Eclectic Chic: Zu Besuch bei Innenarchitektin Frederike Bettermann

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Vorstellung Frederike Bettermann

Wenn Frederike Bettermann einen Fuß aus ihrer Loftwohnung setzt, dann steht sie mitten im belebten Hamburger Stadtteil Eppendorf mit seinen unzähligen kleinen Boutiquen, Cafés und Blumenläden. Aber nicht nur die vornehme Lage und der Blick auf den Isebekkanal machen Frederikes Heim so besonders. Denn das Gebäude, in dem die Hamburgerin mit ihrem Mann lebt, war früher ein riesiges Parkhaus. Die groben Deckenträger und die massiven Säulen wurden beim Umbau einfach in die Wohnung integriert und verleihen ihr heute das gewisse Etwas.

Kommt mit auf eine kleine Besichtigungstour:

Von Beruf ist Frederike Innenarchitektin und entsprechend sieht auch ihre Einrichtung aus. Außerdem arbeitet sie als Stylistin für Fotoproduktionen und erschafft mühelos Räume aus dem Nichts. In ihrem eigenen Zuhause wäre jedes einzelne Zimmer ideal als Set für ein Fotoshooting geeignet. „Inspiration hole ich mir häufig von Blogs und aus Zeitschriften. Ich liebe es Stile von anderen Leuten zu beobachten und zu analysieren“, sagt Frederike.

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Beim Einrichten folgt die Hamburgerin keinem bestimmten Konzept, am ehesten aber kann sie sich mit dem Eclectic Chic identifizieren. Diese Stilrichtung beschreibt sie so: „Der Trend geht zu mehr Individualität, das heißt Dinge selber machen, selber bauen oder mit einfachen Dingen aufwerten und dann alles zusammenwürfeln. Wie als würde man mit dem Freund zusammenziehen. Denn dann vermischt sich die Einrichtung ja auch automatisch. Wenn man die Einrichtungsgegenstände dann richtig platziert, kann so ein einzigartiges Interior entstehen.“

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Unabhängig davon, ob bestimmte Deko-Accessoires zu ihrer Wohnung passen oder nicht, nimmt sich Frederike auch gerne Andenken aus dem Urlaub mit. Damit dekoriert sie dann ihr Loft. Aber wie hält man trotz immer neuer Dinge Ordnung, um sich wohl zu fühlen? Darauf hat die Innenarchitektin auch eine Antwort: „Ich stehe ja total auf dekorative Boxen, kleine Tabletts und Schalen. Denn in solchen Behältnissen kann ruhig ein bisschen Chaos herrschen. Von Außen betrachtet, wirkt dann trotzdem alles ordentlich. Bei mir ist es aber auch selten wirklich unordentlich. Durch meine Arbeit an Fotosets, rücke ich die Dinge zu Hause auch immer wieder an den rechten Platz. Ab und zu darf natürlich auch mal etwas rumstehen, wir leben schließlich nicht in einem Studio. Außerdem wird sich sowieso einiges ändern, wenn das Baby da ist.“

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Wenn Frederikes Baby nicht gerade im umdekorierten Arbeitszimmer schlummert, wird es von der Wiege aus beobachten dürfen, was im offenen Essraum so passiert.

Ganz bald erwartet Frederike nämlich ihr erstes Kind. Das Arbeitszimmer wurde deshalb teils in den langen Flur verlagert, der alte Arbeitsplatz hat sich in ein Kinderzimmer verwandelt. Dort thront bereits ein selbst gebautes Himmelbett, das Frederike und ihr Mann selbst gebaut haben. Sowieso hatte die Innenarchitektin während der Schwangerschaft viel Zeit, um an der gemeinsamen Wohnung zu arbeiten. Wenn die Einrichtung zwei Monate unverändert bleibt, dann sei das für sie schon eine sehr lange Zeit, verrät Frederike. „Viel zu oft“ verändere sie nämlich die Einrichtung und wenn es nur kleine Sachen sind, die ausgetauscht werden, wie zum Beispiel Kissenbezüge oder Vasen.

WohnungFrederikeBettermann11„Wer eine schöne Wohnung haben will, muss auch Lust haben, sich mit der Einrichtung auseinanderzusetzen. Eine Wohnung muss nicht gleich am ersten Tag des Einzugs fertig eingerichtet sein. Wenn man kann, sollte man sich lieber Zeit nehmen, um nach und nach Möbel und Dekoration zu sammeln. Denn es weitet das Blickfeld, nicht nur in ein einziges Möbelhaus zu gehen, sondern auch mal in Internetbörsen, auf dem Sperrmüll, auf dem Flohmartk oder in Secondhandläden zu schauen. Das Ziel in den eigenen vier Wänden sollte sein, individuelle Akzente zu setzen, um sich richtig wohlzufühlen.“

Wie Frederike das umgesetzt hat, seht Ihr in meiner Bildergalerie zum Anklicken:

Mehr über Frederikes Wohnstil, ihre Einrichtungsphilosophie und ihre Arbeit gibt’s auf ihrer Seite www.betterinteriors.de.