflegen?

Idealerweise reinigst und ölst du deine Holz-Gartenmöbel zweimal im Jahr: Einmal im Frühjahr, wenn du sie auf die Terrasse stellst, und einmal im Herbst, bevor du sie einlagerst.

Hand streicht Holzöl auf Holzfläche

Welche Holzpflege für Gartenmöbel?

Grundsätzlich hast du bei der Holzpflege die Wahl zwischen Holzöl und Holzlasur. Lasuren ziehen schnell und tief in das Holz ein und bieten vor allem Witterungsschutz. Holzöl pflegt das Holz und lässt es glänzen. Zudem ist es beständiger als eine Lasur – stark beanspruchte Gartenmöbel solltest du daher lieber ölen.

Wichtig ist, dass du die Holzpflege immer passend zur Holzart deiner Gartenmöbel auswählst. Harthölzer wie Teak, Eukalyptus oder Robinie haben nicht nur eine andere Farbe, sie benötigen auch eine andere Pflege als weichere Hölzer wie Fichte und Kiefer.

Regelmäßiges Lüften schützt das Holz

Gartenmöbel, die unter Abdeckungen oder im Keller gelagert werden, sollten hin und wieder frische Luft bekommen. So kann sich keine Feuchtigkeit im Holz stauen und du vermeidest Schimmel und Grünbeläge.

5. Diese Reinigungsmethoden solltest du vermeiden

Gartenmöbel aus Holz sind insgesamt sehr pflegeleicht. Dennoch ist Holz ein Naturmaterial, das durch aggressive Reinigungsmittel Schaden nehmen kann. Auf folgende Reinigungsmethoden solltest du besser verzichten:

  • Hochdruckreiniger: Wasserhochdruck löst hartnäckige Verschmutzungen – aber gerade bei weichen Hölzern wie Fichte oder Kiefer kann der Wasserstrahl die Holzfasern oder den Lack beschädigen.
  • Chemische Reiniger: Aggressive Substanzen wie Chlor schädigen die Holzfasern und können sie ausbleichen.
  • Essig: Essigwasser ist ein effektives Hausmittel gegen Verschmutzungen und Kalk. Allerdings ist Essig eine Säure, die naturbelassenes Holz ausbleichen kann.