Harzige Angelegenheit: DIY-Naturdeko mit Holz

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Harzbild

Es ist wieder so weit: Hier kommt der nächste Beitrag unserer Blogger, die wir vor ein paar Monaten zum Workshop nach Hamburg eingeladen hatten. Denise, das Fräulein Ordnung, hatte uns mit ihrer Geschichte über Inspiration gezeigt, dass es nicht immer nötig ist, alles sofort umzudekorieren. Heute haben uns Filiz und Tanja von A Little Fashion ein spannendes DIY mitgebracht, was man bisher so noch nicht gesehen hat: Ein Bild aus Harz. Alle Beiträge unserer Workshop-Blogger haben wir hier für Euch gesammelt.


Wir sind große Liebhaber von Natur-Deko. Richtig eingesetzt können Äste, Zweige, Rinden, Beeren, Steine und Sand viel Wärme und Gemütlichkeit in unsere vier Wände bringen. Noch dazu liegen natürliche Deko-Elemente derzeit voll im Trend. Wer sein Budget schonen will, kann sie sogar einfach selbst sammeln.

Da kommt es uns ganz gelegen, dass letztes Jahr bei unseren Gartenarbeiten einiges an Ästen und Zweigen zusammenkam, die uns als Material für verschiedene Projekte (z. B. weihnachtliche Baumanhänger und Adventskalender) oder auch einfach als Deko dienen. Vor ein paar Tagen haben wir einfach das Eine mit dem Anderen verknüpft und ein besonderes Deko-DIY-Projekt gestartet, das wir schon viel zu lange vor uns her geschoben haben: Ein Bild aus Harz.

Die Arbeit mit Gießharz fasziniert uns schon sehr lange. Gerade die Kombination mit Holz und Pflanzen, aber auch vielen anderen Materialen wie Beton, Metallen und Textilien ist einfach unheimlich interessant und eröffnet dem Anwender ganz neue Horizonte.

Harzbild_Detail

Da wir im Rahmen dieses Projektes das erste Mal mit Harz gearbeitet haben, haben wir uns für ein spezielles Gießharz von Colles et Couleurs Cléopâtre entschieden, das zehnmal weniger Blasen bildet als normales und farblos bzw. kristallklar aushärtet. Es lässt sich, genau so wie jedes andere Gießharz, nach dem Aushärten auch problemlos schleifen, sollte das nötig sein. Darauf haben wir bei unserem Bild verzichtet, weil uns die milchglasige Oberfläche in Kombination mit dem Holz besser gefällt.

So haben wir es gemacht:

Materialien

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  • 720 Milliliter Crystal’Glass Gießharz
  • eine Tarte-Form aus Silikon mit 26 Zentimeter Durchmesser (Ihr könnt natürlich auch eine rechteckige Form verwenden)
  • schöne Astscheiben (ca. 0,5 Zentimeter dick)
  • Holzperlen in verschiedenen Größen
  • einen Holzlöffel, Spaten o. ä. zum Rühren
  • einen Holzstab (am besten wäre ein eckiger, wir haben die Hälfte des Holzlöffelstiels genommen und das Ende flach angeschliffen)
  • ein altes Gefäß zum Anrühren des Harzes
  • ein Messbecher
  • GANZ WICHTIG: Gummi-Handschuhe und eine Unterlage

So funktioniert’s:

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  1. Reinigt die Silikonform ausgiebig. Breitet die Unterlage auf einer geraden Arbeitsfläche aus und denkt daran, Handschuhe anzuziehen. Arbeitet in einem gut belüfteten Raum.
  2. Gebt vorsichtig 80 Milliliter Harz und 40 Milliliter Härter (in der Packung enthalten) in das Rührgefäß. Kratzt dabei, so gut es geht, alles aus dem Messbecher. Rührt so lange, bis die Flüssigkeit nicht mehr milchig, sondern wieder völlig klar ist. Ihr müsst langsam rühren, um Blasen vermeiden.
  3. Gießt das Harz langsam in die Silikonform und schwenkt diese eventuell ein wenig, um die dünne Harzschicht zu verteilen. Lasst das Harz über Nacht gelieren.
  4. Legt vorsichtig die Baumscheiben auf die gelartige Harz-Schicht und verteilt die Perlen dazwischen.
  5. Versucht das Stäbchen irgendwo mittig am unteren Rand genau gerade in die Gelschicht zu stecken. Wenn es nicht stehen bleibt, macht das erst bei der zweiten, dickeren Schicht, wenn sie geliert ist.
  6. Mischt genau so wie beim ersten Mal den Rest des Harzes zusammen und gießt ihn vorsichtig über die Holzscheiben und Perlen.
  7. Lasst auch diese Schicht über Nacht gelieren. (Wenn es bei der ersten Schicht nicht geklappt hat, dann jetzt das Stäbchen reinstecken.)
  8. Wer die Geduld hat, kann noch ein paar Tage warten, bis das Harz komplett aushärtet. Wer nicht so lange warten möchte, kann die Silikonform mit ca. 20 Zentimeter Abstand über die Heizung stellen. Dadurch härtet es innerhalb von ein paar Stunden aus. Na, welche Variante haben wir Ungeduldigen wohl gewählt?
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Holt nun Euer Kunstwerk aus der Form und sucht ein schönes Plätzchen dafür. Eigentlich gar nicht so wild, oder? Viel Spaß beim Nachbasteln!