Praktisches

Grünspan entfernen: So beseitigst du Grünbeläge auf Holz und Steinen

Wenn du Gartenmöbel oder einen gepflasterten Gartenweg hast, dann kennst du sie vielleicht: lästige, grüne Flecken, die sich auf allen Flächen breitmachen, die der Witterung ausgesetzt sind. Jetzt wird es Zeit, Garten und Terrasse aufzufrischen: Wir zeigen dir, wie du Grünbelag und Grünspan entfernst.

1. Grünspan oder Grünbelag?

Oft ist von „Grünspan“ die Rede, wenn die grünen Ablagerungen auf Gartenmöbeln, Pflastersteinen und an Hausfassaden gemeint sind. Genau genommen ist Grünspan aber die Bezeichnung für den blaugrünen Belag auf Kupferoberflächen. Der sogenannte Kupferrost entsteht, wenn das Kupfer mit dem in der Luft enthaltenen Kohlen- und Schwefeldioxid reagiert.

Dekoblumen aus Kupfer mit Grünspan
Grünspan wird auch Kupferacetat genannt und entsteht durch eine chemische Reaktion. Typisch sind die blaugrünen Beläge auf Hausdächern und Kirchtürmen.

Die grünen Ablagerungen auf Holz, Stein oder Kunststoff werden als Grünbeläge bezeichnet. Dabei handelt es sich um Moose oder Algen, die sich bei erhöhter Feuchtigkeit bilden. Diese organischen Grünbeläge sind zwar hartnäckig, sie lassen sich aber problemlos mit Hausmitteln entfernen.

Gepflasterter Weg zwischen Pflanzen
Die grünen Ablagerungen auf Stein und Holz sind meist Moose oder Flechten. Ihr Wachstum wird durch Schatten und Feuchtigkeit begünstigt.

2. Hausmittel gegen Grünspan

Gegen echten Grünspan hilft eine Behandlung mit Säure, z. B. mit Essig oder Zitronensaft. Grünbelägen auf Gartenmöbeln und Steinen dagegen rückst du am besten mit den klassischen Hausmitteln Schmierseife oder Soda zu Leibe – und mit etwas Muskelkraft, denn Flechten und Moos sind oft ziemlich hartnäckig.

Auf festen Untergründen wie Steinplatten und Betonflächen kannst du Grünbeläge auch mit dem Hochdruckreiniger entfernen. Bei Gartenmöbeln und Garten-Accessoires wie Blumenkübeln solltest du lieber zur Handbürste greifen. Der harte Wasserstrahl raut Holz und poröse Materialien auf, sodass Flechten und Algen sich noch leichter festsetzen können.

Du möchtest deine Terrasse von Grünbelägen befreien? In unserem Beitrag „Holzterrasse reinigen: Tipps für Terrassenreinigung und -pflege“ findest du eine ausführliche Anleitung.

Hände mit Hochdruckreiniger reinigen Terrasse
Pflastersteine, Granit und Beton kannst du gut mit dem Hochdruckreiniger säubern. Bei Natursteinplatten solltest du mit maximal 120 bar Druck arbeiten, um die Steinoberfläche nicht zu beschädigen.

3. Grünbelag entfernen mit Soda

Soda oder Natriumcarbonat ist ein echtes Universal-Hausmittel, mit dem du die unterschiedlichsten Verschmutzungen loswirst. Auch lästige Grünbeläge kannst du mit Soda entfernen.

Steinweg führt durch dichtbewachsenen Garten
Soda ist umweltfreundlicher als chemische Grünbelag-Entferner. Daher eignet es sich gut für die Reinigung von Gehwegen und Gartenmöbeln im Freien.

Das benötigst du:

  • Eimer
  • 250 g Soda (z. B. im Drogeriemarkt)
  • 5-7 l Wasser
  • Bürste oder Schrubber
  • Gummihandschuhe

Und so funktioniert es:

  1. Gib das Soda ins Wasser und rühre, bis es sich vollständig aufgelöst hat.
  2. Trag am besten Handschuhe, wenn du Grünbeläge mit Soda entfernst. Natriumcarbonat ist zwar unbedenklich für die Umwelt, kann aber zu Hautreizungen führen.
  3. Trage die Sodalösung mit einer Bürste oder einem Schrubber auf die Grünbeläge auf und bürste sie kräftig ein.
  4. Lass die Lösung für mindestens zwei Stunden einwirken.
  5. Anschließend bürstest du die Oberflächen noch einmal gründlich ab und spülst mit reichlich klarem Wasser nach.

Weitere praktische Tipps, damit deine Gartenmöbel aus Holz wieder wie neu aussehen, findest du in unserem Beitrag „Holz-Gartenmöbel reinigen und pflegen“.

4. Grünbelag entfernen mit Schmierseife

Auch mit Schmierseife kannst du Grünbeläge von Holz, Stein und Kunststoff entfernen. Der Vorteil gegenüber Natron: Die Seifenlauge muss nicht einwirken, sondern wird nach kräftigem Schrubben direkt wieder abgespült.

Das benötigst du:

  • Eimer
  • 1 EL Schmierseife
  • 5 l warmes Wasser
  • Bürste oder Schrubber

Und so funktioniert es:

  1. Gib die Schmierseife in das warme Wasser und rühre kurz um, damit sich die Seife komplett auflöst.
  2. Bürste jetzt alle mit Grünbelag bedeckten Flächen kräftig mit der Seifenlauge ab. Bei starken Verschmutzungen kannst du etwas mehr Schmierseife ins Wasser geben.
  3. Spüle die Seifenlauge mit reichlich klarem Wasser ab. Wenn noch Grünbeläge zu sehen sind, wiederhole Schritt 2.

5. Grünspan entfernen mit Essig

Auf Dächern und Kirchtürmen ist die typische, blaugrüne Kupfer-Patina gern gesehen. Accessoires aus Kupfer sehen aber oft schöner aus, wenn sie auf Glanz poliert sind. Mit Essigessenz wirst du Grünspan auf Töpfen, Kannen und Gartendeko schnell los.

Das benötigst du:

  • 100 ml Essigessenz
  • 1 EL Salz
  • 500 ml Wasser
  • Kleiner Putzeimer
  • Weicher Lappen
  • Baumwolltuch

Und so funktioniert es:

  1. Gib 500 ml Wasser in den Eimer und gib 100 ml Essig und 1 EL Speisesalz dazu. Verrühre alles gut, damit sich das Salz auflöst.
  2. Reibe die Kupferflächen mit dem Essigwasser ab und lass das Hausmittel noch 15 Minuten einwirken.
  3. Spüle das Essigwasser mit reichlich klarem Wasser ab und reibe die Kupferstücke mit einem Baumwolltuch trocken.

6. Grünspan entfernen mit Zitronensäure

Auch die Säure der Zitrone hilft, Grünspan auf Kupferoberflächen zu entfernen. Der Vorteil bei dieser Reinigungsmethode: Sie funktioniert ganz ohne Putzmittel.

Zwei aufgeschnittene Zitronenhälften

Das benötigst du:

  • 1 Zitrone
  • 1 Prise Speisesalz
  • Messer
  • Baumwolltuch oder Fensterleder

Und so funktioniert es:

  1. Halbiere die Zitrone und gib eine Prise Salz auf die Schnittfläche.
  2. Reibe die Kupferflächen mit der Zitrone ab und lass die Zitronensäure gegebenenfalls einige Minuten einwirken.
  3. Zum Schluss spülst du die Oberflächen mit reichlich klarem Wasser ab und reibst sie mit einem Baumwolltuch oder einem Fensterleder trocken.

7. Grünbeläge auf Holz vermeiden

Das Entfernen von Moos und Flechten ist relativ aufwendig. Gerade bei Gartenmöbeln mit ihren vielen Winkeln und Kleinteilen musst du oft eine ganze Weile schrubben, bis alle Beläge entfernt sind. Ein guter Grund, deine Gartenmöbel schon von Anfang an vor Grünbelägen zu schützen. Mit diesen Tipps kannst du die Bildung von Grünbelag vermeiden oder zumindest verlangsamen:

  • Vor Feuchtigkeit schützen: Feuchtigkeit begünstigt das Wachstum von Moos und Algen. Deck deine Gartenmöbel daher bei Regen ab und lagere sie im Winter ein.
  • Regelmäßig an die Sonne: Mit UV-Strahlung und hohen Temperaturen kommen Moos und Algen nicht zurecht. Wenn deine Holzmöbel täglich einige Zeit in der prallen Sonne stehen, entwickeln sich weniger Grünbeläge.
  • Auf Hochdruckreiniger verzichten: Die Reinigung mit dem Hochdruckreiniger ist zwar schön einfach, aber der harte Wasserstrahl raut die Holzfasern auf – so haben Moos, Algen und Flechten ein leichtes Spiel.
  • Holzmöbel nicht direkt unter Bäume stellen: Ein schattiges Plätzchen unter Bäumen ist zwar gemütlich, aber hier können Flechten und Moose schnell vom Baum auf die Gartenmöbel übergreifen. Gleiches gilt für Gartenmauern und Totholz.
  • Holzmöbel lasieren: Ein Anstrich mit Holzlasur schützt deine Gartenmöbel vor Grünbelägen, ohne dass sie ihre natürliche Holzfarbe einbüßen. Achte darauf, Lasur für den Außenbereich zu verwenden.